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Ringburg

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Datei:Caerphilly Castle, Wales.jpg
Das walisische Caerphilly ist eine typische Ringburg
Datei:DE Büdingen Schloss Grundrissskizze.jpg
Grundriss der Burg Büdingen

Eine Ringburg ist die aus einer Motte oder Turmburg weiterentwickelte Bauform einer mittelalterlichen Burg.

An Stelle der bei Motten und Turmburgen üblichen ringförmigen Erdwälle oder hölzernen Palisaden, die als Schutz vor Angreifern dienten, sind Ringburgen mit mindestens einer Ringmauer aus Stein umgeben. Im Lauf des Spätmittelalters wandelte sich der runde Bering allmählich zu einem Vieleck. Gleichwohl bezeichnet die Burgenforschung auch solche Burganlagen als Ringburg, deren Umfassungsmauern nicht rund sind.

Auf dem europäischen Festland sind Ringburgen meist als Randhausburgen gestaltet. Die Gebäude sind mehrheitlich von innen an die Ringmauer angebaut. Walter Hotz unterscheidet zwischen Randhausburgen ohne Turm, zum Beispiel Burg Vischering und Burg Seinsfeld, und Anlagen mit mindestens einem Turm. Beispiele für Randhausburgen mit einem freistehenden Mittelturm, der sowohl Bergfried als auch Wohnturm sein konnte, sind Burg Haag in Oberbayern und Burg Lindenfels im Odenwald. Es gibt auch Ringburgen mit mehreren Türmen, wie die Burg Hülchrath in Grevenbroich und die Burg Büdingen in Oberhessen.

Auf den britischen Inseln entwickelte sich ab der Mitte des 13. Jahrhunderts eine Form der Ringburg, die mehreren Mauerringen ausgestattet ist, deren Höhe von außen nach innen zunimmt. Bogen- oder Armbrustschützen konnten so schießen, ohne durch die Mauer in der Sicht behindert zu werden, während die Angreifer mehrere Mauern überwinden mussten. Caerphilly war als erste Anlage dieser Art von Anfang als Ringburg geplant.<ref>Castle Learning Center: Concentric Castles, Zugriff am 7. Januar 2017.</ref> Weitere Beispiele sind Beaumaris Castle auf Anglesey und der vom Johanniterorden geplante Krak des Chevaliers in Syrien.

Literatur[Bearbeiten]

  • Herbert de Caboga-Stuber: Kleine Burgenkunde. Nachdruck der Ausgabe von 1961. Rheinland-Verlag Habelt, Köln, Bonn 1979, ISBN 3-7927-0496-X, S. 14–15.
  • Walter Hotz: Kleine Kunstgeschichte der deutschen Burg. 5. Auflage. Komet, Frechen 1991, ISBN 3-89836-220-5, S. 12–18.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

Commons: Concentric castles – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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