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Random House Audio

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Random House Audio
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Gründung   1999<ref>Audioverlag zieht nach München. In: Kölnische Rundschau. 12. Februar 2014.</ref>
Sitz   München
Leitung   Robert Wildgruber
(Verlagsleiter)
Verlagsgruppe   Penguin Random House
Gattung   Hörbücher, Hörspiele
Website   www.penguin.de

Random House Audio ist ein deutscher Hörbuch- und Hörspielverlag mit Sitz in München. Er wurde 1999 in Köln gegründet und gehört seit 2004 zur Penguin Random House Verlagsgruppe.

Random House Audio zählt neben dem Hörverlag, der ebenfalls Teil der Verlagsgruppe ist, zu den wichtigsten Vertretern der Branche im deutschsprachigen Raum. Neben Unterhaltungsliteratur, Klassikern und Sachhörbüchern veröffentlicht Random House Audio auch anspruchsvolle Gegenwartsliteratur und Lyrik sowie Kinder- und Jugendhörbücher unter dem Label cbj audio.

Geschichte[Bearbeiten]

1999 gründete Bertelsmann unter dem Namen „BMG Wort“ einen Hörbuchverlag mit Sitz in Köln.<ref name="2000-04-07">Silvia Buss: Versuch’s doch mal: Lesen mit den Ohren. In: Saarbrücker Zeitung. 7. April 2000.</ref> Anlass dafür war die Entwicklung des Marktes in den 1990er Jahren.<ref>Sven Siedenberg: Buchmarkt: Doppelte Zeit. In: Der Spiegel. Nr. 47, 1999, S. 310.</ref> Erster Geschäftsführer des Unternehmens war der Musikproduzent und Kölner Stadtrat Karl-Heinz Pütz.<ref name=":1">Gestorben: Karl-Heinz Pütz. In: Buchmarkt. 23. März 2013, abgerufen am 10. Mai 2016.</ref>

Nach der Übernahme von Random House durch Bertelsmann entstand 2001 die Verlagsgruppe Random House.<ref>Bertelsmann ordnet Buch-Verlagsgruppe neu. In: Handelsblatt. 15. März 2001, abgerufen am 10. Mai 2016.</ref> Die Umstrukturierung betraf auch BMG Wort, das Unternehmen änderte seinen Namen in Random House Audio.<ref name=":1" /> 2004 erweiterte Random House Audio sein Programm um die Titel des Ullstein Hörbuchverlags,<ref>Ullstein Hörverlag wird zu Random House Audio. In: musikmarkt.de. 29. Januar 2004, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 15. September 2016; abgerufen am 10. Mai 2016.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.musikmarkt.de</ref> der mit Erwerb der Verlagsgruppe Ullstein Heyne List zu Bertelsmann beziehungsweise Random House gekommen war. Random House Audio wurde vollständig in die Verlagsgruppe integriert.<ref name="2004-01-16">Random House übernimmt Hörbuch-Aktivitäten von Ullstein und BMG. Michael Then übernimmt Verkaufsleitung. In: Buchmarkt. 16. Januar 2004, abgerufen am 10. Mai 2016.</ref>

Zu den ersten Titeln des Hörbuchverlags zählten Auszüge aus der Biografie Muhammad Alis gelesen von Ben Becker.<ref>Eva Behrendt: Kein Endkampf ohne Gewitter. Ben Becker erzählt vom Aufstieg des Muhammad Ali. In: Die Tageszeitung. 3. Juli 2001, S. 17.</ref> 2002 bescherte Dieter Bohlens Autobiografie „Nichts als die Wahrheit“ Random House Audio einen nennenswerten kommerziellen Erfolg.<ref>Thomas Forster: Alle Wege führen nach Tötensen. Dieter Bohlen schreibt ein zweites Buch. In: Der Tagesspiegel. 6. Februar 2003, S. 31.</ref> In den Anfangsjahren versuchte Random House Audio, mit Comedy-Titeln neue Kunden anzusprechen.<ref name="2000-04-072">Silvia Buss: Versuch’s doch mal: Lesen mit den Ohren. In: Saarbrücker Zeitung. 7. April 2000.</ref>

Nach dem Tod von Karl-Heinz Pütz übernahm Sabine Buss 2013 die Leitung von Random House Audio.<ref>Random House Audio betraut Sabine Buss mit der Nachfolge von Karl-Heinz Pütz. In: Mediabiz. 7. März 2013, abgerufen am 10. Mai 2016.</ref> Auf sie folgte 2014 Claudia Baumhöver, die gleichzeitig dem Hörverlag vorstand.<ref>Buss geht, Baumhöver übernimmt Leitung. Führungswechsel bei Random House Audio. In: Börsenblatt. 21. August 2014, abgerufen am 10. Mai 2016.</ref> Im selben Jahr zog Random House Audio von Köln nach München, wo bereits die anderen Verlage der Verlagsgruppe wie Goldmann, Heyne und auch der Hörverlag angesiedelt waren.<ref>Alle unter einem Dach. Random House Audio zieht von Köln nach München. In: boersenblatt.net. 11. Februar 2014, abgerufen am 10. Juni 2016.</ref> Seitdem werden Random House Audio und der Hörverlag gemeinsam geführt, agieren aber programmatisch weiterhin selbstständig.<ref>Audio-Sparte in einer Hand. Sabine Buss verlässt Random House Audio. 20. August 2014, abgerufen am 10. Mai 2016.</ref>

Ende 2015 verließ Claudia Baumhöver das Unternehmen. Seitdem führt Robert Wildgruber den Hörverlag, Random House Audio und cbj audio als Verlagsleiter.<ref name=":0">Neuer Chef fürs Hörbuchgeschäft. Robert Wildgruber übernimmt Baumhöver-Nachfolge. In: Buchreport. 13. April 2015, abgerufen am 1. August 2022.</ref>

Programm[Bearbeiten]

Jährlich erscheinen bei Random House Audio rund 150 neue Titel. Seit 2004 bietet Random House Audio nahezu alle Produktionen auch als Download an, einzelne auch nur als Download. Von Beginn an wurden viele Hörbücher parallel zum gedruckten Buch produziert, unter dem Label Tag & Nacht auch Bücher zum Hörbuch.<ref>Random House Audio gründet eigenen Buchverlag. In: Buchmarkt. 4. Mai 2010, abgerufen am 10. Mai 2016.</ref><ref>Tag & Nacht: Random House Audio startet Buchverlag. In: Börsenblatt. 4. Mai 2010, abgerufen am 10. Mai 2016.</ref> Daneben veröffentlicht der Verlag auch immer wieder Audio-Originale ohne Buchvorlage.

Zu den erfolgreichsten Autorinnen und Autoren im Programm von Random House Audio zählen unter anderem Karsten Dusse, Jürgen von der Lippe, Elke Heidenreich, Dörte Hansen, John Grisham, Stephen King, Charlotte Link und Wladimir Kaminer. Neben Klassikern, beispielsweise aus dem Hörspiel-Archiv von William Shakespeare,<ref>Hartwig Tegeler: Ein halbes Jahrhundert Hörspielgeschichte. In: Deutschlandradio Kultur. 25. April 2016, abgerufen am 27. Juli 2016.</ref> veröffentlichte Random House Audio auch anspruchsvolle Gegenwartsliteratur. Marcel Reich-Ranicki stellte im Verlag seinen Hörkanon vor, eine an seine Anthologie Der Kanon angelehnte Auswahl deutscher Literatur.<ref>Alexander Cammann: Kanonisch. Marcel Reich-Ranicki kennt das Lesenswerte aus zwei Jahrhunderten. In: Die Zeit. Nr. 24, 2010, S. 50.</ref> Ferner veröffentlicht Random House Audio Hörbücher zu Kinofilmen, die in Kooperation mit dem Verleih entstehen.

Seit 2003 werden auch Hörbücher für Kinder und Jugendliche veröffentlicht.<ref>Katharina Jabrane, Maria Lesher, Andreas Lohse: Geschichten für Kinder. In: Die Tageszeitung. 22. November 2003, S. 38 (Ausgabe Berlin).</ref> 2009 wurde der Kinderbereich „audionauten“ in „cbj audio“ umbenannt.<ref>Aus audionauten wird cbj audio. In: Börsenblatt. 3. April 2009, abgerufen am 1. April 2015.</ref> Neben der Kooperation mit cbj arbeitet cbj audio auch mit anderen Lizenzgebern zusammen.<ref>audionauten-Jugendprogramm heißt künftig cbj audio. In: Buchmarkt. 3. April 2009, abgerufen am 1. April 2015.</ref> Die erfolgreichste Reihe von cbj audio ist „Der kleine Drache Kokosnuss“.<ref name="mediabiz.de">cbj audio durchbricht mit dem Drachen Kokosnuss die Millionenmarke. In: Musikwoche. 7. Juli 2014, abgerufen am 24. Juli 2016.</ref>

Kooperationen[Bearbeiten]

2005 startete in Zusammenarbeit mit der Frauenzeitschrift Brigitte die Reihe „Starke Stimmen“. Sie war überdurchschnittlich erfolgreich und erreichte über 1,5 Millionen Verkäufe.<ref>Matthias Ruch: Ohrenschmaus für unterwegs. Der Hörbuchmarkt boomt: Verlage expandieren, im Internet stehen zahlreiche Audiobooks als Download bereit. In: Financial Times Deutschland. 29. Juli 2005, S. 29.</ref> „Starke Stimmen“ erhielt mehrere Goldene Schallplatten.<ref>Hörbücher: Preise für Starke Stimmen. In: Kölnische Rundschau. 13. März 2006.</ref>

Ab 2007 wurde unter dem Namen „Geo Hörwelten“ eine Hörbuch-Edition in Kooperation mit der Zeitschrift Geo bei Random House Audio verlegt.<ref>Frido Hütter: Ohren auf Weltreise. In: Kleine Zeitung. 15. Juli 2007, S. 106.</ref> 2007 wurden in Kooperation mit „Geolino“ Hörbücher für Kinder produziert.<ref>Christiane Zintzen: Die schöne neue Welt des Hörens. So unübersehbar wie unübersichtlich – Audioliteratur auf allen Kanälen. In: Neue Zürcher Zeitung. 12. März 2008, S. 47 (https://www.nzz.ch/die-schoene-neue-welt-des-hoerens-1.687518 nzz.ch [abgerufen am 10. Mai 2016]).</ref>

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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Koordinaten: 48° 7′ 55″ N, 11° 37′ 18″ O

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