Ruth Rieser
Ruth Rieser (* 31. März 1965 als Ruthild Rieser<ref>Kleinbürger (Besetzung). Theater in der Josefstadt, 1996, abgerufen am 1. Oktober 2025.</ref><ref>Ruthild Rieser. In: Filmography. Abgerufen am 1. Oktober 2025.</ref> in Klagenfurt) ist eine österreichische Schauspielerin, Drehbuchautorin, Filmregisseurin und Produzentin.
Leben[Bearbeiten]
Ruth Rieser begann ihre Schauspielausbildung am Mozarteum in Salzburg und schloss 1989 ihr Diplom am Max-Reinhardt-Seminar in Wien ab. 1990 studierte sie auch an der École Supérieure d'art Dramatique du Théâtre National de Strasbourg in Frankreich, später studierte sie Theaterwissenschaften an der Universität Wien und schloss ihr Magisterstudium mit einer Diplomarbeit über Eleonora Duse ab.<ref name="bio">Biographie auf ruthrieser.net, abgerufen am 8. Mai 2016</ref>
Rieser spielte ab 1988 in Kurz- und Fernsehfilmen mit. Bekanntheit erlangte sie unter anderem durch ihre Rolle als Lotte Zweig im Spielfilm Lost Zweig, der von Stefan Zweigs Zeit im brasilianischen Exil handelt. Für diese Rolle wurde sie 2003 mit dem Candango des Festival de Brasília als Best Actress ausgezeichnet. Gebürtig, eine Romanverfilmung von Robert Schindel in Co-Regie mit Lukas Stepanik, ist ein weiterer Kinofilm, in dem sie Susanne Ressel spielt.
Neben Film- und Fernsehproduktionen nahm sie unter anderem Engagements am Stadttheater Klagenfurt, dem Theater in der Josefstadt und am Staatstheater Stuttgart wahr. 2011 war im Gartenbaukino die Filmpremiere ihres ersten Dokumentarfilms du und ich, der von der Beziehung einer körperlich beeinträchtigten Frau zu ihrem nicht behinderten Lebensgefährten handelt.
2013 gründete sie die RR* Filmproduktion. 2014 entstand der Kinodokumentarfilm Peter Turrini: Rückkehr an meinen Ausgangspunkt, Kinostart war 2016. Er wurde von der Akademie ROMY als Bester Kinodokumentarfilm 2017 ausgezeichnet.
2016 hatte ihr erster Kinderspielfilm Kinderzauber (The Magic of Children/Enfants et Merveilles) mit dem Pantomimen Samy Molcho, 27 Kindern und „Circus Dimitri“ seine Festivalpremiere. 2021 hatte ihr dritter Kinodokumentarfilm, Auslegung der Wirklichkeit – Georg Stefan Troller, im Mai 2021 seine Premiere beim DOKfest München. Der österreichische Kinostart war am 5. November 2021 im Metro Kinokulturhaus Wien.
Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]
Als Schauspielerin[Bearbeiten]
- 1981: Schöne Tage
- 1992: Leas Hochzeit (TV)
- 1996: Die Josefs-Trilogie
- 1997: Die Schuld der Liebe
- 1999: Kommissar Rex (TV-Serie, Folge 5x05: Trügerische Nähe)
- 2002: Lost Zweig
- 2002: Gebürtig
- 2002: Tatort: Tödliche Tagung (TV)
- 2010: Schnell ermittelt, Folge Nico Hartmann
Als Regisseurin und Drehbuchautorin[Bearbeiten]
- 2011: du und ich (A, doc., 103 min., UT in E und auf DVD)
Als Regisseurin, Drehbuchautorin und Produzentin[Bearbeiten]
- 2016: Peter Turrini. Rückkehr an meinen Ausgangspunkt (A, doc., 95 min ., UT in D, E und F und auf DVD ) © RR* Filmproduktion (plus 100 min. Lesungen mit dem Autor auf DVD )
- 2017: „Kinderzauber“ / "The Magic of Children" / "Enfants et Merveilles" (A, fiction, 71 min. UT in D, E und F und auf DVD)
- 2021: Auslegung der Wirklichkeit – Georg Stefan Troller (A, doc., 121 min., / UT in D, E und F)<ref> Webpage des Films: http://rr-film.at/?page_id=1337&lang=de abgerufen am 11. Januar 2022</ref><ref>Stefan Fischer: Ein richtiges Leben. Dokumentarfilm über Georg Stefan Troller In: Süddeutsche.de vom 5. Mai 2021, abgerufen am 16. Mai 2021.</ref>
Auszeichnungen[Bearbeiten]
- 2003: „Troféu Candango“ – „Best Actress“ für die Hauptrolle in „Lost Zweig“; (in englischer Sprache), Festival de Brasilia 2003
- 2017: „Goldene Akademie ROMY – Bester Kinodokumentarfilm“ für Peter Turrini. Rückkehr an meinen Ausgangspunkt, Österreich
- 2022: „Deutscher Dokumentarfilmpreis – Preis der Norbert W. Daldrop Förderung für Kunst und Kultur“ für Auslegung der Wirklichkeit – Georg Stefan Troller<ref>Deutscher Dokumentarfilmpreis 2022 verliehen | filmportal.de. Abgerufen am 28. November 2022.</ref><ref>Geteilter Hauptpreis für „Herr Bachmann und seine Klasse“ von Maria Speth und für „Dear Future Children“ von Franz Böhm / Preisverleihung am 24. Juni 2022. In: swr.de. Abgerufen am 24. Juni 2022.</ref>
Weblinks[Bearbeiten]
- Vorlage:IMDb/1
- Persönliche Website (Schauspielerin)
- RR* Filmproduktion von Ruth Rieser
- Literatur von und über Ruth Rieser im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Rieser, Ruth |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichische Schauspielerin, Drehbuchautorin und Filmregisseurin |
| GEBURTSDATUM | 31. März 1965 |
| GEBURTSORT | Klagenfurt, Österreich |