Quirin Berg

Quirin Berg (* 1. März 1978 in München<ref>Quirin Berg. In: Internet Movie Database. Abgerufen am 17. Juni 2019.</ref>) ist ein deutscher Filmproduzent und einer der Geschäftsführer der Wiedemann & Berg Film und W&B Television. Er ist Gesellschafter und Mitgründer von LEONINE Studios und leitet als Geschäftsführer der LEONINE Holding und Co-Chief Production Officer die gesamte Fiction-Produktion der Gruppe. Er ist als Chief Creative Officer zudem für die kreative Ausrichtung von LEONINE Studios zuständig, einem der führenden unabhängigen Medienunternehmen Deutschlands und Teil der Mediawan Group.
Berg wurde u. a. mit dem Grimme-Preis, dem Bayerischen Filmpreis, dem Bayerischen Fernsehpreis und dem österreichischen Film- und Fernsehpreis Romy ausgezeichnet.
Leben[Bearbeiten]
Quirin Berg studierte Produktion und Medienwirtschaft an der Hochschule für Fernsehen und Film in München. 2003 gründete er gemeinsam mit Max Wiedemann die Wiedemann & Berg Film, 2010 folgte die Gründung der W&B Television. Beide Unternehmen sind seit Januar 2020 Teil der neu gegründeten LEONINE Studios.
Als deren Gesellschafter, Geschäftsführer und Produzent verantwortete er seither über 170 Produktionen für Kino und Fernsehen. Dazu zählen der Oscar-prämierte Kinofilm Das Leben der Anderen, der zweifach Oscar-nominierte Werk ohne Autor sowie die Nummer-1-Hits wie Männerherzen, Vaterfreuden und Willkommen bei den Hartmanns. Im Fernsehen steht er als Produzent u. a. für Serien wie 4 Blocks (Warner TV Serie), Der Pass (Sky) oder das erste deutsche Netflix Original Dark.
Quirin Berg ist Mitglied der Deutschen Filmakademie,<ref>Mitglieder. In: Deutsche Filmakademie. Abgerufen am 17. Juni 2019.</ref> der British Academy of Film and Television Arts und der Europäischen Filmakademie.<ref>Max Wiedemann und Quirin Berg. In: EndemolShine Germany. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 17. Juni 2019; abgerufen am 17. Juni 2019.</ref> Er wurde u. a. ausgezeichnet als Bayerischer Unternehmer des Jahres sowie mit dem Europäischen Filmpreis, dem Britischen Filmpreis, dem Österreichischen Filmpreis, dem Deutschen Filmpreis, dem Bayerischen Filmpreis, dem Deutschen Fernsehpreis, dem Bayerischen Fernsehpreis, dem Grimme Preis, dem Ehrenpreis des FernsehfilmFestival Baden-Baden, dem GQ Men of the Year Award, dem LA Critics Award, der Goldenen Kamera und dem Bambi.
Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]
- 1999: S. geht rund (Kurzfilm)
- 2003: Simones Labyrinth (Kurzfilm)
- 2004: Bei hübschen Frauen sind alle Tricks erlaubt (Fernsehfilm)
- 2006: Das Leben der Anderen
- 2008: Räuber Kneißl
- 2009: Männerherzen
- 2010: Friendship!
- 2010: Sind denn alle Männer Schweine? (Fernsehfilm)
- 2010, 2011: Lena – Liebe meines Lebens (Fernsehserie, 180 Folgen)
- 2011: Männerherzen … und die ganz ganz große Liebe
- 2011: Schmidt & Schwarz (Fernsehfilm)
- 2012–2014: Add a Friend (Fernsehserie, 30 Folgen)
- 2013: Tatort: Die Fette Hoppe (Krimireihe)
- 2013: Liebe und andere Turbulenzen
- 2013: Einfach die Wahrheit
- 2014: Vaterfreuden
- 2014: Who Am I – Kein System ist sicher
- 2014: Die Spiegel-Affäre (Fernsehfilm)
- 2015: Mordkommission Berlin 1 (Fernsehfilm)
- 2015: Frauenherzen: Die Serie (Fernsehserie, 6 Folgen)
- 2015/2016: Einfach Rosa (Fernseh-Miniserie, 4 Folgen)
- 2015–2018: Tannbach – Schicksal eines Dorfes (Fernsehserie, 6 Folgen)
- 2016: Polizeiruf 110: Und vergib uns unsere Schuld
- 2016: Mitten in Deutschland: NSU (Fernseh-Dokudrama, 3 Folgen)
- 2016: Die Dasslers – Pioniere, Brüder und Rivalen (2-teiliger Fernsehfilm)
- 2016: Zielfahnder – Flucht in die Karpaten (Fernsehfilm)
- 2016: Tatort: Auf einen Schlag (Krimireihe)
- 2016: Willkommen bei den Hartmanns
- 2016: Unfriend
- 2016–2019: Marie fängt Feuer (Heimatfilm-Reihe, 10 Folgen)
- 2017–2019: 4 Blocks (Fernsehserie, 19 Folgen)
- 2017–2020: Dark (Sci-Fi-Mysteryserie, 26 Folgen)
- 2018: Werk ohne Autor
- 2018: Der Polizist und das Mädchen (Fernsehfilm)
- 2018: Fischer sucht Frau (Fernsehfilm)
- 2018: Tatort: Meta
- 2018–2020: Der Pass (Fernsehserie, 10 Folgen)
- 2019: Walpurgisnacht (2-teiliger Fernsehfilm)
- 2019: Ottilie von Faber-Castell – Eine mutige Frau (Fernsehfilm)
- 2019: Preis der Freiheit (3-teiliger Fernsehfilm)
- 2020: Nightlife
- 2021: Tribes of Europa (Fernsehserie)
- 2020: Zum Glück gibt’s Schreiner (Fernsehfilm)
- 2021: Para – Wir sind King (Fernsehserie, 6 Folgen)
- 2021: Die Ibiza Affäre (Miniserie)
- 2022: ZERV – Zeit der Abrechnung (Miniserie, 6 Folgen)
- 2022: Apache bleibt gleich (Dokumentarfilm)
- 2022: JGA: Jasmin. Gina. Anna.
- 2023: Der Greif (Fernsehserie)
- 2023: Wochenendrebellen
- 2023: Eine Billion Dollar (Fernsehserie)
- 2023: One for the Road
- 2023: Die drei ??? – Erbe des Drachen
- 2024: 60 Minuten
- 2024: Crooks (Fernsehserie)
- 2024: Spieleabend
- 2024: Un/Dressed
- 2024: Alter weißer Mann
- 2024: Der Vierer
- 2025: Feste & Freunde – Ein Hoch auf uns!
- 2025: Die drei ??? und der Karpatenhund
- 2025: Fall for Me
- 2025: Bibi Blocksberg – Das große Hexentreffen
- 2026: Mein bester Freund, seine Freundin & ich
- 2026: Corpus Delicti
- 2026: Bibi Blocksberg – Die total verhexte Zeitreise
Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten]
- 2013: Grimme-Preis Spezial für die Idee und Konzeption des Formats Add a Friend (gemeinsam mit Anke Greifeneder, Tobi Baumann, Sebastian Wehlings, Christian Lyra)<ref>Preisverleihung - Grimme-Preis. Abgerufen am 14. Oktober 2019.</ref>
- 2015: Bayerischer Fernsehpreis Sonderpreis an die Produzenten von Tannbach – Schicksal eines Dorfes<ref>Der Blaue Panther – 27. Bayerischer Fernsehpreis: Bekanntgabe der Preisträger | Bayerisches Landesportal. Abgerufen am 17. Juni 2019.</ref>
- 2016: Romy in der Kategorie Bester Produzent TV-Film für Mordkommission Berlin 1<ref>derStandard.at - Romy-Akademiepreise: ATV und Puls 4 teilen sich die beste Programmidee. Artikel vom 15. April 2016, abgerufen am 15. April 2016.</ref>
- 2016: Fernsehfilmpreis der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste, besondere Würdigung der Produzenten von Mitten in Deutschland: NSU<ref>FernsehfilmFestival Baden-Baden | Fernsehfilmpreis 2016. Abgerufen am 17. Juni 2019.</ref>
- 2016: Auszeichnung der Deutschen Akademie für Fernsehen gemeinsam mit Max Wiedemann, Gabriela Sperl und Sophie von Uslar in der Kategorie Produzent für Mitten in Deutschland: NSU – (Die Trilogie)<ref>Jahr 2016 | DeutscheAkademieFürFernsehen. Abgerufen am 17. Juni 2019.</ref>
- 2016: Bayerischer Filmpreis in der Kategorie Beste Produktion für Willkommen bei den Hartmanns (gemeinsam mit Max Wiedemann, Michael Verhoeven und Simon Verhoeven)<ref>Bayerischer Filmpreis an "Willkommen bei den Hartmanns" und "Toni Erdmann". Abgerufen am 17. Juni 2019.</ref>
- 2016: FFA-Branchentiger in der Kategorie Erfolgreichster Produzent (gemeinsam mit Max Wiedemann)<ref>Quirin Berg. In: Internet Movie Database. Abgerufen am 17. Juni 2019.</ref>
- 2017: Deutsche Akademie für Fernsehen: Auszeichnung in der Kategorie Beste Produzenten für 4 Blocks (gemeinsam mit Max Wiedemann, Eva Stadler, Karsten Rühle, Anke Greifeneder und Hannes Heyelmann)<ref>DWDL de GmbH: Akademie-Fernsehpreis: Großer Abend für "4 Blocks". Abgerufen am 17. Juni 2019.</ref>
- 2017: SignsAward (gemeinsam mit Max Wiedemann)<ref>SignsAward 2017. In: SignsAward. Abgerufen am 17. Juni 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
- 2018: Bayerischer Filmpreis in der Kategorie Beste Produktion für Werk ohne Autor (gemeinsam mit Max Wiedemann, Florian Henckel von Donnersmarck und Jan Mojto)<ref>"Werk ohne Autor" gewinnt Bayerischen Filmpreis. 25. Januar 2019, abgerufen am 17. Juni 2019.</ref>
- 2019: Romy Akademiepreis in der Kategorie Bester Produzent TV-Fiction für Der Pass (gemeinsam mit Max Wiedemann, Dieter Pochlatko und Jakob Pochlatko)<ref>DWDL de GmbH: Akademie-Romy: "Der Pass" ist die beste Serie 2019. Abgerufen am 14. Oktober 2019.</ref>
- 2020: Grimme-Preis in der Kategorie Fiktion für Der Pass (stellvertretend für die Produktion, gemeinsam mit Quirin Schmidt)<ref>Der Pass (Wiedemann & Berg/epo-Film für Sky). Abgerufen am 3. März 2020.</ref>
- 2021: Deutscher Filmpreis in der Kategorie Besucherstärkster Film für Nightlife (gemeinsam mit Simon Verhoeven und Max Wiedemann)<ref>2021 • Deutscher Filmpreis. Abgerufen am 31. August 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Berg, Quirin |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Filmproduzent |
| GEBURTSDATUM | 1. März 1978 |
| GEBURTSORT | München |