Sampha
Sampha Lahai Sisay (* 1988 in London) ist ein britischer Musiker.
Karriere[Bearbeiten]
Sampha Sisay stammt aus Morden im Südwesten von London. Seine Eltern, die dem Volk der Limba angehören, kamen Anfang der 1980er Jahre aus Sierra Leone. Er wuchs als jüngstes von fünf Kindern auf. Als er neun war, starb sein Vater an Krebs.<ref name="kulturnews" /> Sampha begann früh damit, Klavier zu spielen und auch eigene Songs zu schreiben. Später diente er sich den Grime-Rappern in seiner Umgebung an und machte die Produktion für die Rapsongs seines Freunds.<ref name="telegraph" /><ref name="pitchfork" /> Erstmals auf ihn aufmerksam wurde man durch einen Remix des Songs Basic Space von The xx im Jahr 2009. Viel Anerkennung erfuhr er auch zwei Jahre später, als er beim von der Kritik gelobten Debütalbum von SBTRKT nicht nur als Produzent, sondern auch als Sänger und Songschreiber mitwirkte. Die Sängerin Jessie Ware war eine weitere Londonerin, mit der er zusammenarbeitete. Zu der Zeit veröffentlichte er auch seine erste eigene EP Sundanza.
2013 wurde Sampha vom kanadischen Rapper Drake eingeladen, auf seinem Album Nothing Was the Same mitzuwirken. Der gemeinsame Song Too Much wurde als Single ausgekoppelt und kam in die britischen und die US-Charts. The Motion, das als Bonussong produziert worden war, erreichte ebenfalls eine Top-100-Platzierung. Danach veröffentlichte er seine zweite EP Dual und bei Sound of 2014, der BBC-Prognose für den Durchbruch im kommenden Jahr, wurde er auf Platz 4 gewählt. Es gab aber in diesem und auch im nächsten Jahr kein Debütalbum und erst einmal auch keine sonstigen Veröffentlichungen, sondern er arbeitete weiter mit anderen Musikern wie SBTRKT und Katy B zusammen. 2016 war er auf Alben von Kanye West und Frank Ocean vertreten. Der Song Don’t Touch My Hair vom Album A Seat at the Table von Solange Knowles brachte ihn zum zweiten Mal als Gastsänger in die US-Charts.
Zum Jahresende stellte er dann zwei Songs im Vorgriff auf sein Debütalbum vor. Anfang Februar 2017 wurde das Album Process international veröffentlicht. In Großbritannien stieg es auf Platz 7 ein und auch in USA und Australien und weiteren Ländern in Europa konnte es sich in den Charts platzieren. Das Album wurde mit dem Mercury Prize 2017 ausgezeichnet. 2023 veröffentlichte er das mit einem anthroponymischen Eponym nach seinem Mittelnamen benannte Album Lahai.
Im September 2025 trat Sampha beim Konzert Together for Palestine in der Londoner OVO Arena Wembley auf, dessen Umsatz vollständig palästinensische Hilfsorganisationen geflossen sei.<ref>Zahlreiche Stars bei "Together for Palestine". In: Stern. 18. September 2025, abgerufen am 18. September 2025.</ref><ref>Andreas Borcholte: (S+) »Together for Palestine«-Konzert in London: Ein Konflikt, den selbst Pop nicht vereinfachen kann. In: Der Spiegel. 18. September 2025, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 18. September 2025]).</ref><ref>Michael Hann: Together for Palestine concert: Benedict Cumberbatch, Damon Albarn and Neneh Cherry take stage at galvanising and star-studded gig for Gaza. In: The Guardian. 18. September 2025, ISSN 0261-3077 (theguardian.com [abgerufen am 18. September 2025]).</ref>
Diskografie[Bearbeiten]
Alben[Bearbeiten]
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EPs
- 2010: Sundanza
- 2013: Dual
Singles[Bearbeiten]
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Weitere Singles
- 2010: Evening Glow / Break Off (SBTRKT & Sampha)
- 2011: Valentine (Sampha & Jessie Ware)
- 2013: Too Much / Happens
- 2016: Timmy’s Prayer
- 2016: Blood on Me
Gastbeiträge
- 2011: What You Won’t Do for Love / Jessie Ware feat. Sampha
- 2014: Play / Katy B feat. Sampha
- 2014: A Kiss Goodbye / Emile Haynie feat. Charlotte Gainsbourg, Devonté Hynes & Sampha
- 2015: Loop the Loop / Bullion feat. Sampha
- 2016: Saint Pablo / Kanye West feat. Sampha
- 2016: Alabama / Frank Ocean feat. Sampha & Jazmine Sullivan
Quellen[Bearbeiten]
<references> <ref name="telegraph">Sampha – New Music, James Lachno, The Telegraph, 7. Januar 2014</ref>
<ref name="pitchfork">Sampha (Interview), Ruth Saxelby, Pitchfork, 8. Juli 2013</ref>
<ref name="kulturnews">Sampha: Process (Interview), Carsten Schrader, Kulturnews DE, 3. Februar 2017</ref> </references>
Weblinks[Bearbeiten]
- Offizielle Homepage (englisch)
- Sampha bei AllMusic (englisch)Vorlage:Abrufdatum
- Vorlage:IMDb/1
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Sampha |
| ALTERNATIVNAMEN | Sisay, Sampha Lahai (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | britischer Musiker |
| GEBURTSDATUM | 1988 |
| GEBURTSORT | London |