Salden
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| Salden | ||||||||||||
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| Datei:Starr 040410-0254 Ruppia maritima.jpg
Habitat der Strand-Salde (Ruppia maritima). | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name der Familie | ||||||||||||
| Ruppiaceae | ||||||||||||
| Horan. | ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name der Gattung | ||||||||||||
| Ruppia | ||||||||||||
| L. |
Die Salden (Ruppia) sind die einzige Gattung in der Familie der Saldengewächse (Ruppiaceae) in der Ordnung der Froschlöffelartigen (Alismatales). Die Salden sehen grasähnlich aus. Sie wachsen in unterseeischen Wiesen, oft im Brackwasserbereich und sind dort eine wichtige Nahrungsquelle für Seevögel. Der wissenschaftliche Gattungsname Ruppia ehrt den deutschen Arzt und Botaniker Heinrich Bernhard Rupp (1688–1719).<ref name="Burkhardt2018" />
Beschreibung[Bearbeiten]
Habitus und Laubblätter[Bearbeiten]
Salden wachsen als einjährige oder ausdauernde krautige Pflanzen. Diese untergetauchten (submersen) Wasserpflanzen gedeihen in Brack- oder Meerwasser. Sie sind mit selten mit monopodialen Rhizomen, aber meist mit faserigen Wurzeln im Gewässergrund verankert. Die Internodien sind meist gut ausgebildet.
Ihre wechselständig und zweizeilig angeordneten Laubblätter sind in Blattscheide und Blattspreite gegliedert. Die schmale Blattspreite besitzt eine auffällige Mittelrippe und einen gesägten Blattrand. In der Blattachseln sind zwei Schuppen vorhanden.
Blütenstände und Blüten[Bearbeiten]
Die Blütenstandsachsen verlängern und drehen sich oft nach der Bestäubung spiralig ein. Die endständigen, kopfigen, ährigen Blütenstände besitzen eine Spatha und keine Trag- oder Deckblätter und nur zwei Blüten.
Die ungestielten, kleinen Blüten sind zwittrig. Blütenhüllblätter fehlen. Es sind nur zwei Staubblätter mit höchstens sehr kurzen Staubfäden vorhanden. Die 4 bis 16 oberständigen Fruchtblätter sind frei. Jedes Fruchtblatt enthält nur eine parietale und campylotrope Samenanlage. Es ist kein Griffel ausgebildet; die Narbe ist also sitzend.
Früchte und Samen[Bearbeiten]
Die steinfruchtartigen Früchte enthalten einen Samen. Der hängende Same besitzt kein Endosperm. Der Embryo ist gerade.
Chromosomen[Bearbeiten]
Die Chromosomen sind 0,7 bis 4,4 µm lang. Die Chromosomenzahl beträgt n = 8 oder 10–12.
Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]
Die Gattung Ruppia ist weltweit von den gemäßigten Breiten bis in die Tropen verbreitet. In Mitteleuropa kommen nur die zwei Arten Strand-Salde (Ruppia maritima) und Schraubige Salde (Ruppia cirrhosa) natürlich vor. Sie gedeihen in Brackwasser (selten im Süßwasser) und in anderen salzhaltigen Lebensräumen.
Die Gattung Ruppia wurde 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum<ref name="SpPl" /> aufgestellt. Typusart ist Ruppia maritima Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L.<ref name="tropicos" /> Synonyme für Ruppia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L. sind: Bucafer Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Adans., Buccaferrea Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.P.Micheli ex Petagna, Dzieduszyckia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Rehmann. Die Familie Ruppiaceae wurde 1834 durch Pawel Fjodorowitsch Gorjaninow in Primae Lineae Systematis Naturae, 46 aufgestellt.
Früher wurden die Salden (Ruppia) der Familie der Laichkrautgewächse (Potamogetonaceae) zugeordnet. Molekularbiologische Untersuchungen haben aber in neuerer Zeit zu der Erkenntnis geführt, die Salden (Ruppia) in eine eigene Familie einzuordnen. Innerhalb der Ordnung der Alismatales sind die Ruppiaceae eine Schwestergruppe der Cymodoceaceae.
Die Bestimmung und Abgrenzung der Arten ist schwierig, und so kam es zu einer Vielzahl von Synonymen. Unterarten oder Varietäten werden derzeit nicht anerkannt.
Es gibt etwa sieben (eine bis zehn) Ruppia-Arten:<ref name="WCSP" />
- Schraubige Salde oder Spiralige Salde (Ruppia cirrhosa Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Petagna) Grande, Syn.: Ruppia spiralis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Dumort., Ruppia lacustris Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Macoun, Ruppia occidentalis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.S.Watson, Ruppia truncatifolia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Miki): Sie ist weltweit in den gemäßigten und subtropischen Zonen weitverbreitet.<ref name="WCSP" />
- Ruppia didyma Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Sw. ex Wikstr. (Syn.: Ruppia anomala Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Ostenf.): Sie kommt nur in Mexiko und auf Inseln der Karibik vor.<ref name="WCSP" />
- Ruppia drepanensis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Tineo: Sie kommt in Marokko, Algerien, Tunesien, Portugal, Spanien, Sardinien, Italien und Sizilien vor.<ref name="WCSP" />
- Ruppia filifolia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Phil.) Skottsb. (Syn.: Ruppia obtusa Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Hagstr.): Sie von Peru bis Argentinien einschließlich der Falkland-Inseln verbreitet.<ref name="WCSP" />
- Meeres-Salde, auch Strand-Salde oder Geschnäbelte Salde (Ruppia maritima Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L., Syn.: Ruppia brevipes Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Bertol. ex Griseb., Ruppia curvicarpa Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.A.Nelson, Ruppia drepanensis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Tineo ex G.Gussone, Ruppia obliqua Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Griseb. & Schenk, Ruppia pectinata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Rydb., Ruppia rostellata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.W.D.J.Koch ex Rchb., Ruppia trichodes Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Durand, Ruppia salina Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Schur, Ruppia subsessilis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Thwaites, Ruppia taquetii Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.H.Lév., Ruppia transsilvanica Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Schur, Ruppia zosteroides Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Lojac.): Sie ist weltweit verbreitet.<ref name="WCSP" />
- Ruppia megacarpa Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.R.Mason: Sie kommt in Neuseeland, im südöstlichen und südlichen Australien und von Russlands Fernem Osten bis Japan und China vor.<ref name="WCSP" />
- Ruppia polycarpa Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.R.Mason: Sie kommt in Neuseeland, im südöstlichen und südlichen Australien vor.<ref name="WCSP" />
- Ruppia tuberosa Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.J.S.Davis & Toml.: Sie kommt im westlichen und südlichen Australien vor.<ref name="WCSP" />
Quellen[Bearbeiten]
- Die Familie der Ruppiaceae bei der APWebsite. (Abschnitte Beschreibung und Systematik)
- Youhao Guo, Robert R. Haynes, C. Barre Hellquist: Ruppiaceae. In: , online, PDF-Datei (Abschnitte Beschreibung, Systematik und Verbreitung).
- Robert R. Haynes: Ruppiaceae. In: , Familie, Gattung online (Abschnitt Beschreibung).
- Khadija Aziz: Ruppiaceae bei Tropicos.org. In: Flora of Pakistan. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum, Flora of West Pakistan 80, Stewart Herbarium, Rawalpindi 1975. (Abschnitt Beschreibung).
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references> <ref name="WCSP">Vorlage:WCSP</ref> <ref name="tropicos"> Ruppiaceae bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="Burkhardt2018"> Lotte Burkhardt: Verzeichnis eponymischer Pflanzennamen. Erweiterte Edition. Botanic Garden and Botanical Museum Berlin, Freie Universität Berlin, Berlin 2018. [1] </ref> <ref name="SpPl">Carl von Linné: Species Plantarum. Band 1, Impensis Laurentii Salvii, Holmiae 1753, S. 127, Digitalisat.</ref> </references>