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Rodderberg

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Rodderberg
Blick vom Drachenfels auf den Rodderberg
Blick vom Drachenfels auf den Rodderberg
Höhe Vorlage:Höhe/Fmt m ü. NHN <ref name="Höhe">Angabe gemäß Digitale Topografische Karte 1:5.000 (DTK5)</ref>
Lage Rheinland-Pfalz / Nordrhein-Westfalen
Gebirge Rheinisches Schiefergebirge
Koordinaten 50° 38′ 29″ N, 7° 11′ 49″ OKoordinaten: 50° 38′ 29″ N, 7° 11′ 49″ O
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Typ erloschener Vulkan
Gestein u. a. Leucit-Nephelinit
Alter des Gesteins 800.000 Jahre
Besonderheiten Naturschutzgebiet
Datei:Rodderberg 002-.jpg
Rodderberg von Nordwesten. Im Hintergrund der Rhein und Bad Honnef.

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Der Rodderberg ist ein Vorlage:Höhe/Fmt m ü. NHN<ref name="Höhe" /> hoher, erloschener Vulkan im Osten der Gemeinde Wachtberg und im Norden der Stadt Remagen (Ortsbezirk Rolandswerth) nahe dem Bonner Ortsteil Mehlem. Das Gestein hat ein Alter von ca. 800.000 Jahren, die letzte Eruption wird auf 250–300.000 Jahre datiert. Der über 50 Meter tiefe kreisrunde Sprengtrichter mit einem Durchmesser von ca. 800 Metern ist noch heute als Bodensenke sichtbar. In einer ehemaligen Tuffgrube kann man einen Gang aus dem basaltähnlichen Leucit-Nephelinit betrachten.

Lage und Umgebung[Bearbeiten]

Der Rodderberg liegt direkt oberhalb vom nördlichen Ausgang des Mittelrheintals. Zusammen mit dem fast direkt gegenüberliegenden Drachenfels verengt er das Rheintal. Diese Engstelle bildet die Südgrenze der Kölner Bucht, während sich südlich dieser Engstelle die kleine Talverbreiterung von Oberwinter (linksrheinisch) und Bad Honnef und Rheinbreitbach (rechtsrheinisch) anschließt. Am Hang des Rodderbergs zum Rhein hin steht der Rolandsbogen, ein romantisch gelegener Ruinenrest der ehemaligen Höhenburg Rolandseck. Unterhalb des Rodderbergs liegen zwei Inseln im Rhein: Nonnenwerth und Grafenwerth.

Erreichbar ist der Berg über Bonn-Mehlem. Auf dem Weg dorthin befindet sich der Heinrichsblick<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Heinrichsblick im Naturpark Rheinland (Memento des Vorlage:Referrer vom 4. März 2016 im Internet Archive)Vorlage:Webarchiv/archiv-bot</ref>, einer der besten und bekanntesten Aussichtspunkte auf das Siebengebirge und frühere Richtstätte des Amtes Mehlem.

Naturschutzgebiet[Bearbeiten]

Der Rodderberg wurde bereits 1927 zum Naturschutzgebiet erklärt. Dieses Gebiet umfasst den nordrhein-westfälischen Teil des Rodderbergs östlich der Ortschaft Niederbachem der Gemeinde Wachtberg im Rhein-Sieg-Kreis und südlich des Ortsteils Mehlem der Bundesstadt Bonn.

Der südöstliche Teil des Rodderberges im Stadtteil Rolandswerth der Stadt Remagen gehört zu Rheinland-Pfalz und ist dort ebenfalls als Naturschutzgebiet ausgewiesen.

Siehe auch: Liste der Naturschutzgebiete im Landkreis Ahrweiler

Geologie[Bearbeiten]

In dem abflusslosen Krater lagerten sich über Jahrtausende Sedimente und Stäube ab und füllten ihn auf.

In den vergangenen Jahrzehnten wurden wiederholt Bohrungen und geowissenschaftliche Untersuchungen durchgeführt. Die früheste überlieferte Bohrung fand 1833 statt und war 19 Meter tief. Dabei handelte es sich um eine Brunnengrabung für den dortigen Broichhof. Im Jahr 2011 begann eine neue Serie von Bohrungen im Kraterzentrum durch das Leibniz-Institut für Angewandte Geophysik (LIAG). Die drei Forschungsbohrungen reichten in Tiefen von 74, 102 und 164,4 Metern.

Das Bohrprofil weist zunächst eine etwa 70 Meter dicke Füllung aus Löss, Löss-Derivaten und organischen See-Ablagerungen auf, gefolgt von 45 Metern vulkanischen Aschen und Schlacken. Ab einer Tiefe von 115 Metern bis zur Endteufe von 164,4 Metern ist massiver Basalt nachgewiesen. Im März 2012 wurden die Arbeiten am Bohrplatz abgeschlossen.<ref>Die Internetpräsenz des jüngsten Forschungsvorhabens Rodderberg auf den Seiten der <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />LIAG (Memento des Vorlage:Referrer vom 31. Januar 2012 im Internet Archive)Vorlage:Webarchiv/archiv-bot</ref>

Broichhof und Reitsport[Bearbeiten]

In dem Krater liegt der Broichhof, der ehemals eine Wasserburg in dem zu dieser Zeit sumpfigen Kratergrund war. Die ehemalige zweiteilige Wasserburg wurde im Mittelalter aufgegeben, aber 1635 von dem Kölner Stift St. Gereon wieder aufgebaut. Das Herrenhaus aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde aus Rodderberg-Lava errichtet. Seit 1811 befindet sich der Broichhof im Eigentum der Familie Schaefer, die dort hauptsächlich Landwirtschaft betrieb.

1965 pachtete Dirk Schneider die Reitanlage und gründete die Reitschule Rodderberg. Der 1969 gegründete Reit- und Jagdclub Rodderberg e. V. fördert insbesondere das Vielseitigkeitsreiten. Die Reitschule ist seit 1985 Landesstützpunkt der rheinischen Vielseitigkeitsreiterei, der Verein richtet seitdem regelmäßig größere Turniere aus.<ref>[Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden.] Archiviert vom Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar) am 4. März 2013; abgerufen am 21. November 2012.Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden.</ref> 1998 wurde die Rodderberg-Park-Turniersport GmbH als Ausrichter von nationalen und internationalen Turnieren gegründet, um den Verein als Veranstalter zu unterstützen. 2001 fand im Rodderberg Park erstmals ein CCIO*** in Deutschland statt.<ref>[Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden.] Archiviert vom Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar) am 12. März 2013; abgerufen am 21. November 2012.Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden.</ref>

Literatur[Bearbeiten]

  • Bruno P. Kremer, Landkreis Ahrweiler (Hrsg.): Der Rodderberg. Geo- und Biotop an der vulkanischen Nordostecke des Kreises Ahrweiler. In: Heimat-Jahrbuch Kreis Ahrweiler 2008, Weiss-Druck, Monschau 2007, ISSN 0342-5827, S. 103–109. [noch nicht für diesen Artikel ausgewertet]
  • Henrik Blanchard: Neue Erkenntnisse zur Eruptions- und Landschaftsgeschichte des Rodderbergs bei Bonn. Diplomarbeit am Geographischen Institut der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, September 2002. (PDF).
  • Wilhelm Meyer, Johannes Stets: Das Rheintal zwischen Bingen und Bonn. Gebrüder Borntraeger, Berlin/Stuttgart 1996, ISBN 3-443-15069-1. (Sammlung Geologischer Führer, Band 89)
  • Hans-Ulrich Schmincke: Vulkanismus. 2. Auflage. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2000, ISBN 3-534-14102-4.
  • Geologisches Landesamt Nordrhein-Westfalen (Hrsg.), Gangolf Knapp, Klaus Vieten: Geologische Karte von Nordrhein-Westfalen 1:25.000. Erläuterungen zu Blatt 5309 Königswinter. 3., überarbeitete Auflage, Krefeld 1995, S. 44.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Rodderberg – Sammlung von Bildern

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Einzelnachweise[Bearbeiten]

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