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Rudolf Fick

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Datei:Fick Rudolf ca 1925.png
Rudolf Fick, um 1925
Datei:Rudolf Armin Fick zum 60. Geburtstag uc1.b3774670-seq 213.jpg
Fotoporträt des Anatomen und Begründers der Gelenkmechanik Rudolf Armin Fick um 1925
Datei:Handbuch der Anatomie des Menschen - Bardeleben.jpg
Titelblatt des von Karl von Bardeleben herausgegebenen Handbuches der Anatomie des Menschen in 8 Bänden, Band 2
Datei:Rudolf Fick. Handbuch der Anatomie und Mechanik der Gelenke unter Berücksichtigung der bewegenden Muskeln - Band 2.jpg
Titelseite des "Handbuches der Anatomie und Mechanik der Gelenke" (Band 2)

Rudolf Armin Fick (geboren am 24. Februar 1866 in Zürich; gestorben am 23. Mai 1939 in Berlin) war ein deutscher Anatom, Pathologe und Hochschullehrer.

Leben und Werk[Bearbeiten]

Rudolf Fick kam als Sohn des Anatomen und Physiologen Adolf Fick und dessen Frau Emilie, geborene von Cölln, am 24. Februar 1866 in Zürich zur Welt.<ref name="NDB" />

Er studierte in Würzburg, Marburg, Zürich und Erlangen und promovierte im Jahre 1888. 1889 wurde er Assistent in Würzburg bei Albert von Koelliker, 1891 Prosektor der Anatomie an der Universität Würzburg, wo er 1892 mit einer Studie über die Arbeitsleistung der auf die Fußgelenke wirkenden Muskeln, die in der Festschrift für Kölliker abgedruckt wurde, habilitierte. In seiner Habilitationsarbeit nahm er die Studien von Guillaume-Benjamin Duchenne wieder auf, freilich mit modernerer Methodik.

Ebenfalls 1892 folgte er einem Ruf an die Universität Leipzig als Prosektor und außerordentlicher Professor der Anatomie. 1905 ging er an die Deutsche Universität Prag, heute Karl-Ferdinands-Universität, und wurde dort Lehrstuhlinhaber und Direktor des Anatomischen Instituts. Im Jahr 1909 wechselte er an die Universität Innsbruck. In Innsbruck arbeitete er während des 1. Weltkrieges in der orthopädischen Abteilung der Chirurgischen Klinik. Im Ergebnis dieser Tätigkeit erschienen verschiedene orthopädische Arbeiten, die sich mit der Länge der Muskelbündel und muskelmechanischen Problemen beschäftigten. Im Jahre 1917 folgte Fick einem Ruf an die Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin, wo er als Nachfolger von Heinrich Wilhelm Waldeyer bis zu seinem Ruhestand 1934 die Anatomische Anstalt leitete.<ref name="NDB" />

Zu seinen Schülern gehörte der spätere Nobelpreisträger Werner Forßmann. Forßmann beschrieb ihn in seinen Lebenserinnerungen als „modernen Anatomen“, der gemeinsam mit anderen „das Fach aus einer Altersstarre, in das es versunken war, erweckten.“<ref name="Forßmann 1972_58" /> Seit dem Jahr 1915 war er Mitglied der Leopoldina, seit 1918 ordentliches Mitglied der Preußischen Akademie der Wissenschaften<ref>Mitglieder der Vorgängerakademien. Rudolf Fick. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, abgerufen am 20. März 2015.</ref> und seit 1924 korrespondierendes Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften.<ref>Walther Vogt: Rudolf Fick. In: Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Abteilung der Bayerischen Akademie der Wissenschaften zu München. Nr. I, 1940, S. 59–60 (badw.de [PDF; abgerufen am 3. Februar 2017]).</ref>

Das Hauptarbeitsgebiet von Rudolf Fick waren die Muskel- und Gelenkmechanik. Aus seinen diesbezüglichen Studien heraus entstand zwischen 1904 und 1911 das »Handbuch der Anatomie und Mechanik der Gelenke«<ref>Das »Handbuch der Anatomie und Mechanik der Gelenke« erschien in drei Bänden als Band 2 (»Bänder, Gelenke und Muskeln«), 1. Abteilung (»Gelenke«), Teile 1–3 des Handbuches der Anatomie des Menschen in acht Bänden, in Verbindung mit Prof. Dr. A. von Brunn in Rostock, Prof. Dr. J. Disse in Marburg ... Prof. Dr. Ziehen in Berlin herausgegeben von Prof. Dr. Karl von Bardeleben in 3 Unterbänden (=Teile 1–3)

Rudolf Fick starb am 23. Mai 1939 in Berlin. Er war verheiratet mit Frieda Prym, Tochter des Mathematikers Friedrich Prym, und hatte drei Söhne und zwei Töchter.<ref name="NDB" />

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="Forßmann 1972_58">Werner Forßmann: Selbstversuch. Erinnerungen eines Chirurgen. Droste Verlag, Düsseldorf 1972, S. 58.</ref> <ref name="NDB">Manfred Stürzbecher: Fick, Rudolf Armin. In: Neue Deutsche Biographie. (NDB). Band 5. Duncker & Humblot, Berlin 1961, ISBN 3-428-00186-9, S. Vorlage:VonBis (deutsche-biographie.de).</ref> </references>

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