Ralf Streuf
Ralf Michael Erich Streuf häufig abgekürzt als R.M.E. Streuf (* 4. November 1950 in Wuppertal) ist deutscher Grafiker, Maler, Kaufmann, Kommunalpolitiker und Musiker.<ref name="Künstlerverzeichnis" /><ref name="kp.sparkasse" />
Leben und Wirken[Bearbeiten]
Künstlerische Tätigkeit[Bearbeiten]
Streuf trat 1967 in die Werkkunstschule Wuppertal ein, danach in die Kunstakademie Düsseldorf als Meisterschüler bei Irmin Kamp.<ref name="Künstlerverzeichnis" />
Er ist ein humorvoller Mensch, seine Biografie schmückt er fantasievoll aus, er sagt über sich: Er sei in die Klasse von Film und Fachwerk auf der Werkkunstschule Wuppertal von Arnold Hau gegangen.<ref name="Künstlerverzeichnis" /> Weiter hat er für sich die Auszeichnung Grützbach-Plakette in Gold erfunden, die er 1983 erhalten haben soll, und bezeichnet sich als Vertreter des kunstgewerblichen Dadaismus.<ref name="Künstlerverzeichnis" />
Als Künstler ist Streuf vielseitig wie originell,<ref name="Künstlerverzeichnis" /> so fertigt er Gemälde, Assemblagen, Objet trouvé, „Kitsch-Bilder“, Farbfotokopien mit retuschierten Fotos und Comics mit zumeist ironisch-hintergründigen Aussagen.<ref name="Künstlerverzeichnis" /> Streuf neigt zu gelegentlichen Straßenkunstaktionen und ist mit Eugen Egner (Pseudonym Eugen Euler) Gründungsmitglied der musikalischen Gruppe „Armutszeugnis“.<ref name="omm" /><ref name="Künstlerverzeichnis" /> Das Ratsinformationssystem von Wuppertal verzeichnet Streufs Mitgliedschaft als „Oberster Kongress-Schwänzer“ OKdD und MdD der Deutschen Organisation nichtkommerzieller Anhänger des lauteren Donaldismus, (Mitglied der D.O.N.A.L.D.).<ref name="Ratsinformationssystem" />
1988 erwarb er das Sommerhaus Von-der-Heydt, das seit Anfang der 1980er Jahre von einigen Künstlern als Kunst- und Kommunikationszentrum „Verlag&Werkstatt Königshöhe“ betrieben wurde.<ref name="Goebel" />
Kaufmännische Tätigkeit[Bearbeiten]
Streuf war seit 1990<ref name="WZ20141209" /> Pächter des Museums-Cafés des von der Heydt-Museums in Wuppertal-Elberfeld.<ref name="Künstlerverzeichnis" /><ref name="WZ20141209I" /> Der 25-jährige Pachtvertrag wurde 2015 nicht verlängert.<ref>https://www.rga.de/rhein-wupper/paechter-museumscafe-wechseln-4881712.html</ref>
Kommunalpolitische Tätigkeit[Bearbeiten]
Für die Wählergemeinschaft für Wuppertal (WfW) ist Streuf in die Bezirksvertretung Elberfeld gewählt und als sachkundiger Bürger im Ausschuss für Kultur und war ehemals, bis Juni 2014, in den Ausschuss für Umwelt des Rats der Stadt Wuppertal berufen. Im Gestaltungsbeirat ist Streuf beratendes Beiratsmitglied.<ref name="Ratsinformationssystem" /> Bei den Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen 2009 kandidierte Streuf für das Oberbürgermeisteramt.<ref name="WZ20090713" /> Er konnte 2,32 Prozent der Stimmen auf sich vereinen. Im Februar 2015 wurde Streuf auf der Jahresversammlung zum Vorsitzenden der Wählergemeinschaft gewählt.<ref name="WR20150227" />
Beteiligt an[Bearbeiten]
- Helmut Lotz (Hrsg.): Schluß mit dem Jahrtausend! : 15 ultimative Beiträge. Dt. Taschenbuch-Verl., München 1999, ISBN 3-423-20259-9 (R. M. E. Streuf, Illustration).
- Max Jensen, Franziska Ury: Gnadenschuss der Liebe: Geschichten und Gedichte. Hrsg.: Walther von der Fohlenweide. Verlag Das fünfte Tier, 2013, ISBN 978-3-9522982-9-9 (R. M. E. Streuf, Illustration).
Auszeichnungen und Ehrungen[Bearbeiten]
- 1969: Lucas-Preisträger<ref name="Künstlerverzeichnis" />
- 1981: von der Heydt-Kulturpreis
Weblinks[Bearbeiten]
- Wolfgang Rosenbaum: Hühnerschaf von der Heydt. Aufbruch am Arrenberg, abgerufen am 13. März 2015.
- Ralf Michael Erich Streuf: FAKSI MILES TEMPEL – Die Atheistenbibel. Abgerufen am 13. März 2015.
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references> <ref name="Künstlerverzeichnis"> Udo Garweg: Wuppertaler Künstlerverzeichnis. Hrsg.: Von der Heydt-Museum. Wuppertal 2000, ISBN 3-89202-042-6, S. 389. </ref> <ref name="Ratsinformationssystem"> Herr Ralf Streuf im Ratsinformationssystem. Stadt Wuppertal, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 2. April 2015; abgerufen am 13. März 2015. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. </ref> <ref name="WZ20090713"> Andreas Lukesch: Acht Kandidaten wollen ins Rathaus. Westdeutsche Zeitung, 13. Juli 2009, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 5. Juni 2015. </ref> <ref name="kp.sparkasse">
Ralf Streuf. Stadtsparkasse Wuppertal, Kunstportal, abgerufen am 4. Februar 2022.
</ref> <ref name="Goebel"> Klaus Goebel: Historische Schauplätze in Wuppertal, Solingen und Remscheid. Born, Wuppertal 1992, ISBN 3-87093-043-8. </ref> <ref name="WR20150227">
Streuf an der WfW-Spitze. Wuppertaler Rundschau, 27. Februar 2015, abgerufen am 13. März 2015.
</ref> <ref name="omm">
Frank Becker: Armutszeugnis – Live 2007. Abgerufen am 13. März 2015.
</ref> <ref name="WZ20141209">
Claudia Kasemann: Gibt es 2015 einen Wechsel im Museumscafé? In: Westdeutsche Zeitung. 9. Dezember 2014, abgerufen am 13. März 2015.
</ref> <ref name="WZ20141209I">
RME Streuf über das Museumscafé. In: Westdeutsche Zeitung. 9. Dezember 2014, abgerufen am 13. März 2015 (Interview).
</ref> </references>
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Streuf, Ralf |
| ALTERNATIVNAMEN | Streuf, Ralf Michael Erich (vollständiger Name); Streuf, R.M.E. |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Grafiker, Maler, Kaufmann, Kommunalpolitiker und Musiker |
| GEBURTSDATUM | 4. November 1950 |
| GEBURTSORT | Wuppertal |