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Sachsenkeule

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Datei:Hoflößnitz - 8 Weinflaschen Sachsenkeule.jpg
Weinflaschen „Sachsenkeule“ aus den Jahren 1931 bis 1994
Datei:Schloss Wackerbarth Sekt.jpg
Sachsenkeule von Schloss Wackerbarth

Die Sachsenkeule (auch Sachsenflasche) ist eine keulenförmige Weinflasche für sächsische Qualitätsweine,<ref>Herrmann, F. Jürgen: Lehrbuch für Köche. Handwerk und Technik, Hamburg 1999, ISBN 3-582-40055-7, S. 358.</ref> die ausschließlich im Weinbaugebiet Sachsen verwendet wird.<ref name="verband" />

Geschichte[Bearbeiten]

Erfunden wurde die Sachsenkeule im Weingut Hoflößnitz in Oberlößnitz, heute Stadtteil von Radebeul. Unter der Leitung des Önologen Carl Pfeiffer, der nach der dortigen Reblauskatastrophe ab 1913 den Weinanbau in der Lößnitz wiederbelebte, wurde 1931 die keulenförmige Flasche als Markenzeichen für den Wein der Hoflößnitz entwickelt. Ursprünglich wurde sie aus grünem Glas angefertigt. Die Sachsenkeule sollte als typisches Erkennungszeichen dienen, ähnlich dem für fränkischen Wein typischen Bocksbeutel. Bereits nach kurzer Zeit wurden jedoch die Nachteile der Flasche deutlich. Durch die bauchige Form hat die liegende Flasche nur eine sehr geringe Auflagefläche und ist daher beim Transport auch deutlich zerbrechlicher als die gewöhnliche Weinflasche, außerdem ist die Standfestigkeit geringer. Dies führte dazu, dass sich die Sachsenkeule auf dem Markt nicht behaupten konnte.<ref name="baedeker" /><ref name="welt" /><ref name="radebeul" />

In den 1990er Jahren wurde die Sachsenkeule durch den Weinbauverband Sachsen wieder eingeführt und gilt seither wieder als Markenzeichen für rein sächsischen Wein.<ref name="weinplus" /> Neben Wein wird heute auch Sekt aus dem Staatsweingut Schloss Wackerbarth in Sachsenkeulen angeboten. Diese werden aus braunem und nicht wie die ursprünglichen Flaschen aus grünem Glas angefertigt.<ref name="mz" />

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Sachsenkeule – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="verband">Weinbauverband Sachsen e.V. (Hrsg.): Sachsens Winzer laden ein. Broschüre, 2011.</ref> <ref name="baedeker">Angela Stuhrberg: Baedeker SMART Reiseführer Dresden. Verlag Mair Dumont, 2015, ISBN 978-3-8297-8109-1, S. 32 f. (Google Books).</ref> <ref name="welt">Alexandra Bülow: Von Bocksbeuteln, Sachsenkeulen und Flöten. Die Welt, 21. Oktober 2013, abgerufen am 4. Februar 2016.</ref> <ref name="radebeul">Maren Gündel: Carl Pfeiffer – Ein Pionier des Radebeuler Weinbaus. In: Amtsblatt Radebeul. Stadt Radebeul, August 2012, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 4. Februar 2016; abgerufen am 4. Februar 2016.</ref> <ref name="weinplus">Sachsenkeule. Wein Plus, abgerufen am 4. Februar 2016.</ref> <ref name="mz">Klaus Thiele: Porzellan und Sachsenkeule. Mitteldeutsche Zeitung, 29. Mai 2008, abgerufen am 21. Juni 2021.</ref> </references>