Zum Inhalt springen

Rèche

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Rèche
Datei:Rèche.JPG
Rèche im Val de Réchy

Rèche im Val de Réchy

Daten
Lage Kanton Wallis, Schweiz
Flusssystem Rhone
Abfluss über Rhone → Mittelmeer
Quelle oberhalb des Lac du Louché
46° 9′ 58″ N, 7° 30′ 25″ O
 {{#coordinates:46,16611|7,50686|
dim= globe= name=Quelle Rèche region=CH-VS type=waterbody
  }} 
Quellhöhe 2800 m ü. M.<ref name=datenblatt127 />
Mündung bei Réchy in den Canal de CrêtelongueKoordinaten: 46° 16′ 6″ N, 7° 29′ 19″ O; CH1903: 603857 / 124113
 {{#coordinates:46,26843|7,48867|primary
dim= globe= name=Mündung Rèche region=CH-VS type=waterbody
  }}
46° 16′ 6″ N, 7° 29′ 19″ O {{#coordinates:46,26843|7,48867|
dim= globe= name=Mündung Rèche region=CH-VS type=waterbody
  }} 
Mündungshöhe 508 m ü. M.
Höhenunterschied 2292 m
Sohlgefälle 21 %
Länge 10,8 km<ref name=datenblatt127>Kanton Wallis, Departement für Verkehr, Bau und Umwelt, Dienststelle für Umweltschutz: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Qualität der Fliessgewässer im Wallis (PDF; 11,5 MB) (Memento des Vorlage:IconExternal vom 10. Juni 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.vs.ch, Januar 2007. S. 127ff: Datenblatt Rèche</ref>
Einzugsgebiet 24,6 km²<ref name=datenblatt127 />
Datei:Vallon de Réchy.JPG
Wasserfall über eine Felsklippe

Die Rèche ist ein 10,8 km<ref name=datenblatt127 /> langer Fluss im Schweizer Kanton Wallis. Sie mündet in den Canal de Crêtelongue. Die Herkunft des Namens ist unbekannt, vermutet wird der Zusammenhang mit einem Holzplatz (französisch Raisse).<ref>Charles Kraege, Gilbert Künzi: Rivières romandes: à la source de leurs noms. Editions Cabedita, ISBN 978-2-88295-247-9. S. 51f.</ref>

Geographie[Bearbeiten]

Der kleine Fluss entspringt in der Nähe des Col de Louché und fließt in den Lac du Louché, der von weiteren Gebirgsbächen gespeist wird. Die Rèche fliesst Richtung Nordnordwest durch das Val de Réchy.<ref name=saas>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Vallon de Réchy – ein landschaftliches Kleinod (Memento des Vorlage:IconExternal vom 29. Januar 2021 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.sac-saas.ch (PDF; 927 kB), Die Alpen 4/2002, S. 44–51.</ref> Im Oberlauf gibt es einige kleine Nebenflüsse, die von Schneefeldern und kleinen Blockgletschern gespeist werden.<ref name=datenblatt127 /> Auf ihrem Weg durchquert sie das Moorgebiet um den Ar du Tsan und stürzt in einem Wasserfall ⊙

 {{#coordinates:46,24974|7,49511|
   |dim=
   |globe=
   |name=Wasserfall der Rèche
   |region=CH-VS
   |type=waterbody
  }} über eine Felskante. Sie durchquert die Gemeinden Mont-Noble, Grône und Chalais und erreicht bei Réchy das Rhone-Tal. Dort wurde der Flusslauf kanalisiert, die ursprüngliche Mündung in die Rhone aufgehoben und der Fluss in den Canal de Crêtelongue geführt, der nach gut einem Kilometer mit dem Canal de Granges zusammengeführt wird. Dieser durchquert die Moorlandschaft von Poutafontana<ref name=vs43 /> und endet in der Nähe des Ortes Saint-Léonard an der Rhone ⊙
 {{#coordinates:46,2416|7,42263|
   |dim=
   |globe=
   |name=Mündung Canal de Granges, Rhone
   |region=CH-VS
   |type=waterbody
  }}. Er verfügt nicht über eine direkte Verbindung, sondern ist über eine Schleuse angeschlossen.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Sicherheit für die Zukunft, Umweltverträglichkeitsbericht der Rhonekorrektion (Memento des Vorlage:IconExternal vom 10. Juni 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.vs.ch (PDF; 2,7 MB), 5.2.2: Oberflächengewässer und Wasserlebensräume, Seite 48.</ref> Das Einzugsgebiet des Flusses ist 24,6 km² groß.<ref name=datenblatt127 />

Umwelt[Bearbeiten]

Der Oberlauf des Flusses ist von Stufen und kleinen Wasserfällen geprägt<ref name=richard1978 />, naturnah und mit sehr guter Wasserqualität.<ref name=datenblatt127 /> Die Moorgebiete zusammen mit dem Flusslauf und seinen Anschwemmungen bildet ein besonderes Ökosystem mit seltenen Arten, wie es in der Schweiz rar geworden ist, seitdem beispielsweise am Lac de Salanfe, am Lac de Mauvoisin oder am Mattmarksee ähnliche Systeme zerstört wurden.<ref name=saas /><ref name=richard1978>Jean-Louis Richard: La végétation du haut val de Réchy (PDF; 1,8 MB). Bulletin de la Murithienne 95 (1978): S. 3–8.</ref> Das Moorgebiet um die Ar du Tsan wurde 1996 die in die «Liste der Moorlandschaften von besonderer Schönheit und von nationaler Bedeutung» aufgenommen.<ref name=moor>451.35 Verordnung über den Schutz der Moorlandschaften von besonderer Schönheit und von nationaler Bedeutung, 1. Mai 1996.</ref> Am 1. April 1998 wurde das 3480 ha grosse Gebiet «Val de Réchy – Sasseneire» in das «Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung» aufgenommen (BLN – Objekt 1715).<ref name=d705>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Verbindung Vercorin – Grimentz – St. Martin – Nax (Memento des Vorlage:IconExternal vom 27. September 2013 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.vs.ch (PDF; 27 kB), Kantonaler Richtplan – Koordinationsblatt d.705/2, Kanton Wallis, 5. Mai 1999.</ref><ref>Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung, admin.ch.</ref> Belastet wird die Rèche in schwachem Maße durch extensive Landwirtschaft auf den Weiden von Réchy und durch Aktivitäten des sanften Tourismus.<ref name=datenblatt127 /> Der das Moorgebiet von Poutafontana durchquerende Canal de Granges ist wegen seiner Faunadiversität von Interesse.<ref name=vs43>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Sicherheit für die Zukunft, Umweltverträglichkeitsbericht der Rhonekorrektion (Memento des Vorlage:IconExternal vom 10. Juni 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.vs.ch (PDF; 2,7 MB), 5.2.2: Oberflächengewässer und Wasserlebensräume, Seite 43.</ref> Durch den geringen Abfluss ist die Wasserqualität in diesem Bereich ungenügend bis schlecht, insbesondere durch Abwässer, das Wasser trägt sichtbare Verschmutzungen.<ref>Kanton Wallis, Departement für Verkehr, Bau und Umwelt, Dienststelle für Umweltschutz: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Qualität der Fliessgewässer im Wallis (PDF; 11,5 MB) (Memento des Vorlage:IconExternal vom 10. Juni 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.vs.ch, Januar 2007. S. 27, 36, 59.</ref> Die Rèche ist einer der wenigen Zuflüsse der Rhone, in der eine hohe Anzahl Brütlinge der Bachforelle festgestellt werden, die in der Rhone sonst von Zuchttieren dominiert ist.<ref>Armin Peter, Christine Weber: Die Rhone als Lebensraum für Fische (PDF; 2 MB), «Wasser Energie Luft» 96. Jahrgang, 2004, Heft 11/12, CH-5401 Baden, S. 329.</ref>

Wirtschaft[Bearbeiten]

Seit Jahrhunderten wird das Wasser des Flusses für die Bewässerung der Wiesen verwendet und dafür über insgesamt sieben<ref name=datenblatt127 /> Suonen (franz. Bisses) abgeleitet. Die 6,3 km lange Bisse de Vercorin wurde Ende des 14. Jahrhunderts auf der rechten Talseite gebaut, sie entnimmt Wasser auf einer Höhe von 1685 m und leitet es auf die Wiesen des Feriendorfes Vercorin.<ref>Musée des Bisses : Bisse de Vercorin</ref> Die Bisse de Réchy entnimmt Wasser auf 634 m ü. M. und leitet es in Röhren auf 566 m ü. M. auf die Felder oberhalb von Chalais.<ref>Musée des Bisses : Bisse de Réchy</ref> Die Rèche ist als einer der wenigen Schweizer Flüsse nicht hydroenergetisch genutzt.<ref name=datenblatt127 />

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Rèche – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein