Roberto Mancini
| Roberto Mancini | ||
| Datei:Roberto Mancini 2021.jpg Roberto Mancini (2021)
| ||
| Personalia | ||
|---|---|---|
| Geburtstag | 27. November 1964 | |
| Geburtsort | Jesi, Italien | |
| Größe | 180 cm | |
| Position | Sturm | |
| Junioren | ||
| Jahre | Station | |
| 1977–1981 | FC Bologna | |
| Herren | ||
| Jahre | Station | Spiele (Tore)1 |
| 1981–1982 | FC Bologna | 30 (9) |
| 1982–1997 | Sampdoria Genua | 424 (132) |
| 1997–2001 | Lazio Rom | 87 (15) |
| 2001 | → Leicester City (Leihe) | 4 (0) |
| Nationalmannschaft | ||
| Jahre | Auswahl | Spiele (Tore) |
| 1982–1986 | Italien U21 | 26 (9) |
| 1984–1994 | Italien | 36 (4) |
| Stationen als Trainer | ||
| Jahre | Station | |
| 2001–2002 | AC Florenz | |
| 2002–2004 | Lazio Rom | |
| 2004–2008 | Inter Mailand | |
| 2009–2013 | Manchester City | |
| 2013–2014 | Galatasaray Istanbul | |
| 2014–2016 | Inter Mailand | |
| 2017–2018 | Zenit St. Petersburg | |
| 2018–2023 | Italien | |
| 2023–2024 | Saudi-Arabien | |
| 2025–2026 | al-Sadd | |
| 2026– | Italien | |
| 1 Angegeben sind nur Ligaspiele. | ||
Roberto Mancini (* 27. November 1964 in Jesi) ist ein ehemaliger italienischer Fußballspieler und heutiger ‑trainer. Als Spieler gewann er zwei Mal, als Trainer drei Mal die italienische Meisterschaft. Seit Juli 2026 ist er erneut Cheftrainer der italienischen Nationalmannschaft, was er bereits von Mai 2018 bis August 2023 war. Mit der Mannschaft gewann er die Europameisterschaft 2021.
Spielerkarriere[Bearbeiten]
Vereine[Bearbeiten]
Der Stürmer Roberto Mancini startete seine Profilaufbahn 1981 beim FC Bologna, für den er in seiner ersten Saison 30 Spiele in der Serie A bestritt und neun Tore erzielte. Zwischen 1982 und 1997 spielte er dann für Sampdoria Genua, wo er gemeinsam mit seinem kongenialen Sturmpartner Gianluca Vialli maßgeblich dazu beitrug, dass diese Jahre die erfolgreichsten der Vereinsgeschichte wurden. Mancini bestritt für Genua 424 Ligaspiele und erzielte dabei 132 Tore. Viermal gewann er mit Sampdoria den italienischen Pokal und 1991 führte er den Verein zu seiner bislang einzigen italienischen Meisterschaft. Zudem gewann Genua mit Mancini 1990 den Europapokal der Pokalsieger und erreichte zwei Jahre später das Finale des Europapokals der Landesmeister, wo sich die Mannschaft erst in der Verlängerung dem FC Barcelona geschlagen geben musste.
Nach 15 Jahren in Genua wechselte Mancini 1997 für drei Jahre zu Lazio Rom und bestritt dort 87 Ligaspiele und erzielte 15 Tore. Mit Lazio wurde er 2000 italienischer Meister, zweimal (1998 und 2000) Pokalsieger und gewann 1999 erneut den Europapokal der Pokalsieger in seiner letztmaligen Austragung sowie den europäischen Supercup.
Im Sommer 2000 wurde er Assistent von Trainer Sven-Göran Eriksson bei Lazio und wechselte im Januar 2001 noch einmal als Spieler zum englischen Club Leicester City, wo er nur einen Monat blieb.
Nationalmannschaft[Bearbeiten]
In der italienischen Nationalmannschaft setzte sich Mancini nie endgültig durch. Zwischen 1984 und 1994 spielte er 36 mal im Nationaltrikot, erzielte dabei vier Tore und nahm an der Fußball-Europameisterschaft 1988 in Deutschland sowie an der Fußball-Weltmeisterschaft 1990 in Italien teil. Nach einem Streit mit Trainer Arrigo Sacchi im Vorfeld der Weltmeisterschaft 1994 beendete er seine Nationalmannschaftskarriere.
Trainerkarriere[Bearbeiten]
Anfänge[Bearbeiten]
Unmittelbar nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn übernahm Mancini im Februar 2001 als Cheftrainer den italienischen Erstligisten AC Florenz, den er im selben Jahr zum Gewinn des italienischen Pokals führte. Nach seinem Rücktritt bei der AC Florenz im Januar 2002 wurde er im Juli 2002 Trainer von Lazio Rom, wo er zwei Jahre blieb und seine Tätigkeit mit dem Pokalsieg 2004 krönte. Zudem qualifizierte sich das Team unter seiner Führung 2002/03 für die UEFA Champions League 2003/04, aus der man nach der Gruppenphase ausschied.
Inter Mailand[Bearbeiten]
Von 2004 bis 2008 war Mancini Trainer von Inter Mailand und gewann in seiner ersten Saison den italienischen Pokal und den italienischen Supercup. 2005/06 wurde Inter Mailand nachträglich der Meistertitel zuerkannt, da Juventus Turin und der AC Mailand wegen des Manipulationsskandals Punktabzüge erhielten. Damit war das Double perfekt, denn der Pokalsieg wurde wiederholt. 2006/07 gewann Inter Mailand erneut die italienische Meisterschaft. Am 12. März 2008 erklärte Mancini seinen Rücktritt zum Saisonende, welchen er einen Tag später, mit der Absicht seinen Vertrag bis 2012 zu erfüllen, widerrief. Am 29. Mai 2008 wurde Mancini trotz des kurz zuvor gewonnenen dritten Meistertitels in Folge nach immer größer werdenden Differenzen mit Spielern und Betreuern entlassen.
Manchester City[Bearbeiten]
Am 19. Dezember 2009 übernahm Mancini den Trainerposten bei Manchester City in der englischen Premier League als Nachfolger des entlassenen Mark Hughes.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.ManCity: Mancini beerbt Hughes ( vom 21. Dezember 2009 im Internet Archive), fussballtransfers.com, 20. Dezember 2009.</ref> 2011 gewann er mit seiner Mannschaft den englischen Pokal. In der folgenden Saison fixierte er mit Manchester City am letzten Spieltag die englische Meisterschaft. Nachdem er mit Manchester City den Meistertitel nicht verteidigt hatte, in der Champions League Gruppenletzter geworden war und auch das FA-Cup-Finale gegen Wigan Athletic verloren hatte, wurde Mancini am 13. Mai 2013 von der Vereinsführung entlassen.<ref>Manchester City entlässt Trainer Roberto Mancini, welt.de, 14. Mai 2013.</ref>
Galatasaray Istanbul und Zenit St. Petersburg[Bearbeiten]
Am 30. September 2013 unterzeichnete Mancini beim türkischen Rekordmeister Galatasaray Istanbul einen Dreijahresvertrag,<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Galatasaray'ın Yeni Teknik Direktörü Roberto Mancini ( vom 30. September 2013 im Webarchiv archive.today), galatasaray.org, 30. September 2013.</ref> der im Juni 2014 aufgelöst wurde.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Galatasaray trennt sich von Mancini ( vom 13. Juni 2014 im Internet Archive), sport1.de, 11. Juni 2014.</ref>
Ab November 2014 war Mancini erneut Cheftrainer von Inter Mailand. Er löste Walter Mazzarri ab.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Roberto Mancini appointed as Inter's new coach ( vom 27. Januar 2015 im Internet Archive), inter.it, 14. November 2014.</ref> Am 8. August 2016 wurde er entlassen.<ref>Serie A: Inter Mailand entlässt Trainer Mancini. In: Spiegel Online. Abgerufen am 8. August 2016.</ref> Im Juni 2017 wurde er von Zenit St. Petersburg verpflichtet.<ref> Guardian staff reporter: Roberto Mancini takes over as Zenit St Petersburg manager | Zenit St Petersburg | The Guardian. In: theguardian.com. 1. Juni 2017, abgerufen am 9. März 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im Mai 2018 wurde die Zusammenarbeit zwischen Mancini und Zenit beendet.
Italienische Nationalmannschaft[Bearbeiten]
Im Mai 2018 verpflichtete der italienische Fußballverband Mancini als Cheftrainer der italienischen Nationalmannschaft.<ref>Roberto Mancini named new Head Coach of the national team. 14. Mai 2018, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 15. Mai 2018; abgerufen am 14. Mai 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Bei der durch die COVID-19-Pandemie um ein Jahr verschobenen, kontinental ausgetragenen Europameisterschaft gewann er mit dem Team den Titel, nachdem man sich im Finale mit 3:2 nach Elfmeterschießen gegen England durchgesetzt hatte.
Im August 2023 trat Mancini als italienischer Nationaltrainer zurück.
Saudi-Arabische Nationalmannschaft[Bearbeiten]
Kurz nach seinem Rücktritt als Trainer der Azzurri wurde Mancini im August 2023 Nationaltrainer Saudi-Arabiens.<ref>Mancini named new Saudi Arabia coach. In: BBC Sport. (bbc.com [abgerufen am 1. September 2023]).</ref> Im Oktober 2024 wurde der Vertrag aufgelöst.<ref>Saudi-Arabien: Roberto Mancini nicht mehr Trainer der Nationalmannschaft – Vertrag des Italieners aufgelöst. Abgerufen am 27. Oktober 2024.</ref>
Al-Sadd[Bearbeiten]
Nach über einem Jahr ohne Verein wurde Mancini im November 2025 Cheftrainer beim katarischen Meister al-Sadd, wo er einen Vertrag bis zum Jahr 2028 erhielt.<ref>Mancini übernimmt katarischen Meister. Abgerufen am 15. November 2025.</ref> Er gewann in der Saison 2025/26 mit der Mannschaft die Qatar Stars League. Im Juni 2026 verkündete Mancini, dass er den Verein verlassen werde.<ref>Tim Bosnjak: Offiziell: Roberto Mancini verlässt Katar – Weg frei für Italien-Comeback. 14. Juni 2026, abgerufen am 14. Juni 2026.</ref>
Zweite Amtszeit bei der italienischen Nationalelf[Bearbeiten]
Im Juli 2026 wurde Mancini erneut als italienischer Nationaltrainer vorgestellt, nachdem zuvor Gennaro Gattuso von seinem Amt zurückgetreten war und die Kandidaten Pep Guardiola sowie Andrea Pirlo dem Verband nicht mehr zur Verfügung standen.<ref>sportschau.de: Italien holt Roberto Mancini als Nationaltrainer zurück. Abgerufen am 28. Juli 2026.</ref>
Titel als Spieler[Bearbeiten]
- International
- Europapokalsieger der Pokalsieger (2): 1990 (Sampdoria Genua), 1999 (Lazio Rom)
- UEFA-Super-Cup-Sieger: 1999 (Lazio Rom)
- National
- Italienischer Meister (2): 1991 (Sampdoria Genua), 2000 (Lazio Rom)
- Italienischer Pokalsieger (6): 1985, 1988, 1989, 1994 (alle Sampdoria Genua), 1998, 2000 (beide Lazio Rom)
- Italienischer Supercupsieger (2): 1991 (Sampdoria Genua), 1998 (Lazio Rom)
- Persönliche Auszeichnungen
- Oscar del Calcio (Bester Spieler der Serie A laut italienischem Spielerverband): 1997
- Guerin d’Oro (Bester Spieler der Serie A laut italienischer Sportpresse): 1988, 1991
Titel als Trainer[Bearbeiten]
Als Nationaltrainer[Bearbeiten]
- Europameister: 2021 (Italien)
Als Vereinstrainer[Bearbeiten]
- Italien
- Meister (3): 2006, 2007, 2008 (alle Inter Mailand)
- Pokalsieger (4): 2001 (AC Florenz), 2004 (Lazio Rom), 2005, 2006 (beide Inter Mailand)
- Supercupsieger (2): 2005, 2006 (beide Inter Mailand)
- England
- Meister: 2012 (Manchester City)
- Pokalsieger: 2011 (Manchester City)
- Supercupsieger: 2012 (Manchester City)
- Türkei
- Pokalsieger: 2014 (Galatasaray Istanbul)
- Katar
Persönliche Auszeichnungen[Bearbeiten]
- Panchina d’Oro: 2007/08
- Trainer des Monats der Premier League: Dezember 2010, Oktober 2011
- Enzo Bearzot Award: 2019
- Gazzetta Sports Award: Italiens Sportler des Jahres / Italiens Trainer des Jahres 2019
- World Soccer (Trainer des Jahres): 2021
- Globe Soccer Award (Bester Trainer des Jahres): 2021
- IFFHS Welt-Nationaltrainer: 2021
- Premio Bulgarelli Number 8 – Trainer der Saison: 2020/21
Ehrungen[Bearbeiten]
- 1991: Verdienstorden der Italienischen Republik (Ritter)
- 2021: Verdienstorden der Italienischen Republik (Großoffizier)
- 2021: Ehrendoktor in Sportwissenschaft (Scienze motorie e sportive) der Università degli Studi di Urbino „Carlo Bo“, Urbino<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig 'Esempio valori positivi', Mancini dottore dello Sport.] , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 4. Oktober 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
- 2021: Botschafter der Stadt Jesi<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig JESI / Roberto Mancini diventa Ambasciatore di Jesi.] In: qdmnotizie.it. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 4. Oktober 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
Privates[Bearbeiten]
Roberto Mancini ist verheiratet. Das Paar hat drei Kinder, eine Tochter und die beiden Söhne Filippo und Andrea, welche beide Fußballspieler sind.
Literatur[Bearbeiten]
- Gianluca Vialli, Roberto Mancini: La bella stagione Arnoldo Mondadori Editore, 2021, ISBN 978-88-04-73864-0.
- Marco Ansaldo, Renzo Parodi: Il bacio al pallone. Lo spirito vincente di Mancini e Vialli dallo scudetto della Sampdoria alla Nazionale. Il Canneto Editore, 2021, ISBN 979-12-80239-14-3.
- Marco Gaetani: Roberto Mancini, senza mezze misure 66thand2nd, 2021, ISBN 978-88-3297-177-4.
Weblinks[Bearbeiten]
- Vorlage:Metavorlage Fußballdatenbank
- Vorlage:Metavorlage Fußballdatenbank
- Roberto Mancini auf der Website der FIGC
- Mancini, Roberto. In: Enciclopedia on line. Istituto della Enciclopedia Italiana, Rom. Vorlage:Abrufdatum
- Offizielle Website (italienisch, englisch, französisch, spanisch)
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
Die Seite Vorlage:BoxenVerschmelzen/styles.css hat keinen Inhalt.
Vorlage:Navigationsleiste Europameister-Kader der italienischen Fußballnationalmannschaft 2021Vorlage:Navigationsleiste Fußball-EuropameistertrainerVorlage:Klappleiste/Anfang
Technische Kommission | Vittorio Pozzo | Technische Kommission | Vittorio Pozzo | Technische Kommission | Augusto Rangone | Carlo Carcano | Vittorio Pozzo | Technische Kommission | Giuseppe Viani | Giovanni Ferrari | Technische Kommission | Edmondo Fabbri | Technische Kommission | Ferruccio Valcareggi | Fulvio Bernardini | Technische Kommission | Enzo Bearzot | Azeglio Vicini | Arrigo Sacchi | Cesare Maldini | Dino Zoff | Giovanni Trapattoni | Marcello Lippi | Roberto Donadoni | Marcello Lippi | Cesare Prandelli | Antonio Conte | Gian Piero Ventura | Luigi Di Biagio (interim) | Roberto Mancini | Luciano Spalletti | Gennaro Gattuso | Silvio Baldini (interim)
Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Navigationsleiste Siegertrainer des türkischen FußballpokalsVorlage:Navigationsleiste Cheftrainer von Galatasaray Istanbul
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Mancini, Roberto |
| KURZBESCHREIBUNG | italienischer Fußballspieler und -trainer |
| GEBURTSDATUM | 27. November 1964 |
| GEBURTSORT | Jesi |
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