Sambō-in
Das Sambō-in ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist ein buddhistischer Tempel im Stadtteil Daigo des Bezirks Fushimi der Stadt Kyōto. Der Tempel ist ein Untertempel des Daigo-ji.
Geschichte[Bearbeiten]
Nachdem man das Äußere Tor ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), sōmon) zum Daigo-ji passiert hat, erstreckt sich auf der linken Seite der Untertempel ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), tatchū), das Sampō-in. Es wurde im Jahr 1115 vom 14. Abt des Daigo-ji, Shōkaku sōshō ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value); 1057–1129), erbaut.<ref name=Daigoji>Faltblatt des Daigo-ji, 6 Seiten, o. J. (japanisch)</ref> Es diente dem Abt des Klosters als eine Art Nebenresidenz und gehört zum Weltkulturerbe.
Die Anlage[Bearbeiten]
Die Gebäude[Bearbeiten]
Steht man vor dem Sambō-in, dann hat man links das Vorderen Tor ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), omote-mon, E) vor sich, durch das man die Anlage betreten kann, und rechts das verschlossene Tor im sogenannten chinesischen Stil ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), karamon, T) aus der Momoyama-Zeit. Dieses Tor besitzt zwei Flügel, die mit der Paulownie<ref group=A>Hier ist es die 5-7-Paulownie, das heißt, zu den Blättern kommen zwei Blütenstängel mit fünf Blüten und ein 7-Blüten-Stängel in der Mitte.</ref> geschmückt sind. Die festen Seitenteile rechts und links sind jeweils mit einer Chrysantheme dekoriert. Das Tor soll entweder von der Burg Fushimi oder vom Pavillon Kankatei ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) des Daigo-ji hierher versetzt worden sein.<ref name=Daigoji></ref> Dieses Tor ist als Nationalschatz registriert.
Man betritt das Gebäude durch den mit einem chinesischen Dachbogen ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), karahafu) geschmückten Haupteingang ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), G). Man passiert dann rechts eine Reihe von Zimmern, nämlich hintereinander den Malven-Raum ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Aoi-no-ma, 1), den Herbstgräser-Raum ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Shūsō-no-ma, 2) und den Raum für den kaiserlichen Boten ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Chikushi–no-ma, 3).
Dann passiert man den Vorderen Empfangsraum ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), omote sho-in, 4), der durch Schiebetüren dreigeteilt ist: auf den ersten Raumteil, Gedan ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) genannt, folgt der zweite, leicht erhöhte Chūdan ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)), und diesem folgt der noch einmal erhöhte Jōdan ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)), dessen Rückseite durch die Nische, das Tokonoma, abgeschlossen ist. Die Wände sind ausgemalt, wohl von Kanō Sanraku oder von Hasegawa Tōhaku.
Dahinter folgt abgewinkelt ein weiterer Raum, der private Okushinden ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Oku-shinden, 5), der ebenfalls dreigeteilt ist. An der Nordostecke ist ein Ausguck angebaut, der „Kiefer-Mond-Pavillon“ ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Shōgetsu-tei, 7). – An der Frontseite zum Garten folgt ein weiterer Raum mit Ausblick auf diesen, Junjōkan ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), 6) genannt. Dieser Raum ist über einen Wasserarm der Gartenanlage gebaut. Dahinter folgt der eigentliche Andachtsraum, das Hondō ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), 8). Direkt vor dem Hondō erstreckt sich ein kleiner Moosgarten.
Der Garten[Bearbeiten]
Der Garten erstreckt sich fast über die ganze Südseite des Sambō-in und ist als Wandelgarten um einen großen Teich angelegt. Toyotomi Hideyoshi, der im Jahr 1598 den Tempel zur Baumblüte besuchte, hat ihn selbst entworfen. Er starb dann noch im selben Jahr, so dass der Garten unter dem Mönch Gien Jugō (Gien (Mönch) {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value); 1558–1626) begonnen wurde. Die Arbeiten ruhten dann eine Weile, so dass der Garten erst etwa 25 Jahre später fertiggestellt war. Man hatte dafür rund 700 Steine und einige tausend Büsche und Bäume zusammengetragen.<ref name=Teien>Mori, Osamu: Teien. Nihon-shi kohyakka 19. Kondo shuppansha, 1974. S. 234–235-</ref>
Der Teich umschließt einige Inseln, von denen die beiden dunkelgrün gezeichneten einen Kranich und eine Schildkröte symbolisieren. Alle Inseln sind über Brücken erreichbar. Davon ist eine Holzbrücke (gestrichelt), vier sind kurze Steinbrücken (hell, oval), drei sind sogenannte Erdbrücken<ref group=A>Erdbrücken ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), dobashi) sind gewölbte Brücken für Teiche in Gärten, die mit Stangenholz, Baumrinde und Erde belegt sind.</ref>). Im Südosten des Teiches ergießt sich ein kleiner Wasserfall in drei Stufen in den Teich. In der Nähe steht der Pavillon Chinryū-tei ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), 9), der „Pavillon des verstummenden Fließens“.
Später wurde der Garten mehrfach verändert, so dass er sein ursprüngliches Aussehen zum Teil verloren hat. Da Gien ein Tagebuch hinterlassen hat, in dem er seine Arbeiten von damals beschreibt, sind wir in diesem Fall besonders gut über die Veränderungen unterrichtet. Gegenüber dem Vorderen Empfangsraum steht auf der anderen Seite des Teiches eine Dreiergruppe von Steinen, die von Oda Nobunaga auf Hideyoshi gekommen ist und dann vom Palast Jurakudai ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) in Kyōto hierher gebracht wurde und an die große Vergangenheit erinnert. Diese Dreiergruppe, Fujito-ishi ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) genannt, stellt – sehr abstrahiert – Amida mit Begleitern dar.<ref name=Teien></ref>
Der Garten wurde 1952 als „Besonders bedeutendes Geschichtsrelikt“ ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), tokubetsu shiseki) und als „Besonders schöne Ansicht“ ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), tokubetsu meishō) registriert und gehört heute zum Daigoji-Weltkulturerbe.
Nationalschätze[Bearbeiten]
- Neben dem Karamon ist auch der Vordere Empfangsraum als Nationalschatz registriert.
Wichtige Kulturgüter[Bearbeiten]
Als Wichtige Kulturgüter sind registriert der überdachte Eingang, der Malven-Raum, der Herbstgräser-Raum, Raum der kaiserlichen Boten, der Empfangsraum, der Privatraum, der Pavillon im Garten, sowie der Küchentrakt ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), kuri) und der Goma-Pavillon ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)), beide nicht auf dem Plan.<ref name="rekisan">Yamamoto, Jirō: Kyoto-fu no rekishi sampo (chu). Yamakawa Shuppan, 1998. ISBN 978-4-634-29560-5, S. 238ff.</ref>
Anmerkungen[Bearbeiten]
<references group=A />
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
Literatur[Bearbeiten]
- Mainichi Shimbu (Hrsg.): Juyo bunkazai 12. Tempelarchitektur. Mainichi Shimbun-sha, 1973.
Weblinks[Bearbeiten]
Liste buddhistischer Tempel und Klöster in Japan
Koordinaten: 34° 57′ 8″ N, 135° 49′ 10″ O
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