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Reiner Kaczynski

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Reiner Kaczynski (* 11. Mai 1939 in Breslau; † 15. Januar 2015 in München) war ein deutscher römisch-katholischer Theologe und Liturgiewissenschaftler.

Leben[Bearbeiten]

Reiner Kaczynski studierte nach seinem Abitur am Humanistischen Gymnasium in Rosenheim von 1958 bis 1965 Philosophie und Katholische Theologie an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom. Am 10. Oktober 1964 empfing er die Priesterweihe in Rom. Nach seelsorgerischer Tätigkeit als Kaplan in München absolvierte er ein weiteres Theologiestudium an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München und am Deutschen Liturgischen Institut (DIL) in Trier, wo er auch von 1968 bis 1970 Wissenschaftlicher Assistent der Studienkurse am Liturgischen Institut in Trier war. 1971 wurde er durch die Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Trier bei Balthasar Fischer mit der liturgiewissenschaftlichen Arbeit Das Wort Gottes in Liturgie und Alltag der Gemeinden des Johannes Chrysostomos zum Dr. theol. promoviert.<ref name="LMU">Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Biografie von Reiner Kaczynski (Memento vom 18. Januar 2015 im Internet Archive), Ludwig-Maximilians-Universität München, eingesehen am 18. Januar 2015</ref>

Er war Referent für das deutsche Sprachgebiet bei der Kongregation für den Gottesdienst (in der Amtszeit der Präfekten Antonio Samorè und James Robert Knox und des Sekretärs Annibale Bugnini) an der Kurie in Rom (1971–1976) und Ständiger Gast der Liturgiekommission der Deutschen Bischofskonferenz sowie der Internationalen Arbeitsgemeinschaft der Liturgischen Kommissionen im deutschen Sprachgebiet (IAG) (1971–2001). 1976 wurde er ordentliches Mitglied des Deutschen Liturgischen Instituts in Trier.<ref name="LMU" />

Nach einem Lehrauftrag für Liturgiewissenschaft an der Universität Regensburg und einem (nicht abgeschlossenen)<ref>http://www.liturgie.de/liturgie/index.php?datei=info/aktuelles/aktuell20150117&bereich=info</ref> Habilitationsstudium an der Universität Münster folgte 1980 der Ruf auf die Professur für Liturgiewissenschaft an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) in München. Parallel erfolgte die Bestellung zum Direktor des Priesterseminars Herzogliches Georgianum in München, des zweitältesten katholischen Priesterseminars der Welt. 2004 wurde er pensioniert.<ref>Emeritierung</ref><ref name="LMU" />

Kaczynski wurde von Papst Johannes Paul II. zum Consultor der Kongregation für den Gottesdienst (seit 1989: Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung) (1984–1994) ernannt. Von 1987 bis 2005 war er Mitglied der Diözesankommission für Liturgie und Kirchenmusik im Erzbistum München und Freising.<ref name="LMU" />

Wirken[Bearbeiten]

Kaczynski hat mit seinen Arbeiten Catecheses baptismales (Erneuerung der Liturgie) und Sacrosanctum concilium (Zweites Vatikanisches Konzil) zwei umfangreiche Werke vorgelegt, die in mehreren Sprachen erschienen sind. Er stellte die einschlägigen römischen Dokumente seit Verabschiedung der Liturgiekonstitution in den drei Bänden seines Enchiridion documentorum instaurationis liturgicae für die Öffentlichkeit zusammen.<ref>† Reiner Kaczynski, Deutsches Liturgisches Institut Trier, 18. Januar 2015</ref> Er hat mit mehr als 300 Veröffentlichungen die Bemühungen um die liturgische Reform innerhalb der katholischen Kirche kommentiert und wissenschaftlich begleitet.<ref name="BVK">Ehrung für Prof. Dr. Reiner Kaczynski, Pressemeldung der LMU vom 18. April 2007, eingesehen am 18. Januar 2015</ref>

Ehrungen und Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • Manifestatio Ecclesiae: Studien zu Pontifikale und bischöflicher Liturgie (Festschrift Reiner Kaczynski zum 65. Lebensjahr am 11. Mai 2004, Herausgeber Winfried Haunerland, Otto Mittermeier, Monika Selle et al.)
  • Bundesverdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland durch Bundespräsident Horst Köhler (2007)<ref name="BVK" />
  • Akademische Feierstunde im Herzoglichen Georgianum zum 70. Geburtstag (2009)

Schriften (in Auswahl)[Bearbeiten]

Die Bibliographie von Reiner Kaczynski

Publikationen in Buchform[Bearbeiten]

  • Das Wort Gottes in Liturgie und Alltag der Gemeinden des Johannes Chrysostomus (= Freiburger theologische Studien. Band 94). Dissertation. Universität Trier. Freiburg im Breisgau, Basel, Wien 1974, ISBN 3-451-16782-4.
  • (Hrsg.): Wir kommen vor dein Angesicht. Predigten zum Vollzug der Messfeier. Pustet, 1978, ISBN 3-7917-0544-X.
  • mit Schalom Ben-Chorin, Otto Knoch: Das Gebet bei Juden und Christen. Pustet, 1982, ISBN 3-7917-0758-2.
  • (Übersetzung und Einleitung): Catecheses baptismales, griechisch, deutsch, Taufkatechesen, Johannes Chrysostomus (= Fontes Christiani. Band 6). Freiburg (Breisgau), Basel, Wien, Barcelona, Rom, New York 1992.
    • Teilband 1: ISBN 3-451-22130-6 und ISBN 3-451-22230-2.
    • Teilband 2: ISBN 3-451-22131-4 und ISBN 3-451-22231-0.
  • (Hrsg.) Kirche, Kunstsammlung und Bibliothek des Herzoglichen Georgianums. Schnell und Steiner, 1994, ISBN 3-7954-1072-X.
  • Kommentierung zu Sacrosanctum concilium (= Concilium Vaticanum. Herders Theologischer Kommentar zum Zweiten Vatikanischen Konzil, 1962–1965. Teil 2, Band 2). Freiburg im Breisgau, Basel, Wien 2004, ISBN 3-451-28531-2, Sonderausgabe: Freiburg im Breisgau, Basel, Wien 2009, ISBN 978-3-451-29965-0.

Beiträge in Sammelwerken und Artikel[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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