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Radio Rumänien International

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Vorlage:Infobox Rundfunksender

Radio Rumänien International (RRI, rumänisch: Radio România Internațional) ist der Auslandsdienst des öffentlich-rechtlichen rumänischen Hörfunks Societatea Română de Radiodifuziune (SRR). Bis Ende 1989 trug der Sender den Namen Radio Bukarest.<ref>Soweit nicht anders angegeben, folgt die Schilderung der Grundzüge der Geschichte von Radio Rumänien International der Selbstdarstellung von Eugen Cojocariu: Zur Geschichte des Rumänischen Rundfunks und seiner Auslandssendungen. In: Website von Radio Rumänien International. 23. Juni 2013. Abgerufen am 11. Dezember 2013.</ref>

Geschichte[Bearbeiten]

Nach ersten experimentellen Radiosendungen Ende der 1920er-Jahre, die bis nach Australien zu hören waren, begannen reguläre fremdsprachige Sendungen aus Rumänien 1933 mit Vorträgen auf Französisch und Deutsch,<ref>Radio-Wien, 9 (1932/33), Nr. 27, S. 44 (französischer Vortrag), S. 57 (deutscher Vortrag)</ref> wohl auch auf Englisch und Italienisch.<ref name="Cojocariu-en">Eugen Cojocariu, Steliu Lambru: The History of RRI (14. Januar 2013)</ref> 1936 wurde die Reichweite durch den Langwellen-Sender Brașov erhöht. Am 12. Februar 1939 startete der Überseedienst auf Kurzwelle mit englischsprachigen Sendungen für die USA anlässlich der Weltausstellung in New York. Während des Zweiten Weltkriegs wurden von Radio Bukarest Dienste in den Sprachen Deutsch, Französisch, Englisch, Italienisch, Griechisch, Türkisch, Serbisch, Russisch und Ukrainisch betrieben. Zum Jahresende 1944 führte dann der Sender Dacia Romana den Betrieb auf Deutsch, Englisch, Russisch, Französisch und Ungarisch fort, nachdem sich Rumänien von den Achsenmächten abgewandt und den Alliierten angeschlossen hatte. Das Funkhaus wurde im August 1944 bei einem deutschen Bombenangriff zerstört.

Nach dem Krieg wurde am 10. Juli 1950 die erste Sendung von Radio Bukarest in rumänischer Sprache auf Kurzwelle für das Ausland ausgestrahlt, um rumänische Exilanten vor allem in den USA anzusprechen. Es handelte sich um politische Propagandasendungen. In den folgenden Jahren wurden weitere Dienste eingeführt. 1957 sendete man in elf Sprachen (Russisch, Englisch, Französisch, Deutsch, Italienisch, Spanisch, Türkisch, Persisch, Jiddisch, Griechisch und Serbisch). Hinzu kam ein Programm auf Portugiesisch, seit 1961 auch eines auf Arabisch. Eine eigene russische Redaktion für Kurzwellensendungen wurde 1975 gegründet.

Während der Wende in Osteuropa zeigte sich Radio Bukarest, wie Radio Berlin International, einer selbstkritischen Darstellung nicht zugänglich und brachte „weiterhin Erfolgsmeldungen“.<ref>Jan Musekamp: DX-Nr. 7150 und der Waffenstillstand im Äther. In: Katharina Kucher, Gregor Thum, Sören Urbansky (Hrsg.): Stille Revolutionen: Die Neuformierung der Welt seit 1989. Campus Verlag. Frankfurt am Main, New York. 2013. ISBN 9783593398518, S. 189ff., 195, 197 (zitiert nach der Voransicht bei Google Books am 12. Dezember 2013).</ref> Unmittelbar nach dem Ende des Ceaușescu-Regimes wurde der Sender 1989 in Radio Rumänien International umbenannt. Die erste Sendung des neuen Auslandsdienstes war eine Dauersendeschleife, in der in mehreren Sprachen das Ende des alten Regimes bekanntgegeben wurde. Zu Weihnachten 1989 wurden die Sendungen mit einem Gottesdienst wieder aufgenommen. Der deutsche Dienst war seit dem 24. Dezember 1989 wieder auf Sendung. Zu Silvester entschuldigte man sich für die in den Jahren zuvor gesendete Propaganda. Die deutschsprachigen Redakteure wurden ausgewechselt.<ref>Hansjörg Biener: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Radio Rumänien International (Memento vom 12. Dezember 2013 im Internet Archive). Dezember 2011. Abgerufen am 12. Dezember 2013.</ref> Der neugegründete Sender unterhielt seitdem drei Redaktionen: Radio Rumänien Live produzierte Programme für Auslandsrumänen; Open Radio brachte Sendungen in Fremdsprachen für Hörer im Ausland (ab 1991 auf Aromunisch, ab 1993 auf Ungarisch, seit 1995 auf Bulgarisch, seit 1999 auch auf Chinesisch); und die Redaktionsgemeinschaft „Hertzsche Brücken“ brachte ab 1990 neue Fremdsprachenprogramme, die sich an die osteuropäischen und südosteuropäischen Nachbarländer in deren Landessprachen richteten. Im März 2004 wurden die Sendungen auf Griechisch (seit 1950), Portugiesisch (seit 1955), Türkisch (seit 1957), Ungarisch (seit 1993) und Bulgarisch (seit 1995) eingestellt.

RRI heute[Bearbeiten]

Radio Rumänien International ist der öffentlich-rechtlichen Radiogesellschaft Societatea Română de Radiodifuziune (SRR) eingegliedert, die 1928 gegründet worden war.<ref>Daneben besteht eine Fernsehgesellschaft Televiziunea Română/TVR, die 1956 gegründet wurde. Vgl. zum ganzen den Eintrag Rumänien – Politik. In: Munzinger Online/Länder – Internationales Handbuch. 15. Januar 2013. zuletzt aktualisiert am 29. November 2013. Abgerufen am 12. Dezember 2013.</ref> Der Programmauftrag ergibt sich aus Artikel 16 des Rundfunkgesetzes von 1994.<ref>Lege nr. 41 din 17 iunie 1994 privind organizarea şi funcţionarea Societăţii Române de Radiodifuziune şi Societăţii Române de Televiziune (Fassung vom 29. September 2021). In seiner ursprünglichen Fassung nannte Art. 16 RRI ausdrücklich.</ref>

Seit 2017 deckt das Angebot 13 Sprachen ab: Rumänisch und Aromunisch (seit 1991) sowie Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch (seit 1955), Serbisch (seit 1956), Arabisch (seit 1961), Russisch (seit 1975), Chinesisch (seit 1991), Ukrainisch (seit 1994) und Hebräisch (nur sonntags, seit 2017<ref>rri.ro: October 29, 2017 Update</ref>).

RRI ist über Satellit, über Kurzwelle und per Livestream im Internet<ref>RRI1 auf Deutsch, Englisch, Französisch, Russisch, Spanisch, Arabisch und Chinesisch; RRI2 auf Rumänisch und Hebräisch; RRI3 auf Aromunisch, Italienisch, Serbisch und Ukrainisch (via SHOUTcast)</ref> zu hören. Die Kurzwellen-Sendeanlagen befinden sich in Tiganesti

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  }} und Săftica
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  }} nördlich von Bukarest sowie in Galbeni
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  }} im Kreis Bacău. Außerdem werden die Programme von einigen Sendern auf UKW übernommen, um lokale Zielgruppen zu erreichen (sogenanntes Rebroadasting). Nachdem RRI einer der ersten Auslandsdienste war, die ihre Programme über World Radio Network ausstrahlten, um seine Reichweite angesichts des Vordringens der neuen Technik zu erhalten und auszubauen,<ref>Michael Schmitz, Harald Kuhl: Gespräch mit Mariana Stoican, Chefredakteurin von Radio Rumänien International. In: Radio Kurier. 13-14/2004. S. 14–17, 15–16. Abgerufen am 11. Dezember 2013.</ref> leitete auch der Rückzug von RRI 2013 das Ende von WRN als ein Sammelkanal für Auslandsdienste ein.<ref name="radioeins_3-2013">Kai Ludwig: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Spekulationen über rumänisches Auslandsradio (Memento vom 10. Dezember 2013 im Internet Archive). In: RBB Radio eins. Medienmagazin. 24. März 2013. Abgerufen am 12. Dezember 2013.</ref>

Radio Rumänien International hat die beiden Kurzwellensendeanlagen in Tiganest und Galbeni 2008 mit amerikanischer Hilfe modernisieren lassen und sendet weiterhin umfangreich auf Kurzwelle über Amplitudenmodulation, auch teilweise mit digitalem Standard (DRM). Allerdings ist der Bestand des Senders nicht gesichert. Pläne zu seiner Schließung wurden 2012 nur wegen der politischen Lage in der Regierung nicht mehr weiter verfolgt. Die Information der im Ausland lebenden Rumänen steht derzeit ganz im Vordergrund; die Fremdsprachenprogramme spielen in der rundfunkpolitischen Diskussion keine entscheidende Rolle mehr.<ref name="radioeins_3-2013" /> Der Sender kann insgesamt im Europäischen Raum mit jedem Kofferradio sehr gut gehört werden.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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Programme aus
deutschsprachigen Ländern:

Channel 292 • Radio DARC • Deutscher Wetterdienst • Radio Eule • Europa 24 • Evangelische Missionsgemeinden • Museumsradio 1476 • SM Radio Dessau • Radio Gloria • Radio Joy • Radio SE-TA2 • Welle 370

Programme aus
nicht-deutschsprachigen Ländern:

Radio HCJB • KBS World Radio • MR4 Györ • Polskie Radio • Radio Bukarest • Radio Kairo (Ägypten) • Radio Neumarkt • Radio Pecs • Radio Prag International (Tschechien) • Radio Rumänien International • Radio Slowakei International • Radio Taiwan International • Radio Temeswar • Radio Vatikan • Radio ZP30 • Stimme Indonesiens • Stimme Koreas • Stimme Türkiyes • Stimme Vietnams

Ehemalige Sender
und Sender mit eingestelltem
deutschsprachigem Programm via Kurzwelle

BBC • Deutsche Welle • Internationales Radio Serbien • Stimme der Islamischen Republik Iran • Ö1 International • Radiobrás • RAE • Rai • Radio Afghanistan • Radio Belarus • Radio Berlin International • Radio Budapest • Radio Bulgarien • Radio Canada International • Radio China International • Radio Damaskus (Syrien) • Radio Exterior de España • Radio Finnland • Radio France Internationale • Radio Georgien • Radio Japan • Radio Kasachstan • Radio Riga • Radio Österreich International • Radio Portugal • Radio Pridnestrowje • Radio RSA • Radio Sweden • Radio Tirana (Albanien) • Radio Thailand • Radio Ukraine International • Radio Vlaanderen Internationaal • RTCI Tunis • Schweizer Radio International • SRF "Echo der Zeit" • Stimme Griechenlands • Stimme Kroatiens • Stimme Russlands

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