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Safranine

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Die Safranine sind eine Gruppe von Azinfarbstoffen. Sie sind Derivate des Phenazins.

Vertreter[Bearbeiten]

Ihre Grundstruktur, das 3,7-Diamino-5-phenyl-phenaziniumchlorid, wird als Phenosafranin bezeichnet.<ref name="Römpp">Eintrag zu Safranine. In: Römpp Online. Georg Thieme VerlagVorlage:Abrufdatum</ref>

Weitere Vertreter sind u. a. Rhodulinrot G, Rhodulinviolett und Safranin T. Auch die strukturell eng verwandten Mauveine zählen zu den Safraninen.

Safranine
Name Phenosafranin Safranin T Rhodulinrot G Rhodulinviolett
Grundstruktur
Darstellung einer der mesomeren Grenzstrukturen
R1 –H –CH3 –CH3 –H
R2 –NH2 –NH2 –NHCH3 –N(CH3)2
R3 –H –CH3 –CH3 –CH3
CAS-Nummer Vorlage:CASRN Vorlage:CASRN Vorlage:CASRN Vorlage:CASRN
PubChem 65732 2723800 167545
Summenformel C18H15ClN C20H19ClN4 C21H21ClN4 C21H21ClN4
Molare Masse 322,80 g·mol−1 350,85 g·mol−1 364,87 g·mol−1 364,87 g·mol−1

Der tatsächliche Farbstoff des Safrans, Crocetin (8,8′-Diapocarotin-8,8′-disäure), hat dagegen eine offenkettige Polyen-Struktur.

Eigenschaften[Bearbeiten]

Je nach Struktur fluoreszieren die Safranine vom roten bis in den violetten Spektralbereich.

Die Farbigkeit dieser Pigmente ist in der Vielzahl der Resonanzstrukturen begründet, die am Mesomeriehybrid ihrer Moleküle beteiligt sind.<ref name="Gossauer">Albert Gossauer: Struktur und Reaktivität der Biomoleküle, Verlag Helvetica Chimica Acta, Zürich, 2006, S. 259, ISBN 978-3-906390-29-1.</ref>

Verwendung[Bearbeiten]

Datei:Abschlussgewebe einer Wurzel der Iris versicolor, gefärbt mit Safranin-Astrablau 1 zu 11.jpg
Zellen in einer Wurzel der Iris versicolor, gefärbt mit Safranin/Astrablau 1:11

Safranine wurden in der Leder- und Papierfärberei, der Mikroskopie sowie als Redoxindikator verwendet.<ref name="Römpp" />

In der botanischen Mikroskopie färbt Safranin verholzte Zellwände rot. Es wird oft zusammen mit Astrablau eingesetzt, das nicht verholzte Zellwände blau färbt.<ref>Gerhard Wanner: Mikroskopisch-botanisches Praktikum: 800 Einzeldarstellungen. 3. Auflage. Georg Thieme Verlag, Stuttgart New York 2017, ISBN 978-3-13-241671-0.</ref>

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references/>