Ralf Kessen
Ralf Kessen (* 7. September 1960) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler und späterer -trainer, der neben einer langjährigen Aktivität im Duisburger Fußball 19 Zweitligapartien für den FC Remscheid absolvierte. Sein Zwillingsbruder Jörg Kessen war ebenfalls Profifußballer.
Spielerkarriere[Bearbeiten]
In den 1980er-Jahren spielte der Mittelfeldspieler Ralf Kessen gemeinsam mit seinem Bruder Jörg beim Hochfelder Traditionsverein Duisburger FV 08. Mit diesem traten sie in der damals viertklassigen Verbandsliga an. Vom DFV aus wechselten beide 1987 zum benachbarten MSV Duisburg, der nach langjähriger Zugehörigkeit zu den oberen beiden Spielklassen nur noch in der drittklassigen Oberliga antrat.<ref>der Verein/Galerie. Duisburger Fußballverein.</ref><ref name="wf">Ralf Kessen. weltfussball.de.</ref> Ralf Kessen wurde dort regelmäßig aufgeboten, nahm allerdings keinen festen Stammplatz ein. Nachdem das Team 1988 in der Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga gescheitert war, glückte dem MSV 1989 die Rückkehr in den Profifußball; er hatte bis dahin 40 Oberligapartien mit sieben Torerfolgen bestritten.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Oberliga-Nordrhein ( vom 12. April 2013 im Webarchiv archive.today) In: msv-archiv.de.</ref> Anders als sein Bruder Jörg verließ er den Verein nach dem Aufstieg. In Erinnerung blieb in Duisburg sein Auftritt in einer Begegnung gegen die Amateure von Bayer 04 Leverkusen in der Spielzeit 1987/88, in deren Verlauf er das Siegtor erzielte und in derselben Spielminute vom Platz gestellt wurde.<ref>Dagmar Dahmen, Hermann Kewitz, Bernd Bemmann: MSV Duisburg – die Chronik: wo Meiderich siegt … Hrsg.: MSV Duisburg. 2. Auflage. Mercator-Verlag, Duisburg 2005, ISBN 3-87463-391-8, S. 140.</ref>
Einen neuen Arbeitgeber fand er im FC Remscheid, mit welchem ihm in der Saison 1990/91 wie schon zuvor in Duisburg der Aufstieg in die Zweitklassigkeit gelang.<ref name="wf" /> Aufgrund der Zusammenlegung mit dem System der ehemaligen DDR wurde die 2. Bundesliga 1991/92 ausnahmsweise in einer Nord- und einer Südstaffel ausgetragen, wobei Remscheid der Nordstaffel angehörte. Kessen erreichte am 23. Juli 1991 bei einer 2:5-Auftaktniederlage gegen Blau-Weiß 90 Berlin sein Profidebüt und war dabei bereits 30 Jahre alt. Anschließend war er zunächst Stammspieler, verpasste aber Teile der Spielzeit und verbuchte letztlich 19 Einsätze mit einem eigenen Treffer. In der Sommerpause verabschiedete er sich nach dem mit knappem Vorsprung erreichten Klassenerhalt aus Remscheid und kehrte danach nicht mehr in den Profifußball zurück.<ref>Ralf Kessen. In: fussballdaten.de. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 11. März 2016; abgerufen am 16. April 2026.</ref>
Trainer- und Funktionärslaufbahn[Bearbeiten]
Von 1996 an waren die Brüder Ralf und Jörg Kessen gleichberechtigte Trainer bei ihrem früheren Verein Duisburger FV 08. Mit diesem traten sie in der Verbandsliga an. Nach dem Abschied seines Bruders im Jahr 1998 blieb Ralf Kessen dem DFV noch für einige Zeit treu<ref>Friedhelm Thelen: Heinlein und Kessen machen’s. In: Westdeutsche Allgemeine Zeitung. Funke Mediengruppe, 18. März 2014, abgerufen am 1. Mai 2025.</ref> und übernahm anschließend gemeinsam mit Claus Gebauer den Landesligisten Weseler SV. Mit diesem erreichte er am Ende der Spielzeit 2001/02 die Vizemeisterschaft der sechstklassigen Liga.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Die Vereinsgeschichte des Weseler Spielverein 1910 e.V. ( vom 14. Januar 2017 im Internet Archive) Weseler Spielverein 1910.</ref> Später war er wieder nahe seiner sportlichen Heimat tätig und trainierte TuRa 88 Duisburg.<ref>Moritz Rieckhoff: Im Interview: Jörg und Ralf Kessen (Trainer DSV 1900 und TuRa 88): "Ein Sieg des einen oder des anderen gefährdet nicht unseren Familienfrieden". In: RevierSport. Funke Medien NRW, 2. November 2006.</ref>
2009 wurde er beim ehemaligen Bundesligisten KFC Uerdingen 05 als Co-Trainer angestellt, nachdem er dort zuvor bereits Sportdirektor war. Mit dem damals sechstklassig antretenden Klub schaffte er 2011 den Aufstieg in die NRW-Liga. Während der Saison 2011/12, seiner letzten beim KFC, diente er zudem kurzzeitig als Interimstrainer, zu einer dauerhaften Beschäftigung als Cheftrainer kam es aber nicht.<ref>Trainerprofil – Ralf Kessen. In: transfermarkt.de.</ref><ref>André Lerch: KFC: Ralf Kessen will nicht Chef werden. Westdeutsche Zeitung, 6. November 2011.</ref>
Im Februar 2014 wurde Jörg Kessen beim Duisburger SV 1900 als neuer Sportdirektor vorgestellt<ref>Dirk Retzlaff: Jörg Kessen wird Sportlicher Leiter beim DSV 1900. In: Westdeutsche Allgemeine Zeitung. Funke Mediengruppe, 27. Februar 2014, abgerufen am 1. Mai 2025.</ref> und verpflichtete kurz darauf seinen Zwillingsbruder Ralf als Trainer.<ref>Sportdirektor Jörg Kessen holt Bruder Ralf als Trainer. In: fupa.net. 18. März 2014.</ref> Beide Brüder sind zudem Mitglieder der Traditionself des MSV Duisburg.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Kader. ( vom 10. Juni 2015 im Internet Archive) In: MSV-Traditionself.</ref>
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Kessen, Ralf |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Fußballspieler |
| GEBURTSDATUM | 7. September 1960 |