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Rainer Frimmel

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Datei:Rainer Frimmel at Berlinale 2026.jpg
Rainer Frimmel (2026)

Rainer Frimmel (* 11. Juli 1971 in Wien<ref name="dok">dok.at | Rainer Frimmel. Abgerufen am 2. Dezember 2017.</ref>) ist ein österreichischer Filmregisseur und Drehbuchautor.

Leben[Bearbeiten]

Rainer Frimmel besuchte von 1992 bis 1994 das Kolleg für Fotografie und 1995 den Lehrgang für Kameraassistenz an der Graphischen Lehranstalt in Wien. Für seine fotografische Arbeit erhielt er Auslandsstipendien in Rom, Paris und New York. Seit 1996 arbeitet er mit Tizza Covi an Projekten in den Bereichen Fotografie, Theater und Film zusammen, 2002 gründeten die beiden die Filmproduktionsfirma Vento Film. 2001 veröffentlichten sie mit Das ist alles die erste gemeinsame Dokumentation, 2005 folgte die Dokumentation Babooska. Der erste gemeinsam produzierte Langspielfilm La Pivellina (2009, auch Die Kleine) wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem war dies der österreichische Beitrag für die Oscar-Nominierungen in der Kategorie bester fremdsprachiger Film für die Oscarverleihung 2011. Sechs der gemeinsam veröffentlichten Filme (Das ist alles, Babooska, La Pivellina, Der Glanz des Tages, Mister Universo und Vera) wurden im Rahmen der Edition österreichischer Film von Hoanzl und dem Standard auf DVD veröffentlicht.

Sein Dokumentarfilm Aufzeichnungen aus der Unterwelt (wieder gemeinsam mit Tizza Covi) wurde im Februar auf der Berlinale 2020 in der Sektion Panorama Dokumente uraufgeführt.<ref>Aufzeichnungen aus der Unterwelt. In: berlinale.de. Abgerufen am 16. Februar 2020.</ref> Im Rahmen der Romyverleihung 2020 wurde er für diesen Film in den Kategorien Beste Kino-Doku und Beste Produktion Kinofilm ausgezeichnet.<ref name="kurier400846058">Christoph Silber: ROMY-Akademie kürt Sieger: Androiden, Unterweltler und Drogenhändler. In: Kurier.at. 19. Mai 2020, abgerufen am 19. Mai 2020.</ref> Die Reihe Zur Person des Grazer Filmfestivals Diagonale wurde 2022 der Arbeit von Tizza Covi und Rainer Frimmel gewidmet.<ref name="orf3142189">Diagonale 2022 mit 110 Filmen am Start. In: ORF.at. 8. Februar 2022, abgerufen am 9. Februar 2022.</ref><ref>Zur Person: Tizza Covi und Rainer Frimmel. In: diagonale.at. Abgerufen am 9. Februar 2022.</ref>

Sein semidokumentarisches Projekt Vera über die Schauspielerin Vera Gemma, Tochter von Giuliano Gemma, wurde in der Sektion Orizzonti der Internationalen Filmfestspiele von Venedig 2022 mit dem Preis für die beste Regie ausgezeichnet<ref name="orf3284688">Venedig: Goldener Löwe für Dokumentarfilm von Laura Poitras. In: ORF.at. 10. September 2022, abgerufen am 10. September 2022.</ref><ref name="orf3278112">Programm für Filmfestspiele Venedig steht. In: ORF.at. 26. Juli 2022, abgerufen am 26. Juli 2022.</ref> und als österreichischer Kandidat für den besten internationalen Film für die Oscarverleihung 2024 ausgewählt.<ref>Österreich schickt "Vera" ins Rennen um den Auslandsoscar. In: DerStandard.at. 28. September 2023, abgerufen am 28. September 2023.</ref>

Datei:Film Crew of The Loneliest Man in Town.jpg
Rainer Frimmel, Al Cook und Tizza Covi auf der Berlinale 2026

Für den Film Emile – Erinnerungen eines Vertriebenen (2023) interviewte er seinen Großonkel Emile Zuckerkandl.<ref name="ds3000000188419">Marian Wilhelm: Zwei aktuelle Dokumentarfilme erzählen vom Überleben im Holocaust. In: DerStandard.at. 26. September 2023, abgerufen am 26. September 2023.</ref><ref>Alexandra Seibel: Filmporträt über Emile Zuckerkandl: „Das Vergessen geht sehr schnell“. In: Kurier.at. 29. September 2023, abgerufen am 29. September 2023.</ref> Der Film Wiener Blues – The Loneliest Man in Town über und mit dem Bluesmusiker Al Cook wurde zu den Internationalen Filmfestspielen Berlin 2026 in den Wettbewerb um den Goldenen Bären eingeladen.<ref name="orf3417684">76. Berlinale: Zwei österreichische Filme im Rennen. In: ORF.at. 20. Januar 2026, abgerufen am 6. Februar 2026.</ref>

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 1997: Che bella è la vita (Kurzfilm: Regie)
  • 1997: Österreich im Herbst 95 (Kurzfilm: Kamera)
  • 1998: Wien: Sieben Szenen (Regie)
  • 2001: Das ist alles (Dokumentarfilm: Regie, Drehbuch, Kamera)
  • 2002: Aufzeichnungen aus dem Tiefparterre (Regie)
  • 2005: Babooska (Dokumentarfilm: Regie, Drehbuch, Kamera, Produktion)
  • 2009: La Pivellina (Regie, Kamera, Produktion)
  • 2012: Der Glanz des Tages (Regie, Drehbuch, Kamera)
  • 2014: Der Fotograf vor der Kamera (Dokumentarfilm: Regie, Drehbuch, Kamera)
  • 2016: Mister Universo (Regie, Kamera, Produktion)
  • 2020: Aufzeichnungen aus der Unterwelt (Dokumentarfilm: Regie, Drehbuch, Kamera, Produktion)
  • 2022: Vera (Regie, Produktion, Kamera)
  • 2023: Emile – Erinnerungen eines Vertriebenen
  • 2026: Wiener Blues – The Loneliest Man in Town (Regie, Produktion, Kamera)

Auszeichnungen und Nominierungen (Auswahl)[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Rainer Frimmel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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