Rose Liechtenstein
Rose Liechtenstein (26. März 1887 in Wronke, Kreis Samter<ref>Geburtsregister Standesamt Wronke, Nr. 128/1887</ref><ref>Heiratsregister Standesamt Berlin-Wilmersdorf, Nr. 436/1918</ref> als Rosa Lichtenstein – 22. Dezember 1955 in Tel Aviv, Israel) war eine deutsche Theater- und Filmschauspielerin der Stummfilmzeit.
Leben[Bearbeiten]
Sie war eine Tochter des Kantors Schmul Lichtenstein und seiner Ehefrau Martha geb. Finkelstein. Ihre Ausbildung erhielt sie an der Marie-Seebach-Schule, bevor sie 1909 nach Meiningen ging. Es folgten Engagements in Düsseldorf, Mannheim, Berlin und New York. 1915 spielte sie an Fronttheatern in den deutschbesetzten Gebieten in Belgien und Frankreich. Ab 1916 war sie dann auch im Filmgeschäft tätig.
Neben einer Reihe verschiedenartiger Stummfilme spielte sie Rollen in den Fritz-Lang-Filmen „Die Nibelungen, 2. Teil: Kriemhilds Rache“, „Metropolis“ und in seinem ersten Tonfilm „M – Eine Stadt sucht einen Mörder“, ihrem letzten Film vor der Emigration.
Neben ihrer Bühnentätigkeit gastierte sie in den 1920er Jahren auch beim Rundfunk in Berlin, wo sie als Sprecherin in Hörspielproduktionen der „Berliner Funk-Stunde“ besetzt war, z. B. 1929 in dem seinerzeit Aufsehen erregenden „Straßenmann“ von Hermann Kesser, bei dem Alfred Braun Regie führte<ref> vgl. hoerdat.in-berlin.de, vgl. dazu Reinhard Doehl, Westdeutscher Rundfunk : Versuch einer Geschichte und Typologie des Hörspiels in Lektionen. VGTHL 6 (zu Hermann Kesser: Straßenmann). Sendung WDR vom 21. Januar 1971</ref>. Der Hörer-Almanach „Künstler am Rundfunk“ auf das Jahr 1932 widmete ihr eine Seite, wo zu ihrem Photo zu lesen war: „Rose Lichtenstein war an zahlreichen Bühnen des In- und Auslandes tätig. Sie gastiert häufig bei der Berliner Funk-Stunde. Sie liebt ihr Heim und ihre Katzen, von denen sie vier Exemplare hat.“<ref>S. 58, vgl. Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.(KAR-058) ( des Vorlage:IconExternal vom 24. September 2015 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>.
Als Künstlerin jüdischer Abstammung floh sie 1933 vor den Nationalsozialisten nach Palästina. 1944 gehörte sie in Tel Aviv zum Gründungsteam des berühmten Theatron Kameri<ref> an dem auch der Schauspieler Michael Degen ein Jahr lang auftrat, ehe er 1951 wieder nach Deutschland zurückging, vgl. Rose Liechtenstein In: Exil-Archiv</ref>. Dort entwickelte sie sich „zur Adele Sandrock der Israeli“<ref>so Volker Wachter : Meininger Schauspieler und der Film. Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.PDF online ( des Vorlage:IconExternal vom 19. Juli 2011 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., Seite 7</ref>.
Sie verstarb 68-jährig in Tel Aviv.
Filmografie[Bearbeiten]
Die Seite Vorlage:Column-multiple/styles.css hat keinen Inhalt.
- 1916: Arme Eva Maria
- 1916: Freitag, der 13. Das unheimliche Haus. 2. Teil
- 1917: Der eiserne Wille
- 1917: Die zweite Frau
- 1918: Don Juans letztes Abenteuer
- 1919: Dämmernde Nächte
- 1919: Das Gebot der Liebe
- 1919: Das Geheimnis des Amerika-Docks
- 1919: Das Herz des Casanova
- 1919: Der Mädchenhirt (nach einer Vorlage von Egon Erwin Kisch)
- 1919: Die Bodega von Los Cuerros
- 1919: Die Braut des Cowboy
- 1919: Die Diamanten des Zaren
- 1919: Die Japanerin
- 1919: Die Toten kehren wieder - Enoch Arden
- 1919: Der Würger der Welt
- 1920: Moral
- 1920: Seine drei Frauen
- 1921: Der Passagier in der Zwangsjacke
- 1921: Die rätselhafte Zwölf
- 1921: Die Tigerin
- 1921: Wie das Mädchen aus der Ackerstraße die Heimat fand
- 1922: Im Glutrausch der Sinne, 2. Teil: Die geschminkte Frau
- 1924: Die Nibelungen, 2. Teil: Kriemhilds Rache
- 1926: Metropolis
- 1931: M
Literatur[Bearbeiten]
- Künstler am Rundfunk. Taschenalbum der Zeitschrift »Der Deutsche Rundfunk« (Hrsg.) ; Berlin, Verlag Rothgiesser & Diesing, 1932
- Volker Wachter : Meininger Schauspieler und der Film. PDF online, Seite 7–8
- Kay Weniger: „Es wird im Leben dir mehr genommen als gegeben …“. Lexikon der aus Deutschland und Österreich emigrierten Filmschaffenden 1933 bis 1945. Eine Gesamtübersicht. ACABUS Verlag, Hamburg 2011, ISBN 978-3-86282-049-8, S. 590.
- Lichtenstein, Rose, in: Frithjof Trapp, Bärbel Schrader, Dieter Wenk, Ingrid Maaß: Handbuch des deutschsprachigen Exiltheaters 1933–1945. Band 2. Biographisches Lexikon der Theaterkünstler. München : Saur, 1999, ISBN 3-598-11375-7, S. 581f.
- Lichtenstein, Rose, in: Joseph Walk (Hrsg.): Kurzbiographien zur Geschichte der Juden 1918–1945. München : Saur, 1988, ISBN 3-598-10477-4, S. 234
Weblinks[Bearbeiten]
- Rose Liechtenstein bei filmportal.de
- Vorlage:IMDb/1
- Rose Liechtenstein bei The German Early Cinema Database, DCH Cologne
- Rose Liechtenstein Biografie mit Bild bei cyranos.ch
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Liechtenstein, Rose |
| ALTERNATIVNAMEN | Lichtenstein, Rosa (Geburtsname); Lichtenstein, Rose; Liechtenstein, Rosa; Burchard, Rosa (Ehename) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Theater- und Filmschauspielerin der Stummfilmzeit |
| GEBURTSDATUM | 26. März 1887 |
| GEBURTSORT | Wronke, Kreis Samter |
| STERBEDATUM | 22. Dezember 1955 |
| STERBEORT | Tel Aviv, Israel |
- Seiten mit TemplateStyles-Fehlern
- Wikipedia:Seite mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Archivlinks 2024-04
- Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Archivlinks 2019-05
- Wikipedia:LCCN in Wikipedia fehlt, in Wikidata vorhanden
- Theaterschauspieler
- Stummfilmschauspieler
- Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus
- Deutscher Emigrant in Palästina zur Mandatszeit
- Deutscher
- Israeli
- Geboren 1887
- Gestorben 1955
- Frau