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Rusteberg (Adelsgeschlecht)

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Datei:Rusteberg-Wappen Sm.png
Wappen derer von Rusteberg

Rusteberg ist der Name eines alten Adelsgeschlechts im Eichsfeld.

Datei:Merian 1646 Das Veste Ampt und Berghaus Ruestenberg im Eychsfeld.jpg
Die Burg Rusteberg als Namensgeber mehrerer Adelsfamilien

Namensgleichheit[Bearbeiten]

Bis ins 13. Jahrhundert nannten sich Ritter und niedere Adlige nach dem Ort oder der Burg, wo sie wohnten oder als Burgherren eingesetzt waren. Wurden sie auf einer anderen Burg ansässig, wechselten sie auch ihren Namen. Erst danach legten sie sich feste Namen nach ihrem Hauptsitz zu, so geschehen auch auf dem Rusteberg. Beispiele für Adlige anderer Familien, die sich nach der Burg Rusteberg benannten, wo sie als Burgherren oder Vizedome eingesetzt waren:

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste Erwähnung eines Adalbert von Rusteberg ist für das 1143 belegt.<ref name="Wolf Urkundenbuch">Johann Wolf: Eichsfeldisches Urkundenbuch nebst der Abhandlung von dem Eichsfeldischen Adel. Göttingen 1819, §3 Seite 17</ref> Mitglieder der Familie von Rusteberg waren als Ministerialen der Mainzer Kurfürsten auf der Burg Rusteberg eingesetzt. Vermutlich entstammen sie dem in Uder ansässigen Adelsgeschlecht de Othera bzw. de Knorr, genannt von Knorr,<ref>B. Siebert: Uder und seine Geschichte. Ein Beitrag zur politischen und wirtschaftlichen Geschichte des Eichsfeldes, insbesondere des Amtes Rusteberg. Druck und Verlag Cordier Heiligenstadt 1938, Seite 156 ff.</ref> die Wappen derer von Rusteberg und von Knorr zeigen die gleichen Symbole (Schenkbecher oder Mühleisen).<ref>Peter Anhalt: Mühleisen im Wappen von Rusteberg und von Knorr. In: Eichsfelder Heimatzeitschrift – Die Monatsschrift für alle Eichsfelder. S. 237–241 im Heft 7/8, Juli/August 2012 (PDF; 4,3 MB), nach Harald v. Knorring: Sigillen från 1200-tales Rusteberg. Die Siegel von Rusteberg im 13. Jahrhundert. Uppsala 2011.</ref>

Die Familie von Rusteberg konnte ihren Einfluss im Eichsfeld und im oberen Leinetal ausdehnen, wurde mit Gütern belehnt und erwarb dort zahlreiche Besitzungen (unter anderem in Kalteneber, Reckershausen, Vatterode, Rohrberg, Rustenfelde). Ende des 13. Jahrhunderts sind sie durch Erbschaft in den Besitz derer von Ballenhausen gekommen, welches später wiederum an die Bodenhausen gelangte.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.ballenhausen.de (Memento des Vorlage:IconExternal vom 10. Dezember 2015 im Internet Archive; PDF)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/ballenhausen.de Geschichte von Ballenhausen</ref> 1318 kam der Ort Deiderode als braunschweigisch-lüneburgisches Lehen für kurze Zeit an Arnold von Rusteberg.

1337 erwarben Otto von Rusteberg, Johann von Wintzingerode, Bertold von Worbis und Heinrich Wolf gemeinsam die Burg und Herrschaft Budenstein. Im gleichen Jahr waren die Herren von Rusteberg Pfandbesitzer von Burg Arnstein, 1342 wurden sie dort wegen Raubrittertums durch den Mainzer Erzbischof Heinrich und dem Landgrafen von Hessen Heinrich II. vertrieben, die Burg gelangte danach an die Familie von Berlepsch.

Im Jahre 1437 waren die Herren von Rusteberg ausgestorben.<ref>Carl Philipp Emil von Hanstein, Urkundliche Geschichte des Geschlechts der von Hanstein. Reprint: Verlag Mecke Duderstadt 2007, Seite 622</ref>

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen zeigt einen zweihenkeligen Schenkbecher. Die Tingierung ist nicht bekannt.<ref>J. Siebmacher’s grosses und allgemeines Wappenbuch. VI. Band, 6. Abteilung; Ausgestorbener Preussischer Adel: Provinz Sachsen. Verfasser: G.A. von Mülverstedt, Ad. M. Hildebrandt. Bauer & Raspe, Nürnberg 1884, S. 139, Tafel 91</ref>

Es besteht eine Wappen- und wahrscheinlich auch Stammesverwandtschaft mit den ebenfalls eichsfeldischen von Knorring.

Vertreter[Bearbeiten]

Datei:Wettiner LandV. T.40.10 Rusteberg.jpg
Das Siegel des Otto von Rusteberg im Jahr 1339
  • Hartwig von Rusteberg (Hardewicus de Rusteberch) (1144, 1150), Burgmann oder Vogt auf Burg Hardenberg<ref>Johann Wolf: Das Geschlecht der edlen Herren von Rosdorf: durch Urkunden erläutert. Göttingen 1812, Seiten 11–12</ref>
    • die Brüder Olderich und Hertwig von Rusteberg als Zeugen (1155)<ref>RIplus Regg. EB Mainz 1 [n. 1950], in: Regesta Imperii Online, URI: regesta-imperii.de abgerufen am 3. April 2020.</ref>
  • Otto und Arnold von Rusteberg (1254) in Ballenhausen, (1269) Burgmänner auf Burg Gleichen<ref>genealogieonline.nl GenealogieOnline</ref>
  • Arnold von Rusteberg (1300), im St. Martinstift Heiligenstadt<ref name="Wolf Urkundenbuch" />
  • Otto und Konrad von Rusteberg (1331), Burgmänner auf Burg Rusteberg<ref name="Wolf Urkundenbuch" />
  • Thile von Rusteberg (1363), Ritter
  • Hermann von Rusteberg (1379), Amtmann über Witzenhausen<ref>lagis-hessen.de</ref>
  • Brüder Otto, Arnold II., Johann und Friedrich von Rusteberg (1386)<ref name="Wolf Urkundenbuch" /> (Arnold 1388, 1398)<ref>Landgrafen-Regesten online Nr. 11131. Regesten der Landgrafen von Hessen. (Stand: Dezember 2011). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).</ref>
  • Bernhard von Rusteberg (1398), Edelman und mainzischer Lehnsmann<ref>Registereintrag Rusteberg: Bernhard von. In: Die Regesten der Mainzer Erzbischöfe; ingrossaturbuecher.de abgerufen am 31. Dezember 2017.</ref>
  • Fridericus von Rusteberg, Abt in Kloster Ilfeld (1407–1418)
  • Heinrich von Rusteberg (1419), erhält vom Hessischen Landgrafen Ludwig die Kemenate auf Schloss Arnstein (1/4 des Arnstein) als Pfand<ref>Landgrafen-Regesten online Nr. 2746. Regesten der Landgrafen von Hessen. (Stand: Dezember 2011). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).</ref>
  • Arnold und sein Sohn Hans von Rusteberg (1424), verkaufen Arnolds Schwester Bertha eine jährliche Rente

Literatur[Bearbeiten]

  • Peter Anhalt: Mühleisen im Wappen von Rusteberg und von Knorr. In: Eichsfelder Heimatzeitschrift – Die Monatsschrift für alle Eichsfelder, S. 237–241 im Heft 7/8, Juli/August 2012
  • Harald von Knorring: Die Siegel derer von Rusteberg und ihre Deutung. In: EJb, 2016, 24, S. 35–74.
  • Harald von Knorring: Sigillen från 1200-talets Rusteberg. Die Siegel von Rusteberg im 13. Jahrhundert. Uppsala 2011, ISBN 978-91-633-9534-5, 158 Seiten.
  • Otto Posse: Rusteberg, Uder, Knorr, Schadeberg In: Die Siegel des Adels der Wettiner Lande. Band V. Verlag Baensch Stiftung, Dresden 1917, S. 88–89.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Rusteberg family – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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