Ratisbona-Bergrennen
Die Ratisbona-Bergrennen waren eine Reihe von Bergrennen für Autos und Motorräder, die von 1924 bis 1981 bei Kelheim in Niederbayern ausgetragen wurden.
Geschichte[Bearbeiten]
Das erste Ratisbona-Bergrennen wurde 1924 ausgetragen, das letzte vor dem Zweiten Weltkrieg 1938. Diese Rennen wurden vom Regensburger Motorsportclub veranstaltet,<ref>Elfi Bachmeier-Fausten: Rennfieber grassiert wieder in der Stadt auf www.mittelbayerische.de, 10. März 2014</ref> was der Veranstaltung auch ihren Namen gab – Ratisbona ist ein lateinischer Name für die Stadt Regensburg.
1949 wurde ein Rennen auf der Strecke von Kelheim hinauf zur Befreiungshalle ausgetragen. Von 1961 bis 1981 veranstaltete der Motorsportclub Kelheim die Ratisbona-Bergrennen unter der Schirmherrschaft des ADAC im zweijährigen Turnus.
Die am häufigsten gefahrene Strecke führte von Kelheim nach Ihrlerstein und war 3,7 Kilometer lang. Sie wird auch heute noch in der Bevölkerung als „Rennstrecke“ bezeichnet. Von 2024 bis 2026 wurde die Strecke saniert. Dabei wurden unter anderem die Straße auf 6,5 Meter verbreitert, mehrere enge Kurven entschärft und ein begleitender Radweg angelegt.<ref>Unfallträchtige ehemalige „Rennstrecke“ deutlich entschärft. In: Pressemitteilungen. Bayerisches Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr, 26. Juni 2026, abgerufen am 14. September 2026.</ref>
Zu den Rennen kamen jeweils ca. 25.000 Zuschauer nach Kelheim.<ref>Claudia Pollok: Scharfe Kurven und heiße Reifen, Mittelbayerische Zeitung, Regionalteil Kelheim, 12. Mai 2015</ref>
Teilnehmer[Bearbeiten]
Zu den Rennfahrern, die an den Ratisbona-Bergrennen teilnahmen, zählten bekannte Größen des Motorsports wie Gerhard Mitter<ref>1963 - 100 Jahre Befreiungshalle in Kelheim auf www.befreiungshalle.org</ref>, Rudolf Caracciola, Hans Stuck, Bernd Rosemeyer, Sepp Greger und Toni Mang.<ref>Claudia Pollok: Scharfe Kurven und heiße Reifen, Mittelbayerische Zeitung, Regionalteil Kelheim, 12. Mai 2015</ref>
Tödliche Unfälle[Bearbeiten]
Im Jahr 1977, das Rennen in Kelheim zählte als fünfter Lauf zur Deutschen Motorrad-Straßenmeisterschaft, verunglückten die Motorradfahrer Fritz Reichert und Helmut Schilling beim Training tödlich.<ref>Reiner Scharfenberg: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt."Schwarzer Samstag" - Das Ratisbona Bergrennen in Kelheim/Donau ( vom 5. März 2015 im Internet Archive), in: Motorrad 19/1977</ref> Bei den letzten beiden Rennen, 1979 und 1981, waren aus Sicherheitsgründen keine Motorräder mehr zugelassen.<ref>Claudia Pollok: Scharfe Kurven und heiße Reifen, Mittelbayerische Zeitung, Regionalteil Kelheim, 12. Mai 2015</ref>
Literatur[Bearbeiten]
- Petra Neumann-Eisele (Hrsg.), Wolf-Heinrich Kulke: Scharfe Kurven, heiße Reifen!: Das Ratisbona-Bergrennen in Kelheim 1924-1981, Dr. Peter Morsbach Verlag, Regensburg 2015, ISBN 978-3937527963
Museale Rezeption[Bearbeiten]
- "Scharfe Kurven, heiße Reifen" – Die Ratisbona-Bergrennen in Kelheim, Sonderausstellung im Archäologischen Museum der Stadt Kelheim, 20. Mai bis 8. November 2015<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt."Scharfe Kurven, heiße Reifen" - Die Ratisbona-Bergrennen in Kelheim ( vom 18. Mai 2015 im Internet Archive), Webseite des Archäologischen Museums der Stadt Kelheim zur Sonderausstellung</ref>
Einzelnachweise[Bearbeiten]
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