Reichenauer Hof (Ulm)
Der Reichenauer Hof (auch Ehinger Hof) ist ein im Kern spätmittelalterliches, im 16. Jahrhundert umgestaltetes ehemaliges Patrizierhaus in Ulm (Anschrift: Grüner Hof 2). Der Gebäudekomplex geht auf einen Pfleghof des Klosters Reichenau zurück und verbindet einen spätmittelalterlichen Ostflügel mit einem um 1535/1538 für die Patrizierfamilie Ehinger errichteten Renaissancebau, der zu den frühen erhaltenen Zeugnissen der Frührenaissance nördlich der Alpen zählt.<ref>Hans Koepf: Ulmer Profanbauten. Forschungen zur Geschichte der Stadt Ulm, Band 4. W. Kohlhammer, Stuttgart 1982, ISBN 3-17-007078-9, S. 31–32.</ref><ref>Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg: Ehinger Hof, auch Reichenauer Hof (Grüner Hof 2, Ulm). In: LEO-BW, abgerufen am 14. September 2026.</ref>
Im Ostflügel befindet sich der sogenannte „Minnesängersaal“, früher auch „Meistersingersaal“ genannt, ein zweijochiger, kreuzgewölbter Festraum mit einem nahezu vollständig erhaltenen profanen Wandmalereizyklus aus der Zeit um 1380. Die Wandmalereien gelten als die ältesten erhaltenen Fresken Ulms und bilden ein seltenes Beispiel weltlicher Wandmalerei des Spätmittelalters.<ref>Max Schefold: Ein Freskenzyklus aus dem Ende des 14. Jahrhunderts in Ulm. In: Münchner Jahrbuch der bildenden Kunst. Neue Folge, Band 5, Heft 2, 1928, S. 101–115, hier S. 101, 115.</ref><ref>Stadt Ulm: Reichenauer Hof und Minnesängersaal. In: Programm Tag des offenen Denkmals 2019, S. 25, abgerufen am 14. September 2026.</ref>
Das Anwesen ist ein geschütztes Kulturdenkmal nach § 2 DSchG BW.<ref>Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg: Ehinger Hof, auch Reichenauer Hof (Grüner Hof 2, Ulm). In: LEO-BW, abgerufen am 14. September 2026.</ref>
Geschichte[Bearbeiten]
Klösterliche Vorgeschichte[Bearbeiten]
Ein „Reichenauer Hof“ ist in Ulm seit 1246 nachweisbar, wobei dieser frühe Beleg nach der landesgeschichtlichen Forschung vermutlich noch einen östlich der Stadt gelegenen Besitz in Pfäfflingen bezeichnet. Für das Gebiet des heutigen Grünen Hofs ist die Verbindung zur Benediktinerabtei Reichenau seit 1264 fassbar: In diesem Jahr erwarb die Abtei den dort gelegenen Hof des Klosters Salem. Das Grundstück des heutigen Reichenauer Hofs am Grünen Hof 2 gehörte in der Folge ebenfalls zum Reichenauer Besitz.<ref>Landesarchiv Baden-Württemberg: Ulm – Altgemeinde/Teilort. In: LEO-BW, abgerufen am 14. September 2026.</ref><ref>Ulm/Neu-Ulm Touristik: Ensemble „Grüner Hof“, abgerufen am 14. September 2026.</ref>
Der Reichenauer Besitz bildete nicht nur einen wirtschaftlichen, sondern zeitweise auch einen eigenen rechtlichen Herrschaftsbereich innerhalb des frühen Ulm. Für die Dienstleute des Klosters bestand auf dessen Ulmer Hof ein besonderes Gericht, das vom Klostervogt geleitet wurde.<ref>K. Statistisches Landesamt (Hrsg.): Beschreibung des Oberamts Ulm. Erster Teil. W. Kohlhammer, Stuttgart 1897, S. 13–14.</ref> Die bis heute gebräuchliche Bezeichnung „Reichenauer Hof“ erinnert an diese klösterliche Besitz- und Wirtschaftsgeschichte.
Zum klösterlichen Gebäudekomplex am Grünen Hof gehörte neben einem Wohngebäude, in dem sich zeitweise Reichenauer Mönche aufhielten, eine dem heiligen Ägidius geweihte Kapelle. Sie wurde 1582 abgebrochen. Zum Besitz des Klosters gehörte außerdem eine weitere, dem heiligen Nikolaus geweihte Kapelle beim späteren Dekanatsgebäude am Grünen Hof 13, die dem Kloster als Schatzkammer diente.<ref>K. Statistisches Landesamt (Hrsg.): Beschreibung des Oberamts Ulm. Zweiter Teil. W. Kohlhammer, Stuttgart 1897, S. 16.</ref>
Patriziersitz im späten 14. Jahrhundert[Bearbeiten]
Auf dem Reichenauer Grundstück ließ der Ulmer Bürgermeister Lutz Krafft, der 1377 den Grundstein des Ulmer Münsters legte, wenige Jahre zuvor ein repräsentatives Wohnhaus errichten.<ref>Ulm/Neu-Ulm Touristik: Ensemble „Grüner Hof“.</ref> Der heutige Ostflügel gehörte spätestens vor 1397 zu Kraffts Wohnhaus. In seinem Erdgeschoss hat sich der gewölbte Raum mit den um 1380 entstandenen Wandmalereien erhalten, der später als „Meistersingersaal“ beziehungsweise „Minnesängersaal“ bezeichnet wurde.<ref>Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg: Ehinger Hof, auch Reichenauer Hof (Grüner Hof 2, Ulm).</ref> Nach der Beschreibung des Oberamts Ulm hatte Krafft neben dem Reichenauer Hof auch den Ulmer Donauzoll als Lehen.<ref>K. Statistisches Landesamt (Hrsg.): Beschreibung des Oberamts Ulm. Zweiter Teil. W. Kohlhammer, Stuttgart 1897, S. 16.</ref> Lutz Krafft bewohnte das Haus mit seiner Ehefrau Elisabeth Ehinger. Die Verbindung der beiden Ulmer Patrizierfamilien spiegelt sich auch in den im Minnesängersaal erhaltenen Wappen.<ref>Stadt Ulm: Die Ulmer Sammlung 1230–1808, abgerufen am 14. September 2026.</ref>
Die Ausmalung des Saals entstand nach stil- und kostümgeschichtlichen Kriterien um 1380. Max Schefold deutete den Raum aufgrund seines Bildprogramms und der Patrizierwappen nicht als Kapelle oder Refektorium, sondern als Repräsentationsraum patrizischer Bewohner.<ref>Schefold: Ein Freskenzyklus. S. 113–115.</ref>
Umbau in der Frührenaissance[Bearbeiten]
Um 1535/38 wurde der mittelalterliche Gebäudebestand unter der Patrizierfamilie Ehinger grundlegend im Stil der Renaissance erweitert und umgestaltet. Der ältere gotische Ostflügel blieb dabei in den neuen Baukomplex einbezogen; insbesondere der Südflügel erhielt seine bis heute prägende Gestalt mit einem zweigeschossigen polygonalen Eckerker. Erhaltene Holzdecken von 1535 gehören ebenfalls zu dieser Bauphase.<ref>Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg: Ehinger Hof, auch Reichenauer Hof (Grüner Hof 2, Ulm). In: LEO-BW, abgerufen am 14. September 2026.</ref><ref>Stadt Ulm: Reichenauer Hof und Minnesängersaal. In: Programm Tag des offenen Denkmals 2019, S. 25, abgerufen am 14. September 2026.</ref> Der Reichenauer Hof zählt zu den frühen erhaltenen Renaissancebauten nördlich der Alpen.<ref>Deutsche Stiftung Denkmalschutz: Minnesängersaal im Reichenauer Hof, abgerufen am 14. September 2026.</ref>
Die repräsentative Bedeutung des Hauses zeigt sich auch in den Aufenthalten Kaiser Karls V., der mehrfach im Ehinger Hof logierte.<ref>Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg: Ehinger Hof, auch Reichenauer Hof (Grüner Hof 2, Ulm).</ref> Für den 14. August 1548 ist ausdrücklich überliefert, dass der Kaiser bei seiner Ankunft in Ulm erneut „in Herrn Ehingers Hauß auf dem grünen Hoff“ Quartier nahm. Während dieses Aufenthalts wurden in Ulm das Augsburger Interim durchgesetzt und die städtische Ratsverfassung zugunsten einer stärker patrizischen Beteiligung umgestaltet.<ref>Stadtarchiv Ulm: Verfassung – Verwaltung – Gesellschaft. Material 1: Aufenthalt Kaiser Karls V. in Ulm 1548, S. 1, abgerufen am 14. September 2026.</ref>
Gasthof und Festungsbaudirektion[Bearbeiten]
Nach dem Ende der patrizischen Nutzung wurde der Reichenauer Hof 1786/87 zum Gasthof „Schwarzer Ochse“ umgewandelt.<ref>Stadtarchiv Ulm: Industrialisierung: Eisenbahn, Bundesfestung, S. 13, abgerufen am 14. September 2026.</ref><ref>K. Statistisches Landesamt (Hrsg.): Beschreibung des Oberamts Ulm. Zweiter Band. W. Kohlhammer, Stuttgart 1897, S. 16.</ref> Diese Nutzung bestand bis zur Übernahme des Anwesens für den Bau der Bundesfestung Ulm zu Beginn der 1840er Jahre. Der Besitzer des „Schwarzen Ochsen“ erhielt nach Angaben des Stadtarchivs für das ehemalige Patrizierhaus 50.000 Gulden; anschließend wurde dort auf Ulmer Seite die Festungsbaudirektion eingerichtet.
Mit der Einrichtung der Festungsbaudirektion erhielt der Reichenauer Hof eine militärische Verwaltungsfunktion. Der preußische Offizier Moritz Karl Ernst von Prittwitz war als Festungsbaudirektor maßgeblich an Planung und Errichtung der Bundesfestung beteiligt.<ref>Landesarchiv Baden-Württemberg: Prittwitz und Gaffron, Moritz Karl Ernst von. In: LEO-BW, abgerufen am 14. September 2026.</ref> Die am Gebäude angebrachte Gedenk- und Inschriftentafel fasst diese Nutzungsgeschichte zusammen und nennt für die Festungsbaudirektion den Zeitraum von 1842 bis 1870.
Von 1870 bis 1918 befand sich im Reichenauer Hof das kaiserliche Gouvernement, anschließend bis 1945 die Standortkommandantur.<ref>Stadtarchiv Ulm: Stadtentwicklung 1900–1939, Material 1: „Kasernen in Ulm – Überblick“, abgerufen am 14. September 2026.</ref> Damit blieb der ehemalige Patriziersitz vom Beginn des Festungsbaus bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs über ein Jahrhundert lang mit der militärischen Verwaltung Ulms verbunden.<ref>Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (Hrsg.): 52|12 – 60 Jahre Bauen für den Bund in Baden-Württemberg. Oberfinanzdirektion Karlsruhe, Abteilung Bundesbau Baden-Württemberg, Karlsruhe 2012, ISBN 978-3-00-037962-8, S. 82–83.</ref>
Kriegsfolgen, Sanierung und heutige Nutzung[Bearbeiten]
Bei den Luftangriffen auf Ulm wurden 1944 insbesondere der Nord- und der Ostflügel des Reichenauer Hofes schwer getroffen. Der Wiederaufbau der beschädigten Gebäudeteile erfolgte 1947/48. Dabei erhielt der Südflügel unter anderem eine moderne Sichtbetontreppe.<ref>Staatliches Hochbauamt Ulm: Reichenauer Hof – Minnesängersaal. Informationsflyer, o. J. (um 2025/26)</ref><ref>Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (Hrsg.): 52|12 – 60 Jahre Bauen für den Bund in Baden-Württemberg. Oberfinanzdirektion Karlsruhe, Abteilung Bundesbau Baden-Württemberg, Karlsruhe 2012, ISBN 978-3-00-037962-8, S. 82–83.</ref>
Die spätmittelalterlichen Wandmalereien des Minnesängersaals wurden 1960 restauriert. Nach einer jüngeren restaurierungswissenschaftlichen Untersuchung wurden sie dabei teilweise weitreichend überarbeitet; der Vergleich mit Fotografien aus dem Jahr 1944 lässt erkennen, dass der heute sichtbare Bestand gegenüber dem Vorkriegszustand verändert ist.<ref>Barbara Beckett: Die gotischen Wandmalereien im Ostflügel der Forchheimer Burg. Bestand und Restaurierungsgeschichte. Dissertation, Otto-Friedrich-Universität Bamberg 2013, veröffentlicht Bamberg 2014, S. 53.</ref>
Mitte der 1980er Jahre machten Schäden an der Konstruktion, veraltete technische Installationen und unzureichender Brandschutz eine Räumung des Gebäudes erforderlich. Von 1987 bis 1990 wurde der gesamte Komplex für rund 7,4 Millionen DM denkmalgerecht saniert. Dabei wurden die Tragfähigkeit konstruktiver Bauteile wiederhergestellt, Nord- und Westflügel zur Gewinnung zusätzlicher Arbeitsräume aufgestockt und die beim Wiederaufbau eingebaute Sichtbetontreppe durch eine geschlossene Treppenanlage ersetzt, die sich stärker in den historischen Baubestand einfügt.<ref>Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (Hrsg.): 52|12 – 60 Jahre Bauen für den Bund in Baden-Württemberg. S. 82–83.</ref>
Der Reichenauer Hof dient weiterhin öffentlichen Verwaltungszwecken. Am Grünen Hof 2 befindet sich heute der Sitz des Staatlichen Hochbauamts Ulm.<ref>Bundesbau Baden-Württemberg: Kontakt – Staatliches Hochbauamt Ulm, abgerufen am 14. September 2026.</ref> Auch die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben ist am Standort vertreten.<ref>Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (Hrsg.): 52|12 – 60 Jahre Bauen für den Bund in Baden-Württemberg. S. 82–83.</ref>
Architektur[Bearbeiten]
Baukörper und äußere Gestalt[Bearbeiten]
Der Reichenauer Hof ist ein aus mehreren Bauphasen hervorgegangener Gebäudekomplex, dessen Flügel ein inneres Hofgeviert umschließen. Den ältesten erhaltenen Teil bildet der Ostflügel: Er gehörte bereits vor 1397 zum Wohnhaus des Ulmer Bürgermeisters Lutz Krafft und bewahrt im Erdgeschoss den später sogenannten Minnesängersaal mit seinen Wandmalereien um 1380.<ref>Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg: Ehinger Hof, auch Reichenauer Hof (Grüner Hof 2, Ulm). In: LEO-BW, abgerufen am 14. September 2026.</ref>
Seine heutige architektonische Prägung erhielt der Komplex vor allem durch den Umbau des 16. Jahrhunderts. Der Südflügel wurde um 1535/38 unter der Patrizierfamilie Ehinger im Stil der Renaissance umgestaltet. Ein besonders markantes Bauteil ist der zweigeschossige polygonale Eckerker, der die repräsentative Wirkung des Baukörpers bestimmt.<ref>Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg: Ehinger Hof, auch Reichenauer Hof (Grüner Hof 2, Ulm).</ref> Aus derselben Bauphase haben sich hölzerne Raumdecken von 1535 erhalten.<ref>Stadt Ulm: Reichenauer Hof und Minnesängersaal. In: Programm Tag des offenen Denkmals 2019, S. 25, abgerufen am 14. September 2026.</ref>
Charakteristisch ist damit das unmittelbare Nebeneinander spätmittelalterlicher und frühneuzeitlicher Bausubstanz: Der gotische Wohn- und Repräsentationsbereich wurde beim Renaissanceumbau nicht vollständig ersetzt, sondern in die erweiterte Anlage einbezogen. Der Reichenauer Hof zählt deshalb zu den frühen Renaissancebauten nördlich der Alpen und zugleich zu den wenigen weitgehend erhaltenen Ulmer Patrizierwohnhäusern dieser Epoche.<ref>Deutsche Stiftung Denkmalschutz: Minnesängersaal im Reichenauer Hof, abgerufen am 14. September 2026.</ref>
Innenhof und Innenräume[Bearbeiten]
Der Innenhof wird von weiß verputzten, zweigeschossigen Flügelbauten mit regelmäßig angeordneten Rechteckfenstern eingefasst. Im Erdgeschoss öffnen sich an mehreren Seiten rundbogige Arkaden, deren Bögen auf steinernen Stützen beziehungsweise Pfeilern ruhen. Der Hof ist gepflastert und bildet das räumliche Zentrum der Anlage. Am Außenbau kontrastieren die weitgehend schmucklosen Putzflächen und die regelmäßige Fensterordnung mit dem steilen Giebel und dem polygonalen Eckerker, der als besonders repräsentatives Bauteil hervortritt.
In den Innenräumen haben sich hölzerne Kassettendecken erhalten, einzelne Holzdecken werden in den Denkmalbeschreibungen auf das Jahr 1535 datiert.<ref>Stadt Ulm: Reichenauer Hof und Minnesängersaal. In: Programm Tag des offenen Denkmals 2019, S. 25, abgerufen am 14. September 2026.</ref> Damit sind im Inneren ebenso wie am Außenbau mehrere historische Ausstattungs- und Bauphasen unmittelbar ablesbar.
Den kunst- und bauhistorisch bedeutendsten Innenraum bildet der Minnesängersaal. Seine Einbeziehung in den späteren Renaissancebau macht die mittelalterliche Bauphase innerhalb des frühneuzeitlich geprägten Gebäudekomplexes besonders anschaulich.<ref>Max Schefold: Ein Freskenzyklus aus dem Ende des 14. Jahrhunderts in Ulm. In: Münchner Jahrbuch der bildenden Kunst. Neue Folge, Band 5, Heft 2, 1928, S. 101–115, hier S. 101–103, 115.</ref>
Minnesängersaal[Bearbeiten]
Im Ostflügel des Reichenauer Hofes befindet sich der sogenannte „Minnesängersaal“, der früher auch als „Meistersingersaal“ bezeichnet wurde. Der zweijochige, kreuzgewölbte Raum ist nahezu vollständig mit spätmittelalterlichen Wandmalereien ausgestattet. Nach stil- und kostümgeschichtlichen Kriterien entstanden sie um 1380.<ref>Max Schefold: Ein Freskenzyklus aus dem Ende des 14. Jahrhunderts in Ulm. In: Münchner Jahrbuch der bildenden Kunst. Neue Folge, Band 5, 1928, S. 101–115, hier S. 115.</ref> Das Bildprogramm verbindet religiöse, moralisch-didaktische und höfisch-weltliche Themen. Ergänzt wird es durch Spruchbänder, ornamentale Malerei, Wappen und Musikantendarstellungen.
Die disputierenden Weisen und ihre Spruchbänder[Bearbeiten]
An der Nordwand und in den beiden östlichen Bogenfeldern sind drei Gruppen von jeweils zwei sitzenden Männern dargestellt. Bereits die ältere Forschung deutete sie als „weise Meister“, das heißt als Philosophen oder Propheten. Eine eindeutige Identifizierung der einzelnen Figuren ist nicht möglich. In zwei der drei Gruppen trägt jeweils eine Figur eine kronenartige Kopfbedeckung, die nach Max Schefold möglicherweise auf David und Salomo hinweisen könnte. Drei weitere Gestalten tragen den für mittelalterliche Darstellungen jüdischer Figuren charakteristischen Judenhut.<ref>Max Schefold: Ein Freskenzyklus aus dem Ende des 14. Jahrhunderts in Ulm. 1928, S. 102–105.</ref>
Die Männer sind als miteinander disputierende Gelehrte dargestellt, die auf Kastentruhen sitzen. Jeweils eine der Figuren wird von einem weit ausschwingenden Spruchband umfangen, dessen Ende sie mit einer Hand hält, während die andere gestikulierend erhoben ist. Die Texte der Spruchbänder verbinden religiöse und moralische Aussagen und bilden einen wesentlichen Bestandteil des ikonographischen Programms.
Südöstliches Bogenfeld[Bearbeiten]
Im südöstlichen Bogenfeld beziehen sich die beiden Spruchbänder auf den Verlust der Ehre und die göttliche Gerechtigkeit. Der erste Spruch lautet nach Schefold:
- „verlürt · sin · er · hüt · ain · man
- er · moss · ir · immer · mangel · han.“
In modernem Hochdeutsch etwa: „Verliert heute ein Mann seine Ehre, muss er sie für immer entbehren.“ Der zweite Spruch lautet:
- „got · est an · strengen gerechtigkeit.
- der · kain · übel · die · (l)engin · vertret.“
Sinngemäß: „Gott ist strenge Gerechtigkeit und duldet kein Übel auf Dauer.“ Schefold verweist für den zweiten Spruch auf eine nahezu gleichlautende Fassung in einer späteren Bearbeitung von Freidanks Bescheidenheit:
- „got ist ain strenge gerechtikait
- die kain übel lang vertrait“.
Der Unterschied zur Ulmer Inschrift bestehe im Wesentlichen in der Formulierung „lang“.<ref>Max Schefold: Ein Freskenzyklus aus dem Ende des 14. Jahrhunderts in Ulm. 1928, S. 103–104.</ref>
Nordöstliches Bogenfeld[Bearbeiten]
Die Spruchbänder des nordöstlichen Bogenfeldes besitzen einen ausdrücklich religiösen Gehalt. Der erste Spruch lautet nach der von Schefold wiedergegebenen Lesung:
- „der haillig · gaist · werket · das.
- das · die · svnne schint · durch · d(a)s glas“.
In modernem Hochdeutsch etwa: „Der Heilige Geist bewirkt, dass die Sonne durch das Glas scheint.“ Schefold deutete das Bild der durch das Glas scheinenden Sonne als Symbol der Jungfräulichkeit Marias: Wie die Sonne das Glas durchdringe, ohne es zu verletzen, so habe Gott durch die Jungfrau Mensch werden können, ohne deren Jungfräulichkeit aufzuheben.<ref>Max Schefold: Ein Freskenzyklus aus dem Ende des 14. Jahrhunderts in Ulm. 1928, S. 104.</ref>
Das zweite Spruchband gibt Schefold nach einer ihm mitgeteilten Lesung wieder als:
- „du · sult · vessen.
- das · da · ist · die · namen · vrouwe vatter krist.“
Wörtlich modernisiert etwa: „Du sollst wissen, dass da sind die Namen Frau, Vater, Christus.“ Schefold verstand den Vers als Hinweis auf die Dreifaltigkeit. Der überlieferte beziehungsweise von ihm gelesene Wortlaut ist jedoch sprachlich schwer verständlich und lässt keine eindeutige Übertragung in modernes Hochdeutsch zu.<ref>Max Schefold: Ein Freskenzyklus aus dem Ende des 14. Jahrhunderts in Ulm. 1928, S. 104.</ref>
Bogenfeld der Nordwand[Bearbeiten]
Die Spruchbänder der beiden Weisen an der Nordwand behandeln die Wertschätzung der „reinen Frau“ und das vorbildhafte Leben Marias. Der erste Spruch lautet:
- „Es · ist wol · das · im · guot · geschieht
- der · rainen · frowen · guotes · get.“
In modernem Hochdeutsch etwa: „Es ist recht, dass dem Gutes widerfährt, der einer reinen Frau Gutes tut.“ Der zweite Spruch lautet:
- „Marian · raines · keusches · lebe(n).
- hat · allen frowen · preis · geb(e)n“.
Sinngemäß: „Mariens reines, keusches Leben hat allen Frauen Ehre und Ansehen verliehen.“ Das mittelhochdeutsche „Preis“ ist hier im Sinne von Lob, Ruhm oder Ansehen zu verstehen. Schefold konnte die Herkunft der beiden Sprüche nicht eindeutig bestimmen und hielt eine sichere Zuordnung zu einer literarischen Vorlage nur durch einen möglichen späteren Quellenfund für erreichbar.<ref>Max Schefold: Ein Freskenzyklus aus dem Ende des 14. Jahrhunderts in Ulm. 1928, S. 104.</ref>
Weltliche Liebe[Bearbeiten]
Den gelehrten und religiös-moralischen Themen der disputierenden Weisen wird im nordwestlichen Bogenfeld eine Darstellung der weltlichen Liebe gegenübergestellt. Zu beiden Seiten der Eingangstür sitzt ein höfisch gekleidetes Paar. Obwohl Kavalier und Dame durch den schweren, eisenbeschlagenen Türflügel räumlich voneinander getrennt sind, werden sie durch den gemeinsamen Halbkreisbogen zu einer Szene zusammengefasst.<ref>Max Schefold: Ein Freskenzyklus aus dem Ende des 14. Jahrhunderts in Ulm. 1928, S. 106–107.</ref>
Schefold beschreibt den Kavalier als auf einer Rasenbank ruhenden Mann in modischer höfischer Kleidung. Er trägt ein knappes, vorn zugeknöpftes Wams, enganliegende Beinkleider und Schnabelschuhe. Um die Hüfte liegt ein mit Metallplatten besetzter Gürtel, der sogenannte Dunsing. Die ihm gegenübersitzende Dame trägt einen großen weißen Krüseler und hält einen Affen an einer Kette.<ref>Max Schefold: Ein Freskenzyklus aus dem Ende des 14. Jahrhunderts in Ulm. 1928, S. 107.</ref>
Den Tierdarstellungen schrieb Schefold eine moralische Bedeutung zu. Der Affe stehe nicht nur allgemein für eitle Weltlichkeit, sondern insbesondere für Unkeuschheit. Dem Kavalier ist ein Hund beigegeben, der seinem Herrn jedoch den Rücken zuwendet. Schefold deutete ihn deshalb nicht als herkömmliches Symbol der Treue, sondern als Zeichen der Untreue, möglicherweise auch des Leichtsinns oder eines launenhaften Wesens.<ref>Max Schefold: Ein Freskenzyklus aus dem Ende des 14. Jahrhunderts in Ulm. 1928, S. 108.</ref>
Auch das Paar wird durch Spruchbänder kommentiert. Über dem Kavalier steht:
- „lieb · ist · ain · wildiu · hab“
Schefold erläuterte den Ausdruck als „ein unsicherer Besitz“, in modernem Hochdeutsch etwa: „Liebe ist ein unsicherer Besitz.“ Über der Dame steht:
- „hut · lib · moren · schbab“
also: „Heute lieb, morgen schab ab“, sinngemäß etwa: „Heute geliebt, morgen: Pack dich!“ Beide Sprüche bringen nach Schefold die Wechselhaftigkeit und Untreue der weltlichen Liebe zum Ausdruck. Als Parallele verwies er auf eine im 16. Jahrhundert bei Sebastian Franck überlieferte sprichwörtliche Fassung:
- „eitle ehr ist eine farende hab
- heute lieb, morgen schab ab.“<ref>Max Schefold: Ein Freskenzyklus aus dem Ende des 14. Jahrhunderts in Ulm. 1928, S. 108.</ref>
Schefold stellte die Szene des Liebespaares den Darstellungen der Weisen gegenüber: Während deren Spruchbänder vorwiegend religiöse und moralische Inhalte behandeln, verkörpert das höfische Paar die weltliche Liebe. In dieser Gegenüberstellung von geistlicher und weltlicher Liebe sah er ein verbindendes Element innerhalb des ansonsten thematisch vielgestaltigen Bildprogramms.<ref>Max Schefold: Ein Freskenzyklus aus dem Ende des 14. Jahrhunderts in Ulm. 1928, S. 107, 113.</ref>
Musikanten[Bearbeiten]
In den Laibungen der beiden kleinen Fenster an der Südwand sind vier Musikanten dargestellt: ein Spieler zweier kleiner Pauken, ein Spieler eines einsaitigen Monochords, ein Fiedler und ein Spieler der Mandola. Die schlanken und bewegten Figuren unterscheiden sich deutlich von den schweren, sitzenden Gestalten der disputierenden Weisen. Schefold hob besonders die rhythmisch geführten Umrisslinien sowie die Übereinstimmung von Körperhaltung, Gebärde und Instrumentalspiel hervor.<ref>Max Schefold: Ein Freskenzyklus aus dem Ende des 14. Jahrhunderts in Ulm. 1928, S. 108–110.</ref>
Die Instrumente sind trotz der sparsamen künstlerischen Mittel vergleichsweise genau wiedergegeben. Das Monochord erscheint als einsaitige Kastenzither mit zwei festen Stegen, die mit einem Schlegel angeschlagen wird. Aus der Haltung der linken Hand schloss Schefold, dass die Saite nicht gegriffen wurde und das Instrument daher nur einen Ton hervorbrachte. Die fünfsaitige Fiedel besitzt einen leicht eingezogenen Korpus und S-förmige Schalllöcher. Die Mandola beziehungsweise Mandora, ein Vorläufer der Laute, weist einen birnenförmigen Korpus und einen zurückgebogenen Wirbelkasten auf; die Zahl ihrer Saiten lässt sich aufgrund der undeutlichen Darstellung nicht sicher bestimmen. Bei den beiden Pauken handelt es sich nach Schefold um kleine orientalische Instrumente, wie sie seit dem 13. Jahrhundert in Süd- und Westeuropa bekannt waren. Sie sind verschieden groß und waren daher auf unterschiedliche Tonhöhen gestimmt.<ref>Max Schefold: Ein Freskenzyklus aus dem Ende des 14. Jahrhunderts in Ulm. 1928, S. 111.</ref>
Eine paarweise Zusammengehörigkeit der vier Spieler nahm Schefold nicht an, aus ihrer gemeinsamen Darstellung schloss er vielmehr auf ein Musizieren zu viert.<ref>Max Schefold: Ein Freskenzyklus aus dem Ende des 14. Jahrhunderts in Ulm. 1928, S. 111.</ref>
Die spätere Bezeichnung „Minnesängersaal“ steht mit den Musikantendarstellungen in Zusammenhang. Nach Darstellung des Staatlichen Hochbauamts fanden in dem Raum jedoch wohl keine höfischen Sängerwettstreite statt.<ref>Staatliches Hochbauamt Ulm: Reichenauer Hof – Minnesängersaal. Informationsflyer, o. J. (um 2025/26)</ref> Auch die ältere Bezeichnung „Meistersingersaal“ ist nicht mit einer entsprechenden historischen Nutzung des Raumes verbunden. Schefold deutete ihn aufgrund seines überwiegend weltlichen Bildprogramms und der darin angebrachten Patrizierwappen vielmehr als Repräsentationsraum patrizischer Besitzer.<ref>Max Schefold: Ein Freskenzyklus aus dem Ende des 14. Jahrhunderts in Ulm. 1928, S. 115.</ref>
Ornamentik und Wappen[Bearbeiten]
Die Wandmalerei beschränkt sich nicht auf die figürlichen Szenen. Den unteren Abschluss der Wände bildet ein durch den gesamten Raum laufender, illusionistisch gemalter und geraffter Wandbehang, der mit Ringen an einer schmalen Querstange aufgehängt zu sein scheint.<ref>Max Schefold: Ein Freskenzyklus aus dem Ende des 14. Jahrhunderts in Ulm. 1928, S. 103.</ref>
Auch die Gewölbe sind vollständig in das Ausstattungsprogramm einbezogen. In der Haupttonne erscheinen auf blauem, mit weißen Blüten besetztem Grund braunrote, weiß geränderte Kreise, in denen einzeln oder paarweise einander zugewandte, aufgerichtete Löwen dargestellt sind. Die Stichkappen tragen dagegen blau gerahmte Medaillons mit einköpfigen Adlern und ausgebreiteten Schwingen. Fünfblättrige Rosenblüten und feines Rankenwerk ergänzen die ornamentale Ausmalung.<ref>Max Schefold: Ein Freskenzyklus aus dem Ende des 14. Jahrhunderts in Ulm. 1928, S. 112.</ref>
Die beiden Gewölbeschlüsse tragen die Wappen der Familien Ehinger und Krafft. Zwischen den Fenstern befindet sich außerdem ein großer gevierter Wappenschild, der von einer kleinen bärtigen männlichen Figur mit erhobenen Armen getragen wird. Vom Betrachter aus gesehen zeigt das obere linke Feld eine Kanne auf rotem Grund, die bereits Konrad Dietrich Haßler als Wappen der Familie Erbishofen deutete. Im oberen rechten Feld erscheinen die roten Hifthörner der Familie Hörningen beziehungsweise Herrlingen auf weißem Grund. Das untere linke Feld zeigt das Wappen der Familie Strölin mit einem aufgerichteten Einhorn auf schwarzem Grund, das untere rechte das Krafftsche Wappen mit einem goldenen Schrägbalken auf rotem Feld.<ref>Max Schefold: Ein Freskenzyklus aus dem Ende des 14. Jahrhunderts in Ulm. 1928, S. 112. Schefold beschreibt die Perspektive nach der heraldischen Konvention: „heraldisch rechts“ ist vom Schildträger aus gesehen, was vom Betrachter aus links erscheint.</ref>
Stil, Zuschreibung und Restaurierungsgeschichte[Bearbeiten]
Schefold hielt eine Nutzung des Raumes als Kapelle oder Refektorium für unwahrscheinlich. Gegen eine klösterliche Funktion sprächen insbesondere die weitgehend weltlich geprägten Bildinhalte und die auf Laienbesitz hinweisenden Wappen. Er deutete den Raum daher als Repräsentationsraum des Ulmer Patriziats.<ref>Max Schefold: Ein Freskenzyklus aus dem Ende des 14. Jahrhunderts in Ulm. In: Münchner Jahrbuch der bildenden Kunst. Neue Folge, Band 5, 1928, S. 101–115, hier S. 115.</ref>
Er unterschied innerhalb der Wandmalereien mindestens zwei verschiedene Künstler. Besonders das südöstliche Bogenfeld mit den disputierenden Weisen hob er wegen seiner größeren Ausdruckskraft, der lebhaften Gestik und der stärkeren Individualisierung der Gesichter hervor, während die beiden anderen Weisengruppen schematischer wirkten. Eine unterschiedliche Entstehungszeit nahm er jedoch nicht an. Für einen gemeinsamen Entstehungszusammenhang spricht insbesondere die einheitlich verwendete, offenbar schablonenartig aufgetragene gotische Minuskel der Spruchbänder.<ref>Schefold: Ein Freskenzyklus aus dem Ende des 14. Jahrhunderts in Ulm. S. 105–106, 113.</ref>
Stilistisch erkannte Schefold Einflüsse der böhmisch-pragerischen Malerei des späten 14. Jahrhunderts, die er mit den Beziehungen der Reichsstadt Ulm zum Prager Hof in Verbindung brachte. Eine Ausführung durch einen eigens aus Prag nach Ulm berufenen Künstler hielt er jedoch für unwahrscheinlich.<ref>Schefold: Ein Freskenzyklus aus dem Ende des 14. Jahrhunderts in Ulm. S. 113–114.</ref>
In der neueren Literatur werden die Wandmalereien dem vermutlich aus Ulm stammenden Maler Hans Stozinger zugeschrieben, der auch als Hans Stotzinger oder Hans Stocinger überliefert ist. Nach Barbara Beckett arbeitete er unter anderem an der Ausmalung der Kapelle von Schloss Runkelstein bei Bozen mit. Weitere Wandmalereien in Terlan, der Dominikanerkirche in Bozen und auf Runkelstein werden ihm zugeschrieben.<ref>Barbara Beckett: Die gotischen Wandmalereien im Ostflügel der Forchheimer Burg. Bestand und Restaurierungsgeschichte. Dissertation, Otto-Friedrich-Universität Bamberg 2013, veröffentlicht Bamberg 2014, S. 53.</ref>
Beckett ordnet die Fresken des Minnesängersaals zugleich in die Ausstattung gehobener bürgerlicher Wohnhäuser des späten 14. Jahrhunderts ein. Sie verweist auf die gestenreich miteinander diskutierenden, auf Kastentruhen sitzenden Figurenpaare und auf zeittypische Einzelheiten der Kleidung, darunter einen mit Scheiben besetzten Scharniergürtel und eine in der Taille eng geschnürte Schecke eines Musikanten.<ref>Beckett: Die gotischen Wandmalereien im Ostflügel der Forchheimer Burg. S. 53.</ref>
Die Fresken überstanden die Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs und wurden 1960 restauriert. Ein Vergleich mit Fotodokumentationen aus dem Jahr 1944 zeigt jedoch, dass die Malereien im Bestand reduziert sind und bei der Instandsetzung von 1960 weitreichend überarbeitet wurden.<ref>Beckett: Die gotischen Wandmalereien im Ostflügel der Forchheimer Burg. S. 53.</ref>
Weblinks[Bearbeiten]
Literatur[Bearbeiten]
- Hans Koepf: Ulmer Profanbauten. Forschungen zur Geschichte der Stadt Ulm, Band 4. W. Kohlhammer, Stuttgart 1982, ISBN 3-17-007078-9, S. 31–32, 126.
- K. Statistisches Landesamt (Hrsg.): Beschreibung des Oberamts Ulm. Erster Band und Zweiter Band. W. Kohlhammer, Stuttgart 1897.
- Max Schefold: Ein Freskenzyklus aus dem Ende des 14. Jahrhunderts in Ulm. In: Münchner Jahrbuch der bildenden Kunst. Neue Folge, Band 5, Heft 2, 1928, S. 101–115, Digitalisat.
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
Koordinaten: 48° 23′ 47″ N, 9° 59′ 47″ O
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