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STAP-Zelle

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STAP-Zellen ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), dt. „durch Stimulus angestoßener Erwerb von Pluripotenz“) waren angeblich durch einfache äußere Reize induzierte pluripotente Stammzellen (iPS). Im Januar 2014 erschienen in Nature zwei experimentelle Arbeiten,<ref name="PMID 24476887">H. Obokata, T. Wakayama, Y. Sasai, K. Kojima, M. P. Vacanti, H. Niwa, M. Yamato, C. A. Vacanti: Stimulus-triggered fate conversion of somatic cells into pluripotency. In: Nature. Band 505, Nummer 7485, Januar 2014, S. 641–647, ISSN 1476-4687. doi:10.1038/nature12968. PMID 24476887.</ref><ref>H. Obokata, Y. Sasai, H. Niwa, M. Kadota, M. Andrabi, N. Takata, M. Tokoro, Y. Terashita, S. Yonemura, C. A. Vacanti, T. Wakayama: Bidirectional developmental potential in reprogrammed cells with acquired pluripotency. In: Nature. Band 505, Nummer 7485, Januar 2014, S. 676–680, ISSN 1476-4687. doi:10.1038/nature12969. PMID 24476891.</ref> in denen Hauptautorin Haruko Obokata vom RIKEN-Zentrum für Entwicklungsbiologie und Senior-Autor Charles Vacanti behaupteten, eine solche Umwandlung von somatischen Zellen in Stammzellen durch einfache äußere Reize bewirkt zu haben. Die Ergebnisse waren Artefakte. Die Arbeiten wurden daher im Juli 2014 zurückgezogen.<ref>David Cyranoski (Nature): Papers on ‘stress-induced’ stem cells are retracted – High-profile reports claiming an easy way to create pluripotent cells were flawed, Nature announces. Nature breaking news, 2. Juli 2014.</ref> Eine forensische Untersuchung,<ref>Daijiro Konno et al.: STAP cells are derived from ES cells. Nature 525, 2015, E4–E5, doi:10.1038/nature15366.</ref> im September 2015 zusammen mit dem Bericht über weitere erfolglose Replikationsversuche<ref>Alejandro De Los Angeles et al.: Failure to replicate the STAP cell phenomenon. Nature 525, 2015, E6–E9, doi:10.1038/nature15513.</ref> in Nature veröffentlicht, ergab, dass mehrere “Kontaminationsereignisse” des vorgeblichen Zellmaterials mit gewöhnlichen embryonalen Stammzellen zu den Ergebnissen geführt haben, was schwer als bloßes Versehen zu erklären sei,<ref>David Cyranoski: Failed replications put STAP stem-cell claims to rest. Nature News, 23. September 2015.</ref> siehe Betrug und Fälschung in der Wissenschaft.

Angaben der Forscher[Bearbeiten]

Die STAP-Zellen seien durch kurzfristiges Absenken des pH-Werts im Kulturmedium mit Salzsäure (durch Verdünnung auf das pH-Niveau von Zitronensäure),<ref name="PMID 24476887" /> durch Zugabe eines schwachen bakteriellen Toxins oder durch sanftes Drücken erzeugt worden.<ref name='natnews'>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: Vorlage:Cite book/URL In: Nature News, Nature Publishing Group, 29. Januar 2014. Abgerufen am 30. Januar 2014 (english).Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref><ref name='bbc'>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: Vorlage:Cite book/URL In: BBC News, 29. Januar 2014. Abgerufen am 31. Januar 2014 (english).Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref> Dabei überlebten etwa 25 % der Zellen die Behandlung, von denen etwa 30 % zu Oct-4-positiven STAP-Zellen konvertiert seien. Die Absenkung des pH-Werts führe unter anderem zu einem Stress für die Zellen, welcher teilweise für die Veränderung der Zellen verantwortlich sei. Die Methode zur Erzeugung der STAP-Zellen sei von Obokata am Brigham and Women’s Hospital (BWH) in der Arbeitsgruppe von Charles Vacanti entwickelt und anschließend am RIKEN-Zentrum für Entwicklungsbiologie optimiert worden. 2008 testete Obokata Methoden zur Reprogrammierung durch Zellstress an der Harvard Medical School für Vacanti, unter anderem durch das Pressen der Zellen durch Mikrokapillaren.<ref name='natnews' /> Die ersten Ansätze einer Dedifferenzierung von Zelltypen zu STAP-Zellen seien mit Leukozyten erzielt worden, anschließend wurden Nerven-, Haut- und Muskelzellen untersucht.<ref name='guard'>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: Vorlage:Cite book/URL In: The Guardian, 29. Januar 2014. Abgerufen am 31. Januar 2014 (english).Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref> Im Februar 2014 erklärte Vacanti, die Methode funktioniere auch mit menschlichen Zellen.<ref name=Vacanti20140209>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Exclusive: The miracle cure - scientists turn human skin into stem cells.] independent.co.uk, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 9. Februar 2014 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Untersuchung der Forschungsergebnisse, Konsequenzen und Folgen der Affäre[Bearbeiten]

Da die Technik eine bedeutende Vereinfachung zur Erzeugung induzierter pluripotenter Stammzellen darstellen könnte, wurde von verschiedenen Arbeitsgruppen versucht, die Ergebnisse zu reproduzieren. Nachdem verschiedene Gruppen die Ergebnisse nicht hatten nachstellen können, wurden Zweifel an der Richtigkeit der Publikation geäußert. Obokatas Arbeitgeber RIKEN leitete am 15. Februar 2014 eine Untersuchung ein.<ref name="JN">Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.RIKEN panel puts all the blame on Obokata (Memento vom 4. April 2014 im Internet Archive). In: Japan News. Abgerufen am 4. April 2014.</ref> Nature kündigte ebenfalls eine Untersuchung an. Einige Stammzellforscher verteidigten Obokata oder behielten sich ein Urteil vor, solange die Untersuchungen liefen.<ref>David Cyranoski: Acid-bath stem-cell study under investigation. In: Nature. 2014, doi:10.1038/nature.2014.14738.</ref> Um das Problem der Reproduzierbarkeit anzugehen, veröffentlichte Obokata am 5. März einige technische Ratschläge zu den verwendeten Verfahrensprotokollen.<ref>Haruko Obokata, Yoshiki Sasai and Hitoshi Niwa (March 2014). Essential technical tips for STAP cell conversion culture from somatic cells. Nature Protocols Discussion Forum.</ref> Am 11. März 2014 bat Teruhiko Wakayama seine Coautoren darum, die Veröffentlichung zurückzuziehen.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name Vorlage:Cite book/URL In: The Yomiuri Shimbun, 11. März 2014. Abgerufen am 15. März 2024 (english).Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref> Vacanti widersprach der Aufforderung und veröffentlichte Details der Methode auf seiner Website.<ref>Charles A Vacanti (2014)Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.PROTOCOL FOR GENERATING STAP CELLS FROM MATURE SOMATIC CELLS (Memento vom 29. Juni 2015 im Internet Archive). Center for Tissue Engineering & Regenerative Medicine. Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.PDF (Memento vom 22. März 2014 im Internet Archive).</ref>

Die RIKEN-Untersuchung sollte sechs Kritikpunkte abklären.<ref>Review of Obokata stress reprogramming Nature papers. Knoepfler Lab Stem Cell Blog.</ref> Darunter waren ein vermutlich bearbeitetes Bild der genetischen Änderungen, ein aus ihren Veröffentlichungen kopierter methodischer Textabschnitt, eine unvollständige Methodenbeschreibung und ein aus ihrer Dissertation in anderem Zusammenhang wiederverwendetes Bild.<ref>T. Bond: STAP cells: stress-induced stem cells? In: Regenerative medicine. Band 9, Nummer 2, März 2014, S. 133–134, ISSN 1746-076X. doi:10.2217/rme.14.12. PMID 24750053.</ref> Vier der Kritikpunkte wurden fallengelassen. Es wurde eine Wiederverwendung eines Photos in einem anderen Zusammenhang aus ihrer drei Jahre zurückliegenden Dissertation und eine mangelhafte Datierung ihrer Laboraufzeichnungen festgestellt.<ref>Haruko Obokata, Who Claimed Stem Cell Breakthrough, Found Guilty of Scientific Misconduct. In: Newsweek. Abgerufen am 4. April 2014.</ref> Das RIKEN wies die Ungereimtheiten am 1. April Haruko Obokata zu.<ref name=falsified>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: Vorlage:Cite book/URL In: The Japan Times, 1. April 2014. Abgerufen am 2. April 2014 (english).Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref> Obokata erwiderte auf den Bericht, dass sie „erstaunt und verärgert“ über den Bericht sei und wies darauf hin, dass die Ungereimtheiten nicht vorsätzlich entstanden seien.<ref name="JN" /> RIKEN leitete auch eine interne Untersuchung zur Reproduzierbarkeit der Erzeugung von STAP-Zellen ein.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Report on STAP Cell Research Paper Investigation.] RIKEN, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 2. Juni 2014 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Die beiden Veröffentlichungen wurden am 2. Juli 2014 von der Zeitschrift Nature zurückgezogen. Obokata willigte in die Rücknahme der beiden Veröffentlichungen ein.<ref name=retract>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: Vorlage:Cite book/URL In: Reuters, 4. Juni 2014 (english).Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref><ref>H. Obokata, T. Wakayama, Y. Sasai, K. Kojima, M. P. Vacanti, H. Niwa, M. Yamato, C. A. Vacanti: Retraction: Stimulus-triggered fate conversion of somatic cells into pluripotency. In: Nature. Band 511, Nummer 7507, Juli 2014, S. 112, ISSN 1476-4687. doi:10.1038/nature13598. PMID 24990753.</ref><ref>H. Obokata, Y. Sasai, H. Niwa, M. Kadota, M. Andrabi, N. Takata, M. Tokoro, Y. Terashita, S. Yonemura, C. A. Vacanti, T. Wakayama: Retraction: Bidirectional developmental potential in reprogrammed cells with acquired pluripotency. In: Nature. Band 511, Nummer 7507, Juli 2014, S. 112, ISSN 1476-4687. doi:10.1038/nature13599. PMID 24990752.</ref> Im November 2015 wurde Obokata dann auch noch der Doktortitel aberkannt.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Stem-cell scientist loses doctorate over STAP controversy.] In: BioNews. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 6. Dezember 2015 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Ein Nature-Artikel, der die Kontroverse analysierte, kam zu dem Schluss, dass die Gutachter der Manuskripte vor deren Annahme die Probleme nicht eindeutig hätten feststellen können.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Research integrity: Cell-induced stress.] In: Nature. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 5. August 2014 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Im Zuge der Kontroverse haben Beobachter, Journalisten und ehemalige Mitglieder des RIKEN erklärt, dass die Organisation mit unprofessioneller und unzureichend wissenschaftlicher Strenge und Konsequenz durchsetzt sei, und dass dies ernsthafte Probleme mit der wissenschaftlichen Forschung in Japan im Allgemeinen reflektiere.<ref>Otake, Tomoko: ‘STAPgate’ shows Japan must get back to basics in science. In: Japan Times, 21. April 2014</ref><ref>Schreiber, Mark, Ongoing Obokata story seeks out scandal. In: Japan Times, 5 July 2014, p. 19</ref> Am 4. August 2014 beging Yoshiki Sasai, der Koautor der umstrittenen Veröffentlichung und Vorgesetzter von Obokata war, im Zusammenhang mit der STAP-Affäre Selbstmord. Ihm war vom RIKEN eine Hauptschuld an dem Skandal zugewiesen worden, weil er seiner Überprüfungspflicht als Gutachter und Mitautor nicht ausreichend nachgekommen sei.<ref>Staff Report: STAP paper co-author Sasai commits suicide. In: Japan Times, 5. August 2014.</ref><ref>Die Welt: Stammzellforscher begeht Suizid nach Forschungsskandal, 6. August 2014, abgerufen am 6. Dezember 2015.</ref>

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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