Zum Inhalt springen

Reimenrod

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Reimenrod
Stadt Grebenau
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(111)&title=%3Cstrong+class%3D%22error%22%3E%3Cspan+class%3D%22scribunto-error+mw-scribunto-error-8db28562%22%3ESkriptfehler%3A+Ein+solches+Modul+%E2%80%9ECoordinates%2Fkml%E2%80%9C+ist+nicht+vorhanden.%3C%2Fspan%3E%3C%2Fstrong%3E 50° 45′ N, 9° 26′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(111) 50° 44′ 37″ N, 9° 25′ 45″ O
 {{#coordinates:50,743658333333|9,4290416666667|primary
dim=10000 globe= name=Skriptfehler: Ein solches Modul „Coordinates/kml“ ist nicht vorhanden. region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code type=city
  }}
Höhe: Vorlage:Str replace m ü. NHN
Fläche: Vorlage:Str replace km²<ref name="lagis" />
Einwohner: Vorlage:Str replace (Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden.)<ref name="Z2011E" />
Bevölkerungsdichte: 25 Einwohner/km²
Eingemeindung: Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden.
Postleitzahl: 36323
Vorwahl: 06646

Reimenrod ist ein Stadtteil von Grebenau im mittelhessischen Vogelsbergkreis.

Geographische Lage[Bearbeiten]

Das Straßendorf liegt von Wald umgeben im Gründchen. Die Kernstadt Grebenau liegt östlich von Reimenrod. Durch den Ort fließt der Reimenröder Bach, dessen Wasser über die Schwarza der Jossa zufließt.

Ortsgeschichte[Bearbeiten]

Mittelalter[Bearbeiten]

Der Ort ist eine Rodungssiedlung des späten 12. oder des 13. Jahrhunderts. Die Siedlung wird 1264 erstmals erwähnt: „... villam ... Reynmarod“.<ref>Helfrich Bernhard Wenck: Hessische Landesgeschichte II mit einem Urkundenbuch. Band 2. Frankfurt am Main und Leipzig. 1789. S. 193.</ref> Hier wird auch die Organisationsform des Gemeinwesens genannt, nämlich villa. Der Ritter Ludwig von Rumerod, sein Bruder Albert, sein Sohn Richolf und dessen Ehefrau Gisela verkauften am 5. November 1264 dem Kloster Haina für 20 Mark ihr Dorf Reynmarod samt Hörigen und sonstigem Zubehör, alle ihre Güter in Racenberg mit einem Jahresertrag von 14 Schilling und ihre Güter in Lucela mit einem Jahresertrag von 1 Pfund Alsfelder Pfennige und 2 Malter Weizen. Gegen die Rückzahlung der 20 Mark sollen Ludwig das Dorf Reimenrod und die Güter in Ratzenberg für ein Vermächtnis zur Verfügung stehen. In jedem Fall soll das Kloster Leuten in der Alsfelder Gegend, die Ludwig frevelhaft beraubt habe, an seiner statt 30 Pfund Alsfelder Pfennige zahlen.<ref>StAM, Urkunde 26, 222 = neue Signatur.</ref>

Ein Kopiar, welches von 1481 datiert, kennt den Ortsnamen „Reymerodt“.<ref>Eduard Erwin Becker: Riedeselsches Urkundenbuch. 1200–1500. Offenbach 1924. Regest, Nr. 1334, S. 382.</ref> Schließlich heißt es in einer Urkunde von 1527: „... mit allennn de dorffenn ... nemlich ... Vdenhusenn, Eldersdorffe, Reimenradde“.<ref>StAD, Urkunden Oberhessen, Grebenau.</ref>

Der Ortsname lässt sich zurückverfolgen auf den Rufnamen „Reginmar“. Also handelt es sich hier um die „Rodung des Reginmar“.<ref>Lutz Reichardt: Die Siedlungsnamen der Kreise Gießen, Alsfeld und Lauterbach in Hessen. Namenbuch. Dissertation. Göppingen 1973. S. 297.</ref>

Neuzeit[Bearbeiten]

Als der Dreißigjährige Krieg zu Ende war, gab es nur noch sechs Einwohner. Die Kirche war zerstört. Der Rest der Ruine wurde im Jahr 1750 abgebrochen.

Die Statistisch-topographisch-historische Beschreibung des Großherzogthums Hessen berichtet 1830 über Reimenrod:

„Reimerod (L. Bez. Alsfeld) evangel. Filialdorf; liegt 2 St. von Alsfeld, hat 26 Häuser und 175 Einwohner, die evangelisch sind und größtentheils zum Bauernstand gehören.“<ref name="GW">Vorlage:BibOCLC</ref>

Hessische Gebietsreform 1971/72

Zum 31. Dezember 1971 fusionierten im Zuge der Gebietsreform in Hessen die bis dahin eigenständigen Gemeinden Eulersdorf, Reimenrod, Schwarz, Udenhausen und Wallersdorf in die Stadt Grebenau freiwillig zur erweiterten Stadt Grebenau.<ref>Vorlage:HessAmtsBL</ref> Am 1. August 1972 wurden kraft Landesgesetz die Gemeinden Bieben mit Merlos nach Grenau eingemeindet.<ref>Vorlage:HessAmtsBL</ref><ref>Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/3170032631 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen [[[:Vorlage:Neuer Abschnitt/URL]] neuen Eintrag] an.</ref> Für alle eingegliederten Gemeinden und die Kernstadt wurde je ein Ortsbezirke nach der Hessischen Gemeindeordnung errichtet.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Gemeinde Grebenau; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);</ref>

Verwaltungsgeschichte im Überblick[Bearbeiten]

Die folgende Liste zeigt die Staaten und deren Verwaltungseinheiten,<ref group="Anm.">Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter und frühen Gerichte sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan.</ref> denen Reimenrod angehört(e):<ref name="lagis" /><ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref><ref>Vorlage:BibOCLC</ref>

Gerichtszugehörigkeit seit 1803[Bearbeiten]

In der Landgrafschaft Hessen-Darmstadt wurde mit Ausführungsverordnung vom 9. Dezember 1803 das Gerichtswesen neu organisiert. Für die Provinz Oberhessen wurde das Hofgericht Gießen als Gericht der zweiten Instanz eingerichtet. Die Rechtsprechung der ersten Instanz wurde durch die Ämter bzw. Standesherren vorgenommen und somit für Reimenrod durch das Amt Grebenau. Das Hofgericht war für normale bürgerliche Streitsachen Gericht der zweiten Instanz, für standesherrliche Familienrechtssachen und Kriminalfälle die erste Instanz. Übergeordnet war das Oberappellationsgericht Darmstadt.

Mit der Gründung des Großherzogtums Hessen 1806 wurde diese Funktion beibehalten, während die Aufgaben der ersten Instanz 1821 im Rahmen der Trennung von Rechtsprechung und Verwaltung auf die neu geschaffenen Landgerichte übergingen. „Landgericht Alsfeld“ war daher von 1821 bis 1879 die Bezeichnung für das erstinstanzliche Gericht in Alsfeld, das heutige Amtsgericht, das für Reimenrod zuständig war.

Anlässlich der Einführung des Gerichtsverfassungsgesetzes mit Wirkung vom 1. Oktober 1879, infolge derer die bisherigen großherzoglich hessischen Landgerichte durch Amtsgerichte an gleicher Stelle ersetzt wurden, während die neu geschaffenen Landgerichte nun als Obergerichte fungierten, kam es zur Umbenennung in Amtsgericht Alsfeld und Zuteilung zum Bezirk des Landgerichts Gießen.<ref>Vorlage:HessAmtsBL</ref> In der Bundesrepublik Deutschland sind die übergeordneten Instanzen das Landgericht Gießen, das Oberlandesgericht Frankfurt am Main sowie der Bundesgerichtshof als letzte Instanz.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Einwohnerstruktur 2011[Bearbeiten]

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Reimenrod 111 Einwohner. Darunter waren 3 (2,7 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 12 Einwohner unter 18 Jahren, 41 zwischen 18 und 49, 27 zwischen 50 und 64 und 30 Einwohner waren älter.<ref name="Z2011E" /> Die Einwohner lebten in 48 Haushalten. Davon waren 9 Singlehaushalte, 21 Paare ohne Kinder und 12 Paare mit Kindern, sowie 3 Alleinerziehende und keine Wohngemeinschaften. In 9 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 27 Haushaltungen lebten keine Senioren.<ref name="Z2011E" />

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

• 1791: 110 Einwohner<ref name="Adr-LG-HD" />
• 1800: 131 Einwohner<ref name="Adr-LG-HD-1800" />
• 1806: 139 Einwohner, 21 Häuser<ref name="Adr-LG-HD-1806" />
• 1829: 175 Einwohner, 26 Häuser<ref name="GW" />
• 1867: 176 Einwohner, 25 bewohnte Gebäude<ref name="WP">Vorlage:BibOCLC</ref>
• 1875: 147 Einwohner, 25 bewohnte Gebäude<ref name="WP75">Vorlage:BibOCLC</ref>
Reimenrod: Einwohnerzahlen von 1791 bis 2011
Jahr  Einwohner
1791
  
110
1800
  
131
1806
  
139
1829
  
175
1834
  
158
1840
  
170
1846
  
164
1852
  
178
1858
  
167
1864
  
173
1871
  
149
1875
  
147
1885
  
121
1895
  
125
1905
  
148
1910
  
136
1925
  
136
1939
  
136
1946
  
195
1950
  
194
1956
  
184
1961
  
170
1967
  
166
1970
  
162
1980
  
?
1990
  
?
2000
  
?
2011
  
111
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: <ref name="lagis" />; Zensus 2011<ref name="Z2011E" />

Religionszugehörigkeit[Bearbeiten]

• 1829: 175 evangelische (= 100 %) Einwohner<ref name="GW" />
• 1961: 149 evangelische (= 87,65 %), 15 katholische (= 8,82 %) Einwohner

Politik[Bearbeiten]

Für Reimenrod besteht ein Ortsbezirk (Gebiete der ehemaligen Gemeinde Reimenrod) mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung. Der Ortsbeirat besteht aus fünf Mitgliedern. Bei den Kommunalwahlen in Hessen 2021 betrug die Wahlbeteiligung zum Ortsbeirat 90,65 %. Alle Mitglieder gehören der „Freiwilligen Wählergruppe Reimenrod“ an.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Gemeinde Grebenau; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);</ref> Der Ortsbeirat wählte Gerhard Agel zum Ortsvorsteher.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Gemeinde Grebenau; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);</ref>

Anmerkungen und Einzelnachweise[Bearbeiten]

Anmerkungen <references group="Anm." />

Einzelnachweise <references> <ref name="lagis">[[[:Vorlage:LAGIS/WeblinksZ]] Reimenrod, Vogelsbergkreis.] Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 16. Oktober 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). </ref> <ref name="Amt Grebenau"> Die Zugehörigkeit des Amtes Grebenau anhand von Karten aus dem Geschichtlicher Atlas von Hessen: Hessen-Marburg 1567-1604., Hessen-Kassel und Hessen-Darmstadt 1604-1638. und Hessen-Darmstadt 1567-1866. </ref> <ref name="Adr-LG-HD"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden. </ref> <ref name="Adr-LG-HD-1800"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden. </ref> <ref name="Adr-LG-HD-1806"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden. </ref> <ref name="PR"> Vorlage:BibOCLC </ref> <ref name="NLVK"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden. </ref> <ref name="STH-Oberhessen"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden. </ref> <ref name="G15"> Vorlage:Arcinsys Hessen </ref> <ref name="RB1937"> Vorlage:HessAmtsBL </ref> <ref name="Z2011E">[Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden.] (PDF; 1 MB) In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 36 und 76, archiviert vom Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar) am 27. Oktober 2020;. </ref> </references>

Weblinks[Bearbeiten]

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/Ende