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Salt and Fire

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Vorlage:Medienbox/Kopf
Produktionsland Deutschland, USA, Frankreich, Mexiko
Originalsprache Deutsch, Spanisch
Erscheinungsjahr 2016
Länge 98 Minuten
Altersfreigabe

</ref>

Stab
Regie Werner Herzog
Drehbuch Werner Herzog
Produktion Werner Herzog,
Michael Benaroya,
Pablo Cruz,
Nina Maag
Musik Ernst Reijseger
Kamera Peter Zeitlinger
Schnitt Joe Bini
Besetzung
Datei:Salar Uyuni au01.jpg
Drehort Salar de Uyuni

Salt and Fire ist ein Thriller mit romantischen Elementen, bei dem Werner Herzog sowohl Regie führte als auch das Drehbuch schrieb. Salt and Fire basiert auf der Kurzgeschichte Aral des US-amerikanischen Autors Tom Bissell.<ref>Herzog dreht Umwelt-Thriller. In: Deutsche Welle Online, 7. April 2015.</ref>

Die Uraufführung erfolgte am 12. Juni 2016 beim Internationalen Filmfestival von Shanghai. Am 8. Dezember 2016 kam der Film in die deutschen Kinos.

Handlung[Bearbeiten]

Die renommierte deutsche Wissenschaftlerin Professor Laura Sommerfeld reist im Auftrag der Vereinten Nationen gemeinsam mit ihren Kollegen Dr. Fabio Cavani und Dr. Arnold Meier nach Bolivien. Ihre Mission ist es, eine voranschreitende ökologische Katastrophe im Gebiet des fiktiven Salzsees „Diablo Blanco“ (gedreht im Salar de Uyuni) zu untersuchen. Durch die fehlerhafte Umleitung zweier Flüsse für ein landwirtschaftliches Großprojekt versiegte das Wasser, wodurch sich eine toxische und stetig expandierende Salzwüste gebildet hat.

Direkt nach ihrer Landung am Flughafen wird die dreiköpfige Delegation von schwer bewaffneten, maskierten Männern entführt und auf eine abgelegene Hazienda verschleppt. Kopf der Entführer ist Matt Riley, der CEO des mächtigen internationalen Konsortiums, das für die Umweltkatastrophe verantwortlich ist. Um die beiden männlichen Forscher handlungsunfähig zu machen, wird ihnen eine Speise verabreicht, die heftige Magen-Darm-Beschwerden auslöst. Sommerfeld hingegen bleibt unversehrt und wird von Riley auf der Hazienda festgehalten.

Zwischen der Professorin und dem unberechenbaren Konzernchef entspinnen sich lange, philosophische Gespräche über Ökologie, Schuld und die Zukunft der Erde. Bei gemeinsamen Fahrten durch die karge Landschaft, vorbei an verlassenen Geisterstädten und Zugfriedhöfen, konfrontiert Riley sie mit einer weitaus größeren, existenziellen Bedrohung: Ganz in der Nähe befindet sich der ruhende Supervulkan Uturuncu, dessen Boden sich bereits messbar hebt und dessen Ausbruch globale Katastrophen auslösen könnte.

Schließlich inszeniert Riley eine drastische Wendung: Er lässt Sommerfeld mit einer Ration Lebensmittel und Wasser für eine Woche auf einer felsigen Insel inmitten des riesigen Salzsees aussetzen. Ihr werden zwei einheimische, fast blinde Jungen namens Huascar und Atahualpa an die Seite gestellt – benannt nach den letzten Herrschern des Inkareiches. Während der gemeinsamen Tage in der Isolation sorgt Sommerfeld für die Kinder und baut eine tiefe emotionale Bindung zu ihnen auf.

Nach Ablauf der Woche wird Sommerfeld unbeschadet gerettet und erfährt den wahren Grund für das Experiment: Die Jungen sind Rileys Adoptivsöhne, deren Erblindung eine direkte Folge der vom Konsortium verursachten Umweltverschmutzung ist. Riley hat die Aussetzung absichtlich inszeniert, um der rationalen Wissenschaftlerin die menschlichen und emotionalen Kosten der Katastrophe unmittelbar vor Augen zu führen. Er wollte sie dazu bringen, einen UN-Bericht zu verfassen, der über bloße Zahlen und Statistiken hinausgeht und die wahre Tragödie greifbar macht.

Zum Abschied übergibt Riley Sommerfeld ein Erste-Klasse-Flugticket nach Rom. Er bittet sie, dort das Kloster Santissima Trinità dei Monti zu besuchen, um ein bestimmtes anamorphes Fresko des heiligen Franz von Paola zu betrachten – ein Ort, den er selbst immer sehen wollte. Obwohl Sommerfeld ihn kurz vor der Abreise anfleht, mit ihr zu kommen und der Justiz zu entgehen, weigert sich Riley. Er bleibt zurück, um sich für seine Taten den Behörden zu stellen.<ref>Martha Kausmann: ‘Salt and Fire’: Werner Herzog inszeniert romantischen Vulkan-Thriller mit Veronica Ferres. In: filmstarts.de, 9. Februar 2015.</ref>

Produktion[Bearbeiten]

Die Dreharbeiten begannen im April 2015 und fanden in 4200 Metern Höhe in den Salztonebenen Salar de Uyuni im Süden Boliviens statt, der mit mehr als 10.000 Quadratkilometern größten Salzwüste der Erde.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Werner Herzog dreht Thriller ‘Salt and Fire’ mit Veronica Ferres in Bolivien. (Memento vom 15. Juni 2017 im Internet Archive) In: kino-zeit.de, 9. Februar 2015.</ref> Die Dreharbeiten endeten am 19. Mai 2015.<ref>Drehschluss SALT AND FIRE. In: constructionfilm.de. Construction Film, 20. Mai 2015, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 22. Februar 2016; abgerufen am 28. Januar 2016.</ref> In dieser Gegend existieren tatsächlich Supervulkane, wie der aktive Uturuncu<ref>Spiegel online vom 26. März 2012: Forscher entdecken den neuen Supervulkan Uturuncu in den Anden</ref> und vier weitere Calderen wie die Vilama-Caldera.

Am 1. Februar 2016 wurde bekannt, dass das unabhängige Plattenlabel Winter & Winter am 18. März 2016 ein Soundtrack-Album zum Film veröffentlichen wird. Darauf enthalten ist die Musik von Ernst Reijseger, der mit Herzog bereits bei den Filmen Die Höhle der vergessenen Träume, The White Diamond, The Wild Blue Yonder und Ein fürsorglicher Sohn zusammengearbeitet hatte.<ref name="filmmusicreporter">Soundtrack for Werner Herzog’s ‘Salt and Fire’ Announced. In: filmmusicreporter.com. Film Music Reporter, 1. Februar 2016, abgerufen am 8. Februar 2016.</ref><ref>Salt and Fire In: soundtrack.net, 18. März 2016.</ref>

Produziert wurde der Film von der Construction Filmproduktion, Skellig Rock und Benaroya Pictures. Koproduzenten waren das ZDF und Arte France Cinema.<ref>Salt and Fire bei crew united, abgerufen am 16. März 2021.</ref>

Der Film feierte am 12. Juni 2016 im Rahmen des Internationalen Filmfestivals von Shanghai seine Premiere.<ref>Julie Makinen: The brazen Bavarian Werner Herzog is back with his latest directorial effort, ‘Salt and Fire’. Los Angeles Times, 22. Juni 2016, abgerufen am 9. Juli 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im Oktober 2016 erfolgte eine Vorstellung im Rahmen der Internationalen Hofer Filmtage. Am 8. Dezember 2016 kam der Film im Programm des Camino Filmverleihs in die deutschen Kinos.<ref>Salt&Fire. In: Camino Filmverleih. Abgerufen am 3. Juni 2016.</ref> Ein Kinostart in den USA erfolgt am 7. April 2017.

Rezeption[Bearbeiten]

Kritiken[Bearbeiten]

Der Film konnte bislang 33 Prozent der Kritiker bei Rotten Tomatoes überzeugen.<ref>Salt and Fire. In: Rotten Tomatoes. Fandango, abgerufen am 12. November 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Deborah Young von The Hollywood Reporter resümiert: Zu viel Salz, zu wenig Pfeffer.<ref>Deborah Young: ‘Salt and Fire’: Shanghai Review In: The Hollywood Reporter, 14. Juni 2016.</ref>

Oliver Kaever von Spiegel Online sagt über Ferres, diese sei ihrer Rolle einfach nicht gewachsen und habe kein erkennbares dramatisches Register. Sie wirke in jeder Szene einfach nur genervt und schlecht gelaunt, so Kaever, doch sei es nicht ihre Schuld, dass der Film nicht funktioniere, sondern die von Herzog. Der Regisseur verfolge weder eine Idee, noch erzähle er eine Geschichte, und zu einer filmischen Form finde er auch nicht. Kaevers Kollegin Hannah Pilarczyk meint hingegen, so herrlich entfesselt wie Salt and Fire sei schon lang kein Werk eines deutschen Filmemachers mehr gewesen.<ref>Oliver Kaever und Hannah Pilarczyk: Herzog-Umweltdrama ‘Salt and Fire’. Ach, Werner! In: Spiegel Online, 7. Dezember 2016.</ref>

Andreas Busche von Die Zeit erkennt im Film eine Erzählung von der Allmacht der Natur, von der Herzog fasziniert ist, und hebt hier insbesondere die zweite Hälfte des Films hervor. In der offenen Landschaft fühle sich der Regisseur merklich wohler als in geschlossenen Räumen.<ref>Andreas Busche: ‘Salt and Fire’. Ferres als Mutter Natur In: Die Zeit Online, 7. Dezember 2016.</ref>

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Internationales Filmfestival Shanghai 2016

  • Nominierung als Bester Film für den Golden Goblet (Werner Herzog)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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