Zum Inhalt springen

Rotmoosache

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Rotmoosache
Datei:Rotmoosache (12813662434).jpg
Die Rotmoosache im Rotmoostal

Die Rotmoosache im Rotmoostal

Daten
Gewässerkennzahl AT: 2-8-92-30-2
Lage Ötztaler Alpen, Tirol
Flusssystem Donau
Abfluss über Gurgler Ache → Ötztaler Ache → Inn → Donau → Schwarzes Meer
Ursprung am Rotmoosferner
46° 49′ 23″ N, 11° 3′ 8″ O
 {{#coordinates:46,822934|11,052326|
dim= globe= name=Ursprung Rotmoosache region=AT-7 type=waterbody
  }} 
Quellhöhe 2660 m ü. A.<ref name="tiris" />
Mündung oberhalb von Obergurgl in die Gurgler AcheKoordinaten: 46° 51′ 29″ N, 11° 0′ 41″ O
 {{#coordinates:46,858137|11,01132|primary
dim= globe= name=Mündung Rotmoosache region=AT-7 type=waterbody
  }}
46° 51′ 29″ N, 11° 0′ 41″ O {{#coordinates:46,858137|11,01132|
dim= globe= name=Mündung Rotmoosache region=AT-7 type=waterbody
  }} 
Mündungshöhe 1950 m ü. A.<ref name="tiris" />
Höhenunterschied 710 m
Sohlgefälle ca. 12 %
Länge ca. 5,8 km<ref name="tiris" />
Einzugsgebiet 11,8 km²<ref name="tiris">TIRIS – Tiroler Rauminformationssystem</ref>
Gemeinden Sölden
Datei:Obergurglcreek.jpg
Die Rotmoosache unterhalb der Schönwieshütte

Die Rotmoosache unterhalb der Schönwieshütte

Die Rotmoosache ist ein Gletscherbach in den Ötztaler Alpen in Tirol.

Lauf und Landschaft[Bearbeiten]

Die Rotmoosache wird von Rotmoos- und Wasserfallferner gespeist. Sie fließt in nordwestlicher Richtung durch das relativ ebene Rotmoostal. Durch ständige dynamische Umformungen hat sie ein bis zu 50 m breites Bachbett geschaffen. Insbesondere im Sommer erhält sie von links zahlreiche Zuflüsse aus Schmelzwassern des Hangererferners. Unterhalb der Schönwieshütte wendet sie sich nach Norden und fließt durch eine steile, tief eingeschnittene Schlucht, bevor sie von rechts in die Gurgler Ache mündet. Sie weist ein durchschnittliches Gefälle von 7,2 % auf.<ref name="fuereder">Leopold Füreder: Hochalpine Flusslandschaft Rotmoos. In: Eva Maria Koch, Brigitta Erschbamer (Hrsg.): Glaziale und periglaziale Lebensräume im Raum Obergurgl. Alpine Forschungsstelle Obergurgl – Band 1, Innsbruck University Press, Innsbruck 2010, ISBN 978-3-902719-50-8, S. 185–202 (PDF; 1 MB)</ref>

Einzugsgebiet und Wasserführung[Bearbeiten]

Das natürliche Einzugsgebiet der Rotmoosache beträgt 11,8 km², davon sind rund 4,1 km² (35 %) vergletschert<ref name="fuereder" />. Der höchste Punkt im Einzugsgebiet ist der Mittlere Seelenkogel mit 3424 m ü. A.

Die Rotmoosache weist ein für einen Gletscherbach typisches Abflussregime mit jahres- und tageszeitlich stark schwankender Wasserführung auf. Die höchsten Abflüsse treten in den Sommermonaten Juni bis August mit Abflussspitzen um 2,5 m³/s auf.<ref name="fuereder" />

Ökologie[Bearbeiten]

Die ökologischen Verhältnisse sind durch Schmelzwässer mit ihren großen Schwankungen, geringer Temperatur (0 bis 6 °C) und geringer Nährstoffkonzentration geprägt. Dadurch weist die Rotmoosache wie andere Gletscherbäche eine artenarme, aber speziell an die extremen Umweltbedingungen angepasste Fauna auf. Dazu zählen die im Wasser lebenden Larven von Eintagsfliegen, Steinfliegen, Köcherfliegen und Zuckmücken. Im Quellbereich findet sich der Alpenstrudelwurm, in rascher fließenden Abschnitten Kleinkrebse der Ordnung Harpacticoida.<ref name="fuereder" />

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Rotmoosache – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />