S-500
| S-500 | |
|---|---|
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77P6-Startfahrzeug der S-500 | |
| Allgemeine Angaben | |
| Typ | Flugabwehrrakete |
| Heimische Bezeichnung | S-500 Prometei, 55R6M Triumfator-M |
| Herkunftsland | |
| Hersteller | Almas-Antei |
| Entwicklung | 2010<ref name="missilethreat" /> |
| Indienststellung | 2021<ref name="tass">First regiment of S-500 air defense systems to defend Moscow — source. In: tass.com. Abgerufen am 14. Oktober 2021.</ref> |
| Stückpreis | 2,5 Mrd. USD<ref name="defensenews" /> |
| Technische Daten | |
| Reichweite | ~500 km<ref name="missilethreat" /><ref name="giles">Keir Giles: Russian Ballistic Missile Defense: Rhetoric and Reality. The United States Army War College & Strategic Studies Institute, 2015, ISBN 1-58487-689-1.</ref><ref name="defensenews">Defensenews.com: "Where is Russia’s S-500 air defense system?"</ref> |
| Dienstgipfelhöhe | ~100.000 m<ref name="missilethreat" /><ref name="giles"/><ref name="defensenews" /> |
| Ausstattung | |
| Waffenplattformen | Fahrzeuge/Anhänger |
| Listen zum Thema | |
Die S-500 Prometei ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Прометей, Prometheus) ist ein russisches Raketenabwehrsystem von Almas-Antei. Eine alternative Bezeichnung lautet 55R6M „Triumfator-M“ (55Р6М Триумфатор-М).<ref name="janes">S-500/S-1000 (Russian Federation), Defensive weapons. Jane's Strategic Weapon Systems, 10. Februar 2009, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 12. Februar 2010; abgerufen am 11. August 2009 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Entwicklungsgeschichte[Bearbeiten]
Im Jahr 2002 begann Almas-Antei mit dem Projekt „Wlastelin“ ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)), mit einer umfassenderen Modernisierung des Raketen- und Flugabwehrsystems S-300WM.<ref name="Zaloga-2023">Steven J. Zaloga: The Russian S-300 and S-400 Missile Systems. New Vanguard, Vereinigtes Königreich, 2023, ISBN 978-1-4728-5376-9. S. 75–76.</ref> Das Projekt verwendete später die Bezeichnung S-500 und erhielt schließlich den Codenamen „Prometei“ (Prometheus).<ref name="szulc">Tomasz Szulc: Russian Surface-to-Air Missiles by 2005. Military Technology Magazine. Volume 28, Issue 8, August 2004, S. 60–62.</ref> Als ein vorrangig auf die Abwehr ballistischer Raketen spezialisiertes System hätte es – in Ergänzung zur S-400 Triumf – ab 2016 in Dienst gestellt werden sollen.<ref>Russia – First S-500 missile complex to be put on combat alert in central Russia. In: itar-tass.com. 20. August 2014, abgerufen am 29. Januar 2015 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Nach einigen Verzögerungen begannen die konkreten Entwicklungsarbeiten erst im Jahr 2010 und der geplante Indienststellungstermin im Jahr 2016 konnte nicht eingehalten werden.<ref name="missilethreat">Missilethreat.csis.org: S-500 Prometheus</ref><ref>Противоракетный «Прометей» - В России началось производство новой системы противоракетной обороны. In: iz.ru. 9. März 2018, abgerufen am 9. März 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Die ersten Schießversuche wurden Ende Juni 2014 durchgeführt.<ref name="Zaloga-2023" /> Der erste Langstrecken-Schießversuch des Systems fand im Jahr 2018 auf dem Übungsgelände Sary-Schagan statt, bei dem ein Ziel in 480 km Entfernung getroffen worden sein soll.<ref>Joseph Trevithick: Russia’s S-500 Air Defense System Reportedly Hits Target Nearly 300 Miles Away. In: thedrive.com. Abgerufen am 21. Juli 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im Dezember 2019 erklärte der stellvertretende russische Verteidigungsminister, dass vorläufige staatliche Tests ab dem Jahr 2020 stattfinden sollen.
Im Juli 2021 fand ein erster erfolgreicher Test eines Serien-Systems auf dem Testgelände Kapustin Jar statt. Im Dezember 2021 sei laut der staatlichen Nachrichtenagentur RIA Novosti bei Übungen in der Arktis erstmals eine mit Hyperschallgeschwindigkeit fliegende Rakete abgefangen worden.<ref>Источник рассказал о новых испытаниях С-500 в Арктике. In: ria.ru. Abgerufen am 2. Januar 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im Oktober 2021 wurde von der staatlichen Nachrichtenagentur TASS vermeldet, dass die erste S-500-Batterie für die Truppenerprobung in die Weltraumtruppen eingegliedert worden sei und zur Luftverteidigung Moskaus eingesetzt werde.<ref>First regiment of S-500 air defense systems to defend Moscow — source. In: tass.com. Abgerufen am 14. Oktober 2021.</ref> Diese Batterie sei aber noch nicht voll ausgerüstet. Neben verschiedenen noch nicht fertig entwickelten Komponenten würden auch die exoatmosphärischen Abfangraketen fehlen.<ref name="defensenews" />
Anfang 2022 wurde von dem vom russischen Verteidigungsministerium betriebenen Sender Swesda vermeldet, dass eine zweite S-500-Batterie bis zum Jahr 2025 an die Streitkräfte Russlands geliefert werden soll.<ref>Tvzvezda.ru: Поставки зенитных ракетных систем С-500 «Прометей» в ЮВО распланированы до 2025 года</ref> Weiter wurde berichtet, dass die Serienproduktion vorbereitet würde.<ref>Tvzvezda.ru: В России организовано серийное производство зенитной ракетной системы С-500</ref> Die Raketen werden in eigens dafür eingerichteten Werken in Kirow und Nischni Nowgorod hergestellt.<ref>(übersetzt) Die russischen Luftstreitkräfte bekommen demnächst das S-500-System. RG.ru Русское оружие, 15. April 2016, abgerufen am 17. April 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Nachdem Sergei Tschemesow, Rostec-Generaldirektor, erklärte, dass am 30. Juni 2019 mit der Serienproduktion der Raketen begonnen werden soll, geschah dies erst im April 2022.<ref name="Lenta_201906">Объявлено о начале производства С-500. In: Lenta.ru. 30. Juni 2019, abgerufen am 1. Juli 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Armyrecognition.com: Almaz-Antey launches S-500 Prometheus missile batch production</ref>
Im Februar 2024 sollen bei einer weiteren Testkampagne erfolgreich Ziele mit Hyperschallgeschwindigkeit abgefangen worden sein.<ref name="armyrecognition2024">Armyrecognition.com: Russia to deploy two variants of S-500 Prometheus air defense missile system in Ukraine</ref> Weiter berichtete Sergei Schoigu im April 2024, dass sich die S-500 kurz vor der Indienststellung befinde. Im Westen geht man davon aus, dass sich die Serienproduktion der S-500 aufgrund der Sanktionen gegen Russland seit dem Überfall auf die Ukraine vermutlich auf unbestimmte Zeit verzögern wird.<ref name="defensenews" /><ref name="eurasia">Pavel Luzin: ‘’Russia’s Mystery of Missile Defense’’. Eurasia Daily Monitor Volume 20, Issue 49, März 2023.</ref>
Konzeption[Bearbeiten]
Neben den Radaranlagen bilden laut der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Sputnik das Herzstück der S-500 die Abfangraketen „77N6-N“ ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) und 77N6-N1.<ref>200 Kilometer hoher Raketenschild: S-500 macht russischen Luftraum komplett dicht. In: de.sputniknews.com. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 5. Mai 2016.</ref> Diese basieren auf den 9M82- und 9M83-Lenkwaffen des S-300WM-Systems, unterscheiden sich aber in Größe und Reichweite.<ref name="Zaloga-2023" /> Da der ABM-Vertrag die Maximalgeschwindigkeit der 9M82- und 9M83-Lenkwaffen auf 3000 m/s begrenzte, ist anzunehmen, dass die neuen Abfangraketen nach dem Aufkündigen des Vertrages eine höhere Geschwindigkeit erreichen. Die Abfangraketen sind in erster Linie für den Einsatz gegen ballistische Raketen in der Atmosphäre und am Rande des Weltraums vorgesehen.<ref name="Zaloga-2023" /> Die maximale Schussdistanz der S-500 beträgt nach Herstellerangaben rund 500 km bis zu einer Höhe von rund 100 km.<ref name="missilethreat" /><ref name="Zaloga-2023" /> Das S-500-System soll imstande sein, gleichzeitig zehn Interkontinentalraketen bzw. deren Sprengköpfe zu bekämpfen. Dabei sollen Ziele bis zu einer maximalen Fluggeschwindigkeit von 7.000 m/s (25.200 km/h) bekämpft werden können. Die Abfangraketen sollen ballistische Raketen durch einen direkten Treffer (englisch: „Hit-To-Kill“) zerstören und somit eine sichere Vernichtung des Gefechtskopfes gewährleisten.<ref name="armyrecognition2">First regiment of S-500 new air defense missile system will protect Moscow and center of Russia. In: Armyrecognition.com, 21. August 2014 (englisch).</ref> Die anfänglich berichtete Fähigkeit zur Antisatellitenwaffe wird von westlichen Experten angezweifelt.<ref name="giles" /><ref name="defensenews" /><ref name="rusi">Sidharth Kaushal: RUSI Missile Defence Conference 2022 – Conference Report. Royal United Services Institute for Defence and Security Studies, 2022, ISSN 2397-0286.</ref><ref name="hofman">Tong Zhao & Dmitry Stefanovich: Missile Defense and the Strategic Relationship among the United States, Russia, and China. American Academy of Arts & Science, 2023, ISBN 0-87724-156-2.</ref>
Die frei zugänglichen Informationen über das Waffensystem sind begrenzt. Illustrationen aus dem Jahr 2011 zeigen gepanzerte, geländegängige Lastkraftwagen der Reihen BAS-6909 und BAS-6403 aus der Fertigung des Brjansker Automobilwerks mit drei, vier und fünf Achsen als Plattformen für mehrere Komponenten des S-500.<ref name="Zaloga-2023" /> Die Transport- und Startbehälter der Abfangraketen ähneln stark den entsprechenden Fahrzeugen für S-300W aus der Produktion des Kirowwerks. Die Verlastung auf LKW würde eine deutliche Mobilitätssteigerung gegenüber älteren sowjetischen bzw. russischen Raketenabwehrsystemen bedeuten.
Das Gesamtsystem wird anfangs wohl auf viele Elemente des Vorgängers S-300WM und der S-400 zurückgreifen, darunter die Radaranlagen 98L6, 91N6 und 96L6-TsP (unter der Bezeichnung 96L6 Teil des S-400) sowie das Mastsystem 40W6MT (S-400: 40W6M/MD).<ref name="Zaloga-2023" /> Der Feuerleitstand wird mit 55K6MA bezeichnet, was auf eine modernisierte Version dieser Komponente aus dem System S-400 mit der Typenbezeichnung 55K6 hindeutet. Zudem wird ein weiterer Typ eines Feuerleitstands mit der Kennung 85Sch6-2 erwähnt, möglicherweise eine Leiteinheit für eine verstärkte Batterie.
Einsatz[Bearbeiten]
Im Juni 2024 berichtete der Militärnachrichtendienst der Ukraine, dass eine russische S-500-Batterie auf der Krim stationiert worden war. Die S-500-Batterie wurde zum Schutz der Krim-Brücke dorthin verlegt.<ref>Twz.com: S-500 Prometheus Air Defense System Now Protecting Russia’s Kerch Bridge: Ukraine’s Spy Boss</ref><ref>Yuri Zoria: Ukrainian intel: Elements of Russia's single S-500 air defense system relocated from Moscow to Crimea. 13. Juni 2024, abgerufen am 30. Juni 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>David Axe: Russia Has One S-500 Air-Defense System. It Just Arrived In Crimea. Abgerufen am 30. Juni 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Nutzerstaaten[Bearbeiten]
Russland – Seit 2024 befindet sich vier S-500-Batterien im 15. Luftabwehrregiment der Weltraumtruppen in der Truppenerprobung.<ref>Ellie Cook Security, Defense Reporter: How many "experimental" S-500 Prometheus air defenses does Russia have? 16. Juni 2024, abgerufen am 15. September 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Weblinks[Bearbeiten]
- S-500 Samoderzhets. In: globalsecurity.org. (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).
- Carlo Kopp: Almaz-Antey S-500 Triumfator M Self Propelled Air / Missile Defence System / SA-X-NN / Самоходный Комплекс Противоракетной / Противосамолетной Обороны С-500 «Триумфатор-М». In: ausairpower.net. April 2012 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).
- Russia successfully test-fires S-500 missile system auf YouTube
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
Vorlage:Navigationsleiste sowjetische und russische Boden-Luft-Raketen