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Rasbora

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Rasbora
Datei:Rasbora cephalotaenia 154143217.jpg

Rasbora cephalotaenia, die Typusart der Gattung

Systematik
ohne Rang: Otophysa
Ordnung: Karpfenartige (Cypriniformes)
Unterordnung: Karpfenfischähnliche (Cyprinoidei)
Familie: Bärblinge (Danionidae)
Unterfamilie: Rasborinae
Gattung: Rasbora
Wissenschaftlicher Name
Rasbora
Bleeker, 1859

Rasbora ist eine Gattung der Bärblinge (Rasborinae). Die Süßwasserfische leben in Süd- und Südostasien.

Rasbora wurde 1859 von dem niederländischen Arzt und Naturforscher Pieter Bleeker beschrieben.<ref>Bleeker, P. (1859): Negende bijdrage tot de kennis der vischfauna van Banka. Natuurkundig Tijdschrift voor Nederlandsch Indië v. 18: 359-378</ref> Gattungstypus ist die zuerst in Leuciscus gestellte Rasbora cephalotaenia (Bleeker, 1852).<ref>Bleeker, P. (1852): Bijdrage tot de kennis der ichthyologische fauna van Blitong (Billiton), met beschrijving van eenige nieuwe soorten van zoetwatervisschen. Natuurkundig Tijdschrift voor Nederlandsch Indië v. 3: 87-100</ref>

Verbreitung[Bearbeiten]

Das Verbreitungsgebiet der Gattung Rasbora reicht vom östlichen Pakistan bis nach Sumatra, Borneo, Java, Bali, Lombok und Sumbawa, im Norden bis zu den südphilippinischen Inseln Palawan, Busuanga, Culion und zum südwestlichen Mindanao. Auf dem Indischen Subkontinent kommen sie von den südlichen Vorbergen des Himalaya bis Sri Lanka vor, in Südchina in Yunnan, Guangdong, Guangxi und Hongkong.

Schwerpunkt der Artenvielfalt ist das von der Malaiischen Halbinsel, Sumatra und Borneo gebildete Dreieck. Wissenschaftler vermuten, dass der Ursprung der Gattung hier zu finden ist und das die wiederholten Transgressionen und das Wiederansteigen des Meeresspiegels während der letzten Eiszeiten einen bedeutenden Einfluss auf die Artbildung hatte.

Elf Arten, die kein Monophylum bilden, leben im Großraum Indien, der durch Gebirge in Birma (Gaoligong Shan, Tenasserim-Gebirge) von Südostasien geographisch abgeschnitten ist.<ref name="Kullander et al.">Liao, T. Y., S. O. Kullander & F. Fang (2009): Phylogenetic analysis of the genus Rasbora (Teleostei: Cyprinidae). – Zoologica Scripta doi:10.1111/j.1463-6409.2009.00409.x</ref>

Merkmale[Bearbeiten]

Rasbora-Arten sind schlanke, drei bis zwanzig Zentimeter lang werdende Fische. Das Maul ist endständig oder leicht oberständig, der Unterkiefer steht oft etwas über. Sie haben keine Barteln. Das Seitenlinienorgan beginnt an der Oberkante des Kiemendeckels, verläuft dann bogenförmig nach unten und bleibt auch am Schwanzstiel, wie bei allen Bärblingen, unterhalb der Körpermitte. Die Schuppen sind relativ groß. Ihre Afterflosse hat immer nur fünf, geteilte Flossenstrahlen, die Rückenflosse beginnt gegenüber oder nur kurz hinter den Bauchflossen. Die meisten Rasbora-Arten sind recht schlicht gefärbt, viele haben an den Seiten einen Längsstreifen, einige wenige sind rötlich oder haben eine rötliche Zeichnung. Letztere sind beliebte Aquarienfische.

Viele Rasbora-Arten sind keine Schwarmfische im eigentlichen Sinn, leben aber in sozialen Verbänden, die in den mittleren und oberen Bereichen ihrer Heimatgewässer leben. Einige Arten entwickeln aber eine Schwarmbindung.<ref>Jens Kühne: Forgotten Rasboras— the “golden ones” from the south AMAZONAS Magazine, April, 2015</ref> Zur Fortpflanzung sondern sich jeweils ein Männchen und ein Weibchen kurzfristig ab.

Arten[Bearbeiten]

Heute gehören über 80 Arten zur Gattung Rasbora<ref>Rasbora auf Fishbase.org (englisch)</ref>.

Datei:Rasbo argyr 150318-49370 tdp.JPG
Silberbärbling (R. argyrotaenia)
Datei:Rasbora borapetensis.jpg
Rotschwanzbärbling (R. borapetensis)

Rasbora argyrotaenia-Artengruppe<ref name="Lumbantobing2013"/>

Rasbora daniconius-Artengruppe<ref name="Lumbantobing2013"/>

Datei:Rasbora daniconius 68015786.jpg
Schlankbärbling (R. daniconius)

Rasbora einthovenii-Artengruppe<ref name="Lumbantobing2013"/>

Datei:Rasbora einthovenii.jpg
Längsbandbärbling (R. einthovenii)

Rasbora sumatrana-Artengruppe<ref name="Lumbantobing2013"/><ref name="Lumbantobing2014" />

Datei:Rasbora aprotaenia 52312588.jpg
Rasbora aprotaenia
Datei:Rasbora marinae.png
Rasbora marinae
Datei:Rasbora trilineata.jpg
Glasbärbling (R. trilineata)

Rasbora trifasciata-Artengruppe<ref name="Lumbantobing2013"/>

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Rasbora rutteni
Datei:Rasbora sarawakensis.jpg
Rasbora sarawakensis

Rasbora reticulata-Artengruppe<ref name="Lumbantobing2013"/>

Datei:Rasbora api.jpg
Rasbora api
Datei:Rasbora vulcanus pair.png
Rasbora vulcanus

nicht eingeordnet

Einige früher zu Rasbora gezählte Arten wurden in die neu aufgestellten Gattungen Boraras, Brevibora, Kottelatia, Rasboroides, Rasbosoma, Trigonopoma und Trigonostigma gestellt.<ref name="Kullander et al." /> Die Gattung Rasbora ist dadurch jedoch nicht mehr monophyletisch, sondern zerfällt in mehrere Kladen, die einander nicht die nächsten Verwandten sind. Die Verschachtelung der Sammelgattung Rasbora mit anderen Gattungen der Unterfamilie Rasborinae verdeutlicht das folgende Kladogramm:<ref name="Lumbantobing2013"/>

 Rasborinae 


Amblypharyngodon


   

Pectenocypris


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Horadandia


   

Rasboroides


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Rasbora daniconius-Artengruppe


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Rasbora einthovenii-Artengruppe


   




Kottelatia


   

Rasbora kalbarensis


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Trigonopoma


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Boraras


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Brevibora


   

Trigonostigma


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Rasbora trifasciata-Artengruppe


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Rasbora argyrotaenia-Artengruppe


   

Rasbora reticulata-Artengruppe


   

Rasbora sumatrana-Artengruppe


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Literatur[Bearbeiten]

  • Günther Sterba: Süsswasserfische der Welt. 2. Auflage. Urania, Leipzig/Jena/Berlin 1990, ISBN 3-332-00109-4.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Rasbora – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="Britz&Tan2018"> R. Britz & H.H. Tan (2018): Rasbora simonbirchi, a new species of cyprinid fish from Central Kalimantan, Borneo. Ichthyological Exploration of Freshwaters, 16 May 2018.</ref> <ref name="Lumbantobing2010"> Daniel N. Lumbantobing: Four New Species of the Rasbora trifasciata-Group (Teleostei: Cyprinidae) from Northwestern Sumatra, Indonesia. Copeia 2010(4):644-670. 2010. DOI: 10.1643/CI-09-155</ref> <ref name="Lumbantobing2013"> Daniel Natanael Lumbantobing: Phylogenetic Systematics of the Supragenus Rasbora (Teleostei: Cyprinidae). Januar 2013, S. 351</ref> <ref name="Lumbantobing2014"> D.N. Lumbantobing (2014): Four new species of Rasbora of the Sumatrana group (Teleostei: Cyprinidae) from northern Sumatra, Indonesia. Zootaxa, 3764 (1): 1–25. doi:10.11646/zootaxa.3764.1.1</ref> <ref name="Silva et al."> Anjana Silva, Kalana Maduwage & Rohan Pethiyagoda: A review of the genus Rasbora in Sri Lanka, with description of two new species (Teleostei: Cyprinidae). Ichthyol. Explor. Freshwaters, Vol. 21, No. 1, S. 27–50, 25 figs., 6 tabs., March 2010 © 2010 by Verlag Dr. Friedrich Pfeil, München, Germany – ISSN 0936-9902</ref> <ref name="Sudasinghe"> Hiranya Sudasinghe, Rohan Pethiyagoda, Ranasinghe Hettiarachchige, Tharindu Ranasinghe, Rajeev Raghavan, Neelesh Dahanukar and Madhava Meegaskumbura. 2020. A Molecular Phylogeny of the Freshwater‐fish Genus Rasbora (Teleostei: Cyprinidae) in Sri Lanka reveals A Remarkable Diversification—And A Cryptic Species. Journal of Zoological Systematics and Evolutionary Research. DOI: 10.1111/jzs.12395</ref> <ref name="Tan&Kottela2020"> H.H. Tan & M. Kottelat (2020): Rasbora marinae, a new species of cyprinid fish from northwestern Borneo (Teleostei: Danionidae). Raffles Bulletin of Zoology, 68: 750-758.</ref> <ref name="Tan Heok Hui">Tan Heok Hui: Rasbora patrickyapi, a new species of cyprinid fish from Central Kalimantan, Borneo. The Raffles Bulletin of Zoology v. 57 (no. 2): 505-509 @1@2Vorlage:Toter Link/rmbr.nus.edu.sgPDF (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2024. Suche im Internet Archive) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.)</ref> <ref name="Wilkinson&Tan"> C.L. Wilkinson & H.H. Tan (2018): Fishes of the Brantian drainage, Sabah, Malaysia, with description of a new Rasbora species (Teleostei: Cyprinidae). Raffles Bulletin of Zoology: 66: 595–609.</ref> </references>