Zum Inhalt springen

Rhabditida

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Die Seite Vorlage:Taxobox/styles.css hat keinen Inhalt.

Rhabditida
Datei:CelegansGoldsteinLabUNC.jpg

Caenorhabditis elegans

Systematik
ohne Rang: Urmünder (Protostomia)
Überstamm: Häutungstiere (Ecdysozoa)
Stamm: Fadenwürmer (Nematoda)
Klasse: Chromadorea
Unterklasse: Rhabditia
Ordnung: Rhabditida
Wissenschaftlicher Name
Rhabditida
Chitwood, 1933

Die Rhabditida sind eine Ordnung der Fadenwürmer. Benannt wurde sie nach der artenreichen Gattung Rhabditis. Sie sind meist freilebende Saprobionten<ref name="Lexikon"/>, manche mit freilebenden und parasitischen Phasen<ref name="Animal_Parasitology"/>.

Merkmale[Bearbeiten]

Rhabditida sind kleine, transparente, meromyariane (mit max. vier Muskelzellen pro Quadrant) Würmer.<ref name="Animal_Parasitology"/> Die meisten Arten haben eine Länge zwischen 0,3 und 3 mm.<ref name="Lexikon"/> Der Mundbereich drei Hauptregionen sind das vordere Cheilostom, dass sich von der Kutikula der Lippen bis zu einem Membranring erstreckt. Die mittlere Region, das Gymnostom, wird von der Mund-Kutikula ausgekleidet und wird von zwei bogenförmigen Epidermisringen umgeben. Die hintere Region wird von Zellfortsätzen des Pharynx umschlossen und Stegosom genannt. Sie kann weiter in ein Pro-, Meso-, Meta- und Telostegostom untergliedert werden.<ref>Paul De Ley, M.C. Van De Velde, D. Mounport, Pierre Baujard, A. Coomans: Ultrastructure of the Stoma in Cephalobidae, Panagrolaimidae and Rhabditidae, With a Proposal for a Revised Stoma Terminology in Rhabditida (Nematoda). In: Nematologica. 1995, Band 41, Nummer 1–4, S. 153–182 doi:10.1163/003925995X00143.</ref> Der Ösophagus ist in verschiedene Abschnitte untergliedert (rhabditoider Ösophagus), manchmal ist ein zusätzlicher Präbulbus ausgebildet. Das Ende weist, am Übergang zum Darm, einen Klappenapparat auf.<ref>Josef Boch: Veterinärmedizinische Parasitologie. Georg Thieme Verlag, 2006, ISBN 978-3-8304-4135-9, S. 70.</ref> Das Exkretionssystem besteht aus seitlichen Kanälen und einer kuticularisierten Endöffnung.<ref name="Nematology"/> Mund mit bis zu sechs Lippen. Die Weibchen sind ovipar oder vivipar und können parthenogen oder hermaphroditisch sein.<ref name="Animal_Parasitology"/> Männchen mit feinen Rippen in den Kaudalflügeln der Begattungstasche.<ref name="NEMAPLEX"/>

Systematik[Bearbeiten]

Zu den Rhabditida gehören u. a. folgende Vertreter:<ref name="Suerbaum20">Sebastian Suerbaum, Gerd-Dieter Burchard, Stefan H. E. Kaufmann, Thomas F. Schulz, Springer-Verlag GmbH: Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie. 9., völlig überarb. u. erw. Auflage 2020. Berlin 2020, ISBN 978-3-662-61384-9.</ref><ref name=NCBI>NCBI: Taxonomy Browser</ref>

In der Klassifikation von Hodda aus dem Jahre 2022 werden die Rhabditida als eine von sechs Ordnungen in die Überordnung Rhabditica eingeordnet und in sechs Unterordnungen mit insgesamt 552 Gattungen unterteilt. Die Unterordnungen sind:<ref name="Hodda">Mike Hodda: Phylum Nematoda: a classification, catalogue and index of valid genera, with a census of valid species. In: Zootaxa. 2022, Band 5114, Nummer 1, S. 1–289. doi:10.11646/zootaxa.5114.1.1.</ref>

Die Myolaimina ordnet Hodda in die Ordnung Diplogasterida ein, die Spirurina in die Ordnung Spirurida und die Tylenchina in die Ordnung Panagrolaimida.<ref name="Hodda" />

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="Lexikon">Rhabditida - Lexikon der Biologie. (spektrum.de [abgerufen am 24. November 2016]).</ref> <ref name="Animal_Parasitology">J. D. Smyth, Derek Wakelin: Introduction to Animal Parasitology. Cambridge University Press, 1994, ISBN 978-0-521-42811-8, S. 369.</ref> <ref name="NEMAPLEX">NEMAPLEX (The Nematode-Plant Expert Information System): Order Rhabditida (Online)</ref> <ref name="Nematology">Z. X. Chen, S. Y. Chen, Donald Ward Dickson: Nematology: Advances and Perspectives. CABI, 2004, ISBN 978-0-85199-645-5, S. 16.</ref> </references>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Rhabditida – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien