Rolph Trummer
Vorlage:Österreichbezogen Rolph (Rudolf) Trummer (* 19. April 1890 in Dietersdorf bei Straden<ref>Matricula Online – Straden, Taufbuch 17, 1890–, Seite 13, Eintrag Nr. 100, 2. Zeile.</ref>; † 17. September 1954 in Graz) war ein österreichischer Jurist und Politiker (VF).
Leben[Bearbeiten]
Rolph Trummer wurde in Dietersdorf als Sohn eines Landwirts und Gewerbetreibenden geboren.<ref name="SzbgChronik">Staatsrat Dr. Trummer Landeshauptmann von Steiermark. In: Salzburger Chronik. Tagblatt mit der illustrierten Beilage „Österreichische Woche“, 4. März 1938, S. 1 (online bei ANNO).</ref> Er studierte ab 1910 Rechtswissenschaften an der Universität Graz. 1914 meldete er sich freiwillig zum Militärdienst bei der Artillerie und diente im Ersten Weltkrieg von 1915 bis 1918 an der Südwestfront. Er erreichte dabei den Dienstrang eines Oberleutnants. Während des Krieges, im Jahr 1917 promovierte er.<ref name="SzbgChronik" />
Nach einem Gerichtsjahr arbeitete Trummer ab April 1922 als Rechtsanwalt, insbesondere im Fachgebiet der Land- und Forstwirtschaft sowie des landwirtschaftlichen, gewerblichen und industriellen Kreditwesens. 1930 eröffnete er seine eigene Kanzlei. Er war unter anderem Mitglied der Landes- und Bundeshandelskammer sowie Direktionsrat des Katholischen Preßvereins der Steiermark sowie Ausschussmitglied des christlich-deutschen Akademikerverbandes und Ausschussmitglied der Rechtsanwaltskammer. Er war engagiertes Mitglied der katholischen Studentenverbindung K.Ö.H.V. Carolina Graz sowie der K.Ö.St.V. Glückauf Leoben, beide im ÖCV.<ref>Gerhard Hartmann: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar).Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref>
Während der Zeit des autoritären Ständestaats wurde Trummer am 1. November 1934 Mitglied des Staatsrates. Bundeskanzler Kurt Schuschnigg setzte Trummer noch kurz vor dem Anschluss an die Spitze der Steiermark.<ref name="SusannePoeschl">Susanne Pöschl: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/WaybackSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplUtl“ ist nicht vorhanden., Steirische Rechtsanwaltskammer.</ref> Trummer war von 3. bis 11. März 1938 Landesrat der Steiermark und im selben Zeitraum auch, anstelle von Karl Maria Stepan, Landeshauptmann der Steiermark.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/WaybackSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplUtl“ ist nicht vorhanden..</ref> Entsprechend wechselte er am 4. März 1938 vom Staatsrat in den Länderrat, der ihn auch in den Bundestag entsandte. Von 1934 bis 1938 war Trummer auch Oberkurator der Landeshypothekenanstalt Steiermark.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/WaybackSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplUtl“ ist nicht vorhanden. Geschichte der Landeshypothekenanstalt Steiermark.</ref>
Während des „Anschlusses“ Österreichs an den NS-Staat und der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten wurde er – wie auch die gesamte Regierung – in der Nacht zum 12. März 1938 zur Niederlegung seiner Ämter gezwungen.
Gemäß der Verordnung der neuen Machthaber vom 27. September 1939 wurde Trummer auf die Liste der gelöschten Rechtsanwälte gesetzt.<ref name="SusannePoeschl" /> 1939 übersiedelte er nach Wien. Nach dem Attentat im Bürgerbräukeller im November 1939 wurde er von der Gestapo verhaftet. Im Jänner 1940 wurde er wieder freigelassen.
Nach Kriegsende kehrte Trummer nach Graz zurück und nahm seine Anwaltstätigkeit wieder auf. Von 1946 bis 1954 war er Richter und Mitglied des österreichischen Verfassungsgerichtshofs.<ref>Ehemalige Mitglieder des Verfassungsgerichtshofs ab 1945 im Webauftritt des Verfassungsgerichtshofs (abgerufen am 23. Oktober 2016).</ref>
Literatur[Bearbeiten]
- Gertrude Enderle-Burcel, Johannes Kraus: Christlich – Ständisch – Autoritär. Mandatare im Ständestaat 1934–1938. Hrsg.: Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes und Österreichische Gesellschaft für Historische Quellenstudien, Wien 1991, ISBN 3-901142-00-2, S. 248 f.
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
Erste Republik:
Wilhelm Kaan |
Anton Rintelen |
Franz Prisching |
Alfred Gürtler |
Hans Paul |
Anton Rintelen |
Alois Dienstleder |
Karl Maria Stepan |
Rolph Trummer
Nationalsozialismus (Gauleiter): Sepp Helfrich | Siegfried Uiberreither
Zweite Republik:
Reinhard Machold |
Anton Pirchegger |
Josef Krainer senior |
Friedrich Niederl |
Josef Krainer junior |
Waltraud Klasnic |
Franz Voves |
Hermann Schützenhöfer |
Christopher Drexler |
Mario Kunasek
Siehe auch: Liste der Landesregierungen der Steiermark
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Trummer, Rolph |
| ALTERNATIVNAMEN | Trummer, Rudolf |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichischer Jurist und Politiker |
| GEBURTSDATUM | 19. April 1890 |
| GEBURTSORT | Dietersdorf bei Straden |
| STERBEDATUM | 17. September 1954 |
| STERBEORT | Graz |
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- Landeshauptmann (Steiermark)
- Landeshauptmann-Stellvertreter (Steiermark)
- Mitglied des Verfassungsgerichtshofs (Österreich)
- Mitglied des Bundestages (Österreich)
- Mitglied des Länderrates (Österreich)
- Rechtsanwalt (Österreich)
- Absolvent der Universität Graz
- Korporierter im CV
- VF-Mitglied
- Oberleutnant (Österreich-Ungarn)
- Person (Cisleithanien)
- Österreicher
- Geboren 1890
- Gestorben 1954
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