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Raimund Hasse

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Raimund Hasse<ref>Universität Luzern: Prof. Dr. Raimund Hasse – Universität Luzern. Abgerufen am 13. Februar 2017.</ref> (* 1962 in Lippstadt, Nordrhein-Westfalen) ist ein deutscher Soziologe mit Schwerpunkten in der Organisationsforschung, der Institutionenanalyse und der Wirtschaftssoziologie.

Akademischer Werdegang und Forschungsprofil[Bearbeiten]

Nach dem Studium der Soziologie an der Universität Bielefeld (Diplom 1989, Promotion 1995) erfolgt die Ernennung zum wissenschaftlichen Assistenten an der RWTH Aachen (1995–2002), wo er 2002 habilitiert. Beurlaubung 1998/99, um als Feodor-Lynen Stipendiat der Alexander von Humboldt-Stiftung einer Einladung von J. Rogers Hollingsworth und Eric O. Wright an die University of Wisconsin, Madison (USA) zu folgen. 2004 Ruf an die Universität Luzern, an der er seitdem als Professor für Soziologie:, Organisation und Wissen am Soziologischen Seminar tätig ist. Lange Zeit war Raimund Hasse im Vorstand der Sektion Organisationssoziologie der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS) sowie Leiter des Soziologischen Seminars in Luzern. 2026 erfolgte die Wiederberufung in den wissenschaftlichen Beirat der Stiftung Innovation in der Lehre (Hamburg).

In seinen Forschungsbeiträgen folgt Raimund Hasse einer institutionentheoretischen Perspektive, die insbesondere gesellschaftliche Folgen veränderter Organisationsformen thematisiert. Empirisch hat er sich insbesondere mit der Organisation wissenschaftlicher Forschung, mit organisatorischen Veränderungen in der (Wohlfahrts-)Politik sowie mit Fragen wirtschaftlicher Koordination auseinandergesetzt. Neuere Beiträge beziehen sich auf Fragen organisierten Wettbewerbs und des Konflikts sowie auf die gesellschaftliche Prägung von Staaten, Organisationen und Individuen.

Monografien und wichtige Herausgeberschaften[Bearbeiten]

„Organisierte Forschung“ (1996) behandelt am Beispiel der Biotechnologie, wie sich Forschungseinrichtungen aktiv in wissenschaftliche und gesellschaftliche Umwelten einbetten, durch die sie dann geprägt werden; „Die Innovationsfähigkeit der Organisationsgesellschaft“ (2003) untersucht, inwiefern Organisationsstrukturen die Hervorbringung und Umsetzung von Neuerungen beeinflussen; „Wohlfahrtspolitik und Globalisierung“ (2003) setzt die Neuausrichtung der Wohlfahrtspolitik mit organisatorischen Veränderungen und neuen Wettbewerbskonstellationen in Beziehung; „Neo-Institutionalismus“ (1999, zweite erweiterte Auflage mit einem Vorwort von John W. Meyer 2005<ref>Neo-Institutionalismus. Abgerufen am 13. Februar 2017.</ref>) ist eine mit Georg Krücken verfasste Einführung in den soziologischen Neo-Institutionalismus. «Neo-Institutionalismus – Kritik und Weiterentwicklung» (hgg. mit Anne K. Krüger, 2020) ein hierauf bezogenes Update; und «Competititon – what it is and why it happens» (hgg. mit Stefan Arora-Jonsson, Nils Brunsson und Katarina Lagerstrom, 2021, Oxford University Press) die vertiefende Auseinandersetzung mit Wettbewerbsthemen.

Weitere Themen und Schwerpunkte[Bearbeiten]

In verschiedenen Beiträgen in Fachzeitschriften, Sonderbänden und sonstigen Herausgeberschaften hat Raimund Hasse die neo-institutionalistische Perspektive weiter entwickelt und auf Themen bezogen, die vor allem auf wirtschaftssoziologische Problemstellungen, auf Personalthemen und Fragen der Diskriminierung sowie auf Standards bezogen sind. Den empirischen Bezug bilden insbesondere vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) finanzierte Projekte zu „Startups in der Biotechnologie“, „Institutionelle Diskriminierung“ und „Fairtrade“. Aktuelle Schwerpunkte beziehen sich auf die institutionelle Prägung von Individuen und Staaten, auf Voraussetzungen und Folgen organisierten Wettbewerbs sowie auf den Zusammenhang von Gesellschaft und Organisation, die unter dem Stichwort der "Organisationsgesellschaft" behandelt werden.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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