Regorafenib
| Strukturformel | ||||||||||||||||||||||
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| Strukturformel von Regorafenib | ||||||||||||||||||||||
| Allgemeines | ||||||||||||||||||||||
| Freiname | Regorafenib | |||||||||||||||||||||
| Andere Namen |
4-[4-({[4-Chlor-3-(trifluormethyl)phenyl]carbamoyl}amino)-3-fluorphenoxy]-N-methylpyridin-2-carboxamid-Hydrat | |||||||||||||||||||||
| Summenformel | C21H15ClF4N4O3 | |||||||||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
weißer bis leicht blasser rötlich gelber Feststoff<ref name="TCI" /> | |||||||||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | ||||||||||||||||||||||
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| Arzneistoffangaben | ||||||||||||||||||||||
| ATC-Code | ||||||||||||||||||||||
| Wirkstoffklasse | ||||||||||||||||||||||
| Wirkmechanismus | ||||||||||||||||||||||
| Eigenschaften | ||||||||||||||||||||||
| Molare Masse | 482,82 g·mol−1 | |||||||||||||||||||||
| Aggregatzustand |
fest | |||||||||||||||||||||
| Schmelzpunkt |
208 °C<ref name="TCI" /> | |||||||||||||||||||||
| Sicherheitshinweise | ||||||||||||||||||||||
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| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | ||||||||||||||||||||||
Regorafenib ist ein Tyrosinkinaseinhibitor, der derzeit für den Einsatz bei verschiedenen Tumortypen untersucht wird. Für die Behandlung des kolorektalen Karzinoms besteht in den USA eine Zulassung seit 2012,<ref>FY 2012 Innovative Drug Approvals, FDA Bericht, Seite 14, abgerufen am 8. August 2017.</ref> in der EU seit 2013.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.EMA - Regorafenib - Authorisation details ( vom 17. Dezember 2014 im Internet Archive).</ref> Darüber hinaus ist Regorafenib zur Zweitlinienbehandlung des Leberzellkarzinoms zugelassen.<ref name="oncotrends">Bayer erhält EU-Zulassung für Stivarga® zur Zweitlinienbehandlung des Leberzellkarzinoms, Meldung auf oncotrends.de, abgerufen am 8. August 2017</ref> Aktuell (2/2015) wird eine Phase-II-Studie zur Behandlung bei chorioidealen Neovaskularisationen der Netzhaut (feuchte Makuladegeneration) in Deutschland durchgeführt. Ziel ist die Zulassung zur Anwendung als Augentropfen.<ref>Research - Das Bayer Forschungsmagazin.</ref>
Anwendungsgebiete[Bearbeiten]
Regorafenib wird derzeit für die Behandlung eines metastasierten kolorektalen Karzinoms bei Erwachsenen verwendet, wenn die ersten Behandlungsvarianten nicht den gewünschten Effekt erzielt haben. Außerdem wird es für die Behandlung des gastrointestinalen Stromatumors (GIST) verwendet.<ref>Zusammenfassung des EPAR für die Öffentlichkeit, EPAR der EMA, abgerufen am 8. August 2017.</ref> Im August 2017 erhielt Bayer auch die europäische Zulassung zur Zweitlinienbehandlung des Leberzellkarzinoms.<ref name="oncotrends"/>
Wirkung[Bearbeiten]
Regorafenib wirkt über die Hemmung verschiedener Kinasen (VEGFR, TIE2, KIT, RET, RAF-1, BRAF, BRAFV600E, PDGFR, FGFR) antitumoral und antiangiogenetisch. Die neue Nutzenbewertung des Arzneimittels zeigte kürzlich einen durchschnittlichen Überlebensvorteil von 1,5 Monaten.<ref>Regorafenib - Nutzenbewertung.</ref>
Nebenwirkungen[Bearbeiten]
Häufige unerwünschte Nebenwirkungen sind Schwäche, Erschöpfung, Appetitverlust, verminderte Nahrungsaufnahme, Hand-Fuß-Syndrom, Durchfall, Gewichtsverlust, Infektionen, Bluthochdruck und Stimmstörungen.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.EMA: Stivarga Regorafenib ( vom 17. Dezember 2014 im Internet Archive).</ref>
Zudem ist Regorafenib lebertoxisch. Durch den Abbau über CYP3A4 und UGT1A9 hat es auch ein Potential für diverse Arzneimittelwechselwirkungen.
Marktrücknahme[Bearbeiten]
Am 17. März 2016 hat der Gemeinsame Bundesausschuss beschlossen, Regorafenib (Stivarga®) keinen Zusatznutzen bei der Behandlung von Erwachsenen mit metastasiertem Kolorektalkarzinom (KRK) gegenüber bestmöglicher supportiver Behandlung zuzusprechen. Der Pharmahersteller Bayer nahm daraufhin das Medikament vom deutschen Markt, weil er keine Möglichkeit sah, in den Verhandlungen mit den Krankenkassen einen wirtschaftlich akzeptablen Preis zu erzielen.
Quellen[Bearbeiten]
<references />
- Wikipedia:Seite mit Skriptfehlern
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- Wikipedia:Defekter Dateilink
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- Wikipedia:Wikidata-Wartung:ECHA-InfoCard-ID abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:PubChem abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:ChemSpider abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:DrugBank abweichend
- ATC-L01
- Gesundheitsschädlicher Stoff bei Verschlucken
- Stoff mit Verdacht auf reproduktionstoxische Wirkung
- Gesundheitsschädlicher Stoff (Organschäden)
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:CAS-Nummer fehlt lokal
- Tyrosinkinase-Inhibitor
- Fluorbenzol
- Aromatisches Carbonsäureamid
- Pyridin
- Diarylether
- Phenylharnstoff
- Benzotrifluorid
- Chloranilid
- N-Alkylamid