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Rubidiumhydroxid

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Kristallstruktur
Kristallstruktur von Rubidiumdeuterohydroxid
Vorlage:Farbe Rb+ 0 Vorlage:Farbe O2−0 Vorlage:Farbe D+<ref>Die Strukturbestimmung wurde an der deuterierten Verbindung durchgeführt, um genauere Wasserstoffpositionen ermitteln zu können.</ref>
Allgemeines
Name Rubidiumhydroxid
Verhältnisformel RbOH
Kurzbeschreibung

Weiße Kristalle<ref name="Sigma" />

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer
PubChem 62393
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1492: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1492: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 102,48 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

3,20 g·cm−3<ref name="Patnaik">Pradyot Patnaik: Handbook of Inorganic Chemicals. McGraw-Hill, 2003, ISBN 0-07-049439-8, S. 800.</ref>

Schmelzpunkt

301 °C<ref name="Patnaik"/>

Löslichkeit

gut löslich in Wasser (1730 g·l−1 bei 30 °C<ref name="Lide">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref>) und Ethanol<ref name="Patnaik"/>

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="Sigma">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei Sigma-AldrichVorlage:Abrufdatum (PDF).</ref>
Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 314
P: 260​‐​280​‐​303+361+353​‐​304+340+310​‐​305+351+338​‐​363<ref name="Sigma" />
Thermodynamische Eigenschaften
ΔHf0

−418 kJ·mol−1<ref>Vorlage:Holleman-Wiberg</ref>

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Rubidiumhydroxid ist eine chemische Verbindung des Rubidiums. Sie gehört zur Stoffgruppe der Hydroxide und ist eine starke Base. Sie liegt in Form eines farblosen Feststoffs vor.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]

Rubidiumhydroxid kann durch langsame Reaktion von elementarem Rubidium mit gasförmigem Wasser im leichten Vakuum gewonnen werden. Eine direkte Reaktion mit Wasser würde dagegen explosionsartig verlaufen.

<math>\mathrm{2 \ Rb + 2 \ H_2O \longrightarrow 2 \ RbOH + \ H_2}</math>

Reines Rubidiumhydroxid bzw. deren wässrige Lösung kann durch Fällung mit Bariumhydroxid aus einer Rubidiumsulfatlösung gewonnen werden.<ref name="Patnaik"/>

<math>\mathrm{Rb_2SO_4 + Ba(OH)_2 \longrightarrow 2\ RbOH + BaSO_4 \downarrow}</math>

Eigenschaften[Bearbeiten]

Rubidiumhydroxid bildet temperaturabhängig vier verschiedene Phasen aus.<ref>H. Jacobs, B. Mach, H.-D. Lutz, J. Henning: Bindungsverhältnisse in den kristallinen Phasen von Rubidiumhydroxid und -deuterohydroxid, RbOH und RbOD. In: Zeitschrift für anorganische und allgemeine Chemie, 544, 1987, S. 28–54, doi:10.1002/zaac.19875440104.</ref> Bis 265 K ist eine orthorhombische Phase mit der Vorlage:Raumgruppe und den Gitterparametern a = 4,124 Å, b = 11,18 Å und c = 4,211 Å (bei 193 K) stabil. Zwischen 265 K und 367 K liegt eine monokline Struktur mit der Raumgruppe Vorlage:Raumgruppe und den Gitterparametern a = 4,151 Å, b = 4,245 Å, c = 6,030 Å und β = 104,3° (bei 338 K) vor. Zwischen 367 K und 511 K ist die Struktur ebenfalls monoklin mit der Raumgruppe Vorlage:Raumgruppe, a = 4,158 Å, b = 4,276 Å, c = 6,054 Å und β = 103,7° (bei 423 K). Oberhalb von 511 K ist die Struktur kubisch, Raumgruppe Vorlage:Raumgruppe, a = 6,080 Å (bei 550 K). Außerdem sind ein Monohydrat und ein Dihydrat bekannt. Das Monohydrat kristallisiert orthorhombisch, Raumgruppe Vorlage:Raumgruppe, mit den Gitterparametern a = 4,120 Å, b = 11,24 Å und c = 6,080 Å.<ref>H. Jacobs, T. Tacke, J. Kockelkorn: Hydroxidmonohydrate des Kaliums und Rubidiums; Verbindungen, deren Atomanordnungen die Schreibweise K(H2O)OH bzw. Rb(H2O)OH nahelegen. In: Zeitschrift für anorganische und allgemeine Chemie, 516, 1984, S. 67–78, doi:10.1002/zaac.19845160910.</ref> Das Dihydrat kristallisiert tetragonal, Raumgruppe Vorlage:Raumgruppe, a = 7,349 Å, c = 13,87 Å.<ref>H. Jacobs, A. Schardey: Ein ungewöhnliches H-Brückenbindungssystem in Rubidium-hydroxiddihydrat, RbOH·2 H2O. In: Zeitschrift für anorganische und allgemeine Chemie, 565, 1988, S. 34–40, doi:10.1002/zaac.19885650104.</ref>

Rubidiumhydroxid besitzt ähnliche chemische Eigenschaften wie Natrium- oder Kaliumhydroxid, ist jedoch eine stärkere Base. Es reagiert mit Kohlenstoffdioxid unter Bildung von Rubidiumcarbonat.<ref name="Patnaik"/>

Verwendung[Bearbeiten]

Rubidiumhydroxid wird als Katalysator in oxidativen Chlorierungen verwendet. Daneben kann es auch als starke Base genutzt werden. Eine mögliche Anwendung ist die als Elektrolyt für Akkumulatoren, die bei niedrigen Temperaturen eingesetzt werden.<ref name="Patnaik"/>

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang Lithiumhydroxid | Natriumhydroxid | Kaliumhydroxid | Rubidiumhydroxid | Caesiumhydroxid Vorlage:Klappleiste/Ende Vorlage:HinweisbausteinVorlage:Wikidata-Registrierung