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Roelf Meyer

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Roelf Meyer, 2017

Roelf Meyer (* 16. Juli 1947 in Port Elizabeth; eigentlich Roelof Petrus Meyer) ist ein ehemaliger südafrikanischer Politiker sowie Geschäftsmann und politischer Berater. Er war für die damalige Regierung an den Verhandlungen zur Abschaffung der Apartheid maßgeblich beteiligt.<ref name="history">Porträt bei sahistory.org.za (englisch), abgerufen am 10. Februar 2015</ref>

Leben[Bearbeiten]

Roelf Meyers Eltern waren der Landwirt Hudson Meyer und seine Frau Hannah.<ref name="history" /> Er besuchte die Grundschule in Kareedouw, nach dem Umzug seiner Familie eine weiterführende Schule in Ficksburg und studierte unter anderem Rechtswissenschaften an der Universiteit van die Oranje-Vrystaat. 1968 erwarb er einen Bachelor of Commerce, 1971 einen Bachelor of Law.<ref name="bio">Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Biografie bei issafrica.org (Memento vom 27. September 2007 im Internet Archive) (englisch, PDF), abgerufen am 8. Februar 2015</ref><ref>Shelag Gastrow: Who’s Who in South African Politics. Number 5. Johannesburg 1995, S. 185</ref> In dieser Zeit war er Präsident des konservativen Afrikaanse Studentebond. Seinen Wehrdienst leistete er im Chor der South African Navy ab.<ref>De Wet, Potgieter: Total onslaught: Apartheid’s dirty tricks exposed. Zebra Press, Cape Town 2007, ISBN 978-1-77007-328-9, S. 286. Digitalisat</ref> Anschließend arbeitete er bis 1980 als Rechtsanwalt in Pretoria und Johannesburg.<ref name="bio" />

1979 wurde Meyer für die regierende Nasionale Party (NP) im Wahlkreis Johannesburg West in die Nationalversammlung gewählt.<ref name="history" /> Er gehörte dort zu den verligte, also eher reformbereiten Abgeordneten der NP. 1986 berief ihn Präsident Pieter Willem Botha zum stellvertretenden Minister of Law and Order (etwa: „Minister für Recht und Ordnung“).<ref name="history" /> 1988 wurde er stellvertretender Minister of Constitutional Development (etwa „Minister für Verfassungsentwicklung“) – dieses Amt behielt er bis 1991, als er von Präsident Frederik Willem de Klerk zum Verteidigungsminister ernannt wurde. In diesem Amt folgte er Magnus Malan nach. Bereits im Mai 1992 trat Meyer zurück, nachdem sich die Generäle gegen ihn aufgelehnt hatten. Er wurde von de Klerk zum Minister for Constitutional Affairs and of Communication berufen und war 1993 Verhandlungsführer der Regierung beim Multiparty Negotiations Forum, das das Gremium CODESA abgelöst hatte.<ref name="history" /> Ziel war die Hinführung Südafrikas zu freien Wahlen. In dieser Zeit entwickelte er freundschaftliche Beziehungen zum Verhandlungsführer des vormals verbotenen African National Congress (ANC), Cyril Ramaphosa.<ref name="history" /> Gleichzeitig arbeitete er eng mit Niel Barnard vom damaligen Geheimdienst National Intelligence Service zusammen, einem weiteren Befürworter der freien Wahlen.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Biografie Meyers bei history.de (Memento vom 25. Juli 2014 im Internet Archive), abgerufen am 8. Februar 2015</ref>

Meyer wurde neben Pravin Gordhan oberster Repräsentant im Transitional Executive Council (TEC, deutsch etwa „Übergangsexekutivrat“). Nach der ersten freien Wahlen 1994 wurde Meyer von Nelson Mandela in seinem Kabinett zum Minister of Provincial Affairs and Constitutional Development ernannt.<ref name="history" /> Hier arbeitete er erneut mit Ramaphosa zusammen, der Vorsitzender der Constitutional Assembly (etwa: „verfassungsgebende Versammlung“) war. 1996 trat Meyer zurück, um Generalsekretär der NP zu werden. Bald darauf schied die NP aus der Regierung aus. Meyer gelang es nicht, die NP gegen den Widerstand konservativer Kreise um Hernus Kriel auf einen Kurs zu bringen, der eine Zusammenarbeit mit der ANC-Regierung gewährleistete.<ref name="history" />

Im Jahr 1997 verließ Meyer die NP und musste daraufhin sein Abgeordnetenmandat aufgeben. Er gründete im selben Jahr mit Bantu Holomisa die Partei United Democratic Movement (UDM), die bei den Wahlen 1999 14 der 400 Mandate gewann. Meyer war erneut Abgeordneter sowie stellvertretender Präsident des UDM. 2000 verließ Meyer die Politik vorläufig,<ref name="history" /> 2006 trat er in den ANC ein.

Ab 2001 war Meyer als Geschäftsmann für die Tilca Infrastructure<ref name="history" /> und im Direktorium von ARMSCOR tätig. Außerdem arbeitete er als Berater bei Friedensbemühungen, unter anderem in Nordirland, Sri Lanka, Ruanda, Bahrain, im Baskenland und im Kosovo.<ref name="bio" /> Im April 2026 wurde Meyer vom südafrikanischen Präsidenten Cyril Ramaphosa zum Botschafter in den Vereinigten Staaten von Amerika ernannt.<ref>Nellie Peyton: South African president appoints Roelf Meyer as next ambassador to US, reuters.com, veröffentlicht und abgerufen am 14. April 2026.</ref>

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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