Renealmia-Arten sind große, ausdauernde krautige Pflanzen. Sie bilden Rhizome als Überdauerungsorgane. Es werden gut ausgebildete „Pseudostämme“ aus meist vielen Laubblättern gebildet. Die großen Laubblätter gliedern sich in Blattstiele und Blattspreiten.
Direkt aus dem Rhizom entwickelt sich ein kurzer bis sehr langer, aufrechter bis niederliegender, beblätterter Blütenstandsschaft oder selten stehen die Blütenstände endständig auf den Pseudostämmen. In einem endständigen, meist lockeren oder manchmal verzweigten Blütenstand stehen über jeweils einem Tragblatt ein Teilblütenstand mit jeweils einer bis mehreren Blüten, die jeweils über einem röhrigen Deckblatt stehen.
Die zwittrigen, zygomorphenBlüten sind dreizählig mit doppeltem Perianth. Die Blütenfarben reichen von weiß bis gelb. Die drei häutigen Kelchblätter sind röhrig bis kreiselförmig verwachsen. Die drei Kronblätter sind röhrig verwachsen, wobei die Kronröhre etwa so lang ist wie die Kronröhre. Die Krone ist gleich bis doppelt so lang wie das Labellum. Nur das mittlere Staubblatt des inneren Kreises ist fertil; es besitzt einen kurzen Staubfaden. Der Staubbeutel besitzt keine Anhängsel. Alle anderen Staubblätter sind zu Staminodien umgebildet. Das mittlere Staminodium des äußeren Kreises fehlt. Die beiden seitlichen Staminodien des äußeren Kreises sind nur klein und zahnartig. Die beiden seitlichen Staminodien des inneren Kreises sind zu einem sogenannten Labellum verwachsen; es stellt den auffälligsten Teil der Blüte dar. Das aufrechte oder ausgebreitete Labellum ist länger als die Krone und besitzt drei Lappen. Drei Fruchtblätter sind zu einem dreikammerigen Fruchtknoten verwachsen.
Die Früchte stehen in einer kugeligen oder länglichen Sammelfrucht (Synkarp) zusammen. Die kugeligen bis ellipsoiden, mehr oder weniger fleischigen Kapselfrüchte öffnen sich von der Basis aus in Richtung Spitze. Die Samen besitzen oft einen orangefarbenen Arillus.
Die Gattung Renealmia gehört zur Tribus Alpinieae in der Unterfamilie der Alpinioideae innerhalb der Familie der Zingiberaceae.<ref name="GRIN" />
Renealmia ist die einzige Gattung der Familie der Zingiberaceae, die in der Neotropis vorkommt. Arten kommen von Mexiko bis Bolivien und das südliche Brasilien vor, außerdem sind einige Arten auf Karibischen Inseln beheimatet. Etwa 20 Arten kommen in Afrika vor.
Die Gattung Renealmia enthält etwa 75 (60 bis 86) Arten:
Renealmia brasiliensisDie Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.K.Schum.: Sie kommt in den brasilianischen Bundesstaaten Espirito Santo, Minas Geraais und Rio de Janeiro vor.<ref name="GRIN" />
Renealmia jamaicensisDie Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Gaertn.) Horan.: Sie kommt auf Karibischen Inseln: in Kuba, auf Hispaniola, in Jamaika, Puerto Rico und auf den Bahamas vor.<ref name="GRIN" />
P. J. M. Maas: Renealmia (Zingiberaceae-Zingiberoideae). Costoideae (Additions) (Zingiberaceae). In: Flora Neotropica Monograph. Volume 18, 1977, S. 138.
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Renealmia bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum
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Renealmia bei Tropicos.org. In: Vascular Plants of the Americas. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum
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Rafaël Govaerts, 2004: World Checklist of Monocotyledons Database in ACCESS 1-54382. The Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew. Vorlage:WCSP
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Jason R. Grant: An annotated catalogue of the generic names of the Bromeliaceae. In: Selbyana. Volume 19, Issue 1, 1998, S. 91–121. online.
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Lotte Burkhardt: Verzeichnis eponymischer Pflanzennamen – Erweiterte Edition. Teil I und II. Botanic Garden and Botanical Museum Berlin, Freie Universität Berlin, Berlin 2018, ISBN 978-3-946292-26-5, doi:10.3372/epolist2018.
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