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Riedern (Adelsgeschlecht)

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Datei:Riedern-Wappen im Wernigeroder Wappenbuch~2.jpg
Wappen derer von Riedern, Stettenberg und Voss von Kannenberg im Wernigeroder Wappenbuch, 15. Jahrhundert

Die Herren von Riedern waren ein Adelsgeschlecht, benannt nach dem Dorf Riedern, einem Ortsteil der unterfränkischen Gemeinde Eichenbühl. Sie waren Stammes- und Wappengenossen der Fuchs von Kannenberg und der von Stettenberg.<ref>Gustav Adelbert Seyler, J. Siebmacher’s grosses und allgemeines Wappenbuch, VI. Band, 1. Abteilung, 2. Teil; Abgestorbener Bayrischer Adel, Nürnberg: Bauer & Raspe, 1906, S. 44</ref>

Geschichte[Bearbeiten]

Erstmals erwähnt wurde das Geschlecht 1206 in einer Urkunde, durch die die Geschwister Eberhard, Conrad, Hermann und Godesdiu ihr Gut in der Breitenau dem Kloster Bronnbach schenkten. Gleichzeitig unterstellten sie sich darin der Lehnsherrschaft des Pfalzgrafen bei Rhein. Wahrscheinlich aber schon einige Jahrzehnte danach gingen die Lehnsrechte auf das Erzstift Mainz über. Dies hatte zur Folge, dass über Generationen hinweg immer wieder Mitglieder des Geschlechts kurmainzische Amtmänner in Bischofsheim, aber auch in Lauda und Buchen waren. Aus dieser Zeit war bis 1959 in Tauberbischofsheim noch der Riedernsche Hof erhalten.

In einer Reihe von Orten in den heutigen Landkreisen Miltenberg, Main-Tauber und Hohenlohe hatte das Geschlecht Besitzungen und Rechte, so in Heppdiel, Eiersheim, Schönfeld, Gissigheim, Aschhausen, der Riedernhof in Lauda, Königheim, Külsheim-Steinbach Wolferstettener Hof.<ref>Geschichte verschiedener Orte im Mittelalter in Tauberfranken (PDF; 0,6 MB).</ref>

Als reichsfreies Adelsgeschlecht waren sie im Ritterkanton Odenwald organisiert.<ref name="Cord Ulrichs Odenwald 1550">Cord Ulrichs: Vom Lehnshof zur Reichsritterschaft – Strukturen des fränkischen Niederadels am Übergang vom späten Mittelalter zur frühen Neuzeit (Liste des Kantons Odenwald von 1550, StAL B 583 Bü 191.). Franz Steiner Verlag, Stuttgart 1997, ISBN 3-515-07109-1, S. 214–215.</ref>

Walther von Riedern ist 1328 Komtur in Aichach und Hüttenheim im Deutschen Orden.

Datei:2025-06-26 St. Martin (Tauberbischofsheim) - Interior 30.jpg
Epitaph des Alexander von Riedern und seiner Frau, Anna Maria von Crailsheim in der Kirche St. Martin (Tauberbischofsheim)<ref>Heraldik: Photos von Wappen in architektonischem Zusammenhang, Dokumentation und Datenbank. Abgerufen am 17. Juni 2026.</ref><ref>Adolf von Oechelhäuser, Franz Xaver Kraus (Hrsg.): Die Kunstdenkmäler des Grossherzogthums Baden. Band 4,2: Die Kunstdenkmäler des Amtsbezirks Tauberbischofsheim (Kreis Mosbach). Freiburg i.Br. 1898, doi:10.11588/diglit.1372 (uni-heidelberg.de [abgerufen am 17. Juni 2026]).</ref>

Mit dem Tod von Alexander von Riedern im Jahr 1588 starb das Geschlecht im Mannesstamm aus. Alexander wurde je zur Hälfte beerbt von seiner Cousine Maria Salome, verheiratet mit Philipp von Schneeberg, und seiner Witwe Anna Maria, geb. von Crailsheim, die sich 1589 mit Bernhard von Wichsenstein zu Hainstadt verehelichte. Sein Grabmal bildet die Rückseite eines Seitenaltars in der Stadtkirche von Tauberbischofsheim.

Wappen[Bearbeiten]

  • Blasonierung nach dem Wernigeroder Wappenbuch: in Silber eine rote Henkelkanne mit zwei Ausgüssen. Auf dem Helm mit rot-silbernen Decken der Rumpf eines bärtigen Mönches mit rotem Gesicht, grauem Haar in rotem Kleid mit weißem Gugel.
  • Die Variante aus dem Wappenbuch Schrag zeigt die rote Kanne auf silbernem Grund. Die Helmzier besteht aus der roten Kanne zwischen silbernen Büffelhörnern. (Aschaffenburger Wappenbuch)
Riedern Wappen als Bestandteil von Ortswappen

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Literatur[Bearbeiten]

  • Alfred F. Wolfert: Wappengruppen des Adels im Odenwald-Spessart-Raum. In: Winfried Wackerfuß (Hrsg.): Beiträge zur Erforschung des Odenwalds und seiner Randlandschaften II. Festschrift für Hans H. Weber. Breuberg-Bund, Breuberg-Neustadt 1977, S. 325–406, hier S. 376.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Riedern (Adelsgeschlecht) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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