Rhuddanium
Das Rhuddanium ist in der Erdgeschichte die basale chronostratigraphische Stufe der Llandovery-Serie und damit auch die basale Stufe des Silur-Systems. Diese Einheit entspricht geochronologisch ungefähr dem Zeitraum von ca. Erdzeitalter-Vorlage: Unbekannter Parameterwert! bis ca. Vorlage:Str replace Millionen Jahren. Das Rhuddanium folgt auf das Hirnantium, der obersten Stufe des Ordovizium und wird vom Aeronium abgelöst.
Namensgebung und Geschichte[Bearbeiten]
Die Stufe ist nach dem kleinen Ort Cwm Rhuddan, südlich von Llandovery (Wales) benannt. Die Stufe (und der Name) wurde 1971 von einer britischen Geologen-Gruppe unter L. R. M. Cocks vorgeschlagen.
Definition und GSSP[Bearbeiten]
Die Untergrenze (und damit die Untergrenze des Silurs) ist durch das Erstauftreten der Graptolithen-Arten Parakidograptus acuminatus und Akidograptus ascensus definiert. Das Ende des Rhuddaniums ist durch das Erstauftreten der Graptolithen-Art Monograptus austerus sequens definiert. Das offizielle Referenzprofil (GSSP = „Global Stratotype Section and Point“) für das Rhuddanium befindet sich in Dob's Linn, Moffat (Schottland).
Literatur[Bearbeiten]
- Felix M. Gradstein, James G. Ogg, Mark D. Schmitz & Gabi M. Ogg: Geologic Time Scale 2020, Vol. 2. Elsevier 2020, ISBN 978-0-12-824360-2
- L. R. M. Cocks: The Ordovician-Silurian Boundary. In: Episodes. 8(2), 1985, S. 98–100.
- L. R. M. Cocks: The Llandovery Series in the Llandovery area. In: C. H. Holland, M. G. Bassett (Hrsg.): A global standard for the Silurian System. (= National Museum of Wales. Geological Series. 9). Cardiff 1989, ISBN 0-7200-0308-3, S. 36–50.
Weblinks[Bearbeiten]
- International Chronostratigraphic Chart 2012 (PDF)
- Deutsche Stratigraphische Kommission (Hrsg.): Stratigraphische Tabelle von Deutschland 2002. (PDF; 6,57 MB). Potsdam 2002, ISBN 3-00-010197-7.
- Kommission für die paläontologische und stratigraphische Erforschung Österreichs der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (Hrsg.): Die Stratigraphische Tabelle von Österreich (sedimentäre Schichtfolgen). (PDF; 376 kB). Wien 2004.