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Rauer Alant

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Rauer Alant
Datei:Inula hirta 120507.jpg

Rauer Alant (Pentanema hirtum), Blütenkörbchen mit gelben Zungen- und Röhrenblüten

Systematik
Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Unterfamilie: Asteroideae
Tribus: Inuleae
Gattung: Pentanema
Art: Rauer Alant
Wissenschaftlicher Name
Pentanema hirtum
(L.) D.Gut. Larr. et al.

Der Raue Alant oder Rauhaarige Alant (Pentanema hirtum) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Pentanema innerhalb der Familie der Korbblütengewächse (Asteraceae).

Beschreibung[Bearbeiten]

Datei:Inula hirta sl16.jpg
Der Stängel ist abstehend behaart.
Datei:Inula hirta sl20.jpg
Die Laubblätter sind unterseits deutlich netznervig.
Datei:Inula hirta sl7.jpg
Habitus, gut erkennbar ist die Behaarung.
Datei:Inula hirta sl22.jpg
Die Laubblätter sind oberseits mit sitzenden Drüsen besetzt.
Datei:Inula hirta sl24.jpg
Die Korbhüllblätter sind alle gleich lang und linealisch bis lanzettlich sowie abstehend rauhaarig.

Der Rauhaarige Alant zeichnet sich vor allem durch die allseits raue Behaarung (Indument) aus.

Vegetative Merkmale[Bearbeiten]

Beim Rauen Alant handelt es sich um eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 15 bis 50 Zentimetern erreichen kann. Die oberirdischen Pflanzenteile (Blätter und Stängel) sind stark rau behaart.

Die Laubblätter sind wechselständig angeordnet.<ref name="Wagenitz1979" /> Die etwas ledrige Blattspreite ist schmal-elliptisch, mehr oder weniger ganzrandig und beidseitig behaart. Die oberen Stängelblätter haben einen verschmälerten oder gerundet sitzenden Grund, sind aber nicht stängelumfassend. Häufig besitzen sie eine hervortretende Aderung.

Generative Merkmale[Bearbeiten]

Die Blütezeit ist Juni bis Juli.<ref name="Wagenitz1979" /> Die Blütenkörbchen stehen alleine, selten auch in Gruppen von bis zu dreien am Ende der Stängel. Sie haben einen Durchmesser von 2 bis 5 Zentimetern. Die Hülle ist fast halbkugelig. Die steifhaarigen Hüllblätter sind alle fast gleich lang. Sie stehen mehrreihig und sind undeutlich dachig angeordnet. Die äußersten sind ganz krautig. Die folgenden und die mittleren sind nur am Grund lederig und strohfarben mit mehrfach längerem grünem, eilanzettlichen, spitzen, blattartigen Oberteil.<ref name="Wagenitz1979" /> Die inneren sind lineal-lanzettlich, lederig-häutig und in eine lange behaarte Spitze ausgezogen. Die Zungenblüten sind 15 bis 20 Millimeter lang, weiblich, etwa 1 Millimeter breit, abstehend und gelb.<ref name="InfoFlora" /><ref name="Wagenitz1979" />

Die Früchte sind bei einer Länge von 1,5 bis 2 Millimetern annähernd zylindrisch, kahl und tragen einen 5 bis 6 Millimeter langen Pappus.<ref name="InfoFlora" /><ref name="Wagenitz1979" />

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 16.<ref name="Oberdorfer2001" />

Datei:Inula hirta Sturm15.jpg
Illustration aus Deutschlands Flora in Abbildungen

Vorkommen[Bearbeiten]

Der Rauhaarige Alant ist von Zentralasien und Sibirien über Ost- und Südosteuropa bis nach Mitteleuropa verbreitet. In Deutschland erreicht er die Westgrenze seines Verbreitungsgebietes. In Europa kommt er ursprünglich in Frankreich, Deutschland, Italien, der Schweiz, Österreich, Tschechien, Slowakei, Polen, Ungarn, Slowenien, Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Montenegro, Serbien, Kosovo, Nordmazedonien, Albanien, Griechenland, Bulgarien, Rumänien, Ukraine, Moldau, Belarus und Russland vor.<ref name="Euro+Med" />

Der Rauhaarige Alant ist kontinental auf mageren, trockenen Böden verbreitet. Er wächst in Mitteleuropa auf Trocken- oder Halbtrockenrasen in oder in der Nähe von lichten Eichen- oder Kiefernwäldern. Er gedeiht auf kalkhaltigen Böden am besten. Sie ist in Mitteleuropa eine Charakterart des Verbands Potentillo albae-Quercion petraeae, kommt aber auch in Pflanzengesellschaften der Verbände Geranion sanguinei oder Festucion valesiacae vor.<ref name="Oberdorfer2001" />

Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt et al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 1+ (trocken), Lichtzahl L = 3 (halbschattig), Reaktionszahl R = 4 (neutral bis basisch), Temperaturzahl T = 4+ (warm-kollin), Nährstoffzahl N = 2 (nährstoffarm), Kontinentalitätszahl K = 4 (subkontinental).<ref name="InfoFlora" />

Taxonomie[Bearbeiten]

Die Erstveröffentlichung erfolgte 1753 unter dem Namen (Basionym) Inula hirta Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L. durch Carl von Linné in Species Plantarum Band 2 Seite 883. Nach Gutiérrez-Larruscain et al. 2018 sind einige Arten aus der Gattung Inula in die Gattung Pentanema zu stellen. Es erfolgte eine Neukombination zu Pentanema hirtum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(L.) D.Gut.Larr., Santos-Vicente, Anderb., E.Rico & M.M.Mart.Ort. in David Gutiérrez-Larruscain, Maria Santos-Vicente, Arne A. Anderberg, Enrique Rico, M. Martínez-Ortega: Phylogeny of the Inula group (Asteraceae: Inuleae): evidence from nuclear and plastid genomes and a recircumscription of Pentanema. In: Taxon, Volume 67, Issue 1, März 2018 auf Seite 159.<ref name="Gutiérrez-Larruscain2018" /><ref name="GRIN" />

Sonstiges[Bearbeiten]

Pentanema hirtum bildet gelegentlich Hybriden mit dem Weidenblättrigen Alant (Pentanema salicinum): Straffer Fadenalant (Pentanema x doellianum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Rottenst.). Er kommt in Deutschland in Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Thüringen und Berlin-Brandenburg vor.<ref name=" Schmeil-Fitschen2024" />

Quellen und weiterführende Informationen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Henning Haeupler, Thomas Muer: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands (= Die Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. Band 2). Herausgegeben vom Bundesamt für Naturschutz. Ulmer, Stuttgart 2000, ISBN 3-8001-3364-4.
  • Werner Rothmaler: Exkursionsflora für die Gebiete der DDR und der BRD. Band 2: Gefäßpflanzen, 14. Auflage. Volk und Wissen, Berlin 1988, ISBN 3-060-12539-2.
  • Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora, Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 1994, ISBN 3-8252-1828-7.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Rauhaariger Alant (Pentanema hirtum) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="Oberdorfer2001"> </ref> <ref name="Gutiérrez-Larruscain2018"> David Gutiérrez-Larruscain, Maria Santos-Vicente, Arne A. Anderberg Enrique Rico, M. Martínez-Ortega: Phylogeny of the Inula group (Asteraceae: Inuleae): evidence from nuclear and plastid genomes and a recircumscription of Pentanema. In: Taxon, Volume 67, Issue 1, März 2018, S. 149–164. doi:10.12705/671.10 </ref> <ref name="InfoFlora"> Inula hirta L. In: Info Flora, dem nationalen Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="Wagenitz1979"> Gerhard Wagenitz: Inula hirta. In: </ref> <ref name="Euro+Med">Werner Greuter (2006+): Compositae (pro parte majore). – In: W. Greuter & E. von Raab-Straube (Hrsg.): Compositae. Datenblatt Inula hirta In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity.</ref> <ref name=" Schmeil-Fitschen2024">Gerald Parolly: Asteraceae. In: Schmeil-Fitschen: Die Flora Deutschlands und angrenzender Länder. 98. Auflage. Verlag Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2024. ISBN 978-3-494-01943-7. S. 812.</ref> </references>