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Reconstruction

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Als Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden. (Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden. f. Rekonstruktion, Wiederaufbau) bezeichnet man in den Vereinigten Staaten die vom Sezessionskrieg (1861–1865) bis 1877 währende Phase, in der die 1860/61 aus den USA ausgetretenen Südstaaten wieder in die Union eingegliedert wurden. Der Begriff Reconstruction besagt, dass es dabei nicht um eine bloße Wiederherstellung des ursprünglichen Zustandes ging, sondern auch um den Wiederaufbau nach den Zerstörungen des Krieges und um die staatliche Neuordnung der ehemaligen Staaten der Konföderation, in denen die Sklaverei nunmehr abgeschafft war.

Datei:Waud - 1867 - The First Vote.jpg
Die Reconstruction sorgte unter anderem für die Befreiung der Sklaven, sodass Afroamerikaner das Recht hatten, im Jahr 1867 zum ersten Mal zu wählen

Die Führer im Norden stimmten darin überein, dass das Kriegsende mehr als nur die Beendigung des Kämpfens bedeutete. Es musste die beiden Kriegsziele umfassen: Der konföderierte Nationalismus musste völlig zurückgedrängt und alle Arten von Sklaverei mussten beseitigt werden. Der Weg dahin war jedoch heftig umstritten. Die Fragen der Intensität der Aufsicht durch die Union, der der Süden unterliegen sollte, und der Prozesse, durch die die Südstaaten wieder in die Union eingegliedert werden sollten, polarisierten die Gesellschaft des Nordens.

Die Reconstruction begann schon in einem frühen Stadium des Bürgerkrieges und endete formal 1877. US-Präsident Abraham Lincoln hatte bereits am 8. Dezember 1863 eine Amnestie und den Wiederaufbau für die vom US-Heer besetzten Gebiete ausgerufen. Lincolns Pläne für die Reconstruction waren von Milde gegenüber dem ehemaligen Gegner bestimmt. Die radikalen Republikaner wie Thaddeus Stevens, Charles Sumner, Benjamin Wade, Henry Winter Davis und Benjamin Franklin Butler wollten den Süden so lange wie möglich von der Beteiligung an der Union heraushalten und besonders wirtschaftlich ausbeuten.

Nach der Beendigung des Krieges standen die USA vor drei grundlegenden Problemen:

  1. Politische Wiedereingliederung der ehemaligen abtrünnigen Staaten
  2. Wiederaufbau der verwüsteten Wirtschaft der Südstaaten
  3. Erziehung, Ausbildung und Unterstützung der befreiten Bevölkerung

Hierzu gab es drei Lösungsansätze:

  1. Der Plan Präsident Lincolns
    1. Amnestie für alle Südstaatler, die den Loyalitätseid auf die Union ablegen
    2. Sobald 10 % aller Wahlberechtigten eines Staates den Eid abgelegt haben, wird der Staat wieder in die Union aufgenommen
    3. Durch alle Maßnahmen soll die Republikanische Partei in den Südstaaten gestärkt werden
  2. Der Plan der „Radikalen Republikaner“:
    1. In diesen Südstaaten werden Militärgouverneure eingesetzt
    2. Die Mehrzahl der Bürger eines Staates muss den Loyalitätseid ablegen
    3. Die Südstaaten sollen als besetzte Gebiete behandelt werden
  3. Der Plan Präsident Johnsons:
    1. Die ehemaligen Führer der Konföderation und reiche Südstaatler dürfen den Eid nur mit Genehmigung des Präsidenten ablegen
    2. Der 13. Zusatzartikel muss durch die Staaten der ehemaligen Konföderation angenommen werden

Am 3. März 1865 verabschiedete der Kongress ein Gesetz, mit dem das Freedmen’s Bureau aufgestellt wurde. Diese Dienststelle unterstand dem Kriegsministerium und sollte bis ein Jahr nach Kriegsende für herrenlose Ländereien und für alle Angelegenheiten von Flüchtlingen und befreiten Sklaven aus den konföderierten Staaten, aber auch aus sonstigen vom Kriege betroffenen Gebieten zuständig sein. Der Kriegsminister wurde beauftragt, dem Dezernat für sofortige und zeitlich begrenzte Hilfe soviel Mittel für Nahrung, Kleidung und Brennstoff zur Verfügung zu stellen, wie er für notwendig erachtete. Der Dezernatsleiter erhielt zusätzlich die Befugnis, herrenlose oder dem Staat gehörende Ländereien an männliche Flüchtlinge oder befreite Sklaven zu vergeben, die diese während einer dreijährigen Nutzung erwerben konnten. Im Laufe der folgenden Jahre wurden das Budget und das Personal des Dezernats immer weiter gekürzt, schließlich wurde es 1872 auf Druck der weißen Abgeordneten aus den ehemaligen Südstaaten aufgelöst.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. University of Maryland, Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden.; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar); (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden., Gesetz zur Einrichtung des Freedmen’s Bureau).Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref>

Der Plan Johnsons, der nach Abraham Lincolns Ermordung im April 1865 Präsident geworden war, wurde von den radikalen Republikanern als zu nachgiebig angesehen und führte zu erbitterten politischen Machtkämpfen.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Feldmeth, Greg D. "U.S. History Resources", Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden.; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar); (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden., Übersicht über Konflikte während der reconstruction).Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref>

Einzelmaßnahmen[Bearbeiten]

Der Eid[Bearbeiten]

Zur Reconstruction gehörte auch das Ablegen eines Eides, der nach den Forderungen der Radikalen den Passus enthalten sollte, der Eidgeber habe in der Vergangenheit nie die Konföderation unterstützt oder in deren Streitkräften gedient (Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden.). Damit wäre der gesamten Oberschicht des Südens der Zugang zu jeglichen Ämtern der Union versagt geblieben. Die Gemäßigten setzten sich durch, und die Südstaatler mussten schwören, dass sie zukünftig zur Union stehen würden.

Zusatzartikel[Bearbeiten]

Die am längsten anhaltende Wirkung erzielten die drei „Bürgerkriegs“-Verfassungszusätze (manchmal auch Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden. genannt). Der 13. Zusatzartikel hob die Sklaverei auf, der 14. erweiterte den Schutz der Bürger auf alle Rassen und der 15. schaffte Rassenbeschränkungen bei den Wahlen ab. Die Republikaner erreichten bei den Kongresswahlen 1866 die absolute Mehrheit, vor allem weil die Südstaaten nicht mitwählen durften. Der Kongress verabschiedete in den Folgejahren mehrere Reconstruction Acts, gegen die Präsident Johnson jeweils sein Veto einlegte. Ziel dieser Gesetze war es in erster Linie, die Südstaaten zur Anerkennung der Zusatzartikel zur Verfassung zu zwingen. Die Gegensätze zwischen Präsident Johnson und radikalen Republikanern führten schließlich zum ersten Impeachment-Verfahren in der Geschichte der Vereinigten Staaten, das Johnson in den entscheidenden Abstimmungen im Senat mit dem knappstmöglichen Ausgang überstand.

Militärverwaltung[Bearbeiten]

Am 7. März 1867 erließ der Kongress das die Südstaaten bestrafende Rekonstruktionsgesetz gegen das Veto des Präsidenten. Ziel des Gesetzes war, die Mitglieder der Regierungen der Südstaaten durch Anhänger der Nordstaaten zu ersetzen und die Rechte der befreiten Schwarzen zu bewahren. Die bestehenden Regierungen der Südstaaten wurden abgesetzt und durch Militärgouverneure ersetzt. Niemand, der die ehemalige Regierung der Konföderierten Staaten oder der Einzelstaaten unterstützt hatte, durfte wählen oder ein politisches Amt ausüben.

Zwischen 1868 und 1870 spielte der Ku-Klux-Klan, der im Mai 1866 in Pulaski, Tennessee, von ehemaligen Angehörigen der Konföderierten gegründet worden war, eine wichtige Rolle in der Wiederherstellung der Herrschaft der Weißen in North Carolina, Tennessee und Georgia.

Die Südstaaten wurden mit Ausnahme von Tennessee, das bereits wieder in die Union zurückgekehrt war, in fünf Wehrbereiche unter der Kommandogewalt eines Militärgouverneurs aufgeteilt und verwaltet. Vor deren Berufung hatte sich Johnson mit General Ulysses S. Grant beraten.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Spartacus Educational Publishers Ltd, Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden.; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar); (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden., Absprache mit Grant).Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref> Die militärischen Verwaltungsbezirke waren:<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. (PDF) Library of Congress, Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden.; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar); (Gesetzestext des 1. Reconstruction Acts).Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref>

Militärbezirk Bundesstaaten Kommandeur
1 Virginia Generalmajor John Schofield
2 North Carolina, South Carolina Generalmajor Daniel E. Sickles
3 Georgia, Alabama, Florida Generalmajor John Pope
4 Mississippi, Arkansas Generalmajor Edward Ord
5 Texas, Louisiana Generalmajor Philip Sheridan

Die Militärgouverneure hatten absolute Macht. Sie entfernten aus der Verwaltung tausende Beamte, die bereits während der Sezession ihren Staaten gedient hatten. Unter strenger Aufsicht des Heeres erarbeiteten sich die Staaten neue Verfassungen und wählten neue Parlamente, Unruhen schlug das Heer nieder.

Reaktion der Südstaaten[Bearbeiten]

Die Demokraten in den Südstaaten entschieden sich 1870, dass es für die Südstaaten keinen anderen Weg als den der Reconstruction gäbe, wenn man dann überleben und erneut Einfluss gewinnen wolle.

Die Reconstruction endete in den verschiedenen Staaten zu unterschiedlichen Zeitpunkten, in den letzten dreien (Florida, South Carolina und Louisiana) durch den Kompromiss von 1877. Darin stimmten die Südstaaten der aufgrund eines unklaren Wahlausgangs umstrittenen Präsidentschaft von Rutherford B. Hayes zu, wenn gleichzeitig alle US-Truppen diese Staaten verlassen würden.

Die aus der Union ausgetretenen Staaten traten der Union nacheinander wieder bei, nachdem sie die Voraussetzungen erfüllt hatten.

Bundesstaat Wiederaufnahme in die Union
Tennessee Vorlage:DatumZelle
Arkansas Vorlage:DatumZelle
Florida Vorlage:DatumZelle
North Carolina Vorlage:DatumZelle
South Carolina Vorlage:DatumZelle
Louisiana Vorlage:DatumZelle
Alabama Vorlage:DatumZelle
Virginia Vorlage:DatumZelle
Mississippi Vorlage:DatumZelle
Texas Vorlage:DatumZelle
Georgia Vorlage:DatumZelle

Literatur[Bearbeiten]

  • W. E. B. Du Bois: Black Reconstruction in America: An Essay Toward a History of the Part Which Black Folk Played in the Attempt to Reconstruct Democracy in America, 1860–1880. Harcourt, Brace, New York 1935.
  • Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.
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  • Brooks D. Simpson: The Reconstruction Presidents. 2., überarbeitete Auflage. University Press of Kansas, Lawrence 2009, ISBN 978-0-7006-1688-6.
  • Michael Les Benedict: Preserving the Constitution: Essays on Politics and the Constitution in the Reconstruction Era. Fordham University, New York 2006, ISBN 978-0-8232-2553-8.
  • Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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