Sabrina Zwach
Vorlage:Hinweisbaustein Sabrina Zwach (* 25. Januar 1969 in Heidelberg) ist eine deutsche Theaterschaffende und Kuratorin. Sie ist ab 2027 als stellvertretende Intendantin des Schauspielhauses Bochum unter der Leitung von Nicolas Stemann designiert.
Leben und Wirken[Bearbeiten]
Sabrina Zwach studierte Kulturwissenschaft und ästhetische Praxis an der Universität Hildesheim<ref name=":0">Die 20er Jahre – Netzwerk Freier Theater. In: netzwerkfreiertheater.de. Abgerufen am 4. Juni 2026.</ref> sowie Theater- und Medienwissenschaften, Musik, Philosophie und politische Wissenschaften.<ref>Sabrina Zwach. In: berliner-ensemble.de. Abgerufen am 4. Juni 2026.</ref>
Sie arbeitete in der künstlerischen Leitung der Volksbühne Berlin unter Frank Castorf, dem Berliner Ensemble unter Oliver Reese und dem Burgtheater in Wien unter Martin Kusej. Als Dramaturgin realisierte sie Projekte mit Herbert Fritsch, Herbert Grönemeyer, Claudia Bauer, Ersan Mondtag, Robert Borgmann, Simon Stone, Antu Nunes, Anne Lenk, Mateja Koleznik, Clemens Sienknecht, Barbara Bürk, Gesine Danckwart oder Angela Richter.
Sie wurde mit Lehraufträgen (u. a. Falckenberg-Schule, München, dem Mozarteum und der Ernst-Busch-Schauspielschule, Berlin und der Hochschule für Musik und Theater, München) und theaterpädagogischen Projekten beauftragt. Sie arbeitete Für Kurt Krömer und ist Teil des Künstler-Kollektivs CHEZ COMPANY. Sie realisiert in verschiedenen Konstellationen und alleine Kunstprojekte im deutschsprachigen Raum. Ab der Spielzeit 2027/2028 soll sie die Position der stellvertretenden Intendantin des Schauspielhauses Bochum unter der Leitung von Nicolas Stemann übernehmen.<ref>Sven Westernströer: „Wird Veränderungen geben“: Neuer Intendant des Schauspielhauses Bochum verrät erste Details. In: waz.de. 1. Juni 2026, abgerufen am 5. Juni 2026.</ref>
Zwach ist auch als Kuratorin tätig, so leitete sie von 2003 bis 2005 das 6. Festival „Politik im Freien Theater“ 2005 in Berlin<ref>Tom Mustroph: Sehnsucht nach Erfahrung. Das Festival Politik im Freien Theater. In: goethe.de. Goethe-Institut e. V. München, 1. November 2005, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 22. August 2007; abgerufen am 4. Juni 2026.</ref> und hatte die Programmleitung des Kunstprojekts hamlet_X // phase 2 von 2006 bis 2008 inne, ebenfalls in Berlin. Für Weimar 1999 – Kulturstadt Europas kuratierte sie eine Programmsparte<ref name=":0" /> und war 2005, auch in Weimar, bei Räuber und Gendarmen als Kuratorin tätig.
Freie Projekte[Bearbeiten]
Sabrina Zwach entwickelt als Autorin und Regisseurin verschiedene Freie Projekte wie Theaterinszenierungen,<ref>Deuter: Hunger auf Alltag. In: zeit.de. 3. September 1998, abgerufen am 5. Juni 2026.</ref> Podcasts und Blogs. So zeichnet sie für die Regie der Inszenierung Trauer ist das Ding mit Federn mit Matthias Buss und Maximilian Grill verantwortlich, außerdem für das Lesehappening Frieden für Alle am Theater Münster gemeinsam mit Gesine Danckwart als Teil des Künstler*innenkollektivs „Chez Company“. In dieser Konstellation erarbeitete sie für die Europäische Kulturstadt Salzkammergut 2024 Das vermutlich beste Hotel der Welt. Außerdem schreibt sie mit dem Grabredner Andreas Kaufmann den digitalen Briefwechsel Briefe vom Anfang über das Ende.<ref>Briefe vom Anfang über das Ende. In: chez-company.org. Abgerufen am 3. Juni 2026.</ref> Als Dramatikerin und Regisseurin erarbeitete sie 2026 in der Roten Fabrik Zürich den Theaterabend mit und für Susanne Abelein Wind of Change – Ein Special über das unlustigste Thema der Welt.
Dramaturgie-Werkliste (Auswahl)[Bearbeiten]
- Das Haus in Montevideo (Fassung, Bearbeitung nach Curt Goetz), 2008, neues theater Halle
- Tartuffe (Moliere), 2008 // dramaturgische Mitarbeit, Theater Oberhausen
- Spielbank (Stückentwicklung Fritsch, Zwach), 2008, Hessisches Staatstheater Wiesbaden
- Der Raub der Sabinerinnen (Fassung, Bearbeitung nach Curt Goetz), 2009, Neues Theater Halle
- Pferd frißt Hut (Neuübersetzung, Songtexte und Fassung nach Labichs Florentinerhut), Uraufführung: Theater Oberhausen, 2009
- Herr Fuchs oder einfach: Volpone (Fassung, Bearbeitung von Ben Jonsons Volpone), Hessisches Staatstheater Wiesbaden, 2009
- Elf Onkel (Drehbuch gemeinsam mit Herbert Fritsch, Dramaturgie), Spielfilm, 101 Minuten, Regie: Herbert Fritsch
- Macbeth (Neuübersetzung, Fassung nach Shakespeare), Neues Theater Halle, 2010
- Die Affäre der Rue de Lourcine (Neuübersetzung, Fassung nach Labiche), Theater Magdeburg, 2010
- Sparschwein (Neuübersetzung, Fassung nach Labiche), Theater Karlsruhe und Solothurn, 2010
- Die Nibelungen (Fassung nach Hebbel), Bremer Theater, 2011
- Icke – Die Oper, Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin, 2011
- Die (s)panische Fliege, Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin, 2011
- Der Raub der Sabinerinnen (Fassung, Bearbeitung nach Curt Goetz), 2011, Thalia Theater Hamburg
- Herr Puntila und sein Knecht Matti, Schauspiel Köln, 2012
- Murmel Murmel, Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, 2012
- Die Banditen, Theater Bremen, 2012
- Der Revisor, Bayrisches Staatsschauspiel München, Residenztheater, 2012
- Tri Sestri, Opernhaus Zürich, 2013
- Frau Luna, Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, 2013
- Die Physiker, Schauspielhaus Zürich, 2013
- Ohne Titel Nr. 1, Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, 2014
- Die Schule der Frauen (Neuübersetzung, Fassung Molière), Hamburger Schauspielhaus, 2014
- Frivole Sommerfrische in möglicherweise drei Liebesakten (Neuübersetzung, Fassung nach Goldoni), Residenztheater München, 2014
- Don Giovanni (Neuübersetzung, Einrichtung nach da Ponte), Komische Oper Berlin, 2014
- der die mann, Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, 2015
- Die Kassette, (Fassung nach Sternheim), Deutsches Schauspielhaus Hamburg, 2015
- Der eingebildete Kranke, (Neuübersetzung, Fassung nach Molière), Burgtheater Wien, 2015
- King Arthur, Libretto, Opernhaus Zürich, 2016
- Silk Road, Schauspiel Köln, 2016
- Pfusch, Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, 2016
- Komödie der Irrungen, (Fassung, Neuübersetzung) Burgtheater Wien, 2017
- Nichts von mir, Berliner Ensemble, 2018
- Krieg, Berliner Ensemble, 2018
- Ballroom Schmitz, Berliner Ensemble, 2018
- Griechische Trilogie, Berliner Ensemble, 2018
- Brecht in der Autowerkstatt, Berliner Ensemble und Olaf Nicolai, 2018
- Max und Moritz, Berliner Ensemble, 2019
- The Party, Burgtheater Wien, 2019
- Der Henker, Burgtheater Wien, 2019
- theblondproject, Burgtheater Wien, 2019
- Schwarzwasser, Burgtheater Wien, 2020
- Des Kaisers neue Kleider, Burgtheater Wien, 2020
- The making of Blond, Deutsche Oper Berlin, 2021
- Reich des Todes, Burgtheater Wien, 2022
- Carmen, Staatsoper Hamburg, 2022
- Die for Life, Theater Neumarkt, Zürich, 2022
- Die gefesselte Phantasie, Burgtheater Wien, 2023
- Der Geizige, Schauspiel Frankfurt, 2023
- Pferd frisst Hut, Oper Basel, 2023
- Das Portal, Staatstheater Stuttgart, 2024
- Zentralfriedhof, Burgtheater Wien, 2024
- Rite for Fall, Kunsthalle Hamburg und Kampnagel, 2024
- Volpone, Deutsches Schauspielhaus Hamburg, 2025
- Pferd frisst Hut, Komische Oper Berlin, 2025
- Rabatz! Ein komischer Abend von Herbert Fritsch und Ensemble, Schauspiel Köln, 2025
Preise und Auszeichnungen[Bearbeiten]
- Deutscher Literaturtheaterpreis, 1994
- Weimarpreis, 2003 im Team von Radio Lotte
- Berliner Theatertreffen 2012 Die (s)panische Fliege
- Berliner Theatertreffen 2013 Murmel, Murmel
- Berliner Theatertreffen 2014 Ohne Titel Nr. 1
- Berliner Theatertreffen 2016 der die mann
- 2014: 1. Platz beim 19. Münchner Kurzgeschichtenwettbewerb zum Thema Ausweitung der Kampfzone
- Berliner Theatertreffen 2017 Pfusch
Publikationen[Bearbeiten]
- Theatertexte
- mit Herbert Fritsch: hamlet_X. Interpolierte Fressen. Verlag Theater der Zeit, Berlin 2006, ISBN 978-3-934-34479-2.
- Übersetzungen
- Eugène Labiche: Pferd frisst Hut. S. Fischer Theatermedien, Frankfurt am Main 2009.
- William Shakespeare: Die Komödie der Irrungen. S. Fischer Theatermedien, Frankfurt am Main 2017.
- Molière: Der Geizige. S. Fischer Theatermedien, Frankfurt am Main 2023.
- Bearbeitungen
- Molière: Der Eingebildete Kranke. S. Fischer Theatermedien, Frankfurt am Main 2015.
- Beiträge
- Krieg. In: BeziehungKrisenHerd. 19. Münchner Kurzgeschichtenwettbewerb. Louisoderverlag, München 2015, ISBN 978-3-944-15321-6, S. 272.
- Beitrag in: Klaus Schmidt-Mâcon und Susanne Mann (Hrsg.): Gedicht und Gesellschaft 2014: Am Kamin – Der Weg (= Frankfurter Bibliothek. Jahrbuch für das neue Gedicht). Frankfurter Literaturverlag, Frankfurt am Main 2013, ISBN 978-3-933800-42-8.
Weblinks[Bearbeiten]
- Vorlage:IMDb/1
- Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Sehnsucht nach Intervention. ( vom 29. September 2007 im Internet Archive) (PDF; 945 kB) Dramaturgische Gesellschaft
- Applaus Applaus, Podcast über die Liebe zum Theater
- https://chez-company.org/projekt/briefe-vom-anfang-ueber-das-ende
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Zwach, Sabrina |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Theaterschaffende und Kuratorin |
| GEBURTSDATUM | 25. Januar 1969 |
| GEBURTSORT | Heidelberg |