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Zădăreni

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Zădăreni
Saderlach
Zádorlak
Zădăreni (Rumänien)
Zădăreni (Rumänien)
Basisdaten
Staat: Rumänien Rumänien
Historische Region: Banat
Kreis: Arad
Koordinaten: Vorlage:Infobox Ort in Rumänien/adm2iso_type:city(2758) 46° 8′ N, 21° 13′ OKoordinaten: Vorlage:Infobox Ort in Rumänien/adm2iso_type:city(2758) 46° 7′ 56″ N, 21° 13′ 8″ O
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Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Höhe: 120 m
Fläche: 21,45 km²
Einwohner: 2.758 (1. Dezember 2021<ref name="vz2021">Volkszählung 2021 in Rumänien, Populația rezidentă după etnie, 1. Dezember 2021 (rumänisch).</ref>)
Bevölkerungsdichte: 129 Einwohner je km²
Postleitzahl: 317130
Telefonvorwahl: (+40) 02 57
Kfz-Kennzeichen: AR
Struktur und Verwaltung (Stand: 2024<ref>Autoritatea Electorală Permanentă: Primar. prezenta.roaep.ro, 9. Juni 2024, abgerufen am 7. September 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>)
Gemeindeart: Gemeinde
Gliederung: Zădăreni, Bodrogu Nou
Bürgermeister : Petru Șiclovan (PNL)
Postanschrift: Str. Principală, nr. 28
loc. Zădăreni, jud. Arad, RO–317130
Website:

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Zădăreni ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist eine Gemeinde im Kreis Arad im Banat (Rumänien). Zur Gemeinde Zădăreni gehört das Dorf Bodrogu Nou.

Geografische Lage[Bearbeiten]

Zădăreni liegt am linken Maroschufer, im Norden des Banats, im Westen Rumäniens, an der Kreisstraße (Drum județean) DJ 692 und an der Eisenbahnstrecke Neu-Arad – Groß-Sankt-Nikolaus, acht Kilometer von der Kreishauptstadt Arad entfernt. Auf der Gemarkung der Gemeinde, vier Kilometer westlich von Zădăreni, befindet sich das griechisch-orthodoxe Kloster Hodoș-Bodrog, ein aus dem Mittelalter stammender Wallfahrtsort.

Nachbarorte[Bearbeiten]

Pecica Marosch Neu-Arad
Bodrogu Nou Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Fântânele
Felnac Vinga Șagu

Etymologie[Bearbeiten]

Der Ortsname Zádorlac deutet auf einen Besitzer namens „Zádor“ und das ungarische Nachwort „lak“ für Wohnort hin.

Geschichte[Bearbeiten]

Datei:Saderlach-Denkmal (Görwihl).jpg
Saderlach-Denkmal in Görwihl

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Die älteste Erwähnung der Siedlung „Zadarlaka“ stammt aus den päpstlichen Zehentlisten von 1332 bis 1337. Im Jahr 1514 wurde das „Schloss Zadorlak“ von den Aufständischen Dózsas geplündert und alle Lehensurkunden vernichtet. Im Sommer 1551 wurde das Schloss von Sokollu Mehmed Pascha eingenommen.<ref>Joh. Heinr. Schwicker: Geschichte des Temeser Banats. Historische Bilder und Skizzen. Bettelheim, Grosz-Becskerek 1861. S. 154 (Online).</ref> Während der Türkenherrschaft wird lediglich eine kleine Siedlung „Szallas“ (Praedium) von etwa 30 Personen in der Nähe des heutigen „Sallaschberges“ erwähnt.<ref name="saderlach">saderlach.de, Saderlach.</ref>

Nachdem das Banat als Folge des Friedens von Passarowitz (1718) habsburgisches Kronland geworden war, begann die staatlich gelenkte, planmäßige Besiedlung dieses weitgehend entvölkerten Landstriches. Die Saderlacher Ansiedler kamen als geschlossene Gruppe zwischen dem ersten und zweiten Schwabenzug (1740–1780). Nach dem Banater Historiker Leo Hoffmann gelangten 1737 die ersten Hotzen in die Gegend.<ref name="saderlach" /> Der überwiegende Teil der Saderlacher Ansiedler stammte aus dem südlichen Schwarzwald, nämlich aus dem Zwing und Bann des Klosters St. Blasien, aus der Grafschaft Hauenstein (wozu der Hotzenwald gehörte), der Grafschaft Bonndorf, der Landgrafschaft Stühlingen, der Landgrafschaft Klettgau und dem Fürstentum Fürstenberg; zu diesen stießen auch Auswanderer aus dem linksrheinischen Fricktal. Vermutungen, in Saderlach seien 1755 unter Maria Theresia auch Familien der deportierten Salpeterer angesiedelt worden, konnten schon in den 1920er-Jahren durch die Forschungen von Jakob Ebner zur Geschichte der Salpeterer widerlegt werden.<ref>Johannes Künzig: Saderlach 1737–1937, eine alemannische Bauerngemeinde im rumänischen Banat. Karlsruhe 1937, S. 39.</ref> Saderlach war bis in die jüngste Vergangenheit, als die große Mehrheit der „Sachsen“ und „Schwaben“ Rumänien verließen, die einzige deutschsprachige Siedlung in Südosteuropa mit hochalemannischer Mundart.<ref name="saderlach" /><ref>Zur Sprache siehe Hildegard Frey: Der Wortschatz der Mundart von Saderlach. Diplomarbeit. Timișoara 1965; Theresia Schelb: Sitten und Bräuche und ihre Widerspiegelung im Wortschatz der alemannischen Mundart von Saderlach. Diplomarbeit. Timișoara 1979.</ref>

Zădăreni wurde 2004 durch die Loslösung von Felnac (Fellnack) eine eigenständige Gemeinde.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Angaben des rumänischen Parlaments (Memento vom 23. September 2015 im Internet Archive), abgerufen am 9. September 2018 (rumänisch).</ref>

Tourismus[Bearbeiten]

Das Kloster Hodoș-Bodrog ist ein wichtiger touristischer Anziehungspunkt. Das aus dem 12. Jahrhundert stammende Mönchskloster ist im Besitz einer Ikonensammlung aus dem 15. bis 18. Jahrhundert sowie von Büchern, Manuskripten, Silbergefäßen und Artefakten aus der Römerzeit, die bei Ausgrabungen in den Jahren 1976 bis 1977 freigelegt wurden.<ref>Atracții turistice, Comuna Zădăreni.</ref>

Demografie[Bearbeiten]

Volkszählung<ref>Varga E. Árpád: Volkszählungen 1880–2002 bei kia.hu, letzte Aktualisierung 30. Oktober 2008 (PDF; 767 kB; ungarisch).</ref> Ethnie
Jahr Bevölkerung Rumänen Ungarn Deutsche Andere
1880 2192 0160 45 1985 002
1910 2127 0176 82 1860 009
1930 1727 0180 14 1529 004
1977 2223 1383 42 0786 012
2002 2104 2006 58 0021 019
2011 2495 2297 49 0013 136
2021 2758 2421 31 0012 294 (9 Ukrainer)

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Johann Burger, Franz Eisele, Peter Kleemann: Saderlacher Sippenbuch: 1737–2012. Heimatortsgemeinschaft Saderlach, 2012.
  • Johann Burger: Saderlach 1737–1987. Festschrift zur 250-Jahrfeier. VMM, Emmendingen 1987.
  • Hildegard Frey: Der Wortschatz der Mundart von Saderlach. Diplomarbeit. Timișoara 1965.
  • Elke Hoffmann, Peter-Dietmar Leber und Walter Wolf: Das Banat und die Banater Schwaben. Band 5: Städte und Dörfer. Mediengruppe Universal Grafische Betriebe München GmbH, München 2011, ISBN 3-922979-63-7.
  • Leo Hoffmann: Kurze Geschichte der Banater Deutschen: von 1717 bis 1848. Druck der Schwäbischen Verlags-Aktien-Gesellschaft, 1925.
  • Karl Kraushaar: Kurzgefasste Geschichte des Banats und der deutschen Ansiedlungen. Wien 1923.
  • Johannes Künzig: Saderlach 1737–1937, eine alemannische Bauerngemeinde im rumänischen Banat. Karlsruhe 1937.
  • Theresia Schelb: Sitten und Bräuche und ihre Widerspiegelung im Wortschatz der alemannischen Mundart von Saderlach. Diplomarbeit. Timișoara 1979.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Zădăreni – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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