Rehbergturm
Vorlage:Infobox Aussichtsturm Der 14 m hohe achteckige Rehbergturm auf dem namensgebenden Rehberg (576,8 m ü. NHN) im Pfälzerwald (Rheinland-Pfalz) ist aus behauenen Sandsteinen errichtet<ref name="palzpix.de">Rehbergturm. palzpix.de, abgerufen am 23. Juni 2011.</ref> und steht unter Denkmalschutz.<ref name="denkmallisten.gdke-rlp.de">Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Vorlage:KulturdenkmälerRP/Suedliche Weinstrasse</ref>
Geographische Lage[Bearbeiten]
Der Turm steht im Norden der Waldgemarkung der Ortsgemeinde Waldrohrbach im Wasgau, wie der südliche Teil des Pfälzerwalds auch genannt wird.<ref name="denkmallisten.gdke-rlp.de" />
Beschreibung[Bearbeiten]
Auf einem Sockel von 2 m Höhe erhebt sich der eigentliche Turmaufbau, der mit Brüstung eine Höhe von 14 m erreicht. Zur spitzbogigen Türöffnung des Turms führt außen eine neunstufige Freitreppe, zu seiner 12,8 m<ref name="Turm" /> hoch liegenden Aussichtsplattform mit zinnengekrönter Außenmauer innen eine Wendeltreppe mit 49 Stufen. Der Sockel bildet ein Oktogon mit Seitenlängen von jeweils 1,5 m, sein Umfang beträgt 8 × 1,5 = 12 m.<ref name="frey-2">Günter Frey: Die Maße des Rehbergturms. Schriftliche Mitteilung. Annweiler 2011.</ref> Aus den Maßen lässt sich eine Grundfläche von 15,75 m² errechnen.<ref name="grundfläche" />
Der Rehbergturm steht zwischen halbhohen Bäumen, von denen einige direkt benachbart emporgewachsen sind. Sie sind jedoch sämtlich niedriger als der Turm, so dass die Sicht von der Plattform nicht behindert wird.
Geschichte[Bearbeiten]
Der Turm wurde nach fünfmonatiger Bauzeit am 17. September 1862 eingeweiht.<ref name="palzpix.de" /> Den Bau hatte ein Christian Zoeppritz aus Darmstadt veranlasst, der in manchen späteren Quellen „Förster“ bzw. „Revierförster“ genannt wird.<ref name="blinn">Hans Blinn (Hrsg.): Annweiler am Trifels in alten Ansichten. Europäische Bibliothek, Someren-Eind (NL) 1998, ISBN 90-288-5794-X, S. 9 (europese-bibliotheek.nl).</ref> Da der Begriff „Förster“ früher allgemein einen Forstmann bezeichnete, ist es wahrscheinlich, dass der Initiator des Turms der Darmstädter Unternehmer und Politiker Christian Zöppritz war. Dieser hatte als begütertes Mitglied der Landstände des Großherzogtums Hessen im Annweilerer Wald ein Jagdrevier gepachtet.<ref name="rheinpfalz_2013-08-07">Heinz Illner: „Ich konnte mich kaum sattsehen“. In: Die Rheinpfalz, Gesamtausgabe. Nr. 181. Ludwigshafen 7. August 2013 (Heinz Illner war von 1996 bis 2012 Präsident der Vereinigung der Pfälzer Kletterer).</ref> Die Beziehungen dürften darauf zurückgehen, dass die vormalige Landgrafschaft Hessen-Darmstadt bis zum Ende des 18. Jahrhunderts im Wasgau größere Besitzungen hatte. Zu Ehren des Förderers wurde über der Türöffnung des Turms eine steinerne Erinnerungstafel angebracht, in die folgender Text eingemeißelt ist:<ref name="palzpix.de" />
„Erbaut 1862 durch freiwillige Beiträge. Auf Anregung von Chr. Zoeppritz“
Rundblick[Bearbeiten]
Da der Rehberg seine nähere Umgebung überragt, bietet sich von der Aussichtsplattform des Turms aus knapp 590 m Höhe ein umfassender Rundblick über den südlichen Pfälzerwald, die Rheinebene und auf deren östliche Randgebirge Schwarzwald und Odenwald.
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise und Anmerkungen[Bearbeiten]
<references> <ref name="Turm"> Angabe laut privat durchgeführten Messungen. </ref> <ref name="grundfläche"> Angabe laut privater Berechnung. </ref> </references>