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SY A

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SY A
Datei:White Pearl A Seite.JPG
SY A in Kiel
SY A in Kiel
Schiffsdaten
Flagge Sierra LeoneDatei:Flag of Sierra Leone.svg Sierra Leone
andere Schiffsnamen White Pearl (während der Bauphase)
Schiffstyp Segelyacht
Bauwerft Nobiskrug, Rendsburg, Deutschland
German Naval Yards, Kiel
Baunummer 787
Stapellauf 2014
Schiffsmaße und Besatzung
Länge 142,81 m (Lüa)
Breite 24,88 m
Tiefgang (max.) 8,00 m
Vermessung 12.558 BRZ
 
Besatzung 54<ref name="boatinternational-facts-scale">6 facts about the build of Sailing Yacht A. Sailing Yacht A’s imposing scale. In: Boat International. Abgerufen am 19. September 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Maschinenanlage
Maschine 2 × Elektromotor<ref>Carsten Kemmling: Irgendwie geheim. Größtes Segelschiff der Welt: “White Pearl” bekommt ein “A”. In: SegelReporter. 24. September 2016, abgerufen am 25. September 2016.</ref>,
2 × Dieselmotor (MTU 20V 4000 M73L)<ref name="boatinternational-facts-propulsion">6 facts about the build of Sailing Yacht A. Sailing Yacht A’s propulsion. In: Boat International. Abgerufen am 23. Februar 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Maschinen­leistungVorlage:Infobox Schiff/Wartung/Leistungsformat 8.600 kW (11.693 PS)
Energie­versorgung 4 × Dieselmotor (MTU 16V 4000 M73L)<ref name="schiff-hafen-2017-5">Hans Jürgen Reuß: Stromerzeugung an Bord – Neuer Standard für Fahrgastschiffe und Megayachten. In: Schiff & Hafen. Mai 2017, Nr. 5, Mai 2017, S. 12–14.</ref>
Generator­leistungVorlage:Infobox Schiff/Wartung/Leistungsformat 11.200 kW (15.228 PS)
Propeller 2 × 5-Blatt-Verstellpropeller<ref name="boatinternational-facts-propulsion" />
Transportkapazitäten
Tragfähigkeit 1.458 tdw
Takelung und Rigg
Anzahl Masten 3
Anzahl Segel 3
Segelfläche 3.700<ref>… und tschüss. Sailing Yacht A: In See gestochen – Eigner übernimmt 400-Millionen-Dollar-Yacht in Südspanien. In: SegelReporter. 6. Februar 2017, abgerufen am 6. Februar 2017.</ref> m²
Geschwindigkeit
unter Segeln
max. 21 kn (39 km/h)
Sonstiges
Registrier­nummern IMO-Nr. 1012141

Die SY A (Sailing Yacht A; Name während der Bauphase: White Pearl, von der Bauwerft auch als Projekt 787 bezeichnet<ref>Chronologie: Der Bau der „Sailing Yacht A“ in Kiel, NDR, 19. Februar 2017, abgerufen am 23. März 2017.</ref>) ist eine Segelyacht des russischen Milliardärs und Oligarchen Andrei Melnitschenko.<ref name="SHZ-160826">Mit Video: Treffen der Megajachten – „A“ besucht „Sailing Yacht A“ in Kiel. In: shz.de. 26. August 2016, abgerufen am 26. August 2016.</ref><ref>Kurs Kieler Förde: „Sailing Yacht A“ auf Probefahrt. In: shz.de. 21. September 2015, abgerufen am 23. September 2015.</ref> Sie ist mit fast 143 Metern über alles die größte Segelyacht der Welt.<ref name="SHZ-160826" /> Der Bau des Schiffes soll rund 400 Millionen Euro gekostet haben.<ref>Streit um unbezahlte Rechnungen: Weltgrößte Segeljacht "A" in Gibraltar festgesetzt. In: Spiegel Online. 19. Februar 2017 (spiegel.de [abgerufen am 6. Januar 2019]).</ref> Im Jahr 2022 wurde ihr Wert auf 530 Millionen Euro geschätzt.<ref>Emilio Parodi: Italy seizes Russian billionaire Melnichenko's Sailing Yacht A. In: Reuters. 12. März 2022 (reuters.com [abgerufen am 28. Juni 2024]).</ref><ref>Kelsey Vlamis: The $578 million megayacht owned by Russian oligarch Andrey Melnichenko was seized by Italy. In: Business Insider. Abgerufen am 28. Juni 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Der Eigner besitzt bereits eine Motoryacht mit dem Namen A. Am 11. März 2022 wurde die Segelyacht im italienischen Hafen Triest vom italienischen Staat aufgrund der verhängten Sanktionen gegen russische Oligarchen beschlagnahmt.<ref>n-tv.de: Megajacht von Oligarch Melnitsschenko festgesetzt, März 2022 </ref><ref name=":1">A Trieste sequestrato lo yacht a vela più grande al mondo: è dell’oligarca Melnichenko. In: Corriere della Serra. 12. März 2022, abgerufen am 29. August 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Konstruktion[Bearbeiten]

Auftragnehmer für den Bau der SY A war die Werft Nobiskrug, für die es der größte Yachtauftrag in ihrer Geschichte war.<ref name=":0">SAILING YACHT A - World's Largest Sailing Yacht - $600M (2022). 26. April 2022, abgerufen am 18. September 2022.</ref> Der Rumpf wurde unter großer Diskretion seit der Kiellegung im Jahre 2012 auf der wie Nobiskrug zur German Naval Yards Holdings GmbH gehörenden Kieler Werft German Naval Yards<ref name="NDR-150921">Sebastian Baak: Mega-Jacht begeistert Fans bei Testfahrt. In: NDR.de. 21. September 2015, abgerufen am 26. August 2016.</ref><ref>Megajacht „A“ zeigt sich in Kiel. In: shz.de. 29. August 2015, abgerufen am 26. August 2016.</ref> nach einem Design Philippe Starcks<ref>Sailing Yacht A – Specifications. In: Boat International. Abgerufen am 19. September 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> auf- und ausgebaut. Die Kielkonstruktion und das Rigg stammen von der niederländischen Firma Dykstra Naval Architects<ref>Kristina Müller: Probefahrt eines Superlativs. In: Yacht online. 22. September 2015, abgerufen am 19. September 2016.</ref>, die auch die Maltese Falcon<ref>Maltese Falcon. In: Dykstra Naval Architects. Abgerufen am 4. Februar 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> bestückt hatte.

Das für die Decks verwendete Teakholz lieferte die spanische Firma Teak Solutions (Valencia). Insgesamt wurden hiervon 1.278 Elemente eingebaut. Die gemeinnützige Umweltorganisation Environmental Investigation Agency (EIA) konnte anhand von DNA-Analysen nachweisen, dass das Holz von illegalen Plantagen in Myanmar stammte. Die durch den WWF informierte Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) musste sich später mit dem Vorwurf auseinandersetzen, sie habe sich schützend vor die Werft gestellt, als diese das illegal geschlagene Holz verarbeitete.<ref>Alistair Walsh/dpa: World’s biggest sailing yacht built using illegal timber. In: dw.com. 5. April 2017, abgerufen am 6. April 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Peter Hirschberger, Susanne Winter: Fallbeispiel: Illegales Teak aus Myanmar (Birma). In: Die schwindenden Wälder der Welt. Zustand, Trends und Lösungswege. WWF-Waldbericht 2018. WWF, März 2018, abgerufen am 23. September 2021.</ref><ref>Illegales Holz auf Mega-Boot verbaut? Kieler Werft durchsucht. Welt, 15. März 2017, abgerufen am 23. September 2021.</ref>

Lange war das Schiff beim Bau verhüllt, um die Lackarbeiten vor Witterungseinflüssen zu schützen, aber auch, um das Schiff vor neugierigen Blicken zu bewahren. Im April 2015 wurde diese Verhüllung erstmals entfernt, die erste Testfahrt fand am 21. September 2015 statt.<ref>Längste Segelyacht der Welt legt ab. Sailing Yacht A. In: Spiegel Online. 21. September 2015, abgerufen am 21. September 2015.</ref><ref>Weltgrößte Segeljacht zur Probefahrt gestartet. In: ORF.at. 21. September 2015, abgerufen am 21. September 2015.</ref>

Die SY A ist als Dreimastschoner konzipiert, der indes – anders als bei Großseglern meist üblich – über keinen Bugspriet verfügt. Die Höhe der aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK) von der südenglischen Firma Magma Structures<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.World’s tallest masts stepped on Sailing Yacht A (Memento vom 15. Oktober 2015 im Internet Archive), Magma Structures.</ref> hergestellten Masten beträgt etwa 90 Meter. Es sind die bisher größten freistehenden (unverstagten) Masten, die aus diesem Material gefertigt wurden; die Herstellerfirma benötigte drei Jahre für die Entwicklung und die Produktion.<ref>6 facts about the build of Sailing Yacht A. The rig and sail plan of Sailing Yacht A. In: Boat International. Abgerufen am 7. Februar 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die drei Masten wurden auf einem Schwimmponton von Portsmouth nach Kiel geliefert und dort eingebaut.

Die lediglich drei Segel wurden von Doyle Sails (USA) hergestellt; sie bestehen aus einem kohlenfaserverstärkten Taftstoff und können vollautomatisch betätigt werden. Die dafür erforderlichen Rollbäume stammen von Future Fibres aus Spanien. Das größte Einzelsegel umfasst 1.767 m² Segelfläche.

Die Yacht hat insgesamt acht Decks. Der Kiel ist am unteren Ende aus gebogenem Glas geformt, so dass man die Unterwasserwelt beobachten kann. Darüber hinaus verfügt die SY A über einen Hubschrauberlandeplatz und ein U-Boot.<ref>Bill Springer: Sailing Yacht "A" Cost About $20 Million Dollars Per GUEST To Build. In: Forbes. Abgerufen am 28. Juni 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Der Rumpf besteht aus Stahl, der mit einer speziellen Kunststoffschicht überzogen ist.<ref>Frank Behling: White Pearl hat Probefahrt begonnen. In: Kieler Nachrichten. 21. September 2015, abgerufen am 14. Januar 2022 (Bezahlschranke).</ref>

Dem Bug eilt etwas über der Höhe der Wasserlinie vorne eine Plattform voraus, von dieser wird die vorderste Partie des Bugs von unten beleuchtet. Etwas über der Wasserlinie waren bei der Ausfahrt am 5. Februar 2017 etwa 20 Leuchten, die seitlich abstrahlen, zu sehen.<ref>Frank Behling: Die „Sailing Yacht A“ liegt vor Gibraltar fest. 15,29 Millionen Euro nicht bezahlt. Kieler Nachrichten, 19. Februar 2017, abgerufen am 21. Februar 2017.</ref>

Die Nobiskrug-Werft beantragte für den Bau der SY A zudem staatliche Fördermittel über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, von denen nach Presserecherchen mindestens 3 Millionen Euro an die Werft ausbezahlt wurden.<ref>Carsten Janz: "Bau von Oligarchen-Jacht mit deutschem Steuergeld bezahlt" von t-online.de 24. Oktober 2022.</ref>

Inbetriebnahme und Überführung aus der Ostsee[Bearbeiten]

Am 27. Januar 2017 wurde das Schiff in Betrieb genommen und am 3. Februar 2017 lieferte die Bauwerft Nobiskrug in Kiel die Yacht offiziell ab, ohne dass der Eigner selbst anwesend war. Die Öffentlichkeit war auch hier ausgeschlossen, lediglich ein kleiner Kreis geladener Gäste, wie Ulf Kämpfer, Oberbürgermeister der Stadt Kiel, und der ehemalige Ministerpräsident Peter Harry Carstensen, waren neben den Werftmitarbeitern zugegen.

Das Schiff verließ Kiel am 5. Februar und passierte den Öresund am 6. Februar.<ref>Kjetil Mæland: Seilbåt til 3,7 milliarder på plass i Norge. In: Nettavisen. 6. Februar 2017, abgerufen am 8. Februar 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Aufgrund der hohen Masten konnte die Segelyacht bei der Fahrt aus der Ostsee keine der Brücken im Bereich der Ostseeausgänge in Richtung Nordsee unterqueren; die einzige Möglichkeit, die Ostsee zu verlassen, führte durch den Drogden, eine 8 Meter tiefe Meerenge zwischen den Inseln Amager und Saltholm im Öresund, denn die Verkehrsführung von Dänemark nach Schweden verläuft hier kurzstreckig durch einen unterseeischen Tunnel.<ref name="NDR-150921" /><ref>Frank Behling: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Falschmeldungen: Aufregung um die „Sailing Yacht A“ (Memento vom 12. Oktober 2016 im Internet Archive), Kieler Nachrichten, 11. Oktober 2016 (Artikelvorschau, Original hinter Bezahlschranke).</ref> Das Schiff legte einen Zwischenstopp im norwegischen Kristiansand ein, um dort die Ausfuhrbescheinigung für die Rückerstattung der deutschen Mehrwertsteuer erstellen zu lassen.<ref>Margret Kiosz: Segeljacht „A“ – Russe lässt sich deutsche Steuer erstatten. In: Flensburger Tageblatt. shz.de, 9. Februar 2017, abgerufen am 19. Februar 2017.</ref> Mitte Februar lief die Yacht zu einem Tankstopp in Gibraltar ein, wo sie arrestiert wurde. Die Werft hatte den Arrest beantragt, nachdem der Eigner einen Betrag von rund 15,3 Millionen Euro schuldig geblieben war, jedoch schon 9,8 Millionen Euro auf einem Treuhand-Konto der Käufer-Anwälte in London hinterlegt hatte. Am 21. Februar 2017 wurde bekanntgegeben, dass die Werft sich mit dem Käufer geeinigt habe und der Arrest nach Zahlung von 5,5 Millionen Euro auf ein weiteres Treuhandkonto in Gibraltar aufgehoben werden solle. Am 22. Februar 2017 verließ die Yacht schließlich Gibraltar mit Kurs auf Cartagena.<ref>Megajacht „A“ verlässt Gibraltar. In: NDR.de. 22. Februar 2017, abgerufen am 23. Februar 2017.</ref>

Aktuelle Situation[Bearbeiten]

Im Rahmen der Sanktionen der Europäischen Union gegen Russland aus Anlass des Ukraine-Krieges wurde die SY A am 11. März 2022 in Triest von den italienischen Behörden beschlagnahmt<ref name=":1" /> und liegt seitdem im Golf von Triest vor Anker.<ref>Ian Brodie Editor-in-Chief: Yacht ‘A’ still moored off Trieste after one year. In: NEWS.MC - Monaco News. 11. April 2023, abgerufen am 29. August 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Ship SAILING YACHT A (Yacht) Registered in United Kingdom - Vessel details, Current position and Voyage information - IMO 1012141, MMSI 232039750, Call Sign MKOU2. Abgerufen am 29. August 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Antrieb[Bearbeiten]

Neben der auf drei Masten verteilten Segelfläche wird das Schiff von zwei Dieselaggregaten mit je 3.600 kW Leistung, die auf jeweils einen 5-Blatt-Verstellpropeller wirken, angetrieben. Zusätzlich zu den Dieselmotoren stehen über Getriebe auch zwei Elektromotoren mit je 4.300 kW Leistung zur Verfügung. Hierbei sind verschiedene Betriebsmodi möglich, d. h. dieselmechanischer Antrieb bei optionaler Verwendung der Elektromotoren als Wellengeneratoren, Verwendung der Elektromotoren zusätzlich zu den Dieseln (Boosterbetrieb) oder rein elektrischer Antrieb. Zur Stromversorgung stehen darüber hinaus vier Dieselgeneratoren mit jeweils ca. 2.800 kW Leistung zur Verfügung, welche abhängig von der Lastanforderung in einem variablen Drehzahlbereich zwischen 1.200 und 2.050 Umdrehungen pro Minute betrieben werden können.<ref name="boatinternational-facts-propulsion" />

Aufgrund dieser Eigenschaften ist es Gegenstand einer offenen Debatte, inwieweit die SY A überhaupt als Segelyacht oder aber eher als Motoryacht mit Segelassistenz zu bezeichnen ist.<ref name=":0" />

Als Höchstgeschwindigkeit werden 21 Knoten (rund 39 km/h) angegeben. Ihre Reichweite unter Motor bei einer mittleren Geschwindigkeit von 16 Knoten beträgt 5.320 Seemeilen.

Bildergalerie[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: SY A – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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