Rotfahnenelfe
Die Seite Vorlage:Taxobox/styles.css hat keinen Inhalt.
| Rotfahnenelfe | ||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Datei:MonographTrochi3Goul 0144.jpg
Rotfahnenelfen (Chaetocercus jourdanii) – drei männliche Vögel und ein Weibchen (Mitte) | ||||||||||
| Systematik | ||||||||||
| ||||||||||
| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||
| Chaetocercus jourdanii | ||||||||||
| (Bourcier, 1839) |
Die Rotfahnenelfe (Chaetocercus jourdanii), manchmal auch Rosenelfe genannt, ist eine Vogelart aus der Familie der Kolibris (Trochilidae). Die Art hat ein großes Verbreitungsgebiet, das die Insel Trinidad sowie die Länder Venezuela und Kolumbien umfasst. Der Bestand wird von der IUCN als „nicht gefährdet“ (least concern) eingeschätzt.
Merkmale[Bearbeiten]
Die Rotfahnenelfe erreicht eine Körperlänge von etwa 7 cm, wobei der gerade Schnabel 1,3 cm lang ist. Die Oberseite des Männchens schimmert grün. Die purpurne Kehle wird unten von einem breiten weißen Band begrenzt, welches sich bis in die seitlichen Flanken zieht. Hinter dem Auge haben die Männchen einen dünnen weißen Augenstrich. Der restliche Teil der Unterseite ist grün. An den Flanken unter den Flügeln befindet sich ein großer weißer Fleck, der nur im Flug zu erkennen ist. Der Schwanz ist stark gegabelt, wobei die Basis und der Schaft der Schwanzfedern rötlich-braun gefärbt sind. Die Oberseite des Weibchens gleicht der des Männchens, doch hat es dunkle Ohrdecken. Die Unterseite ist weiß mit einer leichten Ockertönung und einer schwach ausgeprägten helleren Sichel, die sich über die Brust zieht. Der Augenstrich hinter dem Auge ist hell ockerfarben. Die zentralen Steuerfedern sind dunkelgrün, die äußeren drei Paare rötlich-braun mit einem dunkleren subterminalen Band.<ref name="hilty435">Steven Leon Hilty u. a. (2002), S. 435.</ref>
Verhalten[Bearbeiten]
Meist sieht man Rotfahnenelfen hoch oben auf offenen Ästen sitzen oder schwirrend den Nektar blühender Bäume saugen. Ihr Flug ähnelt dem von Bienen. Gelegentlich fliegen sie auch die Blüten von Büschen der mittleren Straten in den Wäldern bzw. an Waldrändern an. Wie viele andere kleine Kolibris rauben sie gern Nektar von Blüten, die von größeren Kolibri-Arten bewacht werden, oder fliegen Pflanzen an, die nur wenig Nektar produzieren und deshalb für größere Kolibris nicht genügend Ausbeute versprechen.<ref name="hilty436">Steven Leon Hilty u. a. (2002), S. 436.</ref>
Lebensraum[Bearbeiten]
Bevorzugte Habitate sind feuchte bis nasse Wälder und Waldränder, ältere sekundäre Baumlandschaften, blühende Gärten und gelegentlich offene Gebiete, die nicht allzu weit von Waldgebieten entfernt sind. Meist kommen Rotfahnenelfen in Höhen zwischen 900 und 2500 Metern vor. Sie tauchen nur unregelmäßig auf und scheinen während der Regenzeit von Mai bis November eher in die unteren Höhen zu ziehen.<ref name="hilty436" />
Fortpflanzung[Bearbeiten]
Melbourne Armstrong Carriker beobachtete im Departamento de Norte de Santander zwei brütende Weibchen im November.<ref name="hilty300">Steven Leon Hilty u. a. (1986), S. 300.</ref>
Lautäußerungen[Bearbeiten]
Der Ruf der Rotfahnenelfe klingt wie dünne lispelnde tssit-Töne, die sie drei- bis viermal wiederholt.<ref name="hilty436" />
Unterarten[Bearbeiten]
(Lithografie von Henry Constantine Richter nach einer Zeichnung von John Gould, 1857)
Es sind drei Unterarten bekannt:<ref>IOC World Bird List Hummingbirds</ref>
- Chaetocercus jourdanii andinus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Phelps & Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Phelps Jr, 1949<ref name="phelps185">William Henry Phelps, S. 185.</ref> – Diese Subspezies ist im Nordosten Kolumbiens und Westen Venezuelas verbreitet. In Venezuela ist sie in der Sierra de Perijá im Bundesstaat Zulia, den Anden im Süden Táchiras und dem Süden Laras zu finden.<ref name="hilty436" /> Die Färbung der Kehle der Männchen liegt zwischen Magentarot und Purpur.<ref name="phelps185" />
- Chaetocercus jourdanii rosae (Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Bourcier & Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Mulsant, 1846)<ref name="bourcier316">Jules Bourcier u. a. (1846), S. 316.</ref> – Diese Subspezies wurde zunächst als eigene Art Calothorax rosae und erst später als Unterart der Rotfahnenelfe angesehen. Sie ist im Norden Venezuelas verbreitet. Hier ist sie in der Sierra de San Luis, im Bundesstaat Falcón, den nördlichen Kordilleren von Yaracuy und den Dependencias Federales präsent. Die Männchen haben eine magentarote Kehle.<ref name="hilty436" />
- Chaetocercus jourdanii jourdanii (Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Bourcier, 1839)<ref name="bourcier295">Jules Bourcier (1839), S. 295.</ref> – Die Nominatform kommt im Nordosten Venezuelas, in den Bergen des Bundesstaats Sucre und im Norden von Monagas sowie auf Trinidad vor.<ref name="hilty436" />
Etymologie und Forschungsgeschichte[Bearbeiten]
Jules Bourcier beschrieb die Rotfahnenelfe unter dem Namen Ornismya Jourdanii. Das Typusexemplar stammte aus Trinidad.<ref name="bourcier295" /> Im Jahr 1855 stellte sie George Robert Gray in die neue Gattung Chaetocercus.<ref name="gray22">George Robert Gray, S. 22.</ref> Dieser Name setzt sich aus den griechischen Wörtern {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) für „langes fliegendes Haar“ und {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) für „Schwanz“ zusammen.<ref name="jobling98">James A. Jobling, S. 98.</ref> Das Artepitheton jourdanii ist Claude Jourdan (1803–1873) aus Heyrieux gewidmet.<ref name="bourcier228">Jules Bourcier (1840), S. 228.</ref> John Gould schrieb zur Namensgebung in seinem Text zu seiner Tafel aus dem Jahr 1861, dass Jourdan Zoologe und Direktor des Musée d’histoire naturelle – Guimet in Lyon war.<ref name="gould150">John Gould, Tafel 150 plus Text, Volume 3. Diese entspricht der Lieferung 21 aus dem Jahre 1861.</ref><ref name="waterhouse46">Frederick Herschel Waterhouse, S. 46. Hier wird das Publikationsjahr, Lieferung mit den Tafel in A monograph of the Trochilidæ, dargestellt.</ref> Rosae ist Rose Duquaire (1799–1881) geb. Mulsant gewidmet.<ref name="bourcier317">Jules Bourcier u. a. (1846), S. 317.</ref> Andinus ist das lateinische Wort für andin, von Andinum für Anden.<ref name="jobling47">James A. Jobling, S. 47.</ref>
Literatur[Bearbeiten]
- Steven Leon Hilty, John A. Gwynne, Guy Tudor: Birds of Venezuela. Princeton University Press, Princeton 2002, ISBN 0-691-09250-8 (online [abgerufen am 24. Dezember 2014]).
- Steven Leon Hilty, William Leroy Brown: A Guide to the Birds of Colombia. Princeton University Press, Princeton 1986, ISBN 978-0-691-08372-8 (online [abgerufen am 24. Dezember 2014]).
- James A. Jobling: Helm Dictionary of Scientific Bird Names. Christopher Helm, London 2010, ISBN 978-1-4081-2501-4.
- Jules Bourcier: Description de quelques espèces nouvelle d’Oiseaux-Mouches. In: Revue Zoologique par La Société Cuvierienne. Band 2, 1839, S. 294–295 (online [abgerufen am 24. Dezember 2014]).
- Jules Bourcier: Description et figures des trois espèces nouvelles d’oiseaux-mouches. In: Annales des sciences physiques et naturelles, d'agriculture et d'industrie. Band 3, 1840, S. 225–228 (online [abgerufen am 29. Dezember 2014]).
- Jules Bourcier, Étienne Mulsant: Description de vingt espèces nouvelles d’oiseaux-mouches. In: Annales des sciences physiques et naturelles, d'agriculture et d'industrie. Band 9, 1846, S. 312–332 (online [abgerufen am 24. Dezember 2014]).
- William Henry Phelps, William Henry Phelps, Jr.: Seven new subspecies of birds from Venezuela. In: Proceedings of the Biological Society of Washington. Band 62, 1949, S. 185–196 (online [abgerufen am 24. Dezember 2014]).
- George Robert Gray: Catalogue of the genera and subgenera of birds contained in the British Museum. Printed by order of the Trustees, London 1855 (online [abgerufen am 24. Dezember 2014]).
- John Gould: A monograph of the Trochilidæ, or family of humming-birds. Band 3, Lieferung 21. Taylor and Francis, London 1861 (online [abgerufen am 24. Dezember 2014]).
- Frederick Herschel Waterhouse: The dates of publication of some of the zoological works of the late John Gould, F.R.S. R. H. Porter, London 1885 (online [abgerufen am 24. Dezember 2014]).
Weblinks[Bearbeiten]
- [[[:Vorlage:IUCN/Weblink]] Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:IUCN“ ist nicht vorhanden.] in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2016. Eingestellt von: BirdLife International, 2016. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.
- Factsheet auf BirdLife International
- Vorlage:EBird.org
- Rotfahnenelfe (Chaetocercus jourdanii) bei Avibase
- Chaetocercus jourdanii im Integrated Taxonomic Information System (ITIS)
- xeno-canto: Tonaufnahmen – Rotfahnenelfe (Chaetocercus jourdanii)
- Rufous Shafted Woodstar (Chaetocercus jourdanii) in der Encyclopedia of Life. (englisch).
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />