Flutendes Pfeilkraut
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| Flutendes Pfeilkraut | ||||||||||||
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| Datei:Sagittaria subulata - Copenhagen Botanical Garden - DSC07957.JPG
Flutendes Pfeilkraut (Sagittaria subulata) | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Sagittaria subulata | ||||||||||||
| (L.) Buchenau |
Das Flutende Pfeilkraut (Sagittaria subulata), auch Schmalblättriges Pfeilkraut oder Kleines Pfeilkraut genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Pfeilkraut (Sagittaria) innerhalb der Familie der Froschlöffelgewächse (Alismataceae). Diese grasartig wachsende Sumpfpflanze lebt überwiegend submers, also unterhalb der Wasseroberfläche.
Beschreibung[Bearbeiten]
Erscheinungsbild und Blatt[Bearbeiten]
Das Flutende Pfeilkraut wächst als ausdauernde krautige Pflanze. Mit zahlreichen Ausläufern kann diese Pflanzenart sehr bald einen dichten Bestand bilden.
Die in einer Rosette angeordneten Laubblätter sind bei einer Länge von bis zu 30 bis 40 Zentimetern sowie einer Breite von 4 bis 7 Zentimetern linealisch oder bandförmig und hellgrün. Gelegentlich werden auch Schwimmblätter ausgebildet. Bei Laubblätter oberhalb der Wasseroberfläche sind die einfachen Blattspreiten bei einer Länge von 2 bis 6 Zentimetern sowie einer Breite von 0,5 bis 2,5 Zentimetern meist eiförmig.
Generative Merkmale[Bearbeiten]
Das Flutende Pfeilkraut ist einhäusig getrenntgeschlechtig (monözisch). Die Blütenstände sind bis zu 1 Meter lang, sie bestehen aus einem bis zehn Quirlen von männlichen und weiblichen Blüten. Blüten bilden sich nur oberhalb der Wasseroberfläche. Die eingeschlechtigen Blüten sind radiärsymmetrisch und dreizählig. Weibliche Blüten bestehen aus drei ausgebreiteten grünen Kelchblättern sowie drei weißen Kronblättern und Fruchtblättern. Männliche Blüten weisen zwischen sieben und fünfzehn Staubblätter auf.
Die 1,5 bis 2 Millimeter langen, verkehrt-eiförmigen Nüsschen weisen, wie für Froschlöffelgewächse typisch, einen pfriemförmigen Schnabel auf.
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 22.<ref name="IPCN" />
Ökologie[Bearbeiten]
Nur jeweils eine geöffnete Blüte ragt für etwa 8 Stunden aus dem Wasser.<ref name="Schmeil-Fitschen2024" />
Vorkommen[Bearbeiten]
Das Flutenden Pfeilkraut ist in den östlichen bis südöstlichen Bundesstaaten der USA sowie in Südamerika nur im Gebiet von Kolumbien bis zum nordwestlichen Venezuela verbreitet.<ref name="POWO" /> In den Vereinigten Staaten kommt das Flutende Pfeilkraut in Alabama, Connecticut, Delaware, District of Columbia, Florida, Georgia, Maryland, Massachusetts, Mississippi, New Jersey, New York, North Carolina, Pennsylvania, Rhode Island, South Carolina und Virginia vor.<ref name="POWO" /><ref name="FoNA2000" />
In Flüssen bildet diese Art ausgedehnte Bestände. Sie ist dabei sowohl in Süß- wie Brackwasser überlebensfähig.
In Mitteleuropa kommt das Flutende Pfeilkraut sehr selten als Neophyt in der Warmen Wuhle bei Berlin vor.<ref name="Schmeil-Fitschen2024" />
Verwendung in der Aquaristik[Bearbeiten]
Sowohl die Art Sagittaria subulata als auch die Zuchtform Sagittaria subulata var. pusilla zählen zu den Pflanzen, die im Fachhandel häufig für die Bepflanzung von Aquarien angeboten werden. Verwendung finden diese Pflanzen meist im Vordergrund von Aquarien, da vor allem die Zuchtform, die im Handel fälschlicherweise gelegentlich als Sagittaria pusilla angeboten wird, sehr klein bleibt. Unter idealen Bedingungen vermehrt sich diese Zuchtform sehr schnell und bildet im Aquarium einen dichten, etwa 5 Zentimeter hohen Rasen aus. Die Nominatform Sagittaria subulata var. subulata dagegen kann eine Blattlänge von bis zu 60 Zentimeter erreichen, wenn sie nicht genügend Ausbreitungsplatz hat, und ist dann eher für die mittleren und hinteren Beckenzonen.
Die idealen Pflegebedingungen für Art und Ausleseformen ist nicht zu weiches Wasser. Die Karbonathärte sollte zwischen vier und acht liegen. Die Gesamthärte sollte 10 bis 15 betragen. Die optimale Temperatur liegt zwischen 18 und 28 Grad Celsius. Die Pflanzen benötigen nur wenig im Wasser gelöstes Kohlenstoffdioxid. Zwei Milligramm pro Liter reichen aus, um die Pflanzen gut gedeihen zu lassen. Aquarianer sind daher bei dieser Pflanze nicht unbedingt auf eine Zudüngung angewiesen. Regelmäßiger Teilwasserwechsel stellt die nötige Kohlenstoffdioxidmenge sicher.
Systematik[Bearbeiten]
Taxonomie[Bearbeiten]
Die Erstveröffentlichung erfolgte 1753 unter dem Namen (Basionym) Alisma subulatum durch Carl von Linné in Species Plantarum, Tomus I, Seite 343. Die Neukombination zu Sagittaria subulata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(L.) Buchenau wurde 1871 durch Franz Buchenau in Abhandlungen herausgegeben vom Naturwissenschaftlichen Verein zu Bremen, Band 2, Seite 490 veröffentlicht. Weitere Synonyme für Sagittaria subulata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(L.) Buchenau sind: Sagittaria filiformis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.J.G.Sm., Sagittaria lorata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Chapm.) Small, Sagittaria natans Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Michx., Sagittaria natans var. lorata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Chapm., Sagittaria natans var. pusilla Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Nutt.) Chapm., Sagittaria pusilla Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Nutt., Sagittaria subulata subsp. lorata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Chapm.) R.T.Clausen, Sagittaria subulata var. lorata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Chapm.) Fernald, Sagittaria subulata var. natans Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.J.G.Sm., Sagittaria subulata var. pusilla Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Nutt.) Buchenau, Sagittaria subulata var. typica Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Fernald nom. inval.<ref name="Tropicos" /><ref name="POWO" />
Botanische Geschichte[Bearbeiten]
Von der Art Sagittaria subulata gab es je nach Autor verschiedene Varietäten,<ref>Preston Adams, R. K. Godfrey: Observations on the Sagittaria subulata complex. In: Rhodora, Band 63, Nr. 753, 1961, S. 247–266. Modul:JSTOR * Modul:JSTOR:170: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)</ref> sie alle gelten Synonyme:
- Sagittaria subulata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(L.) Buchenau var. subulata
- Sagittaria subulata var. pusilla Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Nutt.) Buchenau (Syn.: Sagittaria pusilla Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Nutt., Sagittaria natans var. pusilla Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Nutt.) Chapm.)
Nicht mehr zu dieser Art gestellt werden:
- Sagittaria subulata var. gracillima Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(S.Watson) J.G.Sm. → Sagittaria filiformis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.J.G.Sm.
- Sagittaria subulata var. kurziana Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Glück) Bogin → Sagittaria kurziana Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Glück
Literatur[Bearbeiten]
- Bernd Greger: Pflanzen im Süßwasseraquarium. Birgit Schmettkamp Verlag, Bornheim 1998, ISBN 3-928819-16-X
- Christel Kasselmann: Aquarienpflanzen. Ulmer Verlag, 2. Auflage, Stuttgart 1999, ISBN 3-8001-7454-5, S. 413.
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references> <ref name="Tropicos"> Sagittaria subulata bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="IPCN"> Sagittaria subulata bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="POWO"> Rafaël Govaerts (Hrsg.): Sagittaria subulata. In: POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew ScienceVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="Schmeil-Fitschen2024"> Gerald Parolly: Alismataceae. In: Schmeil-Fitschen: Die Flora Deutschlands und angrenzender Länder. 98. Auflage. Verlag Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2024, ISBN 978-3-494-01943-7. S. 160.</ref> <ref name="FoNA2000"> Robert R. Haynes, C. Barre Hellquist: Alismataceae. In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico, Volume 22: Magnoliophyta: Alismatidae, Arecidae, Commelinidae (in part), and Zingiberidae, Oxford University Press, New York und Oxford, 2000, ISBN 0-19-513729-9. Sagittaria subulata (Linnaeus) Buchenau. - textgleich online wie gedrucktes Werk. </ref> </references>