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Quirl-Malve

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Quirl-Malve
Datei:Malva verticillata sl19.jpg

Quirl-Malve (Malva verticillata)

Systematik
Eurosiden II
Ordnung: Malvenartige (Malvales)
Familie: Malvengewächse (Malvaceae)
Unterfamilie: Malvoideae
Gattung: Malven (Malva)
Art: Quirl-Malve
Wissenschaftlicher Name
Malva verticillata
L.

Die Quirl-Malve (Malva verticillata), auch Gemüse-Malve genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Malven (Malva) innerhalb der Familie Malvengewächse (Malvaceae). Sie stammt aus Ostasien und wird als Kulturpflanze verwendet<ref name="Schmeil2000" />.

Beschreibung[Bearbeiten]

Datei:20131022Malva verticillata5.jpg
Laubblätter
Datei:Malva verticillata sl34.jpg
Laubblattunterseite mit Sternhaaren
Datei:20131022Malva verticillata9.jpg
Blüten
Datei:Malva verticillata (USDA).jpg
Illustration
Datei:Malva verticillata sl27.jpg
Blüte, rechts geöffnet
Datei:Malva verticillata sl29.jpg
Geöffnete Blüte, die Staubfädenröhre (Columna) ist nur spärlich behaart.
Datei:Malva verticillata sl30.jpg
Frucht, rechts geöffnet
Datei:Malva verticillata sl31.jpg
Teilfrüchte

Erscheinungsbild und Blatt[Bearbeiten]

Die Quirl-Malve wächst als ein-<ref name="Schmeil2000" /> oder meist zweijährige krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von meist 50 bis 100,<ref name="FoC" /> selten bis zu 200<ref name="Hegi1966" /> Zentimetern. Die niederliegenden bis aufsteigenden<ref name="Schmeil2000" /> oder auch aufrechten<ref name="Hegi1966" /> Stängel sind spärlich mit Sternhaaren samtig bedeckt<ref name="FoC" />.

Die wechselständig am Stängel angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert.<ref name="FoC" /> Der 2 bis 8, selten bis zu 15 Zentimeter lange Blattstiel besitzt oben eine Furche, die flaumig behaart ist, ansonsten ist er verkahlend.<ref name="FoC" /> Die Blattspreite ist bei einer Länge von 3 bis meist 5 bis 11 Zentimetern und einer Breite von 2 bis meist 5 bis 11 Zentimetern nierenförmig bis rund und fünf- oder siebenlappig.<ref name="FoC" /> Die Blattlappen enden gerundet oder spitz. Der Blattrand ist glatt<ref name="Schmeil2000" /> bis gekerbt-gesägt<ref name="FoC" />, aber bei der Varietät Malva verticillata var. crispa wellig kraus<ref name="Schmeil2000" />. Blattoberseite und -unterseite sind striegelig behaart oder fast kahl<ref name="FoC" />. Die flaumig mit Sternhaaren bedeckten Nebenblätter sind bei einer Länge von 3 bis 5 Millimetern und einer Breite von 2 bis 4 Millimetern eiförmig-lanzettlich<ref name="FoC" /><ref name="Hegi1966" />.

Blüte, Frucht und Samen[Bearbeiten]

Die Blütezeit reicht in Mitteleuropa von Juli bis September<ref name="Schmeil2000" /> und in China von März bis November. Drei bis viele Blüten stehen gebündelt in den Blattachseln<ref name="FoC" />. Die Blütenstiele sind meist 2 bis 15, selten bis zu 40 Millimeter lang<ref name="FoC" /> und verlängern sich bis zur Fruchtreife auf höchstens die doppelte Länge des Blütenkelches<ref name="Schmeil2000" />. Der selten 3 bis meist 5 bis 6 Millimeter lange, bewimperte Nebenkelch endet in fünf fadenförmig-lanzettlichen Nebenkelchzähnen.

Die zwittrige Blüte ist radiärsymmetrisch und fünfzählig. Die fünf 5 bis 8 Millimeter langen Kelchblätter sind becherförmig verwachsen mit dreieckigen Kelchzähnen und ist spärlich striegelig mit Sternhaaren bedeckt. Die Kelchblätter sind etwas kürzer oder höchstens so lang wie die Kronblätter. Die fünf weißlichen bis rötlichen Kronblätter sind 6 bis 8 Millimeter lang, besitzen ein ausgerandetes oberes Ende und einen Nagel, der kahl oder spärlich behaart ist. Sie sind keilförmig verkehrt herzförmig.<ref name="Hegi1966" /> Die Staubfäden der zahlreichen Staubblätter sind zu einer Columna verwachsen. Die Columna ist 3 bis 4 Millimeter lang und kahl oder besitzt wenige einfache Haare (Trichome). Es sind zehn bis elf Griffeläste vorhanden.<ref name="FoC" />

Die Spaltfrucht ist bei einem Durchmesser von 5 bis 7 Millimeter flach-kugelig und zerfällt in zehn bis zwölf Teilfrüchte. Die 1 Millimeter dicken Teilfrüchte sind unten glatt, die Kanten sind gerundet sowie runzelig und die Seiten sind netzartig. Die kahlen, purpur-braunen Samen sind bei einem Durchmesser von etwa 1,5 Millimeter nierenförmig.<ref name="FoC" />

Chromosomenzahl[Bearbeiten]

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = etwa 126.<ref name="IPCN" />

Ökologie[Bearbeiten]

Es erfolgt Insektenbestäubung und Selbstbestäubung. Es erfolgt Wind- und Klettausbreitung.<ref name="FloraWeb" />

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]

Die Erstveröffentlichung von Malva verticillata erfolgte 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum, Tomus II, S. 689.<ref name="Linné1753" /><ref name="Tropicos" />

Sie wird kultiviert und ist in vielen Gebieten der Welt verwildert.<ref name="FoC" /> Ihr ursprüngliches Verbreitungsgebiet umfasst Asien, die Arabische Halbinsel und das nordöstliche Afrika.<ref name="GRIN" />

Von der Art Malva verticillata gibt es mindestens drei Varietäten:<ref name="GRIN" /><ref name="Tropicos" /><ref name="FoC" />

Nutzung[Bearbeiten]

Die Quirl-Malve gehört zu den am frühesten in China kultivierten Pflanzenarten und wird dort seit etwa 2500 Jahren angebaut. Die Blätter und Samen sind roh und gekocht essbar. In Tibet werden die Samen traditionell als Diuretika und Abführmittel verwendet.<ref name="PFAF" />

Quellen[Bearbeiten]

  • Ya Tang, Michael G. Gilbert, Laurence J. Dorr: Malvaceae. In Wu Zheng-yi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China, Volume 12: Hippocastanaceae through Theaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 2007, ISBN 978-1-930723-64-1. Malva verticillata, S. 266, textgleich online wie gedrucktes Werk., (Abschnitte Beschreibung, Vorkommen und Systematik)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="FloraWeb"> Malva verticillata L., Quirl-Malve auf FloraWeb.deVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="PFAF"> Malva verticillata bei Plants For A Future, abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="Tropicos"> Malva verticillata bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="IPCN"> Malva verticillata bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="Linné1753"> Erstveröffentlichung eingescannt bei biodiversitylibrary.org. </ref> <ref name="Hegi1966"> </ref> <ref name="Schmeil2000"> Otto Schmeil, Jost Fitschen: Flora von Deutschland und angrenzender Länder. 91. Auflage. Quelle & Meyer Verlag, Wiebelsheim 2000, ISBN 3-494-01291-1. </ref> <ref name="FoC"> Ya Tang, Michael G. Gilbert, Laurence J. Dorr: Malvaceae In Wu Zheng-yi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China, Volume 12: Hippocastanaceae through Theaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 2007, ISBN 978-1-930723-64-1. Malva verticillata, S. 266, textgleich online wie gedrucktes Werk. </ref> </references>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Quirl-Malve (Malva verticillata) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien