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Rhaphiolepis

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Rhaphiolepis
Datei:Rhaphiolepis umbellata1.jpg

Rhaphiolepis umbellata

Systematik
Ordnung: Rosenartige (Rosales)
Familie: Rosengewächse (Rosaceae)
Unterfamilie: Spiraeoideae
Tribus: Pyreae
Untertribus: Kernobstgewächse (Pyrinae)
Gattung: Rhaphiolepis
Wissenschaftlicher Name
Rhaphiolepis
Lindl.

Rhaphiolepis ist eine Pflanzengattung in der Untertribus der Kernobstgewächse (Pyrinae) innerhalb der Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Die 9 bis 15 Arten der Gattung s. str. sind in Ostasien und Südostasien verbreitet.

Beschreibung[Bearbeiten]

Datei:Raphiolepis japonica SZ85.png
Illustration von Rhaphiolepis umbellata
Datei:Rhaphiolepis umbellata5.jpg
Laubblätter und Blüten von Rhaphiolepis umbellata
Datei:Rhaphiolepis indica fruits.jpg
Früchte von Rhaphiolepis indica
Datei:Rhaphiolepis x delacourii Enchantress1.jpg
Die Sorte Rhaphiolepis delacourii ‘Enchantress’
Datei:Rhaphiolepis indica Ballerina 1.jpg
Die Sorte Rhaphiolepis indica ‘Ballerina’

Erscheinungsbild und Blätter[Bearbeiten]

Rhaphiolepis-Arten wachsen als immergrüne Sträucher oder kleine Bäume.

Die wechselständig an den Zweigen angeordneten Laubblätter sind kurz gestielt. Die ledrigen Blattspreiten sind einfach. Die Blattränder sind glatt oder gesägt. Die pfriemförmigen Nebenblätter fallen früh ab.

Blütenstände und Blüten[Bearbeiten]

Die Blüten stehen in endständigen, traubigen oder rispigen Blütenständen zusammen.

Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Der Blütenbecher (Hypanthium) ist glockenförmig oder röhrig. Die fünf Kelchblätter sind aufrecht oder zurückgekrümmt. Die fünf kurz genagelten Kronblätter sind weiß oder rosafarben. Es sind 15 bis 20 Staubblätter vorhanden. Die zwei unterständigen Fruchtblätter enthalten jeweils zwei aufrechte Samenanlagen. Die zwei oder drei Griffel sind nur an ihrer Basis verwachsen. Es ist meist ein Diskus vorhanden.

Früchte und Samen[Bearbeiten]

Als Gattung innerhalb der Pyrinae sehen die Früchte wie kleine Äpfel aus. Die kleinen, fast kugeligen Apfelfrüchte färben sich bei Reife bläulich bis purpurfarben-schwarz und enthalten nur ein oder zwei Samen. Die früh abfallenden Kelchblätter hinterlassen einen kranzförmigen Ring oben an der Frucht. Die relativ großen, fast kugeligen Samen besitzen eine dünne Samenschale und der Embryo besitzt zwei verdickte, plano-konvexe oder halbkugelige Keimblätter (Kotyledonen).

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]

Die Gattung Rhaphiolepis wurde 1820 durch John Lindley in Botanical Register; consisting of coloured ..., 6, S. 468<ref name="Lindley1820" /> aufgestellt, dort Raphiolepis geschrieben. Typusart ist Rhaphiolepis indica Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(L.) Lindl. ex Ker.<ref name="Tropicos" />

Die Gattung Rhaphiolepis gehört zur Untertribus Pyrinae aus der Tribus Pyreae in der Unterfamilie Spiraeoideae innerhalb der Familie Rosaceae.<ref name="GRIN" />

In der Gattung Rhaphiolepis s. str. gibt es 9 bis 15 Arten, die in Ostasien und Südostasien verbreitet sind. In China kommen sieben Arten vor, drei davon nur dort.

Arten (Auswahl):

Liu et al. 2020 haben entsprechend molekulargenetischer Untersuchungen die Arten der Gattung Eriobotrya in die Gattung Rhaphiolepis eingegliedert.<ref name="Liu2020a" /><ref name="Liu2020b" />

Nutzung[Bearbeiten]

Einige Sorten werden als Zierpflanzen in Parks und Gärten der warm gemäßigten bis subtropischen Gebieten verwendet.

Die Früchte von Rhaphiolepis indica besitzen einen Durchmesser von etwa 8 mm und können gegessen werden.<ref name="PFAFindica" /> Aus den Samen von Rhaphiolepis umbellata wurde in großen Notzeiten ein Mehl hergestellt.<ref name="PFAFumbellata" />

Quellen[Bearbeiten]

  • Gu Cuizhi (Ku Tsue-chih), Stephen A. Spongberg: In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven (Hrsg.): Flora of China, Volume 9 – Pittosporaceae through Connaraceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und Saint Louis, 1. Mai 2003. ISBN 1-930723-14-8. Rhaphiolepis, S. 141–143 – textgleich online wie gedrucktes Werk. (Abschnitte Beschreibung, Verbreitung und Systematik)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="Tropicos"> Rhaphiolepis bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. </ref> <ref name="Lindley1820"> Lindley 1820: Erstveröffentlichung mit Tafel eingescannt bei biodiversitylibrary.org. </ref> <ref name="PFAFindica"> Rhaphiolepis indica bei Plants For A Future </ref> <ref name="PFAFumbellata"> Rhaphiolepis umbellata bei Plants For A Future </ref> <ref name="FoC"> Gu Cuizhi (Ku Tsue-chih), Stephen A. Spongberg: In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven (Hrsg.): Flora of China, Volume 9 – Pittosporaceae through Connaraceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und Saint Louis, 1. Mai 2003. ISBN 1-930723-14-8. Rhaphiolepis, S. 141–143 – textgleich online wie gedrucktes Werk. </ref> <ref name="wuzhishanensis"> Fan Qiang, Liao Wen-bo, Miau Ru-huai: A New Species of Rhaphiolepis (Rosaceae) from Hainan Island, China. In: Novon, Volume 17, Issue 4, 2007, S. 429. doi:10.3417/1055-3177(2007)17[429:ANSORR]2.0.CO;2 PDF. </ref> <ref name="Liu2020a"> Bin-Bin Liu, Guang-Ning Liu, De-Yuan Hong, Jun Wen: Eriobotrya Belongs to Rhaphiolepis (Maleae, Rosaceae): Evidence From Chloroplast Genome and Nuclear Ribosomal DNA Data. In: Frontiers in Plant Science, Volume 10 (1731), 2020, S. 1–14. doi:10.3389/fpls.2019.01731 </ref> <ref name="Liu2020b"> Bin-Bin Liu, Yu-Bing Wang, De-Yuan Hong, Jun Wen: A synopsis of the expanded Rhaphiolepis (Maleae, Rosaceae). In: Phytokeys, Issue 154, August 2020, S. 19–55. doi:10.3897/phytokeys.154.52790 online. </ref> </references>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Rhaphiolepis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien