Robert Gabel
Robert Gabel (* 14. Oktober 1979 in Greifswald, DDR) ist ein deutscher Politiker. Er ist seit 2026 Mitglied des Europäischen Parlaments. Von 2017 bis 2024 war er einer von drei gleichberechtigten Bundesvorsitzenden der Partei Mensch Klima Tierschutz (Tierschutzpartei).
Leben[Bearbeiten]
1998 und 1999 absolvierte Gabel seinen Zivildienst. Im Anschluss studierte er Politikwissenschaft, Betriebswirtschaftslehre, Kommunikationswissenschaft und Rechtswissenschaft an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald; außerdem absolvierte er während dieser Zeit ein Gastsemester am Geschwister-Scholl-Institut der Ludwig-Maximilians-Universität München. Sein Studium schloss er mit dem Titel Magister artium ab. Während seines Studiums arbeitete Gabel im Zeitraum von 2000 bis 2007 als selbstständiger Kommunikationsdesigner in Berlin und Greifswald. Von 2008 bis 2013 folgte eine Tätigkeit im Bildungsmanagement für Fachwirte der Industrie- und Handelskammer, ebenso war er während dieser Zeit Dozent in einem Bildungszentrum. Ab 2010 arbeitete er als Geschäftsführer der Greifswalder Universitätsfördergesellschaft. Von 2017 bis 2019 war er als Qualitätsmanager sowie als Auditor tätig. Von 2024 bis 2026 arbeitete er Mitarbeiter des Europaabgeordneten Sebastian Everding.<ref>Robert Gabel: Robert Gabel - Erfahrung. In: LinkedIn. Abgerufen am 3. September 2026.</ref>
Politik[Bearbeiten]
Bis 2011 war er Mitglied der FDP und gehörte dort zeitweise dem Kreisvorstand von Greifswald an.<ref> (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im März 2024. Suche im Internet Archive) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.)</ref> Seit 2019 ist er Mitglied der Greifswalder Bürgerschaft und des Kreistags Vorpommern-Greifswald.<ref>Robert Gabel. In: PARTEI MENSCH KLIMA TIERSCHUTZ. 10. Februar 2026, abgerufen am 3. September 2026.</ref>
2014 beteiligte sich Gabel an der Reaktivierung des Landesverbandes Mecklenburg-Vorpommern der Tierschutzpartei.<ref> (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im März 2024. Suche im Internet Archive) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.)</ref><ref>tierschutzpartei.de: Tierschutzpartei erfolgreich an der Ostseeküste! Abgerufen am 12. Januar 2017.</ref> Neben Marvin Mel Medau wurde er zu einem von zwei gleichberechtigten Landesvorsitzenden gewählt; ab Mitte 2015 teilte er sich dieses Amt mit Patrick Simann.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.tierschutzpartei.de: Landesverbände - Aktiv in den Bundesländern… ( vom 23. März 2015 im Internet Archive)</ref><ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.tierschutzpartei.de: Landesverbände - Aktiv in den Bundesländern… ( vom 28. September 2015 im Internet Archive)</ref> Von 2016 bis 2019 war er dort alleiniger Vorsitzender, von Februar 2019 bis 2020 übte er die Funktion des Schriftführers aus.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.tierschutzpartei.de: Landesverband Mecklenburg-Vorpommern ( vom 29. Oktober 2016 im Internet Archive)</ref> Auf dem Bundesparteitag im November 2015 wurde er als Beisitzer in den Bundesvorstand gewählt.<ref>tierschutzpartei.de: Bericht über den 35. Bundesparteitag. Abgerufen am 12. Januar 2017.</ref> Bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern 2016 war er Spitzenkandidat seiner Partei; letztere holte landesweit 1,2 % aller Stimmen. Bei der Bundestagswahl 2017 kandidierte er auf dem zweiten Listenplatz in seinem Bundesland und war zusätzlich Direktkandidat im Bundestagswahlkreis Vorpommern-Rügen – Vorpommern-Greifswald I.<ref>ostsee-zeitung.de: Erster Direktkandidat der Tierschutzpartei - Landesvorsitzender Robert Gabel tritt gegen Angela Merkel an / Insgesamt fünf Kandidaten kleiner Parteien im Wahlkreis 15. Abgerufen am 12. Januar 2017.</ref> Dort erzielte er 1,3 % der Erststimmen.
Auf dem Bundesparteitag am 10. Dezember 2017 wurde er neben Sandra Lück und Matthias Ebner zu einem von drei gleichberechtigten Bundesvorsitzenden gewählt, nachdem einer von ihnen durch den Rücktritt von Horst Wester zwei Monate zuvor vakant geworden war.<ref>tierschutzpartei.de: 37. Bundesparteitag in Erfurt. Abgerufen am 12. Januar 2017.</ref> Im selben Jahr wurde er nach dem Rückzug von Jan Zobel zudem Chefredakteur der Parteizeitung MUT-Magazin, die Anfang 2018 in Mensch Umwelt Tier – Das Magazin für Kultur, Politik und Gesellschaft umbenannt wurde. Auf dem Parteitag von 2018 wurde er für die Europawahl 2019 auf Platz zwei der Bundesliste gewählt und verfehlte den Einzug knapp.<ref>tierschutzpartei.de: Der 38. Bundesparteitag der Partei Mensch Umwelt Tierschutz am 10.06.2018 in Vellmar stand ganz im Zeichen der Vorstands- und Europawahlen. Abgerufen am 6. November 2018.</ref> Im Zuge der Kommunalwahlen in Mecklenburg-Vorpommern 2019 war er Spitzenkandidat seiner Partei bei der Bürgerschaftswahl in Greifswald sowie bei der Kreistagswahl des Landkreises Vorpommern-Greifswald<ref>tierschutzpartei.de: 20 Kandidierende für Bürgerschaftswahl Greifswald, 13 Kandidierende für Kreistag Vorpommern-Greifswald. Abgerufen am 8. März 2019.</ref> und wurde in beide Gremien gewählt.<ref>Ostsee-Zeitung Greifswald: Wer mit Wem? Greifswalder Parteien auf Partnersuche in der Bürgerschaft. Abgerufen am 1. Juli 2020.</ref> Darüber hinaus ist er parteiintern Mitglied der Bundesarbeitskreise Menschenrechts-/Entwicklungs-/Asylpolitik, Hochschulen und Internationale Angelegenheiten. Von 2019 bis 2020 war er außerdem akkreditierter parlamentarischer Assistent von Martin Buschmann, der für die Tierschutzpartei ins Europaparlament einzog.<ref>ostsee-zeitung.de: Greifswalder für Tierschutz nach Brüssel . Abgerufen am 13. Juli 2019.</ref>
Zur Bundestagswahl 2021 trat er als Direktkandidat an, bei der er 3,1 Prozent der Erststimmen erhielt.<ref>www.bundeswahlleiter.de/, abgerufen am 28. September 2021</ref> Bei seiner erneuten Kandidatur zur Bundestagswahl 2025 erhielt er 3,4 Prozent der Erststimmen.<ref>Ergebnisse Vorpommern-Rügen – Vorpommern-Greifswald I - Die Bundeswahlleiterin. Abgerufen am 3. September 2026.</ref>
Bei der Europawahl 2024 kandidierte er auf Platz der Bundesliste seiner Partei, die ein Mandat errang. Am 5. Oktober 2024 wurde er im Parteivorsitz abgelöst. Am 18. September 2026 rückte er für Sebastian Everding ins Europaparlament nach, da die auf der Bundesliste zweitplatzierte Aída Spiegeler Castañeda zwischenzeitlich aus der Partei ausgetreten war.<ref>Karin Koslik: Greifswalder rückt ins EU-Parlament nach. In: nordkurier.de. 18. September 2026, abgerufen am 18. September 2026.</ref>
Bibliographie[Bearbeiten]
- Aspekte des Wahlverhaltens in der BRD. Politikverdrossenheit, Protestwahl, Wechselwahl, Nichtwahl. GRIN Verlag GmbH, München 2005, ISBN 978-3-638-38980-8.
- Gorgias. Existenz und Gesellschaftsentwürfe. GRIN Verlag GmbH, München 2005, ISBN 978-3-638-38958-7.
- IWF und Weltbank. GRIN Verlag GmbH, München 2005, ISBN 978-3-638-37539-9.
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references/>
Ingeborg Bingener (1993–1995) | Gisela Bulla (1995–2000) | Egon Karp (kommissarisch 2000–2001) | Jürgen Gerlach (2001–2007) | Stefan Bernhard Eck (2007–2014) | Barbara Nauheimer (2013–2014) | Horst Wester (2013–2017) | Bettina Jung (2015) | Matthias Ebner (2015–2022) | Sandra Lück (2016–2020) | Robert Gabel (2017–2024) | Aída Spiegeler Castañeda (2020–2023) | Marcel Krohn (2022–2024) | Paula López Vicente (seit 2023) | Bernd Kriebel (seit 2024) | Dennis Landgraf (seit 2024)
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Gabel, Robert |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Politiker (FDP, Tierschutzpartei) |
| GEBURTSDATUM | 14. Oktober 1979 |
| GEBURTSORT | Greifswald, DDR |
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