Roter Chinarindenbaum
Die Seite Vorlage:Taxobox/styles.css hat keinen Inhalt.
| Roter Chinarindenbaum | ||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Datei:Starr 020501-0059 Cinchona pubescens.jpg
Roter Chinarindenbaum (Cinchona pubescens) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
| ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Cinchona pubescens | ||||||||||||
| Vahl |
Der Rote Chinarindenbaum (Cinchona pubescens) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Chinarindenbäume (Cinchona) innerhalb der Familie der Rötegewächse (Rubiaceae). Sie ist in Mittel- und Südamerika weitverbreitet. Sie wird als Heilpflanze verwendet.
Beschreibung[Bearbeiten]
Der Rote Chinarindenbaum ist morphologisch variabel in Kultur und auch an den Wildstandorten.<ref name="FoC" /><ref name="RubiaceaeTropicos" />
Erscheinungsbild, Rinde und Blatt[Bearbeiten]
Der Rote Chinarindenbaum wächst als Baum oder Strauch und erreicht Wuchshöhen von 5 bis 8,<ref name="FoPanama" /> manchmal bis zu 12<ref name="FoC" /> Metern.<ref name="RubiaceaeTropicos" />
Die deutlich bittere Borke ist gräulich-braun, manchmal mit weißen und/oder Längsrissen. Die etwas abgeflachten bis fast stielrunden oder kantigen Zweige besitzen eine dicht fein oder kurzborstig bis flaumig behaarte oder verkahlende Rinde.<ref name="FoC" /> Getrocknete Rinde ist die grau oder rötlich-grau.<ref name="FoPanama" /><ref name="RubiaceaeTropicos" />
Bei den abgeflachten Knospen sind die Nebenblätter aufrecht und aneinander gedrückt. Die gegenständig an den Zweigen angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Der 1,5 bis 4<ref name="FoC" /> oder bis zu 8<ref name="FoPanama" /> Zentimeter lange Blattstiel ist dicht kurz flaumig bis kurz-borstig behaart, verkahlend oder kahl.<ref name="RubiaceaeTropicos" /><ref name="FoC" /> Die einfache Blattspreite ist bei einer Länge von selten 5 bis,<ref name="RubiaceaeTropicos" /> 10 bis 24,5,<ref name="FoC" /> manchmal bis zu 30<ref name="FoPanama" /> Zentimetern sowie einer Breite von selten 2,<ref name="RubiaceaeTropicos" /> 5,5 bis 17,<ref name="FoC" /> manchmal bis zu 20<ref name="FoPanama" /> Zentimetern eiförmig, eiförmig-elliptisch, fast kreisförmig oder elliptisch-länglich mit keilförmiger, stumpfer bis gerundeter oder gestutzter Spreitenbasis und stumpfem bis gerundetem,<ref name="FoC" /><ref name="RubiaceaeTropicos" /> oder breit-dreieckigem<ref name="FoPanama" /> oberen Ende. Die Blattoberseite ist fein bis fein-flaumig behaart und die -unterseite ist fein bis kurz-borstig behaart. Die Blattspreite wird beim Trocknen pergamentartig und rot. Die Laubblätter sind oft, mindestens anfangs, rötlich gefärbt. Es liegt Fiedernervatur vor und es sind 6 bis 11,<ref name="FoC" /><ref name="RubiaceaeTropicos" /> selten bis zu 13 bogenförmige Seitennerven auf jeder Seite des auf beiden Blattseiten erhabenen, relativ dünnen Mittelnerves vorhanden. Die untersten Seitennerven entspringen dem Mittelnerv oft in einem rechten Winkel.<ref name="FoPanama" /> Es sind gut entwickelte, haarige Domatien an den Laubblättern vorhanden;<ref name="FoC" /> sie können auch reduziert sein oder fehlen<ref name="RubiaceaeTropicos" />. Die interpetiolaren oder nur kurz um den Zweig verwachsenen Nebenblätter sind bei einer Länge von 12 bis 26 Zentimetern relativ groß, verkehrt-eiförmig bis zungenförmig, ganzrandig, enden fast spitze, stumpf bis meist breit-gerundet und sind fein behaart oder selten verkahlend; sie fallen ab.<ref name="FoC" /><ref name="RubiaceaeTropicos" />
Blütenstand und Blüte[Bearbeiten]
Endständig und oft auch in den Blattachseln der obersten Laubblätter stehen über einem Blütenstandsschaft die Blütenstände. Die zusammengesetzten, rispigen, zymösen Blütenstände sind besitzen eine Länge sowie einen Durchmesser von 5 bis 25,<ref name="FoC" /><ref name="RubiaceaeTropicos" /> manchmal bis zu 35<ref name="FoPanama" /> Zentimetern und enthalten viele Tragblätter sowie Blüten. Die Blütenstandsachsen sind kurz flaumig bis kurz-borstig behaart<ref name="FoC" /> und die Verzweigungen sind gegenständig, wobei die untersten bis zu 15 Zentimeter lang sind<ref name="FoPanama" />. Die Tragblätter sind bei einer Länge von 0,5 bis 3 Millimetern dreieckig. Der Blütenstiel ist 1 bis 3 Millimeter lang.<ref name="FoC" />
Die duftenden, zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch, fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf Kelchblätter sind untereinander auf etwa 1/3 ihrer Länge und mit einem Teil des Fruchtknotens verwachsen; diese fein behaarte Struktur (manchmal als Hypanthium<ref name="RubiaceaeTropicos" /> bezeichnet) ist bei einer Länge von 2 bis 3 Millimetern sowie einer Breite von 2 bis 2,5 Millimetern ellipsoid oder verkehrt-kegelförmig bis verkehrt-kegelförmig-länglich.<ref name="FoC" /><ref name="FoVenezuela" /><ref name="RubiaceaeTropicos" /> Der freie Bereich der Kelchblätter ist 1,5 bis 3 Millimeter lang, dreieckig mit spitzem oberen Ende und kurz flaumig bis kurz-borstig behaart.<ref name="RubiaceaeTropicos" /> Die fünf Kelchzähne sind mit einer Länge von 0,5 bis 1 Millimetern relativ kurz und dreieckig mit spitzem bis zugespitztem oberen Ende.<ref name="FoC" /><ref name="FoVenezuela" /> Der Kelch besitzt oben einen Durchmesser von etwa 3 Millimetern.<ref name="FoVenezuela" /> Die fünf weißen oder rosa- bis purpurfarbenen Kronblätter sind stieltellerförmig verwachsen.<ref name="RubiaceaeTropicos" /> Die bei einer Länge von 8,5 bis 14 Millimetern zylindrische Kronröhre ist außen kurz bis flaumig behaart bis verkahlend und innen kahl.<ref name="FoC" /><ref name="FoVenezuela" /> Der Kronschlund ist innen kahl oder meist dicht flaumig behaart.<ref name="RubiaceaeTropicos" /> Die fünf Kronlappen sind bei einer Länge von 4 bis 6 Millimetern sowie einer Breite von 1,5 bis 2 Millimetern eiförmig-lanzettlich mit spitzem, stumpfem oder gerundetem oberen Ende, außen filzig behaart, innen kahl und besitzen dicht bewimperte bis zottig behaarte Ränder.<ref name="FoC" /><ref name="FoVenezuela" /><ref name="RubiaceaeTropicos" /> Es ist ein Kreis mit fünf fertilen Staubblättern vorhanden; sie sind in der Kronröhre inseriert und überragen die Kronröhre nicht oder höchstens etwas. Der Diskus ist wenig fein-flaumig bis borstig behaart.<ref name="FoVenezuela" /> Die bei einer Länge von etwa 2 Millimetern<ref name="FoVenezuela" /> kurzen bis gut ausgebildeten Staubfäden sind kahl.<ref name="FoC" /> Die Staubbeutel sind 2,5 bis 3,9 Millimeter lang.<ref name="FoVenezuela" /><ref name="RubiaceaeTropicos" /> Zwei Fruchtblätter sind zu einem unterständigen, zweikammerigen Fruchtknoten verwachsen. In jeder Fruchtknotenkammer befinden sich viele Samenanlagen in zentralwinkelständiger Plazentation. Der kahle, 6 bis 13 Millimeter lange Griffel endet in zwei Griffelästen mit 1,5 bis 4 Millimeter langen Narben.<ref name="FoC" /><ref name="FoVenezuela" /><ref name="RubiaceaeTropicos" />
Frucht und Samen[Bearbeiten]
Der Fruchtstiel ist relativ kurz.<ref name="FoPanama" /> Die fein (golden<ref name="FoPanama" />) behaarten bis verkahlenden Kapselfrüchte sind bei einer Länge von 1 bis 1,8, bis zu 4,1 Zentimetern sowie einer Breite von 5 bis 7 Millimetern fast zylindrisch bis schmal-ellipsoid<ref name="FoC" /> mit feinen Längsrippen.<ref name="RubiaceaeTropicos" /><ref name="FoPanama" /> Die septizide Kapselfrucht öffnet sich bei Reife mit zwei Klappen von ihrer Basis aus; manchmal öffnen sich nicht vollständig reife Früchte vom oberen Ende aus.<ref name="RubiaceaeTropicos" /> Die steif papierartigen bis holzigen Kapselfrüchte besitzen oft Lentizellen und enthalten viele Samen.<ref name="FoC" /> Auf der Kapselfrucht sitzt der haltbare, 1 bis 2 Millimeter Kelch, der breiter ist als das obere Ende der Frucht.<ref name="FoPanama" />
Die bei einer Länge von 7 bis 12 Millimetern sowie einer Breite von 2 bis 3 Millimetern (einschließlich Flügel) mittelgroßen Samen sind unregelmäßig ellipsoid, länglich bis spindelförmig und etwas abgeflacht. Die Samen besitzen am Rand einen häutigen Flügel, der unregelmäßig ausgebissen sein kann.<ref name="RubiaceaeTropicos" /> Die Samen enthalten ein fleischiges Endosperm und die zwei Keimblätter (Kotyledonen) sind eiförmig.<ref name="FoC" />
Inhaltsstoffe[Bearbeiten]
Die Rinde und die Wurzeln des Rote Chinarindenbaum enthalten unter anderem Catechol-Tannine, Alkaloide wie die China-Alkaloide Chinin, Chinidin, Cinchonin, Cinchonidin sowie Cinchonain-Ia und Cinchonain-Ib.<ref name="Dr. Dukes" />
Phänologie[Bearbeiten]
In China reicht die Blüte- und Fruchtzeit von Juni bis Februar.<ref name="FoC" /> Auf Galápagos blüht und fruchtet Cinchona pubescens fast das ganze Jahr über mit einer Hauptblütezeit von August bis Oktober und die meisten Früchte reifen von Dezember bis März.<ref name="GlobalInvasiveSpeciesDatabase" />
Ökologie[Bearbeiten]
Als Symbiose bildet Cinchona pubescens arbuskuläre Mykorrhiza. Vegetative Vermehrung bis zu einige Meter vom ursprünglichen Exemplar entfernt mit unterirdischen Wurzelausläufern.<ref name="GlobalInvasiveSpeciesDatabase" />
Die jährliche Produktion an relativ kleinen Samen ist hoch. Die Ausbreitung von Cinchona pubescens erfolgt durch den Wind mit den geflügelten Samen (Anemochorie). Die Samen überdauern im Boden weniger als ein Jahr.<ref name="GlobalInvasiveSpeciesDatabase" />
Vorkommen[Bearbeiten]
Das neotropische natürliche Verbreitungsgebiet von Cinchona pubescens reicht von den zentralamerikanischen Staaten Costa Rica sowie Panama<ref name="FoPanama" /> (Chiriqui) bis zu den hauptsächlich westlichen südamerikanischen Staaten Venezuela, Bolivien<ref name="BoliviaCatalogue" />, Kolumbien, Ecuador<ref name="CoVPoEcuador" /> sowie Peru.<ref name="PeruChecklist" /><ref name="WCSP" /><ref name="GRIN" /> Sie gedeiht in Höhenlagen von 600 bis 3300 Metern und kommt in Südamerika hauptsächlich in den Anden vor.<ref name="FloraMesoamericana" /><ref name="RubiaceaeTropicos" /> Natürliche Vorkommen von Cinchona pubescens liegen meist in Bergwäldern.<ref name="RubiaceaeTropicos" /> Cinchona pubescens gedeiht besonders gut auf reichen, sauren Böden über Vulkangestein mit hohen Anteil an organischen Bestandteilen, aber auch an felsigen Standorten.<ref name="GlobalInvasiveSpeciesDatabase" />
Cinchona pubescens ist beispielsweise in Tansania, auf den Kapverden, St. Helena, Hawaii, Tahiti, in Mikronesien, auf Karibischen Inseln und auf den Galapagosinseln ein Neophyt.<ref name="GRIN" /><ref name="GlobalInvasiveSpeciesDatabase" /><ref name="Hear" /> Die auch ursprünglich schon weitverbreitete Cinchona pubescens gehört zu den weltweit problematischen invasiven Pflanzenarten.<ref name="Jäger2007" /><ref name="GlobalInvasiveSpeciesDatabase" /><ref name="Hear" /><ref name="RubiaceaeTropicos" /> Cinchona pubescens besiedelt landwirtschaftliche Flächen, Forstbestände, natürliche Wälder, Grasländer, Strauchvegetation, Küstengebiete und Ödland. Am häufigsten ist Cinchona pubescens auf gestörten Flächen, besonders nach Bränden zu finden.<ref name="GlobalInvasiveSpeciesDatabase" />
Als invasive Pflanze ist Cinchona pubescens problematisch, da sie schnell wächst und ein weites, dichtes Kronendach bildet. Als Strauch- und Baumschicht besiedelt Cinchona pubescens vorher unbewaldete Flächen. Sie verdrängt und beschattet die natürliche Vegetation. Es kommt zu einem dramatischen Verlust der Artenvielfalt. Die Ausbreitung von Cinchona pubescens erfolgt durch den Wind mit den geflügelten Samen und bis zu einige Meter vom ursprünglichen Exemplar entfernt durch vegetative Vermehrung mit unterirdischen Wurzelausläufern.<ref name="GlobalInvasiveSpeciesDatabase" />
Die Bekämpfung von Cinchona pubescens ist schwierig, weil ein Abholzen alleine nicht ausreicht, denn Baumstümpfe und Wurzeln treiben wieder aus. Auch Herbizide werden zur Bekämpfung eingesetzt.<ref name="GlobalInvasiveSpeciesDatabase" />
Die Art zählt zu den 100 gefährlichsten Neobiota weltweit.
Systematik[Bearbeiten]
Die Erstveröffentlichung von Cinchona pubescens erfolgte 1790 durch Martin Vahl in Skrifter af Naturhistorie-Selskabet, 1, S. 19. Ein Homonym ist Cinchona pubescens Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Endl. (in Botanische Zeitung (Berlin), 1, 1843, S. 459 veröffentlicht).<ref name="Tropicos" /> Synonyme für Cinchona pubescens Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Vahl sind: Cinchona pubescens var. cordataDie Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt. DC., Cinchona pubescens var. ovata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Ruiz & Pav.) DC., Cinchona pubescens var. pelletieriana Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Wedd.) Wedd., Cinchona pubescens var. purpurea Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Ruiz & Pav.) Wedd., Cinchona caloptera Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Miq., Cinchona chomeliana Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Wedd., Cinchona colorata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Laubert ex B.D.Jacks., Cinchona cordifolia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Mutis ex Humb., Cinchona coronulata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Miq., Cinchona decurrentifolia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Pav., Cinchona elliptica Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Wedd., Cinchona govana Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Miq., Cinchona howardiana Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Kuntze, Cinchona lechleriana Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Schltdl., Cinchona lutea Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Pav., Cinchona morado Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Ruiz, Cinchona obovata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Pav. ex Howard, Cinchona ovata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Ruiz & Pav., Cinchona palescens Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Vell., Cinchona pallescens Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Ruiz ex Vitman nom. illeg., Cinchona pelalba Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Pav. ex DC., Cinchona pelletieriana Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Wedd., Cinchona platyphylla Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Wedd. nom. illeg., Cinchona purpurascens Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Wedd., Cinchona purpurea Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Ruiz & Pav., Cinchona purpurea Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Vell. nom. illeg., Cinchona rosulenta Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Howard ex Wedd., Cinchona rotundifolia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Pav. ex Lamb., Cinchona rubicunda Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Tafalla ex Wedd. nom. nud., Cinchona rufinervis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Wedd., Cinchona rugosa Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Pav. ex DC., Cinchona subsessilis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Miq., Cinchona succirubra Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Pav. ex Klotzsch, Cinchona tucujensis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.H.Karst., Cinchona goudotiana Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Klotzsch ex Triana. Es wird kein beschriebenes Subtaxon akzeptiert.<ref name="WCSP" /><ref name="Tropicos" />
Cinchona pubescens bildet mit anderen Arten in den Überlappungsgebieten Hybriden, die die Unterscheidung der verwandten Cinchona-Arten erschwert.<ref name="RubiaceaeTropicos" />
Trivialnamen[Bearbeiten]
Trivialnamen in anderen Sprachen sind (Auswahl):<ref name="MMPND" /><ref name="GlobalInvasiveSpeciesDatabase" />
- Englisch: Jesuits' bark, Quinine, Quinine tree, Red cinchona, Red Peruvian bark
- Französisch: Quinquina rouge
- Portugiesisch: Quina-do-Amazonas, Quineira (in Brasilien)
- Spanisch: Cascarilla, Cascarilla gallingo, Cinchona, Corteza de quina, Quina roja, Quinina roja, Varona, Cascarilla amarga (in Bolivien), Cascarilla gallinzo (in Bolivien)
- Katalanisch: Quina roja
- Italienisch: China pubescente, China rossa, Corteccia di china
- Chinesisch: 鸡纳树 Jī nà shù, ji na shu
- Japanisch: アカキナノキ Aka kina no ki, キナオフィ Kinaofi, キナモウソウチク Kinamousouchiku
- Koreanisch: 기나 나무 Gina namu, 킨키나나무 Kinkina namu
- Vietnamesisch: Canhkina đỏ
- Bengalisch: কুইনিন গাছ Ku'inina gācha, সিনকোনা পিউবেসেনস Sinakōnā pi'ubēsēnasa
- Tamilisch: Kalumakitam, Koyna, Kunavanacceti, Shurap-pattai
- Hindi: सुगंध मूल Suganadh mul
- Sanskrit: Kunayana, सुगंधमूल Sugandhamūla
- Griechisch: Κιγχόνη η χνοώδης Kinchónē ē chnoṓdēs, Κιγχόνη η ερυθρόχυμος Kinchónē ē erythróchymos
- Arabisch: أحمر الكينا النباح, لِحاءُ اليَسُوْعِيِّين, لحاء الكينا
- Russisch: Цинхона пушистая Tsinkhona pushistaya, Цинхона опушенная Tsinkhona opushennaya, Цинхона сококрасная Tsinkhona sokokrasnaya
Nutzung[Bearbeiten]
Cinchona pubescens wird in einigen tropischen Ländern in Plantagen angebaut und ist die am häufigsten kultivierte Art der Gattung Cinchona. Cinchona pubescens ist der häufigste Kreuzungspartner bei Cinchona-Hybriden.<ref name="FoC" /><ref name="HenriettesHerbal" /><ref name="RubiaceaeTropicos" /> In den Plantagen werden meist Hybriden angepflanzt.<ref name="Mansfeld" />
Die Rinde des Roten Chinarindenbaumes, die sogenannte Chinarinde (Name der früher auch kurz China<ref>Ullrich Rainer Otte: Jakob Calmann Linderer (1771–1840). Ein Pionier der wissenschaftlichen Zahnmedizin. Medizinische Dissertation, Würzburg 2002 (mit Textedition von Lehre von den gesammten Zahnoperationen. 1834), hier: S. 89.</ref> genannten Droge, vom Quechua-Wort „kina-kina“ bzw. „quina-quina“, „Rinde der Rinden“ als Bezeichnung für die als Heilmittel gebrauchte („peruvianische“) Rinde vom Roten Chinarindenbaum<ref>Brockhaus-Enzyklopädie. 24 Bände. 19. Auflage. Mannheim 1987, Band 4, S. 486.</ref>), bezeichnet auch als Cortex peruvianus, Cinchonae Rubrae Cortex, englisch Peruvian bark, quinine, red cinchona, red Peruvian-bark und redbark, besitzt, ähnlich wie Cinchona officinalis, einen hohen Chinin- und Chinidingehalt. Sie wurde medizinisch vielfältig eingesetzt.<ref name="HenriettesHerbal" /> Die Droge wird besonders gegen Malaria eingesetzt.<ref name="RubiaceaeTropicos" /> Weitere wichtige medizinische Einsatzgebiete sind als ein bitteres verdauungsfördendes Mittel, um Magensäfte zu stimulieren, gegen nächtliche Beinkrämpfe, gegen Darmparasiten sowie -protozoen und Herzrhythmusstörung sowie andere Herzbeschwerden. In der Volksmedizin nutzt man hauptsächlich die schmerzstillenden, antibakteriellen, antifungiellen, antiseptischen, adstringenten, verdauungsstimulierenden, fiebersenkenden, nervenberuhigenden, ausgleichenden und insektiziden Wirkungen.<ref name="Raintree" />
Als Jesuiten im 17. Jahrhundert den chinesischen Kaiser durch Chinarinde, die bisher unbekannt war, von einer Krankheit heilten, mussten sie von ihm das Geschenk von 200.000 Franken in Gold annehmen, ob sie wollten oder nicht. Ja, der Kaiser war so entzückt über seine Jesuiten, dass er eigens eine Gesandtschaft an König Ludwig XIV. von Frankreich abschickte, mit der Bitte, um neue Missionäre.<ref>A. Ender: Die Geschichte der Katholischen Kirche. S. 790.</ref>
1820 isolierten Pelletier und Caventou ein Alkaloidderivat, das den Namen Chinin bekam, in der Cinchona-Rinde, das den höchsten Antimalaria-Effekt besaß. Es wurde eine Methode entwickelt, um diesen Inhaltsstoff aus natürlicher Rinde extrahieren zu können, um eine Antimalariadroge verkaufen zu können. Die Rinde von Cinchona pubescens enthält 4,5 bis 8,5 % Alkaloide, beziehungsweise 1 bis 3 % Chinin. Es werden beispielsweise Tabletten, Arzneikapseln und Tinkturen hergestellt.<ref name="Raintree" />
Wichtige Inhaltsstoffe sind die China-Alkaloide, Chinin, Cinchonidin, Cinchonin, Chinidin, Hydro-Chinidin, Chininamin, Hydro-Chininamin, Chinasäure, bittere amorphe Glucoside, Stärke und Calciumoxalate.<ref name="Grieve1931" />
Das Chinin, das aus der Rinde extrahiert wird, verwendet man bei Lebensmitteln als Bitterstoff von Tonic Water, einigen Likören, einigen kohlensäurehaltigen Getränken, Backwaren und Süßigkeiten. Die Chinin-Alkaloide, die aus der Rinde extrahiert werden, verwendet man bei der Produktion von Haaröl sowie -Shampoo, Sonnenöl, Insektiziden, als ein Vulkanisierungszusatzstoff in der Gummiindustrie und zur Behandlung von bestimmten Metallen.<ref name="UsefulTropicalPlantsDb" />
Auf Galápagos wird aus größeren Bäumen Bauholz hergestellt.<ref name="GlobalInvasiveSpeciesDatabase" />
Quellen[Bearbeiten]
- Tao Chen, Charlotte M. Taylor: Cinchona.: Cinchona pubescens, S. 89 - textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Flora of China Editorial Committee: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China. Volume 19: Cucurbitaceae through Valerianaceae, with Annonaceae and Berberidaceae. Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 28. Februar 2011, ISBN 978-1-935641-04-9. (Abschnitt Beschreibung)
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="Tropicos"> Cinchona pubescens bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="RubiaceaeTropicos"> Cinchona pubescens bei Tropicos.org. In: Rubiaceae. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="FoPanama"> Cinchona pubescens bei Tropicos.org. In: Flora of Panama (WFO). Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="PeruChecklist"> Cinchona pubescens bei Tropicos.org. In: Peru Checklist. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="CoVPoEcuador"> Cinchona pubescens bei Tropicos.org. In: Catalogue of the Vascular Plants of Ecuador. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="BoliviaCatalogue"> Cinchona pubescens bei Tropicos.org. In: Bolivia Checklist. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="FloraMesoamericana"> Cinchona pubescens bei Tropicos.org. In: Flora Mesoamericana. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="FoVenezuela"> J. A. Steyermark: Rubiaceae. In: Flora de Venezuela, Tomo 9, 1, 1974, S. 49, Tafel 3 (Beschreibung der Blüte von Cinchona pubescens online bei Cinchona pubescens bei Tropicos.org. In: Flora of Panama (WFO). Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum) </ref> <ref name="WCSP">Vorlage:WCSP</ref> <ref name="FoC"> Tao Chen, Charlotte M. Taylor: Cinchona.: Cinchona pubescens, S. 89 - textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Flora of China Editorial Committee: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China. Volume 19: Cucurbitaceae through Valerianaceae, with Annonaceae and Berberidaceae. Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 28. Februar 2011, ISBN 978-1-935641-04-9. </ref> <ref name="Jäger2007"> Heinke Jäger, Alan Tye, Ingo Kowarik: Tree invasion in naturally treeless environments: Impacts of quinine (Cinchona pubescens) trees on native vegetation in Galápagos. In: Biological Conservation. Band 140, Nr. 3–4, Dezember 2007, S. 297–307, doi:10.1016/j.biocon.2007.08.014. </ref> <ref name="GlobalInvasiveSpeciesDatabase">Datenblatt bei der Global Invasive Species Database der IUCN. (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Januar 2023. Suche im Internet Archive) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.)</ref> <ref name="Hear"> Forest Starr, Kim Starr, Lloyd Loope, 2003: PDF bei Hear.Org. </ref> <ref name="HenriettesHerbal"> Liste der Datenblätter zu Cinchona pubescens bei Henriette's Herbal Homepage. </ref> <ref name="Mansfeld"> Cinchona pubescens bei Mansfeld-Datenbank für landwirtschaftliche und gärtnerische Kulturpflanzen = Mansfeld's World Database of Agriculture and Horticultural Crops.</ref> <ref name="Raintree"> Leslie Taylor: Datenblatt bei Raintree's Tropical Plant Database. </ref> <ref name="UsefulTropicalPlantsDb"> Ken Fern: Datenblatt bei Useful Tropical Plants Database. </ref> <ref name="Grieve1931"> Maud Grieve: A Modern Herbal, 1931: online.</ref> <ref name="MMPND"> Michel H. Porcher: Datenblatt bei Multilingual Multiscript Plant Name Database = MMPND.</ref> <ref name="Dr. Dukes">Vorlage:DrDukesDB</ref> </references>