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Rhoicissus

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Rhoicissus
Datei:Rhoicissus tomentosa - Cape Grape Creeper - Cape Town.JPG

Rhoicissus tomentosa

Systematik
Kerneudikotyledonen
Rosiden
Ordnung: Weinrebenartige (Vitales)
Familie: Weinrebengewächse (Vitaceae)
Unterfamilie: Vitoideae
Gattung: Rhoicissus
Wissenschaftlicher Name
Rhoicissus
Planch.

Rhoicissus ist eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Weinrebengewächse (Vitaceae). Die etwa zwölf Arten sind im tropischen und Südlichen Afrika weitverbreitet. Rhoicissus rhomboidea wird als Zierpflanze in Parks und Gärten sowie Räumen verwendet.

Beschreibung[Bearbeiten]

Datei:Rhoicissus rhomboidea 08 05 2010.JPG
Früchte von Rhoicissus rhomboidea.

Erscheinungsbild und Blätter[Bearbeiten]

Bei Rhoicissus-Arten handelt es sich um meist immergrüne, wenig bis stärker verholzende Pflanzen, die selten selbständig aufrecht als Sträucher mit rankenden Zweigen oder meist kletternd als Lianen wachsen. Es sind meist Sprossranken vorhanden, die gegenüber den Laubblättern, oft in den Achsen der Blütenstände, stehen.<ref name="FZ" /><ref name="FoM" /><ref name="FoZ" />

Die wechselständig an der Sprossachse angeordneten Laubblätter sind meist in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Je nach Art ist die Blattspreite einfach, dreiteilig oder selten fünfzählig handförmig. Die Blattabschnitte können gestielt sein. Die Blattränder sind glatt oder unterschiedlich gezähnt. Es sind meist Nebenblätter vorhanden.<ref name="FZ" /><ref name="FoM" /><ref name="FoZ" />

Blütenstände und Blüten[Bearbeiten]

Die gegenüber den Laubblättern,<ref name="Trias-Blasi2012" /> oft über Blütenstandsschäften stehenden, mehr oder weniger dichten, zymösen, thyrsoiden Blütenstände enthalten meist viele Blüten.<ref name="FZ" /><ref name="FoM" /><ref name="FoZ" />

Die relativ kleinen Blüten sind meist fünf-, selten bis zu siebenzählig und radiärsymmetrisch mit doppelter Blütenhülle. Die meist fünf kahlen Kelchblätter sind becherförmig auf mehr oder weniger ihrer gesamten Länge verwachsen. Die meist fünf freien Kronblätter sind mindestens an ihren oberen Enden mehr oder weniger verdickt und fleischig. Der ganzrandige Nektardiskus entwickelt aus der Basis des Fruchtknotens, in dem er eingebettet ist.<ref name="Trias-Blasi2012" /> Es ist nur der innere Staubblattkreis mit meist fünf fertilen, gleichen, freien Staubblättern vorhanden. Die Staubbeutel krümmen sich über das Gynoeceum. Die zwei Fruchtblätter sind zu einem oberständigen, zweikammerigen Fruchtknoten verwachsen. Je Fruchtknotenkammer sind nur zwei Samenanlagen vorhanden. Die schlanken, deutlich sichtbaren Griffel besitzen eine Narbe, die kaum geweiteter ist als die Griffel.<ref name="FZ" /><ref name="FoM" /><ref name="FoZ" />

Früchte und Samen[Bearbeiten]

Die Beeren enthalten meist nur einen oder zwei, selten bis zu vier Samen. Die Samen besitzen eine mehr oder weniger deutliche longitudinale Furche. Die Samenschale ist je nach Art runzelig oder glatt.<ref name="FZ" /><ref name="FoM" /><ref name="FoZ" />

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]

Die Gattung Rhoicissus wurde 1887 durch Jules Émile Planchon in Alphonse Louis Pierre Pyramus de Candolle und Anne Casimir Pyramus de Candolle: Monographiae Phanerogamarum, Band 5, S. 320, 463 aufgestellt. Als Lectotypusart wurde 1953 Rhoicissus capensis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Burm. f.) Planch. durch Karl Suessenguth in Adolf Engler und Carl Prantl: Die natürlichen Pflanzenfamilien, 2. Auflage, 20d, S. 329.<ref name="tropicos" /> Der Gattungsname Rhoicissus leitet sich entweder vom latinischen Wort rhoicus für „von Rhus“ oder vielleicht vom griechischen Wort rhoia für Granatapfel und cissus für Efeu ab.

Die Gattung Rhoicissus gehört zur Unterfamilie Vitoideae innerhalb der Familie der Vitaceae.<ref name="GRIN" />

Das weite natürliche Verbreitungsgebiet der Gattung Rhoicissus umfasst das tropische und Südliche Afrika weitverbreitet. Zehn Arten kommen auch in Südafrika vor und sind in der Roten Liste der Südafrikanischen Pflanzen gelistet.<ref name="redlistSA" />

Es gibt etwa zwölf Rhoicissus-Arten:<ref name="FoM" /><ref name="FoZ" /><ref name="redlistSA" />

  • Rhoicissus digitata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(L.f.) Gilg & M.Brandt (Syn.: Cissus thunbergii Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Eckl. & Zeyh., Rhoicissus cirrhiflora Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(L.f.) Gilg & M.Brandt): Sie ist in Mosambik, Eswatini und Südafrika verbreitet. Für Südafrika wird sie als „Least Concern“ = „nicht gefährdet“ bewertet und kommt dort in den Provinzen Ostkap, Westkap, KwaZulu-Natal sowie Mpumalanga vor. Sie gedeiht in Höhenlagen zwischen 0 und 600 Meter.
  • Rhoicissus kougabergensis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Retief & Van Jaarsv.: Dieser seltene Endemit kommt nur in den Kouga Mountains, nahe dem Kougadamm in der Baviaanskloof Wilderness Area in der südafrikanischen Provinz Ostkap vor. Dieses Gebiet ist wenig untersucht und es ist nur eine Population bekannt, aber es könnte mehrere geben. Er gedeiht in subtropischen Dickicht an schroffen Sandsteinhängen, die von Portulacaria afra dominiert sind. Der Bestand gilt als stabil, da er im Naturschutzgebiet geschützt ist.
  • Rhoicissus laetans Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Retief: Diese seltene Art kommt im „Blyde River Canyon Nature Reserve and Penge“ im Grenzgebiet der südafrikanischen Provinzen Limpopo sowie Mpumalanga vor. Sie gedeiht im montanen Grasland oder in bewaldeten schroffen Schluchten, vereinzelt auch in Schluchtwäldern. Die Habitate sind weitgehend unverändert im natürlichen Zustand. Die sechs bekannten Bestände gelten als stabil, da sie hauptsächlich im Naturschutzgebiet liegen und dadurch geschützt sind.
  • Rhoicissus magalismontana Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Oberm.: Es liegen keine Beobachtungen zur Gefährdung in Südafrika vor, da es sich um eine taxonomisch problematische Art handelt. Über die Verbreitung ist nichts bekannt.
  • Rhoicissus microphylla Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Turcz.) Gilg & M.Brandt (Syn.: Cissus unifoliata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Harv., Vitis unifoliata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Harv.) Kuntze): Sie kommt nur in der südafrikanischen Provinz Ostkap vor. Es sind mindestens neun isolierte Populationen bekannt in den Distrikten Queenstown, Stutterheim und Fort Beaufort bekannt. Sie wird als „Least Concern“ = „nicht gefährdet“ bewertet. Sie gedeiht an grasigen Berghängen. Trotz stellenweiser Beweidung unterliegen die meisten Habitate kaum Veränderungen und so gelten die Bestände als stabil.
  • Rhoicissus revoilii Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Planch. (Syn.: Rhoicissus sansibarensis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Gilg, Rhoicissus schlechteri Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Gilg & M. Brandt): Sie kommt beispielsweise in Simbabwe, Ghana und Südafrika vor. Für Südafrika wird sie als „Least Concern“ = „nicht gefährdet“ bewertet und kommt dort in den Provinzen Gauteng, KwaZulu-Natal, Limpopo sowie Mpumalanga vor.
  • Rhoicissus rhomboidea Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(E.Mey. ex Harv.) Planch. (Syn.: Cissus rhomboidea Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.E.Mey. ex Harv.): Für Südafrika wird sie als „Least Concern“ = „nicht gefährdet“ bewertet und kommt dort in den Provinzen Ostkap, KwaZulu-Natal, Limpopo sowie Mpumalanga. Sie wird als Zierpflanze verwendet und dann wie manche andere Arten aus der Familie Vitaceae auch Königswein oder auch Rautenblättrige Klimme genannt.
  • Rhoicissus sekhukhuniensis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Retief, Siebert & A.E.van Wyk: Sie kommt nur in den nördlichen südafrikanischen Provinzen Limpopo sowie Mpumalanga vor. Für Südafrika wird sie als „Least Concern“ = „nicht gefährdet“ bewertet und ihre Bestände gelten als stabil.
  • Rhoicissus sessilifolia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Retief: Sie kommt nur in der südafrikanischen Provinz KwaZulu-Natal vor. Ihre Bestände gelten als stabil und sie wird als „Least Concern“ = „nicht gefährdet“ bewertet.
  • Rhoicissus tomentosa Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Lam.) Wild & R.B.Drumm.: Sie kommt von der Kaphalbinsel und dem Tafelberg entlang einem schmalen Streifen der Küste nach Nordosten bis Ostkap und dem nördlichen KwaZulu-Natal und dann landeinwärts durch Mpumalanga in die Provinz Limpopo bis nach Simbabwe und Malawi. Sie gedeiht fast nur an oder in Wäldern sowie Schluchten und wuchert über Sträucher und Bäume. Für Südafrika wird sie als „Least Concern“ = „nicht gefährdet“ bewertet.
  • Rhoicissus tridentata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(L.f.) Wild & R.B.Drumm.: Sie ist im tropischen und Südlichen Afrika verbreitet. Für Südafrika wird sie als „Least Concern“ = „nicht gefährdet“ bewertet und kommt dort mit zwei Unterarten im Ostkap, Nordkap, Nordwest, Free State, Gauteng, KwaZulu-Natal, Limpopo sowie Mpumalanga vor:

Hybriden:

  • Rhoicissus tomentosa Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Lam.) Wild & R.B.Drumm. × Rhoicissus tridentata subsp. cuneifolia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Eckl. & Zeyh.) Urton: Ein Naturhybride in Südafrika.
Datei:Rhoicissus rhomboidea, Burmanbos.jpg
Dreiteiliges Laubblatt von Rhoicissus rhomboidea

Nutzung[Bearbeiten]

Rhoicissus rhomboidea wird als Zierpflanze in Parks und Gärten sowie Räumen verwendet. Es gibt Ausleseformen wie die Sorte ′Ellen Danica′. Auch Rhoicissus tomentosa dient als Zierpflanze.<ref name="Botanica" />

Quellen[Bearbeiten]

  • H. Wild & R. B. Drummond: Rhoicissus – textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Flora Zambesiaca, Volume 2, 1966 – Vitaceae. (Abschnitt Beschreibung)
  • Anna Trias-Blasi, John A. N. Parnell & Trevor R. Hodkinson: Multi-gene Region Phylogenetic Analysis of the Grape Family (Vitaceae), In: Systematic Botany, Volume 37, Issue 4, 2012, S. 941–950. doi:10.1600/036364412X656437 (Abschnitte Beschreibung und Systematik)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="FZ"> H. Wild & R. B. Drummond: Rhoicissus – textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Flora Zambesiaca, Volume 2, 1966 – Vitaceae. </ref> <ref name="FoZ"> Rhoicissus bei Flora of Zimbabwe. </ref> <ref name="FoM"> Rhoicissus bei Flora of Mozambique. </ref> <ref name="Trias-Blasi2012"> Anna Trias-Blasi, John A. N. Parnell & Trevor R. Hodkinson: Multi-gene Region Phylogenetic Analysis of the Grape Family (Vitaceae), In: Systematic Botany, Volume 37, Issue 4, 2012, S. 941–950. doi:10.1600/036364412X656437 </ref> <ref name="tropicos"> Rhoicissus bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum</ref> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.</ref> <ref name="redlistSA"> D. Raimondo, L. von Staden, W. Foden, J. E. Victor, N. A. Helme, R. C. Turner, D. A. Kamundi & P. A. Manyama, 2009: Eintrag bei der Red List of South African Plants des South African National Biodiversity Institute = SANBI. zuletzt abgerufen am 11. Juli 2013</ref> <ref name="Botanica"> Gordon Cheers (Hrsg.): Botanica. Das ABC der Pflanzen. 10.000 Arten in Text und Bild. Könemann Verlagsgesellschaft, 2003, ISBN 3-8331-1600-5, Rhoicissus darin Seite 765 </ref> </references>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Rhoicissus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Weiterführende Literatur[Bearbeiten]

  • Maurizio Rossettoac, Betsy R. Jackesb, Kirsten D. Scotta & Robert J. Henry: Is the genus Cissus (Vitaceae) monophyletic? Evidence from plastid and nuclear ribosomal DNA, In: Systematic Botany, 27, Issue 3, 2002, S. 522–533. Volltext-online.